Was ist das genaue Rezept für das Überleben der Menschheit?

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10 Antworten

Was ist das genaue Rezept für das Überleben der Menschheit?

Du wirst lachen; ich als vehementer Christen-Kritiker sage: "Das Rezept steht in der Bibel; ganz besonders im Neuen Testament." Und dort für die Lesefaulen sogar in einem einzigen Absatz zusammengefasst:

Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; 1 denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. (Matthäus, Kapitel 5, Verse 4-10)

http://bibelserver.com/text/LUT/Matthäus5

Denke dir das schwülstige Geseier außen herum einfach mal weg. Übrig bleibt: 

"Seid nett zueinander. Seid sanftmütig. Seid gerecht. Seid ehrlich. Seid barmherzig. Seid friedfertig. ... und setzt euch dafür ein, dass alle Menschen so sind."

Und nun stellen wir uns mal eine Sekunde lang vor, alle Menschen wären so. ... Ich würde das "Paradies" nennen. Und du? ;)

Wie findet ihr es, das bei Ausbruch eines Weltkrieges die Menschheit ausgerottet werden könnte

Ich denke, dass das für die Erde ein guter Weg wäre. Es würde die Chance, am Ende zu überleben, für die Natur und all ihre unzähligen Arten erheblich vergrößern...

und was ist es genau, was Menschen dazu bringt sich selbst zu vernichten?

Hochmut, Habgier, ausschweifende Genusssucht, Zorn & Rachsucht, maßlose Selbstsucht, Neid & Missgunst, Faulheit & Ignoranz

... sagte ich es schon? "Das steht alles in der Bibel." ;) ... und es nennt sich "Todsünde" bzw. "die 7 schlechten Charaktereigenschaften".

Man könnte doch hergehen und von heute auf morgen alle Atomwaffen vernichten

Das könnte man. Doch dazu müsste man die Gesellschafts- und Wirtschaftsordnungen von Grund auf verändern (und die großen Religionen, vor allem aber das Christentum, abschaffen bzw. grundlegend reformieren und fundamentalistischer i.S.v. "back to the roots" gestalten).

Unsere derzeitigen Ordnungen - einschließlich aller Hegemonial-Religionen - stellen darauf ab, andere Leute über den Tisch zu ziehen, um selbst davon zu profitieren. Und das geht eben nur begrenzt mit guten Worten. Oft - und gegen Ende jedes Zyklus: immer öfter - braucht man dazu Waffen.

Danach gibt's dann einen Reset (traditionell etwa alle 70 - 90 Jahre; und falls du jetzt nachrechnest: Ja, die Zeit ist wieder ran.). Und dann beginnt der Kreislauf von vorn. Gut, nicht ganz "Kreislauf": Es ist eine leichte Spirale, denn mit jedem Anlauf lernen wir dazu, vergessen dieses Gelernte aber im Laufe der 70-90-jährigen Zeitspanne weitgehend wieder. 

Nicht ohne Grund wollten nach dem Ende des zweiten Weltkriegs mehr als 70% der Westdeutschen den Sozialismus haben. Und nicht ohne Grund hielten damals selbst CDU-Abgeordnete im deutschen Bundestag Reden, die, würdest du nicht wissen, dass es CDU-Abgeordnete waren; aus dem linken Flügel der Linkspartei stammen könnten. 

Kein Scherz: Damals forderten viele CDU-Abgeordnete: "Schluss mit dem Kapitalismus! Er ist die Quelle von Krieg. Wir haben Krieg satt. Und deshalb fordern wir den Sozialismus!"

Doch das ist mittlerweile rund 70 Jahre her. Und aus Strauß's Worten "Sollte jemals wieder ein Deutscher eine Waffe anfassen, so soll ihm der Arm abfaulen!" wurde ein "Deutschland ist drittgrößter Rüstungsexporteur der Welt und beteiligt sich an zahlreichen - auch völkerrechtswidrigen - Angriffskriegen."

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Kommentar von lobster3221
13.06.2016, 11:12

Also gibt es kein Rezept für die Spezies Mensch, auch keinen Hitler (nur in gut)?

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Naja, ich habe keine Atomwaffen, du hast keine Atomwaffen (nehme ich jetzt mal an). Also sind wir schon mal 2. :)

Ja, im Prinzip hast du Recht. Allerdings ist die Sache nicht so ganz einfach. Man kann zwar mal versuchen, bei Kim Jong Un anzurufen, und versuchen, ihn dazu zu überreden, seine Atomwaffen zu verschrotten. Aber ich denke nicht, dass das von Erfolg gekrönt ist. Blöd.

Andere Länder haben auch Atomwaffen, sie sind meist vernünftig genug, nicht damit zu drohen. Schon mal ganz gut, aber freilich nicht perfekt. Abrüstung ist freilich sinnvoll, aber es gilt das Nash-Gleichgewicht (ich weiß nicht, inwieweit du dich mit Mathematik auskennst, John Nash war ein bekannter US-Mathematiker, der letztes Jahr starb).

Der Endzustand ist zwar erstrebenswert (eine Welt ohne Atomwaffen), aber der Weg dahin ist nur dadurch zu erreichen, dass eine Seite (sagen wir mal die NATO) sich einseitig "verwundbar" macht. Dadurch entsteht eine Barriere (ähnlich der Aktivierungsenergie in der Chemie), die (trotz des guten Endzustandes) den Weg dahin verbaut.

Die Spieltheorie kennt solche blockierten Zustände (manchmal kann eine Umgehungsstraße die Verkehrssituation verschlechtern, statt zu verbessern: obwohl es einen theoretischen "Idealzustand" gibt (der allen gut täte), ist er aber nicht zu erreichen, weil einer einen einseitigen Nachteil in Kauf nehmen müsste). 

Durch das gegenseitige Misstrauen wagt es niemand, sich einseitig einer verwundbaren Situation auszusetzen. Der Endzustand ist ideal, aber derzeit unerreichbar.

Der Verknüpfung von Mathematik mit Politik sah man z.B. bei Kurt Gödel, der seinen Unvollständigkeitssatz auch auf die amerikanische Verfassung ausdehnte (er wies nach, dass sie unvollständig ist, da sie zwar demokratisch ist, aber die prinzipielle Möglichkeit in sich trägt, nicht-demokratischen Kräften die Macht zu gestatten; siehe auch Weimarer Republik, was aber eine andere Verfassung betraf).


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Weltpolitische Machtstrukturen, Verhältnisse und Gegensätze lassen Weltfrieden beinah zur Utopie werden. Die Menschen kämpfen in verschiedenen Maße um entweder die Erhaltung ihrer Stellung oder die Verbesserung ihrer Stellung in der Welt. Dieser Konkurrenzdruck geht über alle friedvollen Ambitionen hinaus und ertränkt sie in Hass, Neid und Gier .

Für nachhaltigen Frieden müssen die ganzen Ungleichgewichte und Schieflagen korrigiert werden, dass Menschen ohne Konkurrenzdruck (Überlebenskampf)  miteinander zusammenleben können.

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"und von heute auf morgen alle Atomwaffen vernichten, inklusive aller Atomkraftwerke,

wenn man denn mit weniger strom auskommt geht das. 12 stunden strom am tag reichen eigentlich auch, aber 8 stunden. dann braucht man keine AKW

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Kommentar von lobster3221
13.06.2016, 10:00

Jo, back 2 the roots^^

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Wir können nur hoffen , das es keine Atomexplosionen mehr gibt .  Vor Atomkraftwerken habe ich keine Angst .  Es ist eine saubere Energiequelle und eine Explosion wie bei einer Atombombe ist bei einem Atomkraftwerk gar nicht möglich .  Das was in Japan und Russland passiert ist , sind beispiele was bei einem Atomkraftwerk schlimmstenfalls passieren kann .  und das ist sehr unwahrscheinlich .  das in russland war 1985 und in russland .  da war die technik noch nicht so ausgereift und die sicherheit war da auch noch nicht so hoch wie heute .  und in fukushima war ja ein erdbeben .  

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Kommentar von patrick097
13.04.2017, 07:54

atommüll ist natürlich ein problem .  ist mir grad noch eingefallen .  

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Das Problem mit den Atomwaffen ist, dass keine Atomstreitkraft bereit ist als erster seine Atomaren ressourcen zu vernichten.

Der Russe gibt seine Atomwaffen nicht her, weil die USA dann den "Vorteil" hat (der eigentlich gar keiner ist).
Der Koreaner gibt seine Waffen nicht auf, weil dann der Chinese mehr Macht hat.
Der Chinese gibt seine nicht auf, weil dann..... und so geht das wunderschön und um alle Ecken weiter bis ins unendliche.

Ich bin aber davon überzeugt, dass es doch nur eine geringe Wahrscheinlichkeit gibt, dass eine Atommacht ihre Atomwaffen nutzen wird.
Ich denke und vorallem hoffe ich, dass deren Oberbefehlshaber zumindest nicht ganz so dämlich sind und wissen, dass sobald einer mal nen Atomsprengkopf klar macht, das auch die anderen tun werden. Und tada - dann ist Sense.
Aber wie gesagt, dass wird hoffentlich nicht passieren.

Zum Thema AKWs abschaffen - dafür sind einfach noch zu wenig Energiequellen in einem solchen Ausmaß gefördert worden, um ein AKW ersetzen zu können.

FeX

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Kommentar von lobster3221
13.06.2016, 10:13

Aber zu welchem Preis denn? Dafür das wir immer mehr Atomschrott produzieren, für den es nicht mal geeignete Endlager zur Verfügung stehen und mio Jahre vor sich hinstrahlt?  sorry (m uss erstmal weg,schade..^^

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Die einstige Sowjetunion hatte ständig Abrüstungsvorschläge unterbreitet, regelmäßig wurden diese von den USA mit fadenscheinigen Gründen abgeschmettert. Auch das heutige Russland und China würden auf ihre Atomwaffen verzichten, wenn die USA sich an einem solchen Programm beteiligten. Da dies nicht geschehen wird, ist mit einem Frieden sowie Entspannung im Weltmaßstab nicht zu rechnen, solange die Herrschaftsverhältnisse in den Vereinigten Staaten so sind, wie sie nun mal sind.

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Kommentar von lobster3221
13.06.2016, 11:32

Ich kann dir ein Video empfehlen, da geht es um Ukraine und Rußland und dem drohenden 3. WK ist ziemlich entlarvend für die USA, sehr aufschlußreich, falls Interesse besteht (20 minütig) https://www.youtube.com/watch?v=y2wF_YvLYi8 sind aber Kriegstote zu sehen, sag ich gleich dazu

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Vergiss es, das mit dem Weltfrieden, den wird es nicht geben.
Der Mensch hat gelernt wie man Kriege beginnt, wie man einen Krieg beendet hat er nicht gelernt.
Dem schlicht der Egoismus im Wege.

Natürlich wollte jeder der Erste sein der überlebt.
Die Reichen bauen sich ihre Bunker selbst, oder kaufen sich ein Platz im Bunker.
Selbst zu Zeiten des Kalten Krieges war geplant wer da überlben sollte und wer diese Chance nicht haben würde.

Sich falschen Illusionen hingeben ist mit Sicherheit keine Überlebensstrategie.

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Die Gefahr eines globalen Atomkriegs sehe ich nicht.

Problematischer ist eher, dass der Konsum von mehreren Milliarden Menschen, insbesondere der von uns 20 % in den reichen Länder, die natürlichen Rahmenvoraussetzungen für menschliche Exxistenz langfristig unterminiert.


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Das Rezept ? Verstand, Überlebenswillen und Aggression. Das dürften die so die Komponenten des Überlebens sein.

Übrigens:

Atombomben gab's schon im WK 2

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Kommentar von lobster3221
13.06.2016, 11:20

Wie passen Aggression und Verstand jetzt genau zusammen? 



Atombomben gab's schon im WK 2


Aber noch nicht so viele, das man damit einen globalen A- Krieg hätte starten können um die besagte Menschheit ausrotten zu können, die hätten das wahrscheinlich damals schon fertig gebracht

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