Frage von Arbed, 40

Was ist der Grund für die Benachteiligung der gesetzlichen gegenüber der privaten Krankenversicherung bei der Anerkennung als Sonderausgabe?

Habe für meine Tochter (Studentin, kein Kindergeld, kein Kinderfreibetrag) direkt von meinem Konto an die gesetzliche Krankenkasse die Beiträge bezahlt. FA erkennt diese Sonderausgaben bei mir nicht an. Anerkannt würden sie aber dann, wenn ich Versicherungsnehmer und meine Tochter die Versicherte wäre. Diese Konstellation gibt es jedoch nur bei der privaten Krankenversicherung; in der gesetzlichen sind Versicherungsnehmer und Versicherter immer identisch. Weiß hier jemand Bescheid?

Antwort
von Apolon, 26

Willst Du damit andeuten, dass deine Tochter als Studentin in der Krankenversicherung der Studenten versichert ist, da sie  eigene AN-Einkünfte hat ?

Dann hat das Finanzamt recht, denn diese Kosten muss deine Tochter bei der Steuer ansetzen.

Kommentar von Arbed ,

Danke für Deine Reaktion. Meine Tochter hatte keinerlei Einkünfte, 

Antwort
von FordPrefect, 12

Die sog. Benachteiligung kann aber doch nur eintreten, wenn die Versicherte selbst im entsprechenden Jahr keinerlei Einkünfte erzielte.

Grundsätzlich hat das FA Recht - die Beiträge hat hier der/die Versicherte selbst im Zuge seiner EStE anzurechnen, da VN und versicherte Person nicht identisch sind.

Zu prüfen wäre aber hier, ob die Leistungen an die Tochter im Rahmen des Unterhalts nicht als AB anrechenbar wären. Dazu hätten sie aber vermutlich zunächst an die Tochter gezahlt werden müssen, die damit wiederum ihre KK Beiträge finanziert hätte.

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