Ich hab letztens ein Mädel kennen gelernt, die auf so eine Schule geht, sie konnte mir aber überhaupt nicht erklären was das Besondere an dieser Schulform ist. Könnt ihr mir das erklären? Sie muss jeden Tag für einen Weg zwei Stunden mit dem Bus anreisen, da muss es doch Gründe für geben. Aber welche?

Tja ... das bedeutet, wie der Name schon sagt, eine evangelikal christliche Erziehung durch und durch. Jeder Lehrer einer solchen Schule muss sich zum christlichen Glauben bekennen. Und zwar nicht im Sinne eines normalen evangelischen Kuschelchristentums.
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Sondern wenn dann richtig nach dem Motto:
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Die Bibel hat immer recht.
Sollte die Bibel einmal nicht recht haben, tritt automatisch Satz 1 in Kraft.
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Konkret bedeutet das:
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Ganzheitliche Orientierung der Unterrichtsinhalte am Deutungsrahmen der Bibel.
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Theoretisch und streng genommen hieße das beispielsweise: Kreationismus wird gleichberechtigt unterrichtet neben der Evolutionstheorie.
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Mehr Infos hier unter dem Menüpunkt "Grundlagen und Ziele":
http://www.vebs-online.de/
Woher hast du denn das Wissen über diese Schuld holodeck? Ich hätte gesagt die Schule wird von der evangelischen Kirche finanziert, ein gewisser Anteil der Schüler muss christlich sein (nichtmal unbedingt evangelisch) und die Lehrer eben auch. Alles andere zu behaupten ist doch viel zu unsicher - und wenn da solch strenge Regel herrschten, wäre dem Mädchen doch sicher auch was eingefallen.
holodeck am 10. Mai 2009 02:15 Kommentiere doch bitte nächstes Mal bei meiner Antwort, dann bekomme ich das auch mit.
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Mein Link führt auf die Seite vom Verband Evangelischer Bekenntnisschulen.
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Allein das Wort "Bekenntnisschule" machte mich stutzig. Denn "bekennen" tun sich in der Regel nur - explizit mit dieser Wortwahl - evangelikale Fundamentalisten. Auf GF hier reichlichst vertreten.
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Geh auf diese Seite und mache Dich schlau. Wenn das Mädchen nicht darüber redet, hat das durchaus Methode ... versuche mal einem Fundi hier auf GF aus dem Kreuz zu leiern, er sei ein Freikirchler. Die werden immer nur sagen, sie seien Christ. Schluss.
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So, und damit auch jeder weiß, was der nachwachsenden Generation auf diesen Schulen blüht:
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Die christlichen Privatschulen sind Bekenntnisschulen, d.h. dass die Genehmigung der Schulbehörden aufgrund eines christlichen Bekenntnisses erteilt wurde....Die Bekenntnisbindung der Schulen verlangt eine geistliche Identifikation der Mitarbeiter mit der geistlichen Grundlage... In der Regel werden von Mitarbeitern jeweils eine persönliche Entscheidung für Jesus Christus, die bewusste Ausrichtung des Lebens als Nachfolge Jesu und die Anerkennung der Heiligen Schrift als unfehlbares Wort Gottes und seiner Autorität für Lehre und Leben erwartet. Auch, wenn die an der Stellenwerbung beteiligten Schulen eine evangelische oder freikirchliche Ausrichtung besitzen ..."
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Die Glaubensbasis wiederum ist das Bekenntnis der Evangelischen Allianz. Dieses lautet, kein Scherz, ist jetzt original reinkopiert:
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1. Die göttliche Inspiration, Autorität und Allgenugsamkeit der Heiligen Schriften.
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Allgenügsamkeit. Mehr als die Heilige Schrift brauchen die Kinder nicht. Punkt vier jedoch lasse man sich besonders genüssslich auf der Zunge zergehen:
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4. Die völlige Verderbtheit der menschlichen Natur infolge des Sündenfalls.
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Mir graut's. Und das ist staatlich genehmigt und obendrein vermutlich auch noch gefördert.
daddysdearest am 10. Mai 2009 11:37 Schade für Dich, dass Du das Evangelium nicht verstanden hast.
holodeck am 10. Mai 2009 13:10 Dass ich das anders verstehe als Du mag schon sein. Schade finde ich das allerdings nicht.
daddysdearest am 11. Mai 2009 14:00 Die grundlegenden Elemente verneinen nenne ich nicht anders verstehen.
holodeck am 11. Mai 2009 14:09 Dann schreibe das doch auch so.
Korrekt formuliert müsste Dein Kommentar also lauten:
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Schade für Dich, dass Du die grundlegenden Elemente des Evangeliums verneinst.
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Dann kann ich darauf antworten:
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Mag sein, dass ich das verneine, was Du als grundlegend bejahst.
Schade finde ich das allerdings nicht.
Zumal dies Ansichts- und Auslegungssache ist.
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daddysdearest am 11. Mai 2009 17:42 Ist Gott auch Ansichtssache? Oder ist nicht vielleicht, wenn Gott wirklich Gott ist, SEIN Standpunkt entscheidend?
holodeck am 11. Mai 2009 19:25 .
Ansichtssachen
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Ansichtssache:
Gott ist eine Person
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Ansichtssache:
Gott ist ein Konzept
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Ansichtssache:
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Gott ist Gott.
Menschen sind Menschen.
Gott steht über den Menschen.
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Menschen haben Standpunkte.
Gott hat keinen Standpunkt.
Gott ist überall und omnipräsent.
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Gott steht weit über menschlichen Standpunkten.
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holo ist ein Mensch.
daddy ist ein Mensch.
holo hat Standpunkte.
daddy hat Standpunkte.
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Gott steht darüber.
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ICH BIN der ICH BIN
Sind die Eltern vielleicht kirchlich sehr engagiert? Vermutlich gibt es dort eine reine Mädchenschule und sie haben mehr Religionsunterricht als an der normalen Schule

Es handelt sich um Schulen, die den aktuellen Werteverfall nicht mitmachen. Die ihre Schüler im Geist von Nächstenliebe erziehen. Nicht gesetzlich, wie holodeck glaubt. Da gilt ja offensichtlich: Was normal ist, bestimme ich.
holodeck am 10. Mai 2009 17:49 ooooh ... das "normal" kann ich durchaus zurücknehmen und ersetzen durch
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"das weitverbreitete gemeinhin als Evangelische Kirche Deutschland bezeichnete und unter Durchschnittsbürgern sowie -evangelen als größtenteils harmlos eingestufte Kuschelchristentum"
daddysdearest am 10. Mai 2009 18:02 Harmlos ist das richtige Wort. Verwässert, kraftlos und unverbindlich. Von den paar landeskirchlichen Gemeinden, die sich mit Recht evangelisch nennen können, weil sie das Evangelium noch kennen, mal abgesehen.
holodeck am 10. Mai 2009 18:08 Ich wusste doch, das würde Dir besser gefallen ;-))
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Servus
Deine völlig verderbte Natur aufgrund des Sündenfalls
holo
daddysdearest am 11. Mai 2009 14:01 Tut der Blick in den Spiegel so weh?
holodeck am 11. Mai 2009 14:10 Nö, denn ich habe einen anderen Spiegel.
daddysdearest am 11. Mai 2009 14:36 Ja, das stimmt wohl. Einen menschlichen Zerrspiegel wie so viele.
holodeck am 11. Mai 2009 17:10 Da gebe ich Dir sogar Recht.
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Ich behaupte keineswegs, frei von menschlichen und allzu menschlichen Fehlern zu sein.
Diese als Ego Denken und Wollen zu erkennen, anzunehmen, zu versöhnen und dann auch abzulegen wird mir eine vermutlich lebenslange tägliche Herausforderung sein.
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Es fiele mir noch nicht einmal Zacken aus der Krone, dies als "Sündenfall" zu deklarieren.
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Aber ... und hier scheiden sich unsere Geister ...
Metaphorisch!
Nicht faktisch.
Kuschelevangelisch.
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Bist Du denn frei von einem Zerrspiegel?
Ich denke, nicht.
daddysdearest am 11. Mai 2009 17:52 Kein Mensch ist frei von menschlichen Fehlern. Und die Arbeit daran ist wohl immer ein lebenslängliches Projekt. Ich frage mich aber ernsthaft, wie man das als etwas Metaphorisches betrachten kann. Denn unsere dunklen Seiten sind ja etwas sehr Konkretes - also müssen wir auch konkret damit umgehen.
Ob ich frei von einem Zerrspiegel bin? Wohl nicht - ich bin ja ein Mensch. Aber ich verweigere mich Gottes Sicht vom Menschen nicht. Weil ich glaube, dass er den besseren Überblick hat.
holodeck am 11. Mai 2009 19:32 Nicht die Fehler, dad.
Den Sündenfall.
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Der Sündenfall ist metaphorisch.
Kein historisches Ereignis.
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Eine Metapher für den EGO Verstand.
Eine Metapher dafür, wie das Mangeldenken in die Welt kam.
Jenes Mangeldenken, welches der EGO Antrieb für das immer schneller, höher, weiter ist.
Jenes Mageldenken, was aus drei Wörtern besteht: Haben, haben wollen, ich.
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daddysdearest am 12. Mai 2009 09:42 Das halte ich sogar durchaus für möglich. Das ändert aber nichts daran, dass es jeden von uns konkret betrifft.
holodeck am 12. Mai 2009 09:48 DAS stelle ich auch überhaupt nicht in Abrede.
Willkommen im Club
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;-))
daddysdearest am 12. Mai 2009 10:02 Schön :-))))
Auch auf einer solchen Schule darf man die eigene Meinung entwickeln und kundtun. Die Reli-Note fällt dann vielleicht schlechter aus, aber das kan eine starke Persönlichkeit (die es ja zu werden oder sein gilt) vertragen. Ich weiß jetzt leider nicht, wie man hier jemanden kommentiert, bin erst seit gestern angemeldet; also nur so viel: Ich muss das Evangelium dafür gar nicht verstanden haben, um zu wissen, wie eine solche Schule unterrichtet, denn darum geht es nicht. Und wie gut ich das verstanden hab, meine ich besser zu wissen, als du daddysdearest.
holodeck am 10. Mai 2009 14:27 Gut, kleine GF Nachhilfe ...
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Antworten kommentieren: Unter jeder Antwort sind in hellgrau die Links "Inhalt beanstanden" "Mail Nachricht bei Kommentar" und "Antwort kommentieren". Letzteren klickst Du an, um Deinen Senf zu einer Aussage hinzuzugeben.
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Wenn Dir eine Antwort gefällt, dann darfst Du auch ein Lob Däumchen vergeben. Rechts ist dafür ein kleiner blauer Button, den klickst Du an. Gehört irgendwie zum guten Ton, das dann auch zu tun.
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Zweitens und zur Ehrenrettung von daddy ... bezog sich ihr Kommentar auf mein Evangeliumsverständnis, nicht auf das Deine.
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Ciao
holo
daddysdearest am 10. Mai 2009 18:02 Du warst auch gar nicht gemeint.

In dieser Schule wird der christliche Glaube zugrunde gelegt. Es geht um gegenseitige Achtung und Respekt von Schülern untereinander und auch zwischen Lehrern,Schülern und Eltern.Diese Werte werden heutzutage leider nur noch wenig vermittelt. Es wird vieles miteinander zugunsten der Schüler und der Schule getan. Oft ist die Schüleranzahl pro Klasse geringer als auf anderen Schulen. Die Betreuung der Schüler während des Unterrichtes und die Vermittlung des Lehrstoffs ist dadurch effektiver. Es wird nach staatlichem Lehrplan unterrichtet. Die Lehrer sind motiviert und geben diese Motivation auch an die Schüler/innen weiter.Im Religionsunterricht wird altersgemäß auf die Bibel eingegangen. Mein Kind geht ohne Bauchweh zur Schule! Bei Fragen kann sich der Schüler/in jederzeit,auch nach der Schule an den entsprechenden Lehrer/in wenden.