Frage von atoemlein, 63

Was ist das für ein Akku?

Gefunden in einer direkt am Stromnetz aufladbaren LED-Taschenlampe.

Offenbar 2 Zellen mit je zwei Platten, dazwischen triefend nasse "Watte". Das ganze in einem Plastikgehäuse. Gewichtsmässig leichter als erwartet.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von f1atlux, 41

Deine Neugier in allen Ehren, aber leg das mal an einen gut belüfteten Ort. Hier können allerlei "tolle" Flüssigkeiten drin sein.

Ich würde auf Blei-Vlies Akku tippen.

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektrik & Strom, 37

jedenfalls ist es kein litihum akku. der hätte nämlisch schon zu brennen begonnen, weil das litihum sofort mit dem sauerstoff reagiert hätte...

an sonsten kann ich mich meinen kollegen nur anschlißen. die flüssigkeit im inneren ist höchstwarscheinlich schwefelsäure. auf jedenfall dürfte sie nicht ungefährlich sein.

du solltest den arbeitsbereich gründlich mit viel wasser reinigen und die brocken in einer sicheren schale an die luft stellen und dann bei der schadstoffsammlung abgeben.

lg, Anna

Antwort
von atoemlein, 31

Danke euch allen.
Keine Sorge, ich war vorsichtig (elektrisch und chemisch verständig), aber sowas hatte ich noch nie gesehen.
In einem Billigprodukt, im Leerlauf hatte er noch 2,4 Volt. Das Gehäuse war dicht, aber ich konnte die beiden Gehäuseschalen von Hand ohne Gewalt oder Werkzeug trennen! Und raus kam dieses nasse "Geschlabber". Aufgrund der einen gräulichen Platte dacht ich auch zuerst an eine Art Bleiakku.

Sehr unüblich ein solcher Akku für solche Alltagsprodukte. Wahrscheinlich Schadstoffentsorgung auf asiatisch...
Auch die Lade"elektronik" höchst interessant bzw. primitiv: Nur eine paar Dioden und ein (Serie-)Kondensator.

Kommentar von torfmauke ,

Wer sich in China mit Waren versorgt, kann - besonders bei billigen Produkten - sein "blaues Wunder" erleben. Im Falle eines sich selbst zerlegenden Bleifließakkus kann das gehörige Schäden sowohl an der Gesundheit wie auch am Hab und Gut anrichten.

Nun sind zwar nicht alle Produkte aus Fernost schlecht, aber wenn der Preis in keiner Relation zum Wert der Ware steht, sollte man auf jeden Fall die Finger davon lassen.

"Made in China" ist nicht "Made in Germany" und eine Prüfung der Sicherheit und Anwendertauglichkeit ist in China unbekannt.

Kommentar von f1atlux ,

Wo hast du das denn gekauft? Direkt aus China oder im Laden? Nach meinem Rechtsverständnis bekommt der Importeur eins auf den Deckel, wenn er so etwas hier vertreibt.

Der nächste, der Taschenlampe etwas kräftiger in die Hand nimmt, hat dann Schwefelsäure in den Händen - das kanns doch echt nicht sein oO

Kommentar von atoemlein ,

Ich habe die nicht gekauft. Sondern im Firmen-Elektroschrott gefunden. Vermutlich von einem Mitarbeiter dort deponiert. Ich habe auch gestaunt, so ein Teil vorzufinden.
Ich kann noch nachforschen, ob das privat importiert wurde oder tatsächlich "offiziell".
Leider wird zigtausentonnenweise solcher Neuschrott importiert! Alle, die sich dafür interessieren, können das bestätigen. Sonst schaut mal systematsich solchen Geräten oder auch andern Artikeln "unter die Haube"! Die Konsumentenzeitschriften und -sendungen sind ja voll von solchen Skandälchen. Die Behörden sind überfordert oder nicht zuständig. Es lebe der "freie", globale, intransparente Welthandel...

Antwort
von Herb3472, 43

Das kann man ohne chemische Analyse nicht sagen. Die Flüssigkeit ist sicher irgend eine Säure, möglicherweise Schwefelsäure. VORSICHT ÄTZEND!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community