Frage von PrimeExpert, 46

Was ist das "Ich" und wurde es uns beigebracht?

Hallo,

Ich denke wohl jeder Mensch fragt sich irgendwann in seinem Leben, was er eigentlich ist. Ein Wesen mit unsterblicher Seele? Nur eine Ansammlung von Molekülen? Oder sogar bloß eine Einbildung? Es gibt sogar eine Theorie, das wir uns in einem Hologramm befinden. Aber was ist das Ich, was wir täglich in Sätzen verwenden?

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Antwort
von FouLou, 17

Das ich ist das bewusstsein. Die fähigkeit sich selbst als eigenständiges wesen zu sehen und zu erkennen. Nicht nur menschen haben diese fähigkeit.

Delfine sind ein gutes beispiel für eine andere Art mit bewusstsein.

ein gutes beispiel ist der spiegeltest. Wesen mit bewusstsein sind fähig zu erkennen das das sie sind im spiegel. Unabhängig davon das man weiss was ein spiegel ist.

Katzen sehen z.b. Im spiegel immer eine andere katze und reagieren auch entsprechend drauf. Weil sie diese fähigkeit nicht besitzen.

Es ist meines wissens nicht erlernt. Bildet sich aber in den ersten lebensmonaten im leben eines menschen.

Antwort
von triunitas3in1, 9

Ein aufgeblasener Fatzke. Eine Marionette, konstruiert aus Umwelteinflüssen plus dem Glauben ein eigenständiges, vom Leben getrenntes Etwas zus ein.

In  der Tat eine Ein-Bildung. Das "Ich" bildet sich ein, der Mittepunkt des Universums zu sein. Aus Sicht des Bewusstseins reduziert ebendieses seine allumfassende Identität auf einen einzigen, menschlichen Körper. Diese Selbstreduktion kann man auch "Ego" nennen: "ICH bin JEMAND mit einer bestimmten Geschichte, mit diesen und jenen Erfahrungen/Eigenschaften/Hoffnungen/Überzeugungen... und es ist MEIN Leben, das ICH kontrolliere. Und wehe jemand stellt MICH in Frage, das kann ICH auf den Tod nicht aus. Überhaupt fürchte ICH den Tod, weil ICH mich für den Körper halte und dieser sterblich ist. ICH weiß wer ICH bin und was MICH ausmacht, das haben mir MEINE 5 Sinne vermittelt - die können MICH nicht trügen!" Noch mehr Beispiele? ;-)

Letzlich ist das, was sich "Ich" nennt, nur ein Kommunikationsmittel, das dem (allumfassenden) Bewusstsein dient, nicht umgekehrt. Das "wahre", geläuterte Ich ist ein Diener des Lebens. Es steht und handelt im Dienste des großen Ganzen. Es nimmt in Demut und Hingabe seinen Platz ein: als kleiner, aber nützlicher und unverzichtbarer Teil des Universums...

Antwort
von watchdog, 10

Was ist das „ICH“?

Es gibt vermutlich keine Pflanze, die fragt: „Wer bin ich?“

Es gibt vermutlich keinen Menschen, der nicht fragt: „Wer bin ich?“

Jeder Mensch hat ein Bewusstsein von sich selbst, das Selbst-Bewusstsein. Das Selbst-Bewusstsein ist das sichere Wissen, dass ich bin („cogito, ergo sum“), aber ein unsicheres Wissen, wie ich bin. Mehr noch: das Bild, das ich mir von mir selber mache, ist – was sich kaum jemand eingesteht -  stets eine Einbildung. Diese Behauptung muss begründet werden.

Das ICH-Bild

Was ist die Ursache, dass ein Bild oder ein Gebilde entsteht? Weiß ich bei einem Haus, wer der Architekt ist? Weiß ich bei einem Bild, wer es gemalt hat? Kann ich wissen, was in meinem Kopf abläuft, wenn ich mir ein Bild von mir mache? Weiß ich warum ich das Bedürfnis habe, überlegen, attraktiv und großartig zu sein, oder warum ich mich generell unsicher fühle?

Nein; denn das eigentliche ICH, das als Ursache dahinter steckt und deshalb Subjekt heißt, kennen wir nicht. Wir kennen nur das Resultat: nur das ICH-Bild. Darum ist es eine Einbildung, wenn wir meinen, das Bild das ich von mir mache, das sei mein eigentliches, ursächliches ICH.

Wenn ich mich ärgere, wenn ich mich beleidigt fühle und bei allen „ich mich“ Gefühlen, gibt es immer ein „ich“ und ein „mich“. Das „mich“ ist das Bild, das ich von mir mache. Das „Ich“ hingegen ist die Ursache, die mir nicht bewusst ist. Gerade auf die kommt es aber an.

Beim ICH-Bild „Man hat mich enttäuscht“, hat das eigentliche ICH eine Täuschung verursacht. Erkennt man die Täuschung, dann muss man froh sein, dass man sich der Täuschung entledigt hat und endlich ent-täuscht ist.

Immer wenn ich mich ärgere oder mich beleidigt fühle, muss ich das verursachende ICH (den eigenen Fehler) erkennen, um das schädliche ICH-Bild aufzuheben.

Das ICH-Bild sieht man wie auf einem Bildschirm vor sich und erlebt es als Gefühl, z.B. „Ich fühle mich beleidigt“, „Ich fühle mich bedroht“, „Ich fühle mich unsicher“ oder ich fühle mich überlegen“. Wer sich selbst oder andere beobachtet, sieht, dass unentwegt ICH-Bilder ablaufen. „Damit imponiere
ich den andern.“  „Das hat mich gestresst, das hat mich enttäuscht.“ „Das hat mich geärgert.“ „Das hat mich frustriert“. Jedes „mich“ ist ein ICH-Bild.

Wie schädlich ICH-Bilder sein können,
zeigen Äußerungen wie: „Weil ich mich nicht traue.“ „Weil ich ja doch nicht
gefallen würde“ oder „Weil ich das ja doch nicht kann“ oder umgekehrt: „Weil
ich ganz besonders wichtig bin“:

Diese illusionären ICH-Bilder sind schädlich. Sie sind der Grund, warum wir leiden. Pflanzen und Tiere kennen diese illusionären ICH-Bilder nicht. Die Natur ist natürlich. Sie leidet unter keinem eingebildeten ICH-Bild. Nur der Mensch fragt und zwar fast ständig, mehr oder weniger bewusst, wie bin ich, wie wirke ich.

Die falschen ICH-Bilder bewirken ein falsches Verhalten und erzeugen dadurch ständig Missverständnisse und häufig Konflikte.

Der Drang, sich in ICH-Bildern zu bewerten, ist die größte und schädlichste aller Süchte. Sie äußert sich in zahllosen Facetten und heißt: ICH-sucht.

Das kindliche ICH-Bild

Stark belastend und bei traumatischen Erlebnissen auch verheerend wirkt sich das ICH-Bild bei jedem aus, der nicht gelernt hat, Ereignis und Erlebnis zu trennen.

Ein Ereignis ist das, was zu einem bestimmten Zeitpunkt real stattgefunden hat.

Das Erlebnis hingegen ist das Gefühl, das man bei diesem Ereignis empfindet. Grausame Ereignisse bewirken grausame Erlebnisse. Es ist jedoch eine falsche und schädliche Verwechslung und Vermischung, wenn man das einmalige Ereignis, heute in ganz anderen Lebensverhältnissen erneut zu einem Erlebnis macht.

Ein Soldat, der nach 50 Jahren einen Kriegskameraden traf und die schrecklichen Ereignisse, die er im Krieg erlebt hatte, im Gespräch erneut durchlebte, hat unmittelbar danach einen Herzinfarkt erlitten.

Kinder und infantil gebliebene Affektnaturen sind nicht fähig, das Ereignis, das einmal stattgefunden hat, von dem zu trennen, wie sie es damals erlebt haben. Viele bleiben in den schädlichen, negativen ICH-Bildern der Vergangenheit hängen. Das dient der Ausrede: „Ich bin so geworden, weil damals….“

Besonders von zwei Denkern hätte man die Unterscheidung von Ereignis und Erlebnis längst lernen können: Montaigne (1533) sagte: „Der Mensch erleidet nicht so viel durch das, was ihm zustößt, wie durch die Art, wie er dieses Geschehen hinnimmt.“ Und auch der römische Kaiser Mark
Aurel (121) wusste: „Unser Leben ist das, wozu unsere Gedanken es machen.“

Die Unfähigkeit das vergangene Ereignis vom damaligen Erlebnis zu trennen, bietet einen endlosen Gesprächsstoff, von dem auch psychologische Berater profitieren.

Das „ICH“ und die Gesundheit

Die schädlichen ICH-Bilder schädigen besonders auch die körperliche Gesundheit. Sie sind die Ursache vieler Erkrankungen. Ein guter Arzt sollte deshalb die Ursache der Symptome, nämlich die schädlichen ICH-Bilder erkennen und therapieren.

Dazu sagte Paracelsus ebenso grob wie treffend: „Ein Arzt, der nur die Symptome behandelt, ist ein kurzsichtiger Pfuscher.“

(Max Lüscher, Farbpsychologe)

Kommentar von JaniXfX ,

Ich kann die Antwort einfach nicht gut finden... schau mal: https://www.psiram.com/ge/index.php/Lüscher-Test

Antwort
von Darkness7516, 16

Ich weiß es nicht über diese Frage denke ich schon seitdem ich denken kann nach es gibt so viele Fragen die man nicht beantworten kann egal wie lange man darüber nachdenkt

Antwort
von nowka20, 2

das "ich" ist der mensch, ein unsterbliches geistwesen (zur zeit in einer geistigen sphäre)

das "ich" spiegelt sich im irdischen als persönlichkeit

Antwort
von AlphaundOmega, 4

Ich , steht für einen Namen oder Nummer oder etwas was etwas sein soll , das zu dem gemacht werden kann , für was es gebraucht wird... ;)

PS. Aber das bist nicht du oder deine Identität... ;)

Antwort
von Gilgaesch, 25

Ich bin was ich denke und fühle. Alles andere werde ich sehen, wenn die Zeit reif ist. XD

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