MarcderCoolste am 03.11.2009 um 18:08 Uhr
Was ist der grund zu Silvester geister verjagen?

Was heute vor allem dazu dient, den Neubeginn zu feiern, galt ursprünglich der Abwehr von Geistern und Dämonen. Der Brauch, in der Silvesternacht, ein Höllenspektakel zu veranstalten, reicht ins germanische Heidentum zurück. Die Nächte der Wintersonnenwende (die Spanne von Heiligabend zum Dreikönigstag) halten die Germanen für magisch. Man könnte auch meinen, sie sind ihnen nicht geheuer, sind es doch die längsten und dunkelsten Nächte des Jahres.
Silvester markiert die Mitte dieser Rauhnächte. Dann kriecht das Böse aus seinem Versteck. Dämonen, Geister und die Seelen der Verstorbenen haben Ausgang, und Wotan besteigt sein achtbeiniges Pferd, um mit den Toten zur Wilden Jagd aufzubrechen. Es rasselt und johlt, es ächzt und stöhnt, wenn der Tross aus den Wolken bricht. Mit fürchterlichem Geschrei und Geheule macht der Geisterzug seinen Weg durch die Lüfte und kündet von Unheil und Düsternis.
Es sind meist ermordete Männer, Frauen und Kinder, die den Gottkönig begleiten. Dessen Heer ist den Menschen zwar nicht feindlich gesinnt, doch reißen die Gespenster jene mit, die dem Zug zu nahe kommen. Sie richten die, die sich ihnen frech in den Weg stellen, und strafen allzu Neugierige – wer zum Beispiel absichtlich nach den finsteren Vasallen aus dem Fenster linst, dem schwillt der Kopf, so dass er ihn nicht mehr zurückzuziehen vermag.
Um die Unholde abzuwehren, machen die Altvorderen so viel Lärm, wie sie nur können. Mit Holzknüppeln dreschen sie auf Bäume ein und stoßen brennende Holzräder ins Tal. Die Geister aber kehren Jahr für Jahr, Jahrhundert für Jahrhundert wieder – und die Deutschen lassen sich ihr Sperrfeuer gegen den Spuk inzwischen einiges kosten: Im Geschäft mit Krach und Knall erwartet der Verband der pyrotechnischen Industrie in dieser Saison 100 Millionen Euro Umsatz, etwa zwei Millionen mehr als im Jahr 2006.
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jo in china schon aber da ist das an einem anderen Tag
Ich denke, das Feuerwerk soll das Neue Jahr begrüßen.