victoria1204 am 29.10.2009 um 19:36 Uhr
Ist es einfach nur psychisch oder genetisch bedingt? Hat es mit einem schwachen Kreislauf zu tun? Oder gibt es einen anderen Grund dafür?
Das würde ich gerne wissen.

Psychisch. Blut gleich Unfall gleich Schwächling gleich umkipp...

Weil Blut unserem Gehirn Gefahr signalisiert. Der Körper wird dann dazu veranlasst, ein Notprogramm zu aktivieren. Dabei geht unser Gehirn reflexartig davon aus, daß wir selbst verletzt seien. Der gesamte Kreislauf wird plötzlich heruntergefahren, der Blutdruck sinkt drastisch. Grund: Der Körper will das Verbluten verhindern und schaltet deshalb in eine Art Energiesparbetrieb. Bei vielen Menschen versackt das Blut in den Beinen, das Gehirn wird für kurze Zeit nicht mit Blut versorgt. Den Betroffenen wird regelrecht schwarz vor den Augen. übrigens gibt es nicht wenige Menschen, bei denen ein Tropfen Blut ausreicht, um sie bewusstlos zu machen. Etwa drei Prozent der Deutschen leiden unter einer sogenannten Blutphobie. Sie gehört damit zu den häufigsten Angsterkrankungen. Quelle(n): Reiseführer durch die Yahoo! Clever Galaxis
Das ist bislang die beste Antwort. Gefält mir. :-)

Salopp ist es so, dass sich nach dem Gedanken an den Ekel Blut der Symphaticus und der Parasymphaticus im Körper mit Hormonen so zuschütten, dass sich die Gefässe weit stellen. Dann kommt oben am Hirm wenig Sauerstoff an und eine orthostase setzt ein.
Man kann daher kollabieren.
Liegt man dann, so kommt wieder was an, da oben. Man berabbelt sich dann langsam wieder.
victoria1204 am 29. Oktober 2009 19:43 Meinst du das kann man verhindern wenn man mehr Blut im Körper hat, besser gesagt einen höheren Blutdruck?
SevenStarMantis am 29. Oktober 2009 19:44 Ja, daher legt man Patienten mit einer Orthostase einen venösen Zugang und "füllt etwas auf".
Hypertoniker ( Bluthochdruckpatienten ) kompensieren dieses Phänomen also eher besser - haben aber deutlich mehr andere Sorgen ^^
ich wess nich ob du was von wiedergeburt hällst?vielleicht ein traumatisches erlebnis in einer früheren existent,könnte man sicher rausfinden.wiederspricht übrigens nicht den 3% die weiter oben stehn, die menschheit ist ja nicht gerade friedliebend,und ein menschenleben war (und ist z.t.) nicht viel wert.

Es ist sicher eine Art Phobie: Im Prinzip eine biologisch sinnvolle Schreckraktion auf eine Verletzung des eigenen Körpers oder eines Mitmenschen, die zu sofortigem Handeln führen soll (lebensrettende Maßnahmen, evtl. auch Flucht), die bei bestimmten Menschen übersteigert abläuft. Das wurde oben schon ausgezeichnet erklärt. Der "schwache" Kreislauf, niedere Blutdruck fängt die Schreckreflexe nicht ausreichend ab, und man kippt um. Besonders ausgeprägt zeigt sich diese Überempfindlichkeit, wenn man ohne Vortraining bei einer Operation zusieht. Dass das Ganze psychisch bedingt ist, zeigt sich z.B. daran, dass man als Handelnder in einer solchen Situation (Assistenz bei der Operation, Notwendigkeit, selbst helfend einzugreifen) rasch über diese Schwäche hinwegkommt und handlungsfähig bleibt.

Für Ängste und Phobien ist im Gehirn die Amygdala zuständig, hat sie einmal einen entsprechenden Reiz gespeichert, reagiert sie z.B. auf den Anblick von Blut quasi automatisch:
Die Amydala geht mit dem "Alarmregler auf ROT" und veranlasst den Hypothalamus, in großen Mengen Adrenalin in den Kreislauf abzuschießen.
Da man jedoch willentlich den dadurch aufkommenden Fluchtreflex angehen muss, kann das zu Übelkeit, Kreislaufkasper und Magenkrampf mit Erbrechen führen. Dies wiederum wird erneut abgespeichert und unterhält somit einen phobischen Kreislauf.
Mit einer gezielten Verhaltenstherapie lassen sich solche Regelfehleinstellungen bzw. überschießenden Reaktionen allerdings durchaus gut bewältigen...!
Eigenes Blut oder fremdes Blut oder nur Blut (auch von Tieren) oder Blubberblubberblut?
hat wohl mit den nerven zu tun,psychisch,mit dem kreislauf wohl weniger. mir macht es nichts aus,blut zu sehen....-)
Schwächling... mal grübeln muss...