sonne55 am 02.09.2007 um 17:01 Uhr
gibt es nicht auch bilder und fresken und statuen seiner abbildung? was ist so schlecht daran, sich etwas/jemanden darunter vorzustellen?

Es ging wohl im wesentlichen um eine Abgrenzung von anderen Religionen, die ihre Götter bildlich darstellen.
Vordergründig soll mit diesem Gebot verhindert werden, daß das Bildnis selbst anstelle des Gottes verehrt wird.

Wer sich Gott auf eine einzige sehr menschliche Art und Weise vorstellt, der verkleinert Gott, er rückt ihn auf menschliches Maß zurecht. Gott ist aber größer als menschliche Vorstellung. Dazu das das Bilderverbot.
Luther argumentierte allerdings dagegen, indem er sagte, dass Gott in Jesus Christus bereits ein Bild seiner selbst gemacht hätte, wonach das Gebot gewissermaßen seine Erfüllung gefunden hätte.
Bis jetzt hat noch niemand Gott gesehen, deshalb weiß man auch nicht, wie er aussieht. Malt jemand ein Bildnis, so wird es der Wahrheit nicht entsprechen.
Gott als Bild.....so ganz ist es mir als Katholik auch nicht verständlich, da Gott als dreifaltig genannt wird. So u. a. Gott-Sohn: Jesus. Und da ist ja wohl klar, daß es ein Mensch ist und wie ein Mensch aussieht, weiß nun jeder...
Teddylein am 3. September 2007 22:05 Wobei diese Lehre nicht biblisch ist!
Dann frage Dich mal: Ist es biblisch, dass Ihr Zeugen, den Herrn Jesus, als den herabgestiegenen Erzengel Michael herunterstuft?? Die Bibel spricht übrigens mehrfach davon, dass Jesus angebetet wurde. (Heb. Kap1) Doch das habt Ihr in Eurer vom Spiritisten Johannes Greber beeinflussten "Neuen-Welt-Übersetzung" schön ausradiert!!! Informiere Dich doch mal hier: l-gassmann.de
Teddylein am 11. September 2007 22:16 Dass die Neue-Welt-Übersetzung vom Spiritisten Johannes Greber beeinflusst wurde, ist mir nicht bekannt und kann ich mir auch nicht vorstellen.
Paulus sagte gemäß Hebräer 1:6: ‚Und es sollen ihn [Jesus] alle Engel Gottes anbeten.‘“ (Lutherbibel; Elberfelder Bibel). Wie ist dieser Text im Licht dessen zu verstehen, was die Bibel über Götzendienst sagt?
Zunächst müssen wir verstehen, was Paulus hier mit Anbeten meinte. Er verwendete das griechische Wort proskynéo. In Unger’s Bible Dictionary wird gesagt, dieses Wort bedeute buchstäblich, jemandes Hand zu küssen zum Zeichen der Ehrerbietung oder jemand zu huldigen. An Expository Dictionary of New Testament Words von W. E. Vine erklärt, dieses Wort bezeichne „einen Akt der Ehrerbietung, der Menschen . . . oder Gott erwiesen wird“. In biblischer Zeit schloss proskynéo häufig ein, sich vor jemand in hoher Stellung buchstäblich niederzubeugen.
Betrachten wir beispielsweise Jesu Gleichnis von dem Sklaven, der seinem Herrn eine namhafte Summe nicht zurückzahlen konnte. In jenem Gleichnis kommt eine Form dieses griechischen Wortes vor, und die Elberfelder Bibel gibt die Passage wie folgt wieder: „Der Knecht nun fiel nieder, huldigte [Form von proskynéo] ihm [dem König] und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, und ich will dir alles bezahlen“ (Matthäus 18:26). Beging dieser Mann eine götzendienerische Handlung? Keineswegs! Er brachte nur die Achtung und Ehrerbietung zum Ausdruck, die seinem Herrn und Gebieter, dem König, gebührten.
Auf diese Weise jemand zu huldigen oder ihm Achtung zu bezeigen war in biblischer Zeit im Orient durchaus üblich. Jakob verbeugte sich siebenmal, als er Esau, seinen Bruder, traf (1. Mose 33:3). Josephs Brüder warfen sich vor ihm nieder, das heißt, sie huldigten ihm, aus Achtung vor seiner Stellung am ägyptischen Königshof (1. Mose 42:6). Vor diesem Hintergrund wird besser verständlich, was geschah, als die Astrologen das kleine Kind Jesus fanden — in ihren Augen „der als König der Juden Geborene“. Wie in der Lutherbibel zu lesen steht, kamen sie zu dem Kind, „fielen nieder und beteten es an [proskynéo]“ (Matthäus 2:2, 11).
Das in manchen Bibelübersetzungen mit „anbeten“ wiedergegebene Wort proskynéo ist demnach eindeutig nicht ausschließlich auf die Art der Anbetung beschränkt, die Jehova Gott zusteht. Es kann sich auch auf die Achtung und Ehre beziehen, die einer anderen Person erwiesen werden. Um jegliche Missverständnisse zu vermeiden, geben manche Bibelübersetzungen das Wort proskynéo in Hebräer 1:6 mit „huldigend sich neigen“ (Menge) oder „huldigen“ (Bruns; Pfäfflin; Neue-Welt-Übersetzung) wieder.
Jesus selbst sagte: „Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen“ (Lukas 4:8). Die Bibel stellt Jesus also nicht als jemanden dar, der angebetet werden soll, auch wenn er mächtig an Kraft und göttlicher Natur ist.
Einer Samariterin erklärte Jesus, auf welche Weise wir Gott anbeten sollten. Unsere Anbetung muss sich auf Geist und Wahrheit stützen. In der Tat, „der Vater sucht solche als seine Anbeter“ (Johannes 4:23, 24). Ehrfurchtsvolle Anbetung sollte demnach nur Gott erwiesen werden. Irgend jemand oder irgend etwas anderem Anbetung darzubringen wäre eine Form von Götzendienst, und das wird sowohl in den Hebräischen als auch in den Griechischen Schriften verurteilt (2. Mose 20:4, 5; Galater 5:19, 20).
In dem Glaubensbelkenntnis auf der von Dir genannten Seite heißt es doch auch "Wir glauben an Jesus Christus als den ewigen Sohn Gottes, an Seine Zeugung durch den Heiligen Geist...", wie kann Jesus Gottes Sohn und vom Heiligen Geist gezeugt sein, wenn er gleichzeitig Gott und der Heilige Geist IST???

Nur Gott selbst darf angebetet werden, niemand und nichts anderes.
Dazu sind auch keine Bilder notwendig.

"minister" kommt der Sache am nächsten. Gott entzieht sich jeglicher Vorstellung, die sich immer nur an unserer eigenen Erfahrung orientieren kann.
Es ist aber zutiefst menschlich, sich doch Bilder zu machen, zumindest in der eigenen Vorstellung. Dieses persönliche Gottesbild ist aber ständigem Wandel unterworfen. Es ist geprägt von der eigenen Befindlichkeit, der jeweiligen Gotteswahrnehmung, die manchmal positiv, manchmal aber auch negativ, bzw. nichtverstehend sein kann.
Vielleicht gibt es das Gebot deshalb, weil es töricht wäre, mein Gottesbild des Augenblicks in eine unvergängliche Form zu bringen, die Allgemeingültigkeit für sich beansprucht.
Diese Frage beschäftigt mich schon, seitdem ich in der Lage bin, die Bibel zu lesen. Ich glaube inzwischen, das Gebot meint zweierlei: 1. Du sollst Dir keine Götzen machen und 2. Du sollst Dir keine Vorstellung einer äußeren Form machen, weil Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist ist und jede menschliche Vorstellung von IHM an der Sache vorbei geht.
Mir ist nie so richtig klar geworden, warum trotz des Verbots, Gottesbilder anzufertigen, Götzen anzubeten und andere Götter neben IHM zu haben, in den Kirchen Madonnen- und Christusdarstellungen angebetet werden. Leider gibt der Katechismus darauf keine Antwort.
Es ist nur schon falsch "Gott" als männlich zu bezeichnen!