Frage von JapaneseGeneral, 185

Was ist der Sinn des Lebens(Fragezeichen). Was haltet ihr von meinem schnellen Versuch?

Klar könnte man die diese Frage relativ gut mit der Evolutionstheorie erklären könnte, die ja im wesentlichen behauptet, dass das am besten angepasste (nicht stärkste) Lebewesen sich fortpflanzen soll. Dabei habe ich allerdings folgendes Problem: Zum einen empfinde ich die Entstehung unseres Planeten (mit seiner Größe und Lage im Sonnensystem) schon als einen extrem großen Zufall. Die Entstehung des Lebens dagegen ist noch sehr viel unwahrscheinlicher gewesen (egal, ob man an die extraterrestrische oder eine andere Theorie glaubt).

Deswegen kommen natürlich Fragen auf, wie was ist real(unter anderem inspiriert durch Matrix)? Beziehungsweise auch die Frage, ob es vielleicht ein (oder mehrere) höhere Wesen wie zum Beispiel einen Gott gibt. Eine weitere Möglichkeit ist natürlich, dass die "Wirklichkeit" nur in meinem Kopf entsteht und rein gar nichts real ist.

Zurück zu der Theistischen Theorie: Es gibt in vielen der großen Weltreligionen ähnliche Elemente, wie zum Beispiel: "du sollst nicht töten". Allgemein werden in Religionen viele Regeln zum Zusammenleben der Menschen aufgestellt, die im allgemeinen sehr humanistisch sind. Das finde ich persönlich eigentlich sehr verwunderlich. Mir persönlich stellt sich da die Frage, falls es einen Gott (oder mehrere) geben sollte, was sind seine Ziele mit der Menschheit? Die einzige mir plausibel erscheinende Theorie ist, dass er eine Art schöpferischen Stolz empfinden könnte.

Daraus leitet sich für mich ab, wenn ich diese Welt selbst erschaffen habe(in meinem Kopf), dass ich versuchen sollte mich zu fragen, was mich stolz macht. Liege ich falsch? Ich habe herausgefunden, dass es für mich vor allem Erkenntnisgewinn und die Fähigkeit zu lernen (natürlich nicht nur auf rein intellektueller Ebene) sind.

Es folgt ein kleiner Sprung in die Quantenphysik; Das 1. Axiom der Quantenphsik besagt, dass ein System von Teilchen durch eine Wellenfunktion beschrieben wird. Im Klartext, dass jegliche Materie miteinander wechselwirkt und ein Teil des ganzen das Ganze enthält(korrigiert mich, wenn ich falsch liege der Vortrag in dem ich das gelernt habe liegt lange zurück). Wenn ein Gott also ein aus Materie bestehendes Wesen ist, dann müsste ja jeder einzelne auch ein Teil Gottes sein(, wodurch wir wieder zurückspringen können, so wir denn wollen). Nach Leibniz Monadentheorie müsste er aus Materie bestehen, da er vermutlich die höhste Form des Bewusstseins darstellt. In der Theologie werden Götter meist jedoch als metaphysisch dargestellt, sodass man nicht davon ausgehen kann, dass Leibniz recht hat, sofern es einen Gott gibt. Aber auch diesen Fall haben wir ja schon definiert.

Habe ich irgendeinen Fall ausgelassen? Wo habe ich mich geirrt? Wo ist mein Gedankengang unlogisch?

Vielen Dank für das Durchlesen! Ich freue mich schon auf eine angemessene und sachliche Kritik! Was würdet ihr als eure Subziele definieren?

Antwort
von Halbkornbrot, 71

Eins vorab ich gehe hier nur auf die Punkte ein für die ich mich Qualifiziert fühle.

Zurück zu der Theistischen Theorie: Es gibt in vielen der großen Weltreligionen ähnliche Elemente, wie zum Beispiel: "du sollst nicht töten". Allgemein werden in Religionen viele Regeln zum Zusammenleben der Menschen aufgestellt, die im allgemeinen sehr humanistisch sind. Das finde ich persönlich eigentlich sehr verwunderlich. Mir persönlich stellt sich da die Frage, falls es einen Gott (oder mehrere) geben sollte, was sind seine Ziele mit der Menschheit? Die einzige mir plausibel erscheinende Theorie ist, dass er eine Art schöpferischen Stolz empfinden könnte.

Du gehst die Sache hier meiner Meinung nach falsch an, die Regel "du sollst nicht töten" stammt ursprünglich nicht von der Religion als solches. Es ist viel mehr so das der Mensch intelligent genug war selbständig zu begreifen, das willkürliches Töten das zusammenleben in kleineren und grösseren Gruppen sehr negativ beeinflusst, diese Erkenntnis wurde dann nachträglich von einigen Religionsgründern übernommen, dieses übereinstimmen der Gebote in verschiedenen Religionen auf der gesamten Welt ist also kein Hinweis auf die Existenz eines Gottes sondern zeigt viel mehr das Menschen egal wo schon immer über einen gesunden Verstand verfügten. 

Deswegen kommen natürlich Fragen auf, wie was ist real(unter anderem inspiriert durch Matrix)? Beziehungsweise auch die Frage, ob es vielleicht ein (oder mehrere) höhere Wesen wie zum Beispiel einen Gott gibt. Eine weitere Möglichkeit ist natürlich, dass die "Wirklichkeit" nur in meinem Kopf entsteht und rein gar nichts real ist.

Zurzeit wüsste ich kein konkretes Indiz das darauf hindeuten würde das dies alles in unserem Kopf entstehen würde, ich sehe deshalb auch keinen Grund daran zu glauben. Doch selbst wenn es denn so wäre würde diese Erkenntnis ja nicht wirklich etwas an unserem Leben ändern.

 Dabei habe ich allerdings folgendes Problem: Zum einen empfinde ich die Entstehung unseres Planeten (mit seiner Größe und Lage im Sonnensystem) schon als einen extrem großen Zufall

Es ist auch ein grosser Zufall , doch wenn man bedenkt das es wohl Millionen von Galaxien gibt und aber Milliarden von Sonnensystemen, ist es nur wahrscheinlich das dieser Zufall in mehreren Fällen eintritt, wäre dieser Fall bei uns nicht eingetreten wären wir schlicht nicht Existent und könnten uns darüber keine Gedanken machen.

Die Entstehung des Lebens dagegen ist noch sehr viel unwahrscheinlicher gewesen (egal, ob man an die extraterrestrische oder eine andere Theorie glaubt).

Das gleiche Prinzip, wie vorher das Leben hatte auf wahrscheinlich vielen Planeten, Milliarden von Jahren Zeit zu entstehen über einen so grossen Zeitraum ist es nur Wahrscheinlich das etwas per se Unwahrscheinliches eintritt, und wie gesagt wäre das bei uns nicht eingetreten würden wir nicht Existieren und könnten uns keine Gedanken darüber machen.

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Zu der Sache mit dem töten usw. wollte ich eigentlich auch nur sagen, dass es doch ein allgemeiner Zufall ist, dass die Menschheit erkannt hat, dass die Vorteile überwiegen, wenn man in einer Gruppe lebt und sich ihren regeln unterwirft, anstelle dessen, das man sich alleine durchschlägt. Natürlich kann man mit gleichen Lebensregeln keineswegs einen Gott beweisen, sondern lediglich einen Verdacht bekommen. Natürlich können diese Lebensregeln auch aufgrund einer ähnlichen Umwelt entstanden sein da geb ich dir völlig recht. Mit der Wahrscheinlichkeitsbetrachtung wollte ich lediglich zeigen, dass es mir nicht einleuchtet, dass das Leben entstand, wenn du das anders siehst akzeptiere ich das.

Kommentar von thetee99 ,

Das Prinzip der Kooperation spielt in der Natur allgemein eine wesentlich größere Rolle als das Prinzip des "Übertrumpfens", oder wie man "survival of the fittest" auch immer falsch interpretieren möchte. Auch in der Tierwelt findet man mehr kooperatives Verhalten, gegenseitige Hilfe etc.

@Halbkornbrot:

Es ist auch ein grosser Zufall , doch wenn man bedenkt das es wohl Millionen von Galaxien gibt und aber Milliarden von Sonnensystemen, ist es nur wahrscheinlich das dieser Zufall in mehreren Fällen eintritt

Genau. Man kann sogar schätzen, dass es 100 Mrd. Galaxien gibt mit je 100 Mrd. Sternen. Die meisten dieser Sterne haben ein Planetensystem. Die Möglichkeiten das sich Leben o. ä. entwickelt, sind fast unbegrenzt.

Antwort
von GanMar, 82

Die Entstehung des Lebens dagegen ist noch sehr viel unwahrscheinlicher gewesen

Vollkommen egal, wie unwahrscheinlich die Entstehung von Leben auf einem einzelnen Planeten ist. Solange es genug Planeten gibt, auf denen eine Entstehung nicht ausgeschlossen ist, ist nahezu zwangsläufig mit belebten Planeten zu rechnen.

Antwort
von Philipp59, 12

Hallo JapaneseGeneral,

ich möchte hier jetzt nicht so sehr auf Deine theoretischen Überlegungen eingehen, die ja sehr in den Bereich Philosophie gehen und immer wieder neue Fragen aufwerfen, sondern in erster Linie auf Deine Hauptfrage "Was ist der Sinn des Lebens?"

Diese Frage hängt im Grunde genommen sehr eng mit der Frage nach Gott zusammen. Warum? Nun, wenn es einen Gott gibt, der uns erschaffen hat, dann weiß er auch genau, welchen Daseinszweck wir haben sollen. Gibt es jedoch keinen Gott, dann müssen wir irgendwie selbst den Sinn unseres Lebens definieren. Dann würde man sich allerdings fragen, warum der Mensch nach so langer Zeit immer noch nach dem Sinn des sucht, ohne ihn bisher wirklich gefunden zu haben.

Dass Gott existiert, steht für viele außer Frage. Allein wie genial wir Menschen und auch alle anderen Lebewesen gestaltet sind, offenbart die Hand eines Schöpfers. Selbst eine "einfache" Zelle weist derart komplexe Strukturen auf, dass diese sogar jede von Menschen konstruierte Maschine bei weitem übertrifft. Der in der Fachwelt bekannte Molekularbiologe Michael Denton schrieb einmal über die Genialität einer solch "einfachen" Zelle folgendes: "Die Molekularbiologie hat gezeigt, daß selbst die einfachsten lebenden Systeme auf der Erde, die Bakterienzellen, überaus komplex aufgebaut sind. Obwohl die winzigsten Bakterienzellen unglaublich klein sind, ... ist jede Zelle eine echte Mikrominiaturfabrik mit Tausenden brillant entworfenen Teilsystemen einer komplizierten Molekularmaschinerie, die insgesamt aus hundert Milliarden Atomen besteht, an Kompliziertheit jede von Menschen gefertigte Maschine in den Schatten stellt und in der unbelebten Welt ohne Parallele ist" (Michael Denton, "Evolution: A Theory in Crisis", Seite 250).
Oder denken wir einmal an die Eigenschaften und Fähigkeiten, die uns als Menschen auszeichnen, wie z.B. Liebe, Selbstlosigkeit, unsere Selbstwahrnehmung, Sprache und Intelligenz, Liebe zu Schönheit und Kunst, sowie die tief in uns verwurzelte Religiosität. Wie sollte all das einer mehr oder weniger richtungslosen und zufälligen Entwicklung zuzuschreiben sein? In dem Buch Life Ascending, wird zugegeben: „Wenn wir uns fragen, wie ein Prozeß, der einem Glücksspiel ähnelt und die Verlierer hart bestraft, Wesensmerkmale erzeugt haben soll wie Liebe, Schönheit und Wahrhaftigkeit, Mitleid, Freiheit und vor allem den umfassenden menschlichen Geist, dann stehen wir vor einem Rätsel. Je mehr wir über unsere spirituellen Möglichkeiten nachdenken, desto erstaunter sind wir". Das ist wohl wahr!

Wenn wir also davon ausgehen, dass es einen Gott gibt, dann sollte er uns mit Sicherheit sagen können, warum wir hier sind. Dieser Gott, der Himmel und Erde hervorgebracht hat, hat sich in einem einzigartigen Buch geoffenbart, der Bibel, worin er uns auch den Sinn unseres Lebens erklärt.

Wenn man ganz an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückkehrt, fällt auf, dass Gott schon ganz zu Beginn Kontakt zum Menschen aufgenommen hat. Nachdem er ihn z.B. in den Garten Eden gesetzt hatte, gab er ihm Anweisungen hinsichtlich Bebauung und Pflege des Gartens sowie seines Umgangs mit den Tieren. Auch hatten die beiden ersten Menschen die Möglichkeit der direkten Kommunikation mit Gott. So lange sie ein ungetrübtes Verhältnis zu ihrem Schöpfer hatten, waren sie glücklich und zufrieden. Doch das sollte nicht lange so bleiben.

Schon sehr früh entschieden sich die Menschen für ein Leben unabhängig von Gott. Sie lehnten es ab, sich von Gott etwas sagen zu lassen; stattdessen wollten sie viel lieber selbst entscheiden, was für sie gut oder böse, richtig oder falsch ist (siehe 1. Mose 3:1-5). Sie dachten, ein Leben ohne Gott würde sie glücklicher machen. Was ihnen zunächst sehr verlockend vorkam, stellte sich im Nachhinein als ein großer Irrtum heraus. Und liegt nicht genau hier das Problem, wenn es um die Frage nach dem Sinn des Lebens geht? Ist nicht ein Leben ohne Gott ziemlich richtungs- und sinnlos? Natürlich kann man in der Familie oder einer beruflichen Karriere Sinn und Erfüllung suchen. Doch fehlt dann nicht noch immer ein sehr wichtiges Element im Leben? Viele haben jedenfalls dieses Empfinden.

Was empfiehlt denn die Bibel? Was lässt sie über den Sinn des Lebens erkennen? Sie empfiehlt uns z.B.: "Sucht den Herrn, solange er sich finden lässt, ruft ihn an, solange er nahe ist " (Jesaja 55:6, Einheitsübersetzung). Und an anderer Stelle heißt es: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen" (Jakobus 4:8). Gott wünscht sich also, dass wir ein enges Verhältnis zu ihm aufbauen. Wünschen wir uns das auch? Wird unser Leben glücklicher und erfüllter, wenn Gott in unserem Leben eine Rolle spielt? Jesus Christus war jedenfalls davon überzeugt, denn er sagte in der berühmten Bergpredigt einmal: "Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind" (Matthäus 5:3). Was meinte er mit '"geistigen Bedürfnissen"? Eigentlich sind wir damit wieder an der Ausgangsfrage: Wir Menschen sind mit dem Bedürfnis erschaffen worden, den Sinn unseres Lebens zu verstehen, und diesen kann uns nur Gott beantworten. So kann man viel besser verstehen, was Jesus meinte, als er an anderer Stelle sagte: "Der Mensch braucht mehr als nur Brot zum Leben. Er lebt auch von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt" (Matthäus 4:4, Neues Leben.Die Bibel).

Zum Schluss möchte ich noch einen wichtigen Punkt nennen: Auch wenn man ein Leben mit Gott führt, wird man immer noch alt, krank und stirbt eines Tages. Auch ist man als Gottes Diener nicht von schlimmen Schicksalsschlägen, wie z.B. Naturkatastrophen, Terroranschlägen u.ä. verschont. Daher hat Gott ein weitaus besseres Leben für uns vorgesehen, das frei von Bedrückung und Elend ist. In dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wird das künftige Leben, das diejenigen, die Gott lieben, erwartet, wie folgt beschrieben: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Kurz gesagt, die Bibel verheißt ein Leben in einem künftigen wunderschönen Paradies auf der Erde, in dem jeder ein sinnvolles und glückliches Leben führen wird. Dann werden die Worte in Erfüllung gehen, die vor langer Zeit in einem Lied geäußert wurden: " Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens" (Psalm 37:11). Nach einem solchen Leben zu streben, und dabei eine enge Verbindung zu Gott aufrechtzuerhalten, das ist der wirkliche Sinn des Lebens!

LG Philipp

Antwort
von xDdjfke, 14

Ihre Versuche ist auf jeden Fall sinnvoll. Der Tod oder das Ende unseres Lebens kann irgendwann auftreten und es hat gar nicht mit der Lebenserwartung zu tun.
Den Sinn des Lebens theoretisch zu finden ist eher schwierig. Trotz all der Überzeugung wird der Auftrag des Sinns nur durch Praxis verwirklicht.
Ich selbst empfehle Ihnen die kurze Rede von Dalai Lama gehalten. Es geht nicht die Religion an, sondern die Bedürfnisse jedes Mensch.  

Viel Erfolg bei der Suche und viel Spaß bei der Kommunikation mit anderen, die hundert sogar tausend Jahre her wie Sie gedenkt haben.

Antwort
von woops00, 78

Ich habe mich schon des öfteren mit der Frage nach dem Sinn des Lebens beschäftigt.
Meine rein biologische Sichtweise ist, dass der Sinn jedes Lebens die Fortpflanzung ist. Ob bei Tieren oder Pflanzen, selbst kleinste Organismen streben nach dem Fortbestand der eigenen Art. Kommt natürlich darauf an, ob man dies als Sinn als solchen bezeichnen möchte.

Allgemein glaube ich eher an einen Zufall als an ein höheres Wesen, dass dies alles geplant oder erschaffen haben soll. Und ich glaube auch, das unser Leben in diesem Blickwinkel garkeinen Sinn hat. Es ist einfach. Wir sind so klein und unbedeutend in diesem Universum - zumindest gehe ich davon aus, und die Ansicht wir seien zu etwas Größerem bestimmt habe ich schon längst aufgegeben. Wir sind eine Tierart unter vielen, die sich zufällig etwas anders entwickelt hat und nun darüber nachdenkt, warum eigentlich.

Antwort
von quantologe, 11

Ich denke, dass uns der Evolutionsprozess eindeutig zeigt, dass es "ihm" und ggf. seinem "Erfinder" darum geht, immer neue Experimente durchzuführen, um damit die Erkenntnisvielfalt zu vergrößern, also immer neuer Informationen zu "produzieren". Daraus könnte man zunächst schließen, dass der "Erfinder" nicht allwissend ist. Da der Mensch Teil dieses "großen Ganzen" ist, das wir Universum nennen, vermute ich, dass der fundamentale Sinn unseres Lebens darin besteht, zu dieser Info-Vermehrung so viel wie möglich beizutragen. Wer sich in diesem Punkt nicht maximal engagiert, riskiert gewisse Nachteile, bis hin zum Tod. 

Antwort
von Viktor1, 42
was sind seine Ziele mit der Menschheit? Die einzige 
mir plausibel erscheinende Theorie ist, dass er eine
Art schöpferischen Stolz
empfinden könnte.

Ein bisschen "mager" deine logischen Vorstellungen.
Wieso ist es plausibel, daß einem Gott entsprechend den "christl. Vorstellungen"  (also kein Gott irgendeiner heidnischen Mythologie) Eigenschaften zugewiesen werden könnten, wie sie nur innerhalb menschlicher (Konkurrenz-) Befindlichkeiten angesiedelt sein können.
Ein bisschen daneben deine "einzige Theorie".
Ansonsten ziemlich konfuse Zuordnungen von "Beispielen" zu deiner Frage.

, was mich stolz .... dass es für mich vor allem 
Erkenntnisgewinn und die Fähigkeit zu lernen
 (...intellektuell) sind.

Und das wäre auch für Gottes Handeln die einzig mögliche Motivation ??? (braucht Gott überhaupt Motivation ?)

Ich freue mich schon auf eine angemessene ...... 
Kritik!

Nun - so richtig freuen tut dich meine Kritik wohl nicht. Du hast wohl eher Begeisterung für deine Gedanken erwartet.

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Ganz im Gegenteil, da ich nach Erkenntnisgewinn strebe ist ist es eindeutig, dass ich jede Art der konstrukitven Kritik für willkommen halte. Warum sollte Gott keine Motivation haben? Den Gedanken finde ich überaus interessant. Warum sollte jemand, den es deiner Ansicht nach zu 100% nicht gibt, ohne Motivation schöpfen? Glaubst du (angenommen es gäbe Gott) die Menschheit wäre nur ein Abfallprodukt? Der "Gottesbeweis" war ein wenig schlecht gewählt, da gebe ich dir recht, aber es ist eben ein tranzendetes Thema.

Kommentar von Viktor1 ,
Warum sollte Gott keine Motivation haben? 

"Motivation" - nach menschlichem Verständnis (Stolz, Ehrgeiz o.ä) - kann so für Gott nicht gedacht werden. Dann nicht mehr "Gott" sondern Geschöpf,  Zwängen unterworfen.


Kommentar von JapaneseGeneral ,

Natürlich kann man als sterblicher, sofern es ihn den gibt einen Gott rein definitorisch nicht mit Worten beschreiben. Aber warum sollte so ein Gott nunmal schöpfen? 

Antwort
von thetee99, 68

Ich denke nicht, dass jeder die Welt in sich selbst erschafft bzw. wir in einer Art Matrix Leben. Übrigens ist das die Denkweise von Scientology: "du erschaffst das Universum in dir und kannst alles machen was du willst", etc.

Es gibt das starke und schwache anthropische Prinzip.

Das starke sagt in etwa aus, dass sich das Universum so gebildet hat, wie es eben passiert ist, damit es durch einen intelligenten Beobachter wahrgenommen werden kann. Das schwache sagt, dass es eben nur Zufall war und sich die Dinge so entwickelt haben, wie es zwangsläufig und natürlich passieren musste.

Jedenfalls hatte Kant schon mit dem "Ding an sich" festgestellt, dass
etwas auch ohne einen Beobachter existieren kann. Wenn du bspw. am
Strand unter der prallen Sonne einschläfst und sich dein Bewusstsein
nicht mehr auf die Dinge um dich herum konzentriert, bekommst du
trotzdem einen Sonnenbrand wenn du wieder wach wirst.

Gäbe es nur 1 Universum in dem die Zustände so sind, wie sie es sind - z. B. mit der Gravitationskonstante, würde diese in der 4. Nachkommastelle abweichen, hätten sich keine Sterne, Planeten, Galaxien bilden könnne - müsste man fast schon zwangsläufig von einer intelligenten, Lebensfreundlichen Kreation ausgehen. Gäbe es aber Multiversen, wäre das Leben in unserem Universum wie ein Lotteriegewinn: bei 1.000.000 Lose und 1 Gewinnlos wäre die Wahrscheinlichkeit das jemand gewinnt zwar extrem gering, DAS aber jemand gewinnen wird liegt bei 100%.

Das organische Materie in unserem Universum entsteht, ist also so, weil es einfach möglich ist und das daraus Lebewesen entstehen, die sich weiterentwickeln können ist auch nur so, weil es einfach möglich ist... Das der Mensch sein Denkvermögen ausgebildet hat um zu überleben, anstelle von Reißzähnen oder Klauen, ist eben auch nur eine von vielen Möglichkeiten gewesen.

Was wir darauß machen ist uns selbst überlassen.

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Leitet sich daraus nicht ein verdammt fatalistisches Weltblid ab?

Ich könnte und will das nicht ertragen.

Kommentar von thetee99 ,

Finde ich gar nicht. Wenn sich alles, quasi aus sich selbst heraus erschafft, weil einfach alle Möglichkeiten genutzt werden die die Natur zu bieten hat, ist das doch eher motivierend. Demnach wäre alles möglich (im Rahmen der natürlichen Vorgaben).

Wenn das Universum und das Leben kreiert und vorherbestimmt wäre, dann würde alles von einem Fatalismus abhängen. DAS wäre beängstigend, da wir dann keine eigene Wahl treffen könnten, sondern entgegen aller Bestrebungen alles so passieren muss, wie es das Schicksal vorsieht.

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Wie auch immer halte ich es  für nicht selbstverständlich, dass sich trotz Wahrscheinlichkeit*Möglichkeiten (intelligentes) Leben entwickelt hat. In wie weit hältst du die Entstehung der für dem Determinismus unterworfen?

Kommentar von thetee99 ,

Wie gesagt, ich glaube an die Kraft der Natur (wissenschaftlich und nicht wie die Indianer ;) ). In einem deterministischen Universum würde A immer zwangsläufig zu B führen. Die Atome würde sich immer genau gleich anordnen, wie sie es tun sollen und es gäbe eben keinen freien Willen.

Unsere "Intelligenz" ist vllt. etwas überbewertet. Die meisten, höherentwickelten Tiere nutzen ein Gehrin zur Steuerung ihrer Körperfunktionen. Beim Menschen hat sich das Gehirn weiterentwickelt weil mit mehr kognitiver Leistung unser Überleben in der Vergangenheit funktioniert hat. Stattdessen hätten sich ja auch Klauen bilden können, mit denen wir gegen andere wilde Tiere bestehen könnten u.ä. Stattdessen haben wir Hände die für Präzisionsanwendungen geeignet sind und selbst dafür braucht der Mensch evtl. mehr kognitive Leistung. Durch bessere, vielseitige Ernährung (Fleisch vom Aas) war auch die Proteingrundlage für ein evolutionäres Hirnwachstum geschaffen usw...

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Mit dem Wort Intelligenz meinte ich eigentlich auch nur die Lernfähigkeit. Es war keineswegs nur auf den menschen bezogen. Nur damit ich richtig auffasse: Du definierst einfach, dass es keinen Determinismus gibt?

Kommentar von thetee99 ,

Hängt davon ab worauf du Determinismus im Detail beziehst. Natürlich gibt es Voraussetzungen die geschaffen werden und natürlich vorgegeben sind und zwangsläufig zum selben Ergebnis führen werden - so wie es sein müsste, wenn es nur 1 Universum gibt das Leben hervorbringt.

Bezogen auf das große Ganze der Natur glaube ich nicht, dass sich jedes Atom wieder genau so anordnen würde, wie es das getann hat, würde man das Universum z. B. "resetten".

Ich glaube das Universum ist wie eine große Kiste mit einzelnen, verschiedenen Legosteinen die man einfach auf dem Boden auskippt und mit der Zeit Dinge daraus baut ;) und das man jedes mal neue Dinge daraus baut, wenn man die Kiste neu auskippt, allein schon weil sich die einzelnen Bausteine jedes mal neu verteilen werden in Farbe und Form etc...

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Glaubst du denn daran, dass sie sich nach einem gewissen Wahrscheinlichkeitsmuster verteilen?

Kommentar von thetee99 ,

Um beim Universum mit Wahrscheinlichkeiten zu Argumentieren wäre schwierig, da wir nur dieses eine Universum kennen und mitten drin sitzen, es also auch nicht von außen betrachten können. Aber im Rahmen der natürlichen Vorgaben (Naturkräfte, Aufbau der Materie), wären diese Dinge bestimmt immer gleich.

Bei einer Multiversum-Theorie, bei der eine Vielzahl von unterschiedlichen Naturkonstanten denkbar wäre, würde dass dann wieder anders aussehen.

Glaubst du es gibt nur 1 Universum?

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Ich finde die Multiversentheorie zugleich unheimlich, spannend, aber auch irgendwie abwegig, sodass ich in der Beziehung sehr agnostisch bin

Antwort
von ThomasJNewton, 33

Schon dein erster Satz schtrotzt oder trieeft nur so von Unverstand.

Lerne Biologie, oder lass es sein, aber mische nicht andere mit überflüssigen Fragen auf.

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Ich bedanke mich für deine fachkundige und sicherlich ehrliche Meinung. Würdest du über die Güte verfügen mich über meinen Fehler aufzuklären, da ich ja ein nichtsahnender Tölper bin? Geht es bei der Evolutionstheorie nicht um das Überleben der Art ? Überlebt und pflanzt sich nicht der am besten in das soziale Gefüge am meisten angepasste fort? Genetische streuung möglichst großer genpool...evt auch liebe als evolutionsinstrument...  wo liegt mein Fehler? Ich hatte nur leider 3000 Zeichen und jeder beschwert sich über lächerliche Details

Kommentar von ThomasJNewton ,

Dein Denkansatz ist falsch.

Lebewesen sollen sich nicht fortpflanzen, sie tun es, oder auch nicht.

Das Denken mit Denkmustern wie Grund, Logik, Zweck, Sinn u.v.a. ist den Naturwissenschaften fremd und unangemessen.

Mit diesen Mustern im Hinterkopf wirst du dir von der Evolutionstheorie immer nur das rauspicken und zurechtbiegen, was deinem Zweck dient.

Du machst - soweit ich das im Detail verfolgt habe - in jedem Satz haarsträubende Fehler, die auf Unverständnis beruhen.
Und m.M. nach liegt das daran, dass du dich zu Themen äußerst, die du nicht gelernt hast.

Und das ist nicht Tölpelhaftigkeit, sondern Überheblichkeit.
Du hast es nicht studiert, also steht dir keine Meinung zu.
Und wenn du doch Meinungen zu Themen hast, wo dir die Ahnung fehlt, fällt das auf dich zurück.

Ein Verständnis eines Themas ist nun mal ohne lächerlich viele lächerliche Details nicht zu erlangen.
Und wenn du die nicht kennst, oder sogar falsch widergibst, dann ist das eben ... nicht Ernst zu nehmen.

Antwort
von Andrastor, 48

Dabei habe ich allerdings folgendes Problem: Zum einen empfinde ich die
Entstehung unseres Planeten (mit seiner Größe und Lage im Sonnensystem)
schon als einen extrem großen Zufall.

Zum Einen hast Recht, es ist/war wirklich ein großer Zufall, andererseits, vergisst du dabei die unvorstellbare Größe des Universums miteinzuberechnen. Wenn auch nur einer in einer hundert milliarden Planeten die Chance auf die Entstehung von Leben hat (durch seine Lage und Zusammensetzung) dann muss es rein statistisch gewaltige Mengen an belebten Planeten geben.

Wäre das Universum unendlich, dann wäre die Zahl der belebten Planeten ebenfalls unendlich.

Und damit wird der Zufall dass es Leben auf der Erde gibt zu einer Banalität.

Die Entstehung des Lebens dagegen ist noch sehr viel unwahrscheinlicher gewesen 

Das ist sie nicht. Es bilden sich auf natürliche Weise organische Bestandteile aus anorganischem Material, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind (Lage und Zusammensetzung).

Deswegen kommen natürlich Fragen auf, wie was ist real(unter anderem
inspiriert durch Matrix)? Beziehungsweise auch die Frage, ob es
vielleicht ein (oder mehrere) höhere Wesen wie zum Beispiel einen Gott
gibt. Eine weitere Möglichkeit ist natürlich, dass die "Wirklichkeit"
nur in meinem Kopf entsteht und rein gar nichts real ist.

Dass es keinen Gott gibt da die Aussagen aus den "heiligen Schriften" unwahr sind, hat die Wissenschaft bereits mehrfach bewiesen. Und warum sollte es einen Gott geben, wenn die Informationsquellen darüber unwahr sind?

Ob die ganze Realität nur eine Simulation oder eine Einbildung von dir ist, sind sinnlose Fragen. Da begeben wir uns in den Bereich der geistigen Onanie und können nur noch in Konjunktiven Diskutieren, was ich generell zu vermeiden versuche.

Du denkst, also bist du. Der Rest ist an und für sich irrelevant, du existierst und damit sind alle Fragen bezüglich deiner Daseinsberechtigung beantwortet.

ss ich versuchen sollte mich zu fragen, was mich stolz macht. Liege ich
falsch? Ich habe herausgefunden, dass es für mich vor allem
Erkenntnisgewinn und die Fähigkeit zu lernen (natürlich nicht nur auf
rein intellektueller Ebene) sind.

Hättest du die Welt geschaffen, könntest du nicht neues Lernen und keine Erkenntnisse gewinnen, denn die Person die über deine Schöpfung am besten Bescheid weiß, bist du selber.

Kommentar von JapaneseGeneral ,

"Hättest du die Welt geschaffen, könntest du nicht neues Lernen und keine Erkenntnisse gewinnen, denn die Person die über deine Schöpfung am besten Bescheid weiß, bist du selber."

Das verstößt allerdings Grundlegend gegen die Mathematik. Schließlich ist sie eine absolut erfundene Sache, die auf keiner realen Grundlage basiert, und dennoch kann man an ihr einiges erlernen.

Wenn es einen Gott gäbe, würde er vielleicht gar nicht mit uns kommunizieren wollen und die Menschheit hat sich dennoch parallel einen Gott ausgedacht.

Kommentar von Andrastor ,

Das verstößt allerdings Grundlegend gegen die Mathematik.

Nein, tut es nicht.

Hast du die Mathematik erfunden? Ich denke nicht. Kein wunder also dass du etwas aus der Mathematik lernen kannst und vor allem etwas ÜBER die Mathematik lernen kannst.

Wenn es einen Gott gäbe, der sich uns nicht offenbart hätte, warum ihn dann überhaupt "Gott" nennen? In jeder Beschreibung Gottes sind wir das Zentrum seiner Aufmerksamkeit, viele Götter sind auf den Rang von Dienern der Menschheit degradiert worden und selbst der abrahamitische Gott hat heute ungefähr diesen Stellenwert.

Wenn es einen Gott gäbe, über den wir keine Informationen hätten, wäre es nicht Gott, sondern ein Wesen über das wir nichts wissen und daher nicht einordnen können.

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Naja worauf ich hinauswollte ist, dass die Mathematik ein logisches System ist, für das man nur einige Axiome aufstellen muss um gleichzeitig das Potential zu haben eine Menge anderer Dinge herauszufinden ähnlich verhält es sich im übrigen auch bei anderen Dingen. Was kennst du denn für Gottesbilder????? Warum unterscheidest du zwischen Gott und Wesen? das ergibt für mich leider gar keinen Sinn. 

Kommentar von Andrastor ,

Die mir bekannten Gottesbilder sind die der abrahamitischen Religionen und der (inzwischen verschwundenen) polytheistischen Religionen, wie der der antiken Ägypter, Römer und Griechen.

Ich unterscheide zwischen "Gott" und "Wesen", weil das Wort "Gott" nicht einfach nur ein Wort ist, es stellt bereits eine voreingenommene Beschreibung dar. Das Wort an sich setzt bereits bestimmte Eigenschaften voraus.

Nach heutigem Verständnis ist Gott eine Art kosmischer, sich selbst widersprechender Zauberer, welcher die gesamte Existenz erschaffen haben soll (was schon ein Widerspruch ist).

Sagst du nun das "Gott" anders ist, als ihn die abrahamitischen Religionen beschreiben, nimmst du dem Wort sämtliche Bedeutung, denn Gott ist, wie oben erklärt, bereits durch eine Reihe von Fähigkeiten und Taten (welche wir den "heiligen Schriften") entnehmen können, vordefiniert.

Was dieser Definition nicht entspricht, ist nicht Gott.

Um es mit einem Beispiel zu verdeutlichen: Das Wort "Vogel" beschreibt ebenfalls eine vorgefertigte reihe an Eigenschaften und Verhaltensweisen.

Ein Vogel hat Federn, ein Vogel hat Holknochen, ein Vogel hat einen Schnabel und Krallen an den Zehen, ein Vogen hat Flügel, ein Vogel legt Eier etc.etc.

Wenn du jetzt sagst, es gäbe eine Vogel auf den diese Beschreibungen nicht zutreffen, dann beschreibst du keinen Vogel mehr.

Beispiel: Ja, aber da gibt es einen Vogel, der hat keine Federn, keine Flügel, läuft auf 4 Beinen, hat eine Rüsselschnautze und ein kurzes Schwänzchen und sehr schütteres, borstiges Fell, er bringt seine Jungen lebend zur Welt und macht "grunz".

Damit hast du keinen Vogel beschrieben, sondern ein Schwein.

Genauso verhält es sich mit Gott. Du kannst nicht einfach den Begriff aus der herkömmlichen Definition reißen, ihm neue Eigenschaften zusprechen und ihn dann immer noch mit dem alten Vokabel benennen.

Wenn es nun ein Schöpferwesen gäbe, welches nicht auf die Beschreibungen der Religionen zutrifft, dann ist das nicht Gott, sondern ein Schöpferwesen, über das wir keinerlei Informationen und keinen Namen haben.

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Nach meiner Definition ist ein Gott ein (meta)physisches Wesen, dass durch "schöpfung" das Sein erschaffen hat. Mit Gottesbildern meinte ich eigentlich eher wie der Gott sich verhält, und nicht was für eine Art Gott es ist.

Kommentar von Andrastor ,

Nach meiner Definition ist ein Gott ein (meta)physisches Wesen, dass durch "schöpfung" das Sein erschaffen hat.

Dann ist dein Gott bereits widerlegt.

Sein=Existenz

Um ein System zu erschaffen muss man sich ausserhalb davon befinden. Wenn dein Gott also die Existenz, das Sein erschaffen haben soll, muss er sich ausserhalb davon befinden und ist damit nicht existent.

Einfaches Beispie: Wenn du einen Schneemann bauen willst, kannst du das nicht wenn du dich bereits im Schneemann drin befindest.

Ebenso ist ein Gott, welcher existiert, bereits existent und damit gibt es die Existenz, das Sein bereits, womit es nicht von diesem Gott erschaffen worden sein kann.

Also entweder hat dein Gott das Sein nicht erschaffen, oder es gibt ihn nicht.

Kommentar von Omnivore13 ,

Schachmatt. DH Andrastor!

Antwort
von Omnivore13, 17

Was ist der Sinn des Lebens(Fragezeichen).

Es gibt keinen "Sinn des Lebens". Leben ist nur ein Naturphänomen, welches sich der Umgebung anpasst, Stoffwechsel betreibt und sich vermehrt. Einen "Sinn" dahinter oder "Plan" gibt es nicht.

Zum einen empfinde ich die Entstehung unseres Planeten (mit seiner Größe
und Lage im Sonnensystem) schon als einen extrem großen Zufall. 

Das ist richtig. Jedoch ist bei 100 mrd Galaxien mit je 50 bis 500mrd Sterne selbst unter der Berücksichtigung, dass da vielleicht 2/3 davon gar keine Planeten oder nur Gasriesen haben immer noch eine Wahrscheinlichkeit da. Schließlich gewinnen auch jede Woche Menschen im Lotto und ich ärgere mich jedes mal "kann doch gar nicht sein...ich will auch mal gewinnen".

In England wurde mal eine Frau wegen Verdacht auf Betrug verhaftet, weil diese 2 mal hintereinander im Lotto groß abgesahnt hat. Zufälle gibts nun mal. Ohne Zufall kein Lotto, ohne Zufall keine Evolution, ohne Zufall keine Verschlüsselungstechnik, ohne Zufall keine Quantenphysik.

Die Welt lebt vom Zufall (und vom Chaos (z.B. Wetter/Klima).

Die Entstehung des Lebens dagegen ist noch sehr viel unwahrscheinlicher
gewesen (egal, ob man an die extraterrestrische oder eine andere Theorie
glaubt).

Wenn Kometen aus irgendwelchen Voids in die Gravitation des Sonnensystems geraten und diese bei 300K auf die Erde Plumpsen, dann ist das sogar sehr wahrscheinlich. Denn das was man schon länger vermutete, konnte man durch die Rosetta-Sonde endlich beweisen: Auf Kometen gibt es Aminosäuren.

Somit ist wohl auch klar wie das Leben auf der Erde entstand.

unter anderem inspiriert durch Matrix)?

An solchen Quark glaube ich nicht. Ich glaube allgemein nicht an Märchen. Allerhöchstens habe ich Vermutungen, welche wissenschaftlich plausibel sind. Daher würde mich Glaube auch nur im freien Denken behindern.

Beziehungsweise auch die Frage, ob es vielleicht ein (oder mehrere) höhere Wesen wie zum Beispiel einen Gott gibt. 

Gibt es nicht. Alles Märchengeschichten aus Zeiten, wo die Menschen keinerlei Ahnung von höherer Wissenschaft haben. Gottesthesen sind unlogisch und widersprechen sich in sich selbst. Keine Ahnung wie man im 21. Jahrhundert noch an solche Märchen glauben kann.

Eine weitere Möglichkeit ist natürlich, dass die "Wirklichkeit" nur in meinem Kopf entsteht und rein gar nichts real ist.

Das ist unlogisch. Denn WENN was in deinem Kopf stattfindet, dann muss dein Kopf auch existieren. Und der kann nicht in einer absoluten Einöde daherschweben. Nein, dein Kopf existiert, weil vor Milliarden von Jahren Kometen auf die Erde geplumst ist, sich dadurch Leben entwickelt hat und vor 60 Millionen ein Komet ein Massensterben verursachte, wo nur ein paar Tiere überlebten, wo sich eine Trockennasenaffenart zu einem Homo Sapiens entwickelt hat. Und dein Gehirn existiert nur, weil deine Mami und dein Papi in einer regnerischen Nacht.....

Wenn es keine Wirklichkeit geben würde, dann hättest du auch keine Möglichkeit auch nur so einen Gedanken zu fassen, dass die Wirklichkeit nicht existiert! Mach die Augen auf und nehme die Reize auf: Dann siehst du die Wirklichkeit

Es gibt in vielen der großen Weltreligionen ähnliche Elemente, wie zum Beispiel: "du sollst nicht töten".

Was geklaut wurde! Denn in allen Weltreligionen wird zunehmend von Gewalt und Totschlag geredet.

Allgemein werden in Religionen viele Regeln zum Zusammenleben der
Menschen aufgestellt, die im allgemeinen sehr humanistisch sind.

Da bin ich aber ganz anderer Ansicht.

Tötet die Ungläubigen. Verachtung von Homosexuellen. Ungleichbehandlung von Frauen. Behinderungen als Strafe. Usw!!! Religionen sprühen nur vor Hass und Selbstbeweihräucherung. Humanistisch ist an diesen Märchengeschichten gar nichts. Ganz im Gegenteil! Ich finde große Teile dieser Märchen schlicht als menschenverachtend!

falls es einen Gott (oder mehrere) geben sollte, was sind seine Ziele mit der Menschheit? 

Es gibt aber keinen!

Die einzige mir plausibel erscheinende Theorie ist, dass er eine Art schöpferischen Stolz empfinden könnte. 

Echt? Warum hat er mich dann als Atheist geboren und trotzdem "Gebot 1" herausgebracht? Warum hat er dem Menschen einen Blinddarm gegeben? Warum haben Männer Brustwarzen? Wie kann es sein, dass es so viele verschiedene Religionen gibt, obwohl es doch nur den "einen wahren Gott" gibt? Wie kommt es, dass er Menschen gegenseitig aufhetzt und mit Genoziden sich gegenseitig hinrichtet?

Auf sowas soll man Stolz sein? Dieser vermeintliche Gott hat nach dem die Erde "geschaffen" wurde über 4mrd Jahre Zeit zum Planen. Und entschuldigung, aber dann kommt so ein Mensch raus? Ein Mensch, wo Männer Brustwarzen haben und sich gegenseitig umbringen?

Wenn er darauf stolz sein sollte (es gibt ja aber kein Gott), dann wäre er aber ziemlich sadistisch und hasserfüllt.

Liege ich falsch? 

Ja! Du kannst keine Welt erschaffen! Die Welt ist schon da. Du musst nur mal deine Augen öffnen!

dass es für mich vor allem Erkenntnisgewinn und die Fähigkeit zu lernen
(natürlich nicht nur auf rein intellektueller Ebene) sind.

Nur sind Gottesthesen alles andere als intellektuell! Gott ist eine unlogische Märchenfigur, welche gegen sämtliche physikalischen Gesetze verstößt. Genau wie Frau Holle.

Habe ich irgendeinen Fall ausgelassen?

Ja! Den ganzen Fall der bewiesenen Evolution! Und der Beweis, dass die Erde deutlich älter ist, als in den ganzen Märchenbüchern behauptet.

Wo habe ich mich geirrt?

Überall da, wo du annimmst, dass es einen Gott gäbe

Wo ist mein Gedankengang unlogisch?

Vor allem da wo du glaubst, dass die Wirklichkeit nicht existiert. Unlogisch ist es weiterhin an einen Gott zu glauben. Am unlogischsten sind aber die Theorien, dass dieser ominöse Gott stolz auf sein "Werk" sein soll. Der Typ macht milliarden Jahre Urlaub und "erschafft" dann solche Kreaturen, wo selbst eine Kindersterblichkeit nicht unwahrscheinlich ist.

Gottesthesen sind das unlogischste der Weltgeschichte.

Ich freue mich schon auf eine angemessene und sachliche Kritik!

Ich hoffe das war sachlich genug.

Gruß
Omni

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Wie viel verdient man als Berufstroll eigentlich? Ich suche noch einen Job für die Semesterferien und der Scheint ja nicht alll zu schwer, daher ist das hier so eine Art Initativbewerbung.

Kommentar von Omnivore13 ,

Wie viel verdient man als Berufstroll eigentlich?

Keine Ahnung! Ich kenne keinen!

Ich suche noch einen Job für die Semesterferien und der Scheint ja nicht alll zu schwer, daher ist das hier so eine Art Initativbewerbung.

Viel Glück bei der Bewerbung....nur weiß ich nicht, was das hier zu suchen hat.

Ändert jedenfalls nichts daran, dass Gott nur eine erfundene Märchenfigur ist und all das was ich geschrieben habe ernst meine!

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Das tut mir doch sehr leid, da du ohne ein einziges Argument vorgehst und bereits die Möglichkeit, die ich ja auch nur in betracht ziehe, dass es Gott gibt als absolut bewiesenen Humbug darstellt, was es eindeutig nicht ist...

Kommentar von Omnivore13 ,

Natürlich ist Gott Humbug! Alle Thesen aus den Märchenbüchern wurden wissenschaftlich widerlegt. Wanderne Seelen? Gebährende Jungfrauen? Typen, die ein Meer spalten? Ein grauhaariger Typ, der alles weiß und Menschen wie Hitler erschafft?

Tut mir leid...aber ich bin hier nicht in der Beweispflicht! IHR müsst beweisen, dass es so eine Märchenfigur gibt, die gegen sämtliche physikalischen Gesetze verstößt! Viel spaß!

"Gott" ist der größte Unsinn, den es zur heutigen Zeit noch gibt! Wer an einen Gott glaubt, kann auch glauben, dass die Erde hohl ist und Deutschland nur eine GmbH ist. Als Gläubiger ist man nun mal nicht an Fakten und physikalischen Gesetzen interessiert.

Kommentar von Omnivore13 ,

PS:

Das tut mir doch sehr leid, da du ohne ein einziges Argument vorgehst und bereits die Möglichkeit

Vor allem ist das wohl der größte Schwachsinn überhaupt. Ich habe dir ALLE Fragen beantwortet und dagegen argumentiert! Wer jetzt sagt "ich habe kein einziges Argument gebracht", der kann a) nicht lesen, b) zu faul zum lesen oder c) ist Esoteriker und behauptet einfach das Gegenteil der Wirklichkeit

Antwort
von NewKemroy, 51

Es gibt noch viel schnellere Ansätze:

Das Leben ist der Sinn.

Das Leben, dass ist das eine Selbst, der eine Wille, der das ist was Gott ist. Und der Sinn ist etwas, dass ganz ist, dass heil ist, dass vollkommen ist. Und das deckt sich z.B. mit mancher Religionsphilosophie, dass nämlich nur die Nicht-Zweiheit wirklich eine runde Sache sei. Und dies sei das Einzige, was wir nicht nicht sein können.


Kommentar von NewKemroy ,

Möglichkeit ist natürlich, dass die "Wirklichkeit" nur in meinem Kopf entsteht und rein gar nichts real ist.

Möglicherweise ist es umgekehrt. Nämlich, dass der Kopf nur in der Wirklichkeit entsteht (und wieder vergeht). Die Wirklichkeit muss nie nicht sein. Von dem Kopf kann man das nicht sagen.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 20

Zufall und Entstehung

Ich persönlich habe überhaupt kein Problem damit, die Entstehung von Universen bzw. Lebewesen auf das zufällige Zusammentreffen günstiger Umstände zurückzuführen.

Realität

Ich bin der Ansicht, dass wir in der selben Realität leben, aber aufgrund unserer Konzepte die Wahrnehmungen unterschiedlich bewerten,

Für einen Durstigen hat ein Glas Wasser eine andere Bedeutung, als für jemanden, der gerade zuvor zwei Gläser Fruchtsaft getrunken hat.

Wir verändern also unsere Wahrnehmung der Welt, nicht aber die Welt an sich, weshalb Versprechen von Psychogruppen wie "Avatar" haltlos sind.

Gott

Die Existenz eines Gottes ist wissenschaftlich unbewiesen und für mich auch unplausibel, da mehr Fragen aufgeworfen werden, als sie ausreichend zu beantworten.

Quantentheorie

Das sind für mich reine Gedankenspiele und intellektuelle Ergüsse von Menschen, die zu viel Zeit zum Nachdenken haben.

Antwort
von Geko1, 36

Gute Frage,

"Daraus leitet sich für mich ab, wenn ich diese Welt selbst erschaffen habe(in meinem Kopf), dass ich versuchen sollte mich zu fragen, was mich stolz macht"

Dafür bräuchte es dann aber (meiner Meinung) mehrerer Gottheiten. Wie soll ich sonst Stolz empfinden wenn meine "Leistung" nicht von anderen anerkannt wird.

Da der Mensch das am höchsten entwickelte Lebewesen ist das bekannt ist und wir uns diese Fragen der Entstehung, Herkunft usw. stellen können bringt uns ja erst in die Lage über Sinn und Zweck des allen Gedanken zu machen.

Ein Beispiel wie ich das meine: Gehen wir mal zurück bis zum vermutetem Urknall. Warum hat es zum Zeitpunkt das Urknalls überhaupt etwas gegeben wie Materie und davor muss es ja auch schon was gegeben haben. Woher kommt das? Warum gibt einfach NICHTS? Und ich finde leider dreht man sich bei dieser Frage im Kreis.

Auch wenn man davon ausgeht, das diese Welt nur in unseren Köpfen vorhanden ist. Stellt man sich ja trotzdem die Frage, WARUM.  

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Ich gebe zu, dass das Wort "Stolz" ein wenig falsch gewählt ist. Ich versuchte nur auszudrücken, dass man das höhste (rein innerliche Gefühl anstreben sollte, dass man für seine eigenen Lesitungen empfinden kann. Wie entsteht es bei dir?

Kommentar von Geko1 ,

Mhmm, ja natürlich könnte man durch einen "Blick" in Sich auch etwas wie Erfolg, Leistung, Stolz empfinden. Aber geht das als einziges Wesen, ohne vergleichen zu können. Schwer zu sagen, da wir ja eigentlich immer abwägen, vergleichen, urteilen mit anderen Erfolgen, Zielen, Meinungen. 

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Hm da scheint meine Selbstwahrnehmung sich stark von deiner abzuheben mir ist es meist relativ egal, wie andere Dinge tun, sondern fokussiere ich mich im wesentlichen auf mich.

Kommentar von Geko1 ,

Ja ich verstehe schon was du meinst, du möchtest in deinem Tuen und Handeln auf das wesentliche konzentrieren um das beste zu erreichen ohne Einflüsse von außen. Aber unterbewusst weist du das andere dieses Ziel auch schon erreicht haben und du versucht es ja besser zu machen, was ja auch ganz normal ist. Gut wenn du als erster Mensch etwas tust was noch nie jemand zuvor gemacht hat dann ist das so wie du meinst denke ich mal.  

Antwort
von hydrahydra, 49

"Leben, das Sinn hätte, würde nicht danach fragen." - Theodor W. Adorno

Kommentar von JapaneseGeneral ,

Miau.

Antwort
von fricktorel, 4

Der "Sinn unseres Lebens" ist, "Gott" zu werden (1.Mose 1,26; 1.Joh.3,2).

Der "Gott dieser Welt" (1.Mose 3,1; Offb.12,9) jedoch versucht mit allen (psychologischen) Mitteln, das zu verhindern (2.Kor. 4,4).

Nach Jesu wiederkehr wird dieser jedoch gefangen gesetzt (Ofb.20,2).

Antwort
von comhb3mpqy, 24

Ich bin Christ. Viele Menschen sind der Meinung, dass Gott dem Leben Sinn gibt. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

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