Frage von guteantwort1993, 145

Was ist denn nur los mit meinem Sohn?

Hallo , ich bin 22 mein Sohn 5 an Silvester geworden. Mit eineinhalb Jahren trennte ich mich von seinem Vater da er sich nicht benehmen konnte und das zeigte sich erst nach Jahren (3) er trank viel Alkohol schlägt seine Mutter mit nem baisball Schläger denn ich ihm wegnehmen musste schrieh wie verrückt und seine Großtante sagte mir auch das er ein Tyrann war als Kind , er war im behinderten kiga und wollte mir nicht sagen wieso er sagte wegen seiner Epilepsie.

Mein Sohn war ein liebes kein schrei Kind er war fröhlich und zufrieden bis er eineinhalb wurde , ich versuchte alles um ihn zu erziehen jedoch gelingt es mir bis heute nicht ihm wurde adhs diagnostiziert aber da er noch 5 ist wurde es nicht als Diagnose gesetzt sondern Beobachtung es ist mir egal ob er das hat oder nicht , den mein Cousin hatte das sehr stark als Kind mittlerweile ist bei ihm alles gut und er ist 17 Jahre er war jedes we bei uns aber mein Sohn ist einfach anderst und ich will wissen wieso ?

Er ist penibel alles muss so sein wie er es möchte es hatt aber nix mit erziehen zutun sonst hätte ich das in 4 Jahren geschaffen. Sein pulli darf nur so sein wie er es will , er isst kaum was was ekelig fur ihn aussieht , er geht nachts noch immer nicht aufs klo im Kindergarten sowie zuhause läuft es gleich schlagen schreien provozieren aber einfach so ohne Grund weil es ihm gefällt er ist Steinbock und genau so verhält er sich , manchmal habe ich Angst das er wie sein Vater wird und mich iwann auch schlägt er haut unsere Katze und es macht ihn Spaß selbst die Psychologin hatt gesagt wie ich mit ihm klar komme . ich hatte schonmal ein Gespräch mit einer Pflegefamilie aber ich konnte nicht da ich mir denke er würde noch mehr traurig sein weil er mit sich selbst nicht klar kommt und was wenn sie ihn schlagen würden , ich leide mittlerweile an starken Depressionen und kann nicht arbeiten gehen da mir das echt auf mein Körper schlägt ich liebe mein Kind aber ich denke wir haben keinen guten traht mehr miteinander er sagt er wünscht das ich Tod bin und das ihn eh keiner liebt. Er tut aber auch alles was er kann um zu provozieren egal was raus auf die Straße oder einkaufen mit ihm kaum oder garnicht möglich . ich habe Angst ihm irgendwann Dinge an den Kopf zu werfen wie du kannst nichts oder wir wollen dich nicht mehr wenn du dich so benimmt oder Angst ihn irgendwann so wirklich zu hassen er ist eig außer dem ein junge der viel Aufmerksamkeit braucht und ich sitzt zuhause und will raus arbeiten meine Ziele verfolgen ich bleib gerne zuhause fur ihn aber alles was ich für ihn Tue schätzt er nicht er sagt ich würde nie etwas für ihn tun , ich bin so alleine keiner kann mir helfen auch die famielehilfe weiß keinen Rat mehr . es wird nicht besser wenn wir irgentwas anderst machen ihn kann man nicht behruihgen oder ihn mal anschnautzen er ist Ignorant es juckt ihn nicht als mich meine mama früher angeschriehen hatt habe ich große Augen gemacht und war leise .

Was soll ich tun ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hopsfrosch, Community-Experte für Kinder, 23

Liebe guteantwort1993,

meiiin Gott - hast du keine Punkt- und Kommatasten? Und eine Enter-Taste, um dein Problem wenigstens im Ansatz zu gliedern?! Es ist wirklich eine Zumutung, deinen Text zu lesen!

Ich picke mir mal die Sachen raus, deren Sinn ich verstehe:

Dein Sohn ist zwar spät dran, mit 5 Jahren nachts noch nicht trocken zu sein. Aber das ist noch im Rahmen, da 10% der Jungs noch bis 6 Jahre nachts noch nicht trocken sind. Bei Jungen läuft die Entwicklung langsamer ab, und Trocken werden ist kompliziert.

Außerdem wird bei deinem Sohn  ADS vermutet. Die Diagnose ist schwierig zu stellen, besonders bei jungen Kindern, darum wird die weitere Entwicklung deines Sohnes erst mal beobachtet.

Menschen mit ADS hinken ihrer Gesamtentwicklung sowieso noch mal rund 1/3 hinterher. Das bedeutet, dass du, wenn dein Sohn 12 ist, von ihm nur die Reife eines 8 Jährigen zu erwarten brauchst. Das bedeutet: Es bleibt schwierig!

Er kann nicht "schätzen", was du für ihn tust - er ist noch ein Kind und damit egoistisch. Das ist völlig normal.

Das andere, was ich entziffern kann, ist allerdings sehr verhaltensauffällig! Und einerseits natürlich auch eine Sache einer gelungenen oder nicht gelungenen Erziehung. Es gibt aber tatsächlich Kinder, die wahnsinnig schwierig und eine echte Herausforderung sind. Es ist sehr gut, dass du dir schon mal die professionelle Hilde einer Psychologin gesucht hast! Konnte die dir denn keinen konkreten Tipp geben? Ihre Äußerung hilft dir auch nicht weiter...

Wenn die Familienhilfe nicht weiter weiß, hat sie eigentlich die Aufgabe, dir andere Möglichkeiten aufzuzeigen! So wie Erziehungsberatung, Hilfe bei dem Antrag zu einer Kur oder zeitweilig den Aufenthalt für deinen Sohn in eine Pflegefamilie, um die Situation zu entspannen.

Und wenn sich herausstellen sollte, dass dein Sohn tatsächlich ADS hat, brauchst du sowieso Hilfe und Unterstützung durch permanenten Besuch einer Erziehungsberatung. Mein Pflegesohn hatte auch ADS, und ich weiß, das ist kein Zuckerschlecken! Ich hatte auch mehrere Nervenzusammenbrüche... Es wundert mich gar nicht, dass du durch die permanente Überforderung Depressionen , Nervernzusammenbruch bzw. Burnout entwickelst. Du hast mein volles Mitgefühl.

Die Erziehungsberatung stärkt dir den Rücken. Da kannst du dich ausweinen. Menschen mit ADS haben andere Bedürfnisse und funktionieren eben anders. Das kannst du dort erfahren und lernen, damit umzugehen. Sie brauchen ständig Kontrolle, eine feste Tagesstruktur und sehr klare, konkrete Ansprache. wie du das machen sollst, kannst du in der Erziehungsberatung oder ADS-Selbhilfegruppen von betroffenen Eltern lernen. Oder googelst mal ADS. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt auch kurze Broschüren zu diesem Thema heraus. Die kannst du dir ausdrucken bzw. im Internet bestellen. Oder du gehst mal in die Bücherei und holst dir Literatur zu dem Thema...

Ich denke, zuerst ist dir mal mit einer Kur oder Mutter-Kind-Kur geholfen! Du bist ja völlig fertig. Und eigentlich möchtest du ja für deinen Sohn eine liebevolle Muter sein, das habe ich soweit herausgelesen.

Die Idee mit der Pflegefamilie finde ich im Grunde gar nicht schlecht! Es werden nur sehr stabile Menschen als Pflegefamilie zugelassen. du brauchst keine Angst zu haben, dass dein Kind dort misshandelt wird. Außerdem sind in einer Pflegefamilie immer 2 Elternteile - einen Vorteil, den du leider nicht hast. Das bedeutet, dass in der Pflegefamilie immer noch der Partner da ist, um zu erziehen oder seiner Frau den Rücken zu stärken, sie in den Arm zu nehmen und sie zu trösten. Dieser Rückhalt fehlt dir leider. Kein Wunder, dass es dir so schlecht geht! Alleinerziehend zu sein, ist schon schwierig genug. Mit einem ADS Menschen im Haus halte ich das für unmöglich...

Pflegefamilien sind häufig Menschen mit pädagogischem Hintergrundwissen. Außerdem bedeutet Pflege, dass du deinen Sohn regelmäßig sehen darfst, die Erziehungs - Arbeit aber im Grunde ein anderer macht. Zumindest eine Weile, bis du dich erholst hast. Mein Pflegesohn fuhr immer regelmäßig freitags nach den Schularbeiten mit dem Zug zu seiner Mutter und kam Sonntag Abend wieder zurück.

Klar ist der Pflegekinderdienst dann beteiligt. Aber das Ziel im gemeinsamen Hilfeplangespräch kann auch lauten, dass in, sagen wir, 6 Monaten geguckt wird, ob du dich erholen konnstest, um diesem schwierigen Kind wieder gewachsen zu sein. Und wie weit die pädagogisch geschulten Pflegeeltern inzwischen mit der Erziehung gekommen sind. Und dann bekommst du deinen Sohn zurück. Davon abgesehen kannst du als Mutter jederzeit die Pflegschaft auflösen, denn sie ist zeitlich befristet und immer freiwillig. Der Pflegekinderdienst arbeitet mir dir zusammen und spricht nur Empfehlungen aus. Letztendlich bestimmst DU aber über dein Kind, und die Pflegeeltern müssen dich in allem und jedem um Erlaubnis fragen!!!

Versuche bitte mit deiner letzten Kraft, die Familienhilfe anzusprechen, dass sie eine Kur und eine Pflegefamilie beantragen soll. Dafür ist sie schließlich da. Ich drücke dir die Daumen!

LG, deine Tagesmutter

Kommentar von Hopsfrosch ,

Ich will dich nicht erschrecken. Aber wenn auch die pädagogisch geschulte Pflegefamilie nicht weiterkommt, besteht theoretisch die Möglichkeit, dass dein Sohn eine geistige Behinderung hat, die es ihm unmöglich macht, mitzufühlen oder sich anzupassen.

Kommentar von guteantwort1993 ,

das glaube ich manchmal sein vater war auch in enem behinderten kiga und sagt mir aber nicht warum oder hab ich was falsch verstanden ?

Kommentar von guteantwort1993 ,

wie würde die dam heißen ?

kann man sowas testen lassen ?

Kommentar von Hopsfrosch ,

Es hängt ja von der Art und Ursache der Behinderung, Einschränkung bzw. Entwicklungsverzögerung zusammen, wie das dann genau heißt. Da gibt es jede Menge möglicher Störungen... Diesen Kindern hilft dann die Frühförderung. Das heißt tatsächlich so. Mit einem Sternzeichen hat das alles überhaupt nichts zu tun...

Auf die Idee mit der Behinderung komme ich, weil er ja auch im Kindergarten sehr auffällig ist. Wenn es nur an schlechter Erziehung von deiner Seite läge, würde er sich ja im Kindergarten völlig normal und lieb verhalten... So einfach scheint es also nicht zu sein. Was sagt denn der Kindergarten, warum er "so" ist? Haben die eine Idee? Oder konnen die auch nicht erziehen?!

Ich würde mich erst mal an den Kinderarzt wenden. Wenn der dir kein Rezept für Ergotherapie oder Frühförderung aussschreibt, wendest du dich direkt an die Frühförderung in eurer Stadt. Bei uns gehört die zum Verein "Lebenshilfe". Also bei Google ""Frühförderung" und den Namen deiner Stadt oder der nächsten Kreisstadt eingeben. Ich hab das gerade alles mit einem meiner Tageskinder durch...

Beim  Kinderarzt, oder, wenn der nicht will, direkt be der Frühförder - Einrichtung wird ein Antrag auf Frühförderung gestellt. Sowas kostet Geld. Also wirst du erst mal zum Gesundheitsamt eingeladen, wo eine Ärztin dich und deinen Sohn ansieht und mit dir über die Probleme mit ihm spricht. Wenn die deinen Sohn auch als verhaltensauffällig sieht, ist das sehr gut! Denn dann bewilligt sie den Antrag. Das bedeutet, der Kreis zahlt für die Frühförderung.

Bei der Frühförderung sind Fachleute wie Kinderpsychologen, Ergotherapeuten, Heilpädagogen, Logopäden, Physiotherapeuten usw. Je nachdem, welches Defizit / Entwicklungsfehler dein Sohn hat, können diese Fachleute ihm gezielt weiterhelfen! Du gehst dann z.B. einmal in der Woche zum "Spielen" bei Frau X.

Diese Therapeuten machen als "Spiele" verpackte gezielte Übungen mit ihm, damit er sich weiterentwickeln kann. Zum Beispiel darin, sich zurückzuhalten (Impulskontrolle). Damit er irgendwann aufhört, einfach immer gleich zuzuschlagen. Oder darin, mehr Selbstbewusstsein zu bekommen. Dann hat er es nämlich nicht mehr nötig, dauernd nur andere zu provozieren, sondern kann entspannt mit ihnen spielen. Oder damit er lernt, Mitgefühl (Empathie) zu empfinden. Dann schlägt er nicht mehr eure Katze....

Ich hatte mal ein Tageskind, das sich zwar auch erst normal entwickelte und sehr lieb war. Sich später aber auch sehr auffällig verhielt. Unter anderem bewegte sie sich seltsam ruckartig und sprach im Alter von 2 Jahren noch kein einziges Wort. Sie konnte sich auch nichts merken und spielte alle 5 Sekunden etwas anderes, ohne bei einem Spiel zu bleiben... Die Mutter musste zwar lange auf einen Termin warten. Aber dann wurde das Kind begutachtet. Es stellte sich heraus, dass sie geistig behindert war! Wie das bei einigen Frühgeborenen der Fall ist... Sie bekam sofort einen Platz im Integrativen Kindergarten, also einem Behinderten-Kindergarten, wie du jetzt sagen würdest. Dort arbeiten Heilpädagogen mit den Kindern in sehr kleinen Gruppen und können sich sehr intensiv um jedes einzelne kümmern. Schon nach wenigen Wochen fing die Lütte an, zu sprechen!

Der integrative Kindergarten hat ihr insgesamt sehr gut getan. Sie hat schon vieles aufgeholt. In unseren Integrativen Kindergarten gehen behinderte und nicht behinderte Kinder. Ganz egal, ob dein Sohn einfach nur sehr schlecht erzogen oder evtl.  behindert ist: Vielleicht wäre das ja eine Lösung für ihn!

Ich drücke dir beide Daumen. LG!

Kommentar von guteantwort1993 ,

huhu nochmal danke für dieses lange kommi , sie sind echt ein guter antworter/in . Eine Integrationshilfe im kiga wurde beantragt , und auch bei der Psychologin wurde er als ein reiz offenes kind und als sprach und entwicklungs verzögert eingestuft das sowieso leider, der punkt ist das ich noch so jung bin und ich das auch nicht alles unter einen hut bringen kann Karriere hab nämlich noch keine Ausbildung meinem sohn eine gute mutter zu sein meinem freund eine gute freundin zu sein ich weis nicht wo ich anfangen soll oder ob ich alles weg werfen soll weil ich schon lange nicht mehr die b in die ich war. anfangs konnte ich ihm helfen ihn besser zu verstehen heute bin ich eher reizvoll oder wie ich das schildern soll weis ich nicht. wäre es nicht die beste option an einer klinik test machen zu lassen so einer klinik für kinder und jugend psychisch ? lg und danke 

ps: normalerweise gebe ich mir mühe bei der Rechtschreibung :P

Kommentar von Hopsfrosch ,

Gaanz ruhig, kleine Maus...;-)   Alles ist doch bereits gut. Wenn die Integrationshilfe bereits beantragt ist, ist ja jetzt alles am Rollen. Jetzt bekommt ihr ja Hilfe von Fachleuten!!! Die regeln das jetzt für euch. Du musst jetzt von dir aus gar keine Psychologentermine o.ä. ausmachen, es sei denn, die sagen es dir. Die Diagnose ist ja bereits klar und scheint gut zu passen. Mehr Diagnose geht nicht!

Wenn das mit der Integrationshilfe im Kindergarten nichts ist, wie ich vermute, werden sie nach anderen Lösungen für dich suchen. Denn das ist ihre Arbeit. Und es gibt immer noch EINE andere Möglichkeit... hoffentlich kommt die Integrationsfrau bald und ihr könnt probieren, ob es damit besser läuft oder etwas anderes her muss.

Ich sortiere mal für dich:

Die Diagnose "reizoffen" erklärt schon fast alles. Das bedeutet, das ALLE, aber auch ALLE Eindrücke nur so von außen auf deinen Kleinen einprasseln und er sich nicht abschirmen kann. Du und ich blenden automatisch unwichtige außenreize (Geräusche, Gerüche,  sich schnell bewegende Dinge usw., die jetzt gerade nicht wichtig sind) einfach aus. Wir bekommen das gar nicht mit. Wir sind automatisch davor geschützt. Das macht unser Gehirn so nebenbei.

Dein armes Kind kann das aus irgendwelchen Gründen eben leider nicht! Das bedeutet für ihn, dass er ständig zu 1000% unter Dauerstresss steht! Etwa so, als würden wir direkt am Güterbahnhof zwischen den riesigen, lauten Loks stehen, der Ansager sagt gleichzeitig Lottozahlen durch, es strahlt ein Discolaser unregelmäßig in unsere Augen, deine Mutter ist am Handy und sagt, zu Hause brennt die Milch an, hinter uns stürmt ein Löwe auf uns zu und wir stehen auf Stöckelschuhen dicht am Gleis, es ist Sturm, und wir drohen, abzustürzen und direkt vor die nächste Lok zu fallen. Alles gleichzeitig, selbstverständlich! So geht es deinem Sohn Tag für Tag in einem Kindergarten unter 25 anderen lauten, hektischen Kindern. Kein Wunder, dass er durchdreht und aggressiv reagiert!!!

Daher denke ich, das eine Integrationshilfe in demselben Kindergarten deinem Sohn vermutlich nicht viel bringen wird, denn die 25 anderen lauten Kinder rennen da ja immer noch rum. Davor kann sie ihn ja nicht abschirmen. Das bestärkt mich in dem Tipp, einen speziellen Kindergarten (mit der Integrationshilfe gemeinsam natürlich) zu suchen, wo es ruhiger ist (z.B. Waldorfkindergarten) oder wo zumindest weniger Kinder in einer Gruppe sind. So wie im Integrativen Kindergarten ja sowieso. Verstehst du, was ich meine? Darauf kannst du die Integrationshilfe aber ansprechen und sie alles fragen. Ich hoffe, es ist nicht nur eine Studentin, sondern eine Fachfrau...

Wenn er in seiner Entwicklung und mit der Sprache noch zurück ist, ist es auch klar, dass er mit den anderen Kindern aneinandergerät. Wenn  er sich nicht ausdrücken kann, kann er sich nicht mit dem anderen Kind einigen oder einen Kompromiss schließen. Dadurch bleibt ihm nur die Möglichkeit, dem anderen Kind gleich etwas wegzunehmen oder es zu hauen, wenn er sich nicht verstanden fühlt. Möglicherweise wird er ja sogar ausgelacht oder darf gar nicht erst nicht mitspielen. Kein Wunder, dass er leidet! Und Kinder haben nicht viele Möglichkeiten, um diese angestauten Frustrationen rauszulassen, als um sich zu schlagen oder zu provozieren. Oder schwächere zu schlagen, so wie eure Katze.

Du bist bereits eine gute Mutter, da du immer noch versuchst, ihn zu verstehen. Obwohl er so derartig schwierig ist! Ich hatte fast das gleiche gerade mit einem Tageskind durch und ich war oft schon kurz davor, den Eltern schweren Herzens zu kündigen, weil ich so nervlich am Ende war. Ich kann dich so gut verstehen! Du wärest aber auch eine gute Mutter, wenn es tatsächlich doch nicht anders geht, als ihn zu eurer beider Erholung in eine Kurzzeitpflege zu geben. Und dich dann pünktlich und regelmäßig mit ihm zu treffen. Und dich auf ihn zu feuen, wenn er wieder zurück kommt... Das wäre ja dann gewissermaßen nur eine Kündigung "auf Zeit" ... ;-)

Ja, natürlich könnte man in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie einen Test machen lassen. Das wäre der andere Weg gewesen. Das brauchst du jetzt aber nicht mehr, da ihr einen Weg über die Psychologin gegangen seid. Undich bei DIESER Diagnose ehrlich gesagt nicht glaube, dass da etwas anderes bei rauskommen würde. Sie passt so haarscharf auf das verhalten deines Sohnes... Erst, wenn ihr monatelang alles andere ausprobiert habt und die Diagnose doch nicht die richtige zu sein schien, könnte man ergänzend doch noch mal in der Klinik testen lassen. Ich würde jetzt aber erst mal abwarten, ob das funktioniert, was DIE sich ausgedacht haben. Hat das denn der Kindergarten von sich aus angeleiert? Ist doch toll, dass die sich so kümmern!

So, meine Zeichen gehn mir aus. Ich schicke den rest im nächsten Kommentar.

LG!

Kommentar von Hopsfrosch ,

Und das wollte ich dir auch noch mitgeben:

OK, du bist jung, im Moment völlig fertig mit den Nerven und kannst gar nicht klar denken. So was nennt man Burnout / chronische Überforderung, daher meine Idee mit der Erholungskur.

Aber die Erzieherinnen und die in der Frühförderung sind
reife, erfahrene Menschen. Die den ganzen Tag nur solche Probleme wälzen und verschiedene Lösungsansätze kennen. Du kannst dich erst mal auf die alle verlassen! Es ist wichtig, dass du immer mit denen redest, damit ihr für deinen Sohn zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen könnt.

Es ist auch wichtig, dass du versuchst, zu Hause die gleichen Regeln für ihn aufzustellen wie im Kindergarten. Das kann es ihm erleichtern, sie einzuhalten. WENN er sie denn überhaupt versteht. Schließlich ist er Entwicklungsverzögert. DAS bedeutet für dich, dass aber niemand sagen kann, dass du "Schuld an seiner schlechten Erziehung " hast!!! Ich habe 12 Jahre Erfahrung als Tagesmutter und dieses eine  Kind hat selbst mich verzweifeln lassen. Du kannst ja toll erziehen können. Aber das Kind muss es auch VERSTEHEN können...

LG, deine Tagesmutter

Antwort
von SuMe3016, 35

Grenzen setzen will gelernt sein - du sagst es hat nichts mit Erziehen zu tun, hat es aber. Wenn dein Kind geistig und körperlich gesund ist, ist das die Quintessenz.
Wenn er sagt es liebt ihn keiner, muss er Irgendwie auf die Idee gekommen sein. Kinder sind sehr empfänglich für unsere Gefühle, auch wenn wir es nicht aussprechen. Ich frage mich nur, wie redest du mit ihm? Schmeisst du ihm Sachen an den Kopf? Bestrafst du ihn, obwohl er den Zusammenhang nicht sehen kann? Zeigst du ihm überhaupt Grenzen auf?
Wenn du ihn schon an eine Pflegefamilie abgeben wolltest, muss da im Vorfeld mehr gelaufen sein. Jugendamt usw. Dass er zu einer Psychologin musste - das alles zeigt ihm doch, dass deiner Meinung nach etwas mit ihm nicht stimmt und du ihn nicht willst.
Kinder sind selten das Problem - sie reagieren nur auf ihr Umfeld. Dein Kind will Aufmerksamkeit, aber da er keine posizive bekommt, holt er sich halt stattdessen die negative Rückmeldung. Aber Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit. Er möchte gesehen und gehört werden. Siehe du vor allem HÖRST du ihn? Warum sagt er er will sterben? Das ist höchst ungewöhnlich für ein kleines Kind.
Kinder brauchen ein stabiles, liebevolles und konsequentes Umfeld. Wenn du ihm das nicht bieten kannst, wäre die Idee mit der Pflegefamilie vllt besser. Es gibt ja durchaus Leute, die ihn bei sich haben wollen und wo er es evtl besser hätte.

Kommentar von guteantwort1993 ,

Lesen muss gekonnt sein !

Kommentar von SuMe3016 ,

Ich kann lesen, danke. Sogar deinen grammatisch ziemlich fragwürdigen Text. Anscheinend bist du nicht einmal zur Selbstreflexion fähig - also wie willst du solch grundlegenden sozialen Fähigkeiten deinem Sohn vermitteln?

Antwort
von kokomi, 53

es gibt therapie-angebote für mutter und kind, auch stationär, diese hilfe braucht ihr dringend, sprich mit deinem hausarzt darüber - alles gute

Antwort
von einfachichseinn, 16

Wie wäre es mit einer erziehungsberatung?

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