Frage von Lustigkeit, 27

was ist das leiden im buddhismus?

Ist es der ganz normale Leid den man spürt oder hat es eine andere Bedeutung im Buddhismus? help pls

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus & Religion, 13

Falls das Religions-Hausaufgaben sind, solltest du sie nicht von anderen Leuten machen lassen, denn schließlich geht es darum, dass du dabei etwas lernst.

Laut der Lehre des Buddhismus ist die ganze Existenz leidvoll, weil wir nie all unsere Bedürfnisse dauerhaft befriedigen können.

Alles, woran wir unser Glück festmachen wollen, ist ewiger Vergänglichkeit unterworfen und kann daher nicht den gewünschten Effekt haben.

  • Wir lieben unseren Partner - der uns verlässt. 
  • Wir lieben unseren Luxus - bis wir ihn verlieren.
  • Wir lieben unseren Status - bis wir uns langweilen
  • Wir lieben unseren Körper - bis wir erkranken

Am Ende stehen immer Alter, Krankheit und Tod.

Weil die Menschen nach einem dauerhaften Glück suchen, dass es nicht geben kann und weil sie sich selbst als unveränderlichen Mittelpunkt ihrer Welt ansehen und weil sie die Vergänglichkeit fürchten, leiden sie.

Kommentar von Lustigkeit ,

Wieder einmal Danke und ja es sind Reli-Hausaufgaben nur dass diese Frage von mir selber kommt. Ich muss etwas allgemein formulieren. Trotzdem bin ich interessiert am Buddhismus und dessen Hintergrund da ich selber Moslem bin :) Die Frage kommt nur, weil ich die Religion besser verstehen möchte

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich akzeptiere das einfach mal so.

Übrigens muss man beim Leiden auch umgekehrt denken:

Wir leiden nicht nur, weil angenehme Dinge verloren gehen, sondern auch, weil wir unangenehmen Dingen nicht entkommen können.

  • Wir mögen unsere Arbeit nicht - müssen aber Geld verdienen
  • Wir mögen Tofu nicht - haben aber nichts anderes zu essen
  • Wir mögen den Kollegen nicht - müssen aber zusammenarbeiten.
  • Wir mögen das Wetter nicht - müssen aber raus zum einkaufen

Auch die nicht vermeidbare Konfrontation mit Dingen, die uns unangenehm sind, stellt also eine Form von Leiden dar.

Antwort
von NewKemroy, 8

Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsinn und Verzweiflung sind Leiden; vereint sein mit Unliebem ist Leiden, getrennt sein von Liebem ist Leiden; was man verlangt, nicht erlangen, ist Leiden. Kurz gesagt: Die fünf Daseinsgruppen, nämlich Körperlichkeit, Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen, Bewusstsein, sprich die fünf Gruppen des Anhaftens, auch beschrieben als die fünf Faktoren des Ergreifens, sind Leiden.

Fällt mir gerade noch ein. Ich glaube Ungeduld (ist ja heutzutage sehr verbreitet) ist auch Leiden.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus & Religion, 9

Du siehst also an meiner anderen Antwort, dass das Thema "Leiden" im Buddhismus mehr ist, als nur ein momentanes Problem.

Stattdessen gehört das Leiden zu den Merkmalen unseres Daseins und daher hat der Buddha sich eben mit diesem Thema so sehr befasst.

Dagegen machte er keine Aussagen über die Entstehung der Welt, oder irgendein Jenseits. Er erklärte, es gäbe Fragen, die unbeantwortbar bleiben.

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