Frage von steinbocks, 55

Was ist das für eine Störung/Krankheit?

Hallo, ich habe schon seit längerem das Problem dass mir alles zu viel ist. Beispiele:
-Termin beim Arzt machen ist mir zu anstrengend
-mir was zu essen zu machen ist mir zu anstrengend
-Kleidung aussuchen was ich anziehen will ist mir zu anstrengend
-Post beantworten von öffentlichen Stellen oder Banken ist mir zu anstrengend
-meine Arbeit ist mir zu anstrengend

Es gibt noch tausende solcher Beispiele. Es handelt sich dabei nicht um Faulheit. Selbst für schöne Dinge habe ich oft keinen Nerv. Ich fühle mich permanent überfordert und ich komme innerlich nicht zur Ruhe. Ich fühle mich so getrieben, als würde jemand hinter mir stehen und mich zwingen mich um alles zu kümmern. Ich fühle mich als kann ich nicht richtig durchatmen weil mich alles erdrückt, der ganze Alltag. Es ist mir zu viel. Ich würde am liebsten abhauen, ganz weit weg. Das Gefühl ist so extrem dass ich schon bei sämtlichen Ärzten war, aber nix wird gefunden. Depressionen sind es nicht, da ich gerne lebe und gerne Zeit hätte für all die schönen Dinge, für Hobbys. Ich habe keine Fantasie mehr, bin nicht mehr kreativ. Ich fühle mich leer. Ich will das nicht. Hat jemand ein Tipp?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo steinbocks,

Schau mal bitte hier:
Leben Depression

Antwort
von AriZona04, 26

Es klingt wirklich sehr nach einer Depression. Depression heißt nicht unbedingt nur traurig. Auch Überforderung ist schon ein Symptom - habe ich mal gelesen. Es wundert mich, dass keine Depression bei Dir festgestellt wurde. Es erleichtert mich natürlich, aber es klingt seltsam. Ein Burn-Out wäre auch möglich, aber auch das hätten Ärzte festgestellt. Wenn Du nicht schon bei einem Arzt gewesen wärest, hätte ich es jetzt unbedingt vorgeschlagen. Vielleicht hilft eine Kur! Eine Auszeit mit viel Ruhe und wo für Dich gekocht wird und mit Gesprächen. Geh noch einmal zu einem anderen Arzt und erzähl genau die Symptome, die Du uns hier aufgezählt hast! Unternimm etwas, bevor es schlimmer wird!

Antwort
von Deepdelver, 14

Du könntest eine Depression haben, aber für Antriebslosigkeit gibt es auch andere Gründe, z.B. schlechte Schilddrüsenwerte oder hormonelle Störungen.

Geh mal zu deinem Hausarzt und schildere alles so, wie du es oben erzählt hast. Der wird dann deine Werte untersuchen usw.

Und wenn die in Ordnung sind, wird er dir sicher eine Überweisung zum Psychologen/Psychotherapeuten schreiben; die brauchst du dann nämlich auch!

Antwort
von klausjosef1955, 5

Ich gehe am ehesten mit Deepdelver in die gleiche Richtung. Es liest sich nach einer Depression, aber man muss zunächst eine organische Störung, z.B. Schilddrüse, ausschließen. Und dann würde ich eher nicht an Psychotherapie, sondern an Psychopharmakologie denken, verordnet von einem Facharzt für Psychiatrie. Vielleicht, so liest es sich. Erster Eindruck.

Antwort
von sternenmeer57, 31

Ich würde trotzdem sagen, daß es eine depressive Störung ist, da dir der tägliche Antrieb fehlt.


Antwort
von Virginia47, 6

Das klingt aber sehr wohl nach einer Depression. So erging es mir nämlich auch, als ich meine vorvorletzte Depression bekam. 

Und da kann ich nicht verstehen, dass die Ärzte das nicht erkannt haben. 

Entweder du hast ihnen was vorgemacht. Oder sie war inkompetent. 

Versuche weiter, einen geeigneten Arzt zu finden. Eine, der dir wirklich helfen kann. Denn normal ist das nicht. 

Und weglaufen ist auch keine Lösung. Abgesehen davon, dass du dich wahrscheinlich gar nicht dazu aufraffen könntest, diesen Schritt zu gehen. 

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