Frage von ichwillschlafen, 10

Was ist das Löseverhalten und Siedepunkte von Verbindungen mit zwischenpartikulären Kräften?

Und die zweite Frage: Was ist der Unterschied zwischen Dipol-Dipol-Kräften, Van-der-Waals-Kräften und Wasserstoffbrücken(-bindungen)?

Antwort
von Lukas6996, 5

Dipol-Dipol-Kräfte herrschen, wenn zwei oder mehr gleiche oder unterschiedliche Moleküle Bindungen durch verschiedene Ladungsverteilung in der Struktur aufweisen. Wasser zum Beispiel ist ein Dipol, da dieses Molekül nicht gestreckt (180°) gebaut ist, sondern einen geringeren Winkel zwischen den Wasserstoffatomen aufweist. Das Sauerstoffatom steht in der Zeichnung oben und die Wasserstoffatome jeweiös links unten und rechts unten. Sauerstoff hat eine höhere Elektronegativität (etw. 3,5) als Wasserstoffatome (etw. 2,2). Somit ist das Sauerstoffatom im Molekül negativ, die Wasserstoffatome positiv geladen und es bilden sich Partialladungen + und -... und Plus und Minus ziehen sich ja bekanntermaßen an.

Van-der-Waals-Kräfte weisen alle Atome auf. Besonders in der organischen Chemie (z.B. bei Alkanen) sind diese ausschlaggebend für die Siedetemperatur von Alkanen mit gleicher Summenformel, aber unterschiedlicher Strukturformel. Je gestreckter das Isomer des Alkans gebaut ist umso höher der Siedepunkt, da die Oberfläche des Moleküls größer ist als bei "rund" gebauten Alkanen (z.B. 2,2-Dimethylpropan hat einen niedrigeren Siedepunkt als Pentan obwohl sie die gleiche Masse und Summenformel haben). 

Wasserstoffbrücken bilden sich zwischen Molekülen mit einer Hydroxy-Gruppe (-OH) gilt für alle Alkohole, Carbonsäuren und Aldehyden (Bei Aldehyden nur in Lösung mit Wasser!) (wobei kurzkettige Alkohole stärkere Bindungen eingehen als längerkettige Verbindungen, da dort dann der lipophile Teil überwiegt).

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