
Also grundlegend: JEDES Messer wird irgendwann stumpf, auch ein gutes.
Wie schnell das passiert hängt vom verwendeten Stahl, der Verarbeitung (Wärmebehandlung), der Klingengeometrie, etc. ab.
Der Wetzstahl richtet nur den "Grat" auf. Das kann man sich so vorstellen, dass die enorm fein ausgeschliffene Schneide sich an manchen Stellen umlegt. Das Messer ist prinzipiell noch scharf, dadurch verliert es aber den "Biss". Durch den Wetzstahl, einen Lederriemen oder andere Methoden wird der Grat aufgerichtet und die Klinge schneidet wieder besser.
In Sachen Schleifstein oder Wasserstein kommt es auf das Produkt an. Da gibt es gute und schlechte Modelle. Für ein 10 Euro Messer lohnt natürlich kein Schleifset für 100 Euro.
Ich persönlich schärfe auf einem Wasserstein mit den Körnungen 1000/3000. Wenn man besonders feingeistig ist, kann man noch auf einem 6000er endpolieren, das ist aber eher für Liebhaber ;-)
Mit der 1000er Körnung bekommt man das abgestumpfte Messer schon sehr gut scharf, aber selbst mit 1000er Körnung ist das Ergebnis meistens schon feiner als billige Schleifsteine das hinbekommen.
Wenn man richtiggehende Scharten hat braucht man natürlich auch einen groben Stein um diese herauszbekommen ("Schruppstein").
Wenn du Freihand auf dem Stein schleifst ist das natürlich Übungssache, aber das lernt man relativ schnell.
Von guten messern sollte man grundsätzlich (!!!) mit elektrischen Schleifscheiben fern bleiben, weil zu hohe Wrämeentwicklung dabei eine gute Wärmebehandlung des Herstellers zunichte macht. Ebenfalls sollte grundsätzlich auf die Spülmaschine verzichtet werden.

Hallo, es kommt doch auf den Zustand des Messers an. Wenn die Schneide des Messers so weit eingekerbt ist, dann muß erst mal der Schleifstein, möglichst mit Wasser ran. Dann nimmt man den Wetzstahl, um den Schleifgrad zu entfernen. Liebe Grüße Bherka
also nur zum schärfen ist der Wetzstahl warscheinlich doch das beste wenn man die Technik richtig raus hat, Danke
Alles drei funktioniert, es ist nur eine Frage der Technik.

„Schärfen“ können alle drei ein Messer. Das kommt auf Dein handwerkliches Geschick an.
Wetzstahl ist meistens das beste, aber es kommt auch auf das Messer an, ein richtig teures sollte man am besten schleifen LASSEN.

Mit dem Wetzstahl klappts am Besten. Das sollte man aber nicht falsch machen...
Ein richtiges Messer wird aber nicht stumpf.

Ich tue es mit dem Wetzstahl und meine Messer sind alle scharf, sehr scharf!
Schärfe ist relativ, mach mal den www.tomatentest.de
Biancaurbia und Leonardo haben es schon ziemlich gut beschrieben. Ich finde allerdings, dass ein elektrischer Messerschärfer - richtig eingesetzt - eine Messerklinge nicht unbedingt so sehr erwärmen muß, dass sie dadurch leidet.
Messer werden mit einem Schleifstein (Wasserstein ist auch ein Schleifstein) geschärft und mit einem Wetzstahl im Rahmen der Möglichkeiten scharf gehalten.
Wenn Du ein stumpfes Messer hast, wird Dir ein Wetzstahl niemals die Schärfe zurückbringen können, da Du einiges an Material abtragen musst, damit die Schneide sich wieder linienförmig trifft.
Japanische Wassersteine sind hervorragend vom Gefüge her, da sie sehr gleichmäßige Körnungen besitzen. Sie sind allerdings weich gebunden, tragen dadurch mehr Material ab und verschleissen jedoch schneller als hart gebundene Steine. Daher müssen sie ab und zu abgerichtet (eben geschliffen) werden. King stellt gute Wassersteine her Da gibt es Schleifsetempfehlungen mit japanischen Wassersteinen: http://www.messer-machen.de/schleifset.html
Europäische Schleifsteine sind härter gebunden als japanische, es ist schwieriger richtig gute Schleifsteine zu finden, die ein feines Gefüge und nicht zuviel Bindemittel haben, sonst ist das Schleifen kein Genuss. Zische macht ein paar davon Missarka genannt. Die Bezugsquellen sind auch oben im Link drin.
Nach dem Schleifen solltest Du unbedingt noch auf einem Lederriemen, mit ganz wenig Polierpaste behandelt, das Messer abziehen. Dadurch wird der Restgrat entfernt, das vergessen viele beim Schleifen obwohl es mit der entscheidende Abschlussschritt ist (Wenn man im Auto eine teure Alarmanlage hat, macht es ja auch keinen Sinn, das Auto offen und den Schlüssel stecken zu lassen ;-). )
Auf der Homepage oben wird in einem Unterlink dann das Schleifen und Abziehen genauer erläutert.
Viele Grüße, Leo.
Völlig egal was Du nimmst, der Winkel, mit dem geschliffen wird ist das entscheidende!
Wird hier im Video bestätigt: http://www.kochmesser.de/video-anleitung-messer-schleifen.html