Frage von Glubschy, 60

Was ist der Nutzen von Psychopharmaka?

Ich fass mich kurz weil niemand gerne liest.

Ich M/16 bin in Psycho-"Therapie", was mir aber nichts bringt ausser 20min warten, reingehen - neue Tabletten - rausgehen. Ich habe keine Depressionen, sondern eher sehr vieles was jetzt ja letztendlich auch egal ist, auf jeden Fall brauch ich die Tabletten damit meine Mitmenschen am Leben bleiben.

Jetzt hatte ich 2 Tage meine Tabletten vergessen und meine ganzen "verschwundenen" Symptome waren in weit stärkerer Form wieder zurück. Ich nehme jetzt wieder seit 1 od. 2 Tagen die Tabletten, aber jetzt unterdrücken sie viel schlechter und meine früheren Symptome kommen langsam wieder zurück. Eine Sprachtherapie wird bei mir auch nicht geführt - weswegen auch immer.

Deswegen frage ich mich, was diese Psychopharmaka überhaupt bringen? Sobald ich sie doch mal absetzen werde sind meine Symptome doch in alter oder stärkerer Form wieder zurück? Wozu werden die denn dann überhaupt verschrieben?

Ich würde mich über Antworten freuen.

Antwort
von Ostsee1982, 3

Ich M/16 bin in Psycho-"Therapie", was mir aber nichts bringt ausser 20min warten, reingehen - neue Tabletten - rausgehen.

Das hat ein Facharzttermin so ansich. Wenn du zum Allgemeinmediziner gehst, schilderst du deine Beschwerden, bekommt eventuell ein Medikament und tschüss. Ein Psychiater ist eben ein Facharzt und kein Psychotherapeut. Was du unter "Sprachtherapie" verstehst weiß ich nicht. Ich nehme an du redest von einer Psychotherapie. Darum musst du dich selbst kümmern und dir einen Therapeuten suchen. Medikamente können unterstützend wirken aber therapieren und Probleme klären tun sie nicht.

Antwort
von nasenstrumpf, 8

Hallo, was du beschreibst klingt danach, als wäre eine Psychotherapie - also was du Gesprachstherapie nennst - sehr zu empfehlen! Der Psychiater, von dem du die Medikamente bekommst, arbeitet wie ein Allgemeinarzt, d.h. er bekommt von der Kasse eine Pauschale pro Patient und Quartal, egal, wie oft er den Patienten sieht. Psychiater sind in der Regel "überlaufen", da es zu wenige gibt, und haben bei den vielen Patienten nur ewig Zeit für jeden einzelnen. Die Medikamente scheinen ja erstmal zu helfen. Das bedeutet meist aber eben nur Verminderung der Symptome, aber keine Veränderung der Ursachen; Symptome fallen ja nicht einfach vom Himmel sondern haben einen Grund, und eigentlich sogar einen guten: Sie wollen - so Paradox das klingen mag - den Menschen eigentlich vor noch größerem Übel bewahren, sind so etwas wie eine innere Schutzmaßnahme, nur dass sie den Menschen und die Umwelt in neue Probleme bringen. Eine Psychotherapie, die die Kasse ebenfalls bezahlt, würde nun diesen Ursachen auf den Grund gehen, und diese Arbeit würde eventuell solche Veränderungen in dir bewirken, dass du die Medikamente nicht mehr brauchst. Das benötigt aber Zeit. Und Medikamente können dir diese Zeit "erleichtern", bzw manchmal wird dank der Psychopharmaka eine Psychotherapie erst möglich, weil die Symptome sonst zu ausgeprägt wären, um überhaupt ins therapeutische "Arbeiten" zu kommen. Außerdem würde ein Psychotherapeut sich auch die zeit nehmen dir diese Dinge alle zu erklären, du scheinst da auf vielen berechtigten Fragen zu sitzen. Da du 16 bist, käme für dich ein Kinder- und Jugendpsychotherapeut, kurz KJP infrage. Schwer, einen Platz zu bekommen, da auch die überlaufen - übrigens ist die Kassenvereinigung daran Schuld, denn die vergibt die Kassensitze und behauptet, es gebe schon genug! Patienten sollten sich trauen mehr Druck bei den Kassen zu machen...! Jedenfalls: in deinem Falle würde ich dir zu einer Therapie sehr raten, auch um von den Medikamenten eventuell wegzukommen!

Antwort
von Chouzaishi, 31

Hallo,

also je nach der Schwere und Art deiner Symptome kann eine lebenslange Behandlung notwendig sein, doch oft reicht eine Behandlng über mehrere Jahre aus, die auf Bedarf nach einigen Jahren nach Ende der letzten Therapie wieder aufgenommen wird.

Da du noch sehr jung bist, können sich deine Probleme, sollten sie hormoneller Art sein, auch noch gut nach der Pubertät verabschieden.

Dass du keine Gesprächstherapie führst liegt daran, dass du offensichtlich zu einem Psychiater gehst, das ist ein Facharzt. Gesprächstherapie führen Psychologen (die wiederum keine Medikamente verschreiben können), diesen musst du dir seperat suchen. Die Therapiekosten übernimmt die Krankenkasse.

Ich hoffe, das konnte dir helfen. LG

Antwort
von mmemaxime, 4

Deine Frage lässt sich kaum beantworten, weil du zu wenige
Informationen angibst, warum du die Medikamente nimmst. Generell sind
die Informationen von Chouzaishi zu dem Thema "Psychopharmaka" ganz
zutreffend, manchmal reicht aber auch eine kürzere Einnahmedauer.

Ich
nehme an, dass du deine Medikamente von einem Psychiater bekommst.
Längere Gespräche im Sinne einer Psychotherapie führen Psychiater i.d.R.
nicht, das machen Psychotherapeuten (das können wiederum Psychologen
oder Ärzte sein).

Mein Rat: Frage doch den Arzt, der dir die
Medikamente verordnet einfach mal danach, was dir die Medikamente
bringen sollen und warum du keine Gespräche bekommst :-).

Antwort
von sternenmeer57, 27

Sie werden dir verschrieben, damit du die Symptome nicht hast, die jetzt durch deine vergessenen Psychopharmaka wieder da sind.Wenn man erneut mit der Einnahme beginnt, muß sich der Körper erst wieder dran gewöhnen, das dauert ein paar Tage. Das steht auch so im Beipackzettel.

Antwort
von sophokles79, 9

hallo

naja - wenig lesen ist gut, doch kann man so auch nur allgemein die meinung zu den medikamenten äussern.

hast du schonmal versucht, mit etwas aufzuöhren ..oder vorübergehend ...wie bspw. schockolade, rauchen, alk oder andere drogen? da treibt dich ein...nennen wir ihn emotionaler instinkt ...wieder dazu, es zu nehmen. die medikamente lassen diesen instinkt nicht schwächer werden, sondern verhindern nur dass du ihn nicht wahrnimmst..und vom kopf her nicht darauf eingehst/gehen musst ...du lernst, dich ohne ihn/es wieder (normal) zu verhalten. doch wenn dieser instinkt/trieb wieder da ist, nützen deine eingeübten verhaltenskonzepte nichts mehr (weil die nicht damit rechnen) ...und auch nimmst du diesen instinkt wieder wahr...dein geist (der wahrnimmt) fokussiert sich wieder (sensibler) darauf ...es wird innere arbeit/wiederstand deinerseits brauchen und zeit ...diese wahrnemung wieder schwächer werden zulassen ..und v.a. das reagieren darauf. doch wie gesagt, es macht den grundtrieb nicht wirklich schwächer, hält ihn nur im zaun/in psychischer mauer.   ...doch wie könntest du dem treib wirklich herr werden?

hab geduld...

Antwort
von Spuky7, 33

Du zweifelst am Sinn von Psychopharmaka? Nun, ich auch. Die Leute, die ich kannte und welche nahmen, sind alle früh verstorben. Keiner wurde fünfzig Jahre alt. So löst sich auch das psychische Problem. Nimm sie nur vorübergehend.

Kommentar von baldsindferien ,

so ein Quatsch 

Kommentar von FailTroll ,

Ohne Angabe zur Todesart und der genutzten Medikamente ist es völlig absurd da einen Zusammenhang anzunehmen...

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