Frage von flora123123123, 37

Was ist das Höhlenglechnis in der Philosophie?

Höhlengleichnis

Antwort
von Ottavio, 5

Platon war der Ansicht, dass es neben/über/vor der dinglichen, sinnlich wahrnehmbaren Realität noch eine Welt rein vernunftgemäß erkennbaren Seins gibt, die Welt dessen, was er die "Dinge hinsichtlich des Was-seins" nennt. Im Deutschen werden sie meist die "Ideen" genannt; sie sind aber nicht subjektiv, sondern ihr Sein ist objektiv.

Vorbild waren ihm dabei die geometrischen Figuren wie z.B. der Kreis. Er ist nichts als eine ideelle Größe, aber unabhängig vom individuellen Denken gegeben. Niemand kann einen Kreis zeichnen, jede Zeichnung erinnert ihn nur an die Idee des Kreises, die vor jeder Zeichnung gegeben ist und nur von der Vernunft erkannt werden kann.

Platons Ansicht ist nun, dass alle sinnlich wahrnehmbaren Dinge nur Abbilder solcher "Ideen" sind. Diese "Ideen" zu erkennen ist Aufgabe der Philosophen. Die höchste Idee, zu der sie Aufsteigen können, ist die Idee des Schönen (Sokrates war Bildhauer), Guten und Wahren. Das gemeine Volk hingegen lehnt den Glauben an deren Existenz ab und verfolgt darum die Philosophen.

Das Höhlen-Gleichnis hat (wie jedes Gleichnis) die Aufgabe, einen Sachverhalt durch Vergleich zu verdeutlichen. Platon vergleicht die Beziehung zwischen den Ideen und den sinnlich wahrnehmbaren Dingen mit der Beziehung zwischen diesen und deren Schattenbildern. Heute hätte er wohl eher auf Lichtbilder in Film und Fernsehen zurückgegriffen.

Da es die damals noch nicht gab, konstruierte er für sein Gleichnis eine Situation, die man als Vorläufer des Kinos ansehen kann: Menschen in einer dunklen Höhle starren alle in eine Richtung auf die dem Projektor/Feuer gegenüberliegende Wand, auf der sie die Schattenbilder von Gegenständen sehen können, die hinter ihnen vor dem Feuer vorbeigetragen werden und die sie für die einzig existierende Realität halten.

Der Philosoph ist dann derjenige, der das Kino verlässt, um die wahre Realität zu erkennen und die Zuschauer zu nötigen, das auch zu tun.Die aber lassen das nicht freiwillig zu.

Antwort
von Mayelle, 1

Ein Gleichnis von Platon.

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlengleichnis Bei Wikipedia ist der Inhalt und die Deutung (verständlich) nachzulesen, weswegen die Frage hier eigentlich unnötig ist

Es handelnt im Prinzip von den Dingen, die wir Menschen wahrnehmen und als Wirklichkeit bezeichnen und der Metaphysik, dem Übernatürlichen, mit welchem sich die Philosophie beschäftigt

Antwort
von Zuckerwattemaus, 25

Dass also, stell dir vor ein paar menschen sitzen in einer höhle. Sie sind dort gefesselt und sehen nur eine wand mit svhatten vor sich. Die schatten kommen von den dingen vor der höhle.

Eimes tages gelingt einem die flucht. Er geht nach draussen und sieht die witkliche welt. Er geht zurùck und berichtet es den anderen. Die simd aber der meinung die welt besteht aus schatten und bringen den einen um :)

Antwort
von SoVain123, 25

Es verdeutlicht den Sinn und die Notwendigkeit des philosophischen Bildungswegs, der als Befreiungsprozess dargestellt wird. Das Ziel ist der Aufstieg aus der sinnlich wahrnehmbaren Welt der vergänglichen Dinge, die mit einer unterirdischen Höhle verglichen wird, in die rein geistige Welt des unwandelbaren Seins. Den Aufstieg vollzieht zwar jeder für sich, aber da man dabei Hilfe benötigt, ist es zugleich auch ein kollektives Bemühen.

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