Frage von Annapferd, 110

Was ist der Unterschied vom Schul- und eigenem Pferd?

Hallo ihr lieben ich habe letztens auf YouTube in den Kommentaren gelesen dass man das Pferd nicht so stressen soll und blablabla ...weil es dann noch wie ein Schulpferd wird und würde gerne wissen was der Unterschied von Schulpferd und eigenem Pferd ist bei ich finde die Schulpferde auch sehr lieb und weiß keinen richtigen Unterschied

Antwort
von kaltblueterin, 44

Schulpferde haben oftmals das Problem, dass sie stumpfgeritten wurden und nicht richtig korrigiert werden im Beritt, da das ungemein Kosten erzeugt für so einen Reiterhof, wenn da jedes einzelne Pferd beritten werden muss, ist man am Monatsende schnell mal viel Geld los.

Schulpferde fassen auch eher zu ihren Pflegern/Bereitern Vertrauen, da diese jeden Tag mit ihnen Kontakt haben. Pferde suchen sich ihre Vertrauensperson selbst aus und das wird natürlich eher die sein, die jeden Tag FressiFressi bringt, mistet, striegelt, führt, putzt und sich kümmert.

Das eigene Pferd hat´s da mit der Bezugsperson schon leichter. Dennoch muss auch hier beachtet werden, dass man ständig qualitativ hochwertigen Unterricht nimmt und sich professionelle Hilfe beim Beritt des eigenen Pferdes holt. Der Schlendrian ist ganz schnell eingespielt und man selbst sieht das Problem meist gar nicht, erst dann, wenn wirklich schon "die Karre im Dreck" steht.

Größter Unterschied ist, dass man ein Schulpferd danach wieder in die Box/auf die Koppel stellt, man bezahlt seine Stunde und fährt wieder heim, Ende der Durchsage.

Beim eigenen ist das schon etwas zeit- u. vor allem kostenintensiver: Pferd ist mal krank oder verletzt, man will in den Urlaub und braucht jemanden der sich derweil dem Pferd annimmt, Impfen, Hufbearbeitung, Sattel und Ausrüstung anpassen, Stunden nehmen etc. muss man sich um alles selbst kümmernund natürlich auf für löhnen.

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 72

Ein privates Pferd wird von nur ein oder zwei Leuten geritten und stellt sich besser auf sie ein.

Man kann mit viel feineren Hilfen reiten.

Und wenn etwas nicht klappt, bist du allein dafür verantwortlich, es besser zu lernen.

Macht es Unfug ist auch das DEINE Schuld.

Die seltenen wirklich guten schulpferde werden regelmäßig korrigiert vom bereiter oder Trainer.  die normalen Schulpferde stumpfen oft ab und reagieren schwerer auf hilfen.

Schulpferde lernen schnell, sich die Arbeit einfacher zu machen... notfalls indem sie sich vom Reiter befreien :-)

Plumps

AUTSCH

Kommentar von Baroque ,

Wenn der für die Schulpferde verantwortliche Reitlehrer von vornherein richtig sauber unterrichtet, muss er sich nicht drauf setzen. Korrigieren muss er nur das, was er durch fehlende oder unzureichende Anleitung selbst verbockt hat ;-)

Aber leider ist es oft zu beobachten: Wenn ein Privatreiter ein Familienmitglied auf seinem Pferd unterrichtet, geht er anfangs jeden Schritt mit, greift mit in die Zügel, weil er sich die Feinfühligkeit seines Tieres nicht verderben lassen mag. Welcher Reitlehrer macht das heute noch? Vor allem, wenn die Leut ihren Unterrichtspreis und damit sein Gehalt auch zahlen, wenn er sich in die Mitte stellt und nur mal eben was ruft.

Antwort
von Unwissend123321, 36

Naja, die Unterschiede liegen doch auf der Hand; eigenes Pferd, freie Hand. Wie es wird, liegt in deiner Hand. Du bist der Herr, du enscheidest, wer und wie reitet. Hast aber auch nen Batzen Kosten, Verpflichtungen usw.

Schulpferd...da biste nicht der Boss, sondern eher jemand, der ohne Verpflichtungen und unkalkulierbare Kosen eine Dienstleistung in Anspruch nimmt.

Plump; wie beim Mietauto - du zahlst, solange du es nutzen willst. Kupplung koennte aber ausgeleiert sein, Auto riecht nicht immer gut, weil der Vormieter nen strenges Parfum trug...aber du kannst es abgeben, wenn du es nicht mehr willst. Tüv usw sind nicht dein Bier.

Eigenes Auto - dessen Zustand, Unkosten usw. liegen in deiner Hand.

Wie gesagt, stumpfer Vergleich, aber irgendwie ists bei fast allem doch so, was man mietet oder was sein Eigentum ist. Der wesentliche Unterschied liegt für mich eigentlich darin, dass man bei ersterem ein Lebewesen mietet, und man denen gegenüber immer verpflichtet ist, es bestmöglich zu behandeln. Alles andere könnte man mit keinem Geld der Welt bezahlen.

Antwort
von FelixFoxx, 23

Ein eigenes Pferd hat eine richtige Bezugsperson, der es meistens vertraut (meistens deshalb, weil es auch viele Pferdebesitzer gibt, die nicht wissen, wie sie das Vertrauen eines Pferdes gewinnen können). Ein Schulpferd dagegen muss mit vielen Personen klarkommen, konsequente, inkonsequente, gute und schlechte Reiter, totale Anfänger, die sich mit Pferdeverhalten nicht auskennen und es missdeuten, und auch fortgeschrittene Pferdemenschen, die sich kein eigenes Pferd leisten können oder wollen.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 11

Für jemand, der nur spazieren reiten möchte, ist der Unterschied zwischen einem Schulpferd aus einer einigermaßen gut gefühterten Reitschule und einem entsprechenden privaten  Pferd nicht wirklich gravierend. 

Wenn man alelrdings höhere Ansprüche hat, an dressurmässige Ausbildung, Turniere, Parelli oder was auch immer, ist es schon ein Unterschied. Denn ein Schulpferd ist in der Regel nixht mehr und nixht weniger als für Anfänger geeignet.

Ich vergleiche das Reiten ( lernen) gerne mit Klavierspielen. Für den Anfang würde ein " halbes" Klavier reichen, und es wäre auch nicht so schlimm, wenn es nicht perfekt gestimmt ist. Die ersten Übungen und Lieder kann man damit einigermäßen hinbekommen- und wer  nichts weiter vorhat, als jedes jahr die selben einfachen Weihnachtslieder zu spielen, dem reicht das auch auf Dauer.

Wenn man aber etwas dazu lernen möchte, wird man mit der Zeit alle Tasten verwenden und es auch stimmen lassen wollen...

So ist es auch mit dem Pferd. Was dem Klavierspieler  der Klamg ist, ist dem Reiter die Sensiblität des Pferdes. Wenn es nixht immer besser, so dern weniger wird, macht es auch immer weniger Spaß. ( im Fall des Reitens nicht nur dem Reiter, sondern auch dem Pferd).

Auch kann  unkorrektes Reiten auf Dauer auch der Gesundheit  schaden.

Antwort
von Citty08, 40

Naja Schulpferde sind ja für Reitschüler, müssen öfter in der Woche gehen, mit verschiedenen Reitschülern, meistens Anfängern. Dadurch werden einige im Maul hart oder reagieren nicht mehr richtig auf Hilfestellung...natürlich sind sie auch lieb :D
Mit deinem eigenen Pferd kannst du immer selber gucken wann und wie oft was am besten für dich und dein Pferd ist.. und ihr baut Vertrauen und eine Bindung auf und man kümmert sich auch so ums Pferd..
Ich hoffe du kannst damit was anfangen :) ist meine Meinung..

Antwort
von BeyondTheStars, 18

Da viele Reiterschüler aus den bereits gesagten Gründen sich, leider, nicht verantwortlich für das Pferd fühlen gehen sie manchmal etwas leihwändisch damit um. Auch fangen die meisten Reiter auf Schulpferden an und können logischerweise noch nicht (gut) reiten. sie machen viele Fehler, welche sich negativ auf das Pferd auswirken können. Viele haben deswegen keine Lust mehr jeden Tag mehrmals irgendwelche Leute auf dem Rücken zu tragen und denken sich im besten Fall selbst irgendwelche Übungen aus. Im Schlechten wie sie den Reiter  möglichst schnell runter bekommen, wie Heklamari schon gesagt hat. 

Das Privatpferd ist meistens bei jemandem, der schon reiten kann und demnach weniger Fehler macht. Ausserdem ist es das eigene Pferd dieser Person, weshalb sie besser mit ihm umgeht und es auch mal mit einem schönen Ausritt oder einer Massage, etc verwöhnt.

Vom Pferd her gibt es grundsätzlich keinen Unterscheid. Was den Unterschied macht ist die Art wie mit ihm umgegangen wird 

Ich hoffe das ist die jetzt klarer :) 

Antwort
von Arora, 17

Es gibt durchaus gute Schulpferde. Allerdings fast nur wenn sie korrektur geritten werden was sich viele Höfe nicht leisten können. 

Ein Privatpferd is aus meiner Erfahrung sehr viel feiner und reagiert auf feine kleine Hilfen.

Du musst bedenken das ein privatpferd wenige bezugspersonen hat mit denen er (meistens) auch zusammenpasst. Deshalb kauft man es ja.

Schulpferde haben oft zappelnde kleine Kinder auf sich sitzen die die Fersen in den Bauch rammen. Das stumpft ab...

kannte mal ein Schulpferd dem konntest du mit der gerte die Flanken verhauen wie du wolltest... er hat es nicht gespürt weil sich schon ein Art Hornhaut gebildet hatte... :/ leider kein einzelne Schicksal....

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