Frage von dominik222, 196

Was ist besser Spiegelreflexkamera oder eine Kamera ohne Spiegel?

Wo liegen die Unterschiede, abgesehen davon, dass die eine keinen Spiegel hat, zwischen den Kameras und was ist besser ?

Antwort
von MetalMaik, 112

Kann man so nicht sagen, die Bildqualität z.B. hat ja nichts damit zu tun, ob die Kamera einen Spiegel hat oder nicht, neben dem verwendeten Objektiv ist da vor allem der Bildsensor der Kamera und seine Größe entscheidend. Umso größer der Sensor, umso mehr Licht kommt auf die einzelnen Pixel. 

Den größten Sensor (und damit auch die beste Bildqualität) haben die Mittelformatkameras (die sich aber kaum ein Hobby Fotograf leisten kann, außerdem sind sie nicht unbedingt für jede Fotografierichtung geieignet), gefolgt von Kameras mit Vollformat und APS-C Sensor.

Zu den Vollformatkameras mit der besten Bildqualität zählt z.B. die spiegellose Sony A7 Reihe, an deren Auflösung und Schärfe reichen die meisten derzeitigen DSLRs nicht heran.

Bisher fotografiere ich auch noch mit Spiegelreflexkameras von Canon (EOS 6D und EOS 70D), aber so wie die spiegellosen Kameras sich derzeit entwickeln, kann es gut sein, dass meine nächste Kamera eine Spiegellose wird. Ich betreibe hauptsächlich Natur- und Landschaftsfotografie und gerade auf diesem Gebiet haben die Sonys einiges zu bieten, was mich über einen Wechsel nachdenken läßt. Klasse finde ich auch, dass ich bei den Sony A7 Kameras, mit Adapter, so ziemlich alle Objektive benutzen kann und dass die neuen Modelle aus der A7 II Reihe alle einen eingebauten Bildstabilisator haben.

Ich denke, dass die spiegellosen da in Zukunft immer mehr aufholen werden, dass der Spiegel wegfällt hat ja eigentlich nur Vorteile (z.B. weniger Gewicht, besserer Live view Autofokus, weniger Mechanik, die kaputt gehen kann, ...).

Ich schleppe immer ziemlich viel Fotoequipment mit mir rum und hätte ganz sicher nichts dagegen, wenn das alles ein bisschen leichter wird ;-) Das Wichtigste an einer Kamera ist mir jedenfalls die Bildqualität, danach folgen Dinge wie Bedienbarkeit, Autofokus, Geschwindigkeit, usw. .

Naja zumindest in die nächsten zwei Jahre wollte ich mir noch keine neue Kamera zulegen und dann werde ich mal schauen, was bis dahin auf dem Markt ist. Vielleicht wird es dann ja eine Spiegellose (kommt halt darauf an, welche Kamera besser zu mir und zu dem was ich fotografiere passt).

So zum Abschluss hier noch ein Bild von mir (mit Spiegel) ;-)

Antwort
von Eriiika, 85

Hey,

wie bereits mehrfach erähnt, hängt es davon ab, was du mit deiner Kamera fotografieren willst - und mit Sicherheit auch, welchen Anspruch du an die Bildqualität hast...

Ich sebst habe mich für eine Spiegelreflexkamera entschieden, weil ich dabei auch Objektive austauschen kann und ich außerdem das Gefühl diese Kamera in der Hand zu halten schon super finde =D
Ich muss aber sagen, man muss sich auch damit auskennen und anfangs auch damit auseinandersetzen, um die Kamera kennezulernen und die ganzen Funktionen auch nutzen zu können.

Aber vielleicht hilft es dir ja, wenn du hier mal vorbeischaust:

http://www.office-discount.de/bueroartikel-ratgeber/technik/kameras/

In diesem Ratgeber sind die verschiedenen Kameras beschrieben. Und du erfährst außerdem, wie diese augestattet sind und für welchen Einsatz sich diese am besten eignen. Hier könntest du also die Antwort auf deine Frage finden ;-)

Kommentar von BurkeUndCo ,

Fast richtige Antwort.

Natürlich ist es ab einem gewissen Anspruch an das Fotografieren sinnvoll (praktisch unvermeidlich) sich eine Systemkamera zu kaufen, bei der die Objektive je nach Aufgabe gewechselt werden können. Und die durch verschiedenes Zubehör an die fotografische Aufgabe angepasst werden kann.

Aber das ist mit und ohne Spiegel in gleicher Weise möglich.

Antwort
von alexbeckphoto, 62

Der Haupt-Unterschied ist, dass du bei einer DSLR (mit Spiegel) ein Real-Bild durch den Sucher siehst. Du blickst also direkt durch das Objektiv. 

Bei einer Spiegellosen Kamera muss das Bild auf einem elektronischen Display angezeigt werden, was einen Vorteil aber auch viele Nachteile hat.

Der Vorteil ist, dass du bei Dauerlicht im Display eine "in etwa" Vorschau des gemachten Bildes siehst.

Die Nachteile sind, dass das eben nur bei Dauerlicht und auch nur bei ausreichend hellem Licht funktioniert. Wenn du blitzt kannst du da natürlich keine Vorschau sehen. Wenn du wenig Licht hast und dein Bild aufblitzt siehst du auf einem elektronischen Sucher kaum was und was du siehst ist verrauscht und träge. Das ist auch ein genereller Nachteil des elektronischen Suchers: Die Bildqualität. Du kannst die Schärfe nur schwer beurteilen, manuelles Scharfstellen oder auch gezieltes Spiel mit Schärfe/Unschärfe wird erschwert bis unmöglich. Bei einem optischen Sucher durch einen Spiegel hast du ein wunderbar klares Bild und kannst immer alles wunderbar erkennen. Du hast da auch keinerlei Verzögerungen, Rauschen oder sonst was und auch wenn es stockdunkel ist kannst du durch einen optischen Sucher immer noch was sehen.

Antwort
von Ruedisch, 100

Das kann man so pauschal nicht sagen. 
Es gibt natürlich viele gute Spiegelreflexkameras. 
Aber inzwischen gibt es auch immer mehr Digitalkameras, die keinen Spiegel mehr eingebaut haben (sogenannte Mirrorless Cameras). 

Die sind genau so gut wie Spiegelreflexkameras, wiegen aber weniger und sind kompakter. 

Antwort
von Skinman, 44

Sobald sie einmal ausgereift sind, werden Spiegellose in jeder Hinsicht besser sein. Aber ich schätze, das dauert noch ein Jahr oder so.

http://blog.mingthein.com/2015/11/03/how-to-design-mirrorless-right/

Antwort
von thlu1, 72

Die Frage ist wirklich nicht leicht zu beantworten. Im Prinzip hängt es davon ab, was du mit der Kamera machen willst. Ich habe mich z.B. für eine recht hochwertige Kompaktkamera entschieden. Folgende Kriterien waren mir wichtig. Sie sollte ein gutes Objektiv haben, womit ich einerseits im Makrobereich arbeiten kann, aber auch einen ausreichenden Telebereich haben. Was mir ganz wichtig war, dass ich nicht zu viel schleppen muss, weil ich eben gerne wandere und Rad fahre, deshalb war der Objektivwechsel für mich eher hinderlich. Aber, alle Kompaktkameras haben Grenzen. Wenn ich in einem Naturbeobachtungsstand stehe, reicht mein Objektiv nicht mehr aus. Hierfür musste ich mir einen Telekonverter kaufen. Auch der Autofokus hat Grenzen und die Manuellfunktionen sind eigentlich nur für den Gelegenheitsgebrauch. Hier klarer Vorteil der Spiegelreflexkamera. Ich bin zwar recht zufrieden, aber es gibt Bereiche, da würde ich auch tauschen.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Deine Antwort beschreibt mehr den Unterschied zwischen Kompakt-Kamera und großer Vollformat-Spiegelreflexkamera.

(semi-) professuonelle Fotografen arbeiten mit Systemkameras mit der Möglichkeit die Objektive zu wechseln.

Ob dann eine solche Systemkamera mit oder ohne Spiegel arbeitet, das ist relativ egal.

Kommentar von thlu1 ,

Vielleicht zwei Anmerkungen dazu: 1. Ich würde es zu gerne mal auf einen Test hinaus laufen lassen, ob man anhand der Bilder tatsächlich erkennt, mit was für einer Kamera das Bild gemacht worden ist. 2. Ich habe ja erwähnt, dass aus meiner Sicht die Frage wichtiger ist, was ich mit meiner Kamera machen will. Nicht jeder der fotografiert, muss gleich den Anspruch eines Vollprofis erfüllen und kann dennoch qualitativ hochwertige Bilder machen. Das schließt sich für mich nicht aus.

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 85

Ohne Spiegel sind sie vorallem kleiner und handlicher und du kannst bei denn Neueren besser über das Display fokusieren, die mit Spiegel haben da nur nen Kontrastautofokus. Schaust Du bei wenig Licht durch einen Sucher mit Spiegel kanns passieren das Du nichts mehr siehst, bei der ohne Spiegel siehst Du noch was, es ist aber stark verrauscht. Nachteil bei denen ohne Spiegel ist einfach entweder kleinere Sensorgrößen oder aber viel teurere neue Objektive. Dafür kann man bei denen ohne Spiegel so ziemlich alles per Adapter dranschrauen was es an Objektiven gibt. Nachteil mit Spiegel, beim Auslösen kann der Spiegelschlag die ganze Kamera verwackeln. Nachteil ohne Spiegel, es fehlt irgendwie das Gegengewicht, wenn man besonders große Objektive auf einem Stativ befestigt hat. usw...

Lässt man den Preis mal ausser acht, gibt es keinen Unterschied mehr zw Spiegellosen und welchen mit, was die Bildqualität anbelangt.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Leider eine Antwort, die in vielen Punkten fehlerhaft ist.

Gute Systemkameras ohne Spiegel haben einen guten elektronischen Sucher, echte Fotografen mit zumindest senmi-professionellem Anspruch ziehen den Sucher jedem Mattsscheibendisplay vor.

Spiegelreflexkameras arbeiten meist mit Phase-Autofokus. Der bessere Kontrast-Autofokus wurde zuerst bei den spiegellosen Systemkameras realisiert. Der ist zwar von der Schärfe besser, war aber früher langsamer. Da die Kamera-Elektronik aber immer schneller wird, ist der Kontrast-Autofokus heute auch mehr als schnell genug.

Kommentar von nextreme ,

Ich suche jetzt nicht lang nach deinen Fehlern. Aber Kameras wie die A6000 haben einen PhasenAF bereits im eigentlichen Bildsensor integriert, genau das macht sie so schnell. Der Phasenautofokus läuft im übrigen nicht, sobald der Spiegel hochklappt zB beim Videodrehen. Da gehts auch bei einer DSLR im Kontrastmodus weiter. Und was heißt hier "echte Fotografen"? Es gibt genügend Profis die eine A7 einer Canikon inzwischen vorziehen, eben weils keinen Spiegel braucht, um Fotos zu machen.

Antwort
von OtmarBasan, 56

Die Tendenz geht immer mehr zu den Spiegellosen. Die Vorteile: Man sieht viele Zusatzinformationen im Bild, die bei Spiegelreflexkameras nicht dargestellt werden können. Und es gibt bei der Auslösung keine Erschütterung. Und sie sind wesentlich kompakter und leichter.

Achja: Die neuesten Spiegellosen können mit dem Smartphone komfortabel fernbedient werden.

Nachteil unter Anderem: Höherer Energieverbrauch, der aber durch leistungsfähigere Akkus ausgeglichen werden kann.

Achte beim Kauf einer Spiegellosen aber bitte darauf, dass sie einen Sucher hat! Bei hellem Sonnenschein sieht man auf dem Display nichts.

Kommentar von alexbeckphoto ,

Die Vorteile: Man sieht viele Zusatzinformationen im Bild, die bei Spiegelreflexkameras nicht dargestellt werden können.

??? welche denn???

Kommentar von OtmarBasan ,

Wasserwaage, Histogramm, Schärfemarkierungen, Tonaussteuerung, über- und unterbelichtete Stellen, Stilfilter.

Kommentar von alexbeckphoto ,

Wasserwaage

unnütz

Histogramm

auch bei DSLR auf Display

Schärfemarkierungen

braucht man nur weil bei spiegellosen keine anständige Beurteilung der Schärfe wegen der schlechten Qualität eines digitalen Suchers möglich ist. Bei einer DSLR unnötig

Tonaussteuerung, über- und unterbelichtete Stellen,

auch bei DSLR auf Display

Stilfilter

keine "Zusatzinformation", zudem unnütz und sogar kontra-produktiv

Expertenantwort
von mbauer588, Community-Experte für Fotografie, Kamera, Spiegelreflexkamera, ..., 56

Die Spiegelreflex hat einen optische Sucher, der verzögerungsfrei arbeitet, nicht rauscht und nicht die Augen übermaß anstrengt und der auch immerwieder das Motiv aufblitzen lässt bei Serienbildern.

Die spiegellosen haben elekr. Sucher, die flimmern, laggen, rauschen und die Augen mehr anstrengen. Bei Serienbildern bleiben Sie komplett Schwarz was sinnvolle Verfolgung des Motives unmöglich macht. Dafür sieht man im elektr. Sucher das Bild wie es aussehen würde wenn man es aufnimmt und darüber hinaus kann man in EVF einige Dinge wie Histogramm, etc. als Hilfen einblenden. Weiters gibt es entweder Fokuspeaking, die Möglichkeit das Sucherbild einzuzoomen oder beides als Helfer für manuelles fokussieren.

Antwort
von thlu1, 37

Hier vielleicht noch einmal ein Beispiel, was mit einer Kompaktkamera möglich ist.

Den Rest hatte ich ja vorhin schon beschrieben.


Antwort
von Nick7, 89

Du meinst Siegelreflex oder Digital Kamera oder?

Kommentar von dominik222 ,

Ja sorry ^^

Kommentar von MetalMaik ,

Die aktuellen Spiegelreflexkameras sind auch Digitalkameras. Digitalkamera ist nur ein Oberbegriff für alle Kameras, die ihre Bilder digital speichern. Er meint Spiegelreflex- oder spiegelose Kameras (DSLR oder DSLM).

Antwort
von BurkeUndCo, 27

Da gibt es kein Besser.

Die Qualität hängt von der Elektronik, dem Digitalen-Sensorchip, der internen Bildverarbeitung und der Belichtungssteuerung ab.

Und naatürlich (sehr viel stärker) von der Qualität der verwendeten Objektive.

Und Spiegel? Schadel bei der Spiegelreflex-Kamera nicht, denn beim Fotografieren wird er ja aus dem Strahlengang weg geklappt. Hat aber heute auch keinen echten Vorteil und damit keine Daseinsberechtigung mehr.

Antwort
von 01Knight, 65

der unterschied ligt dabei das eine spiegel reflex besser farben erkennt

Kommentar von MetalMaik ,

Wie kommst du auf diese Behauptung ?

Kommentar von BurkeUndCo ,

Woher kommt dieser Unsinn? Der digitale Detektrorchip ist dafür relevanzt und der kann sowohl in einer Systemkamera mit (DSLR) oder ohne Spiegel eingebaut sein.

Antwort
von Robson123, 72

Spiegelreflexkamera macht bessere Fotos.

Kommentar von MetalMaik ,

Das ist Blödsinn, die Bildqualität hat nichts damit zu tun ob die Kamera einen Spiegel hat oder nicht, sondern liegt hauptsächlich an dem Sensor, der in der Kamera verbaut, der Größe des Sensors und natürlich am verwendeten Objektiv. Die Sony A7 Reihe ist z.B. spiegellos und hat einen Vollformatsenser mit einer Bildqualität, die fast allen gängigen Spiegelreflexkameras überlegen ist. Ich selbst fotografiere bis jetzt zwar auch noch mit Canon Spiegelreflex Kameras (EOS 6D und EOS 70D), aber so wie die spiegellosen Kameras sich derzeit entwickeln, kann es gut sein, das meine nächste Kamera auch eine ohne Spiegel wird, vor allem die Sony A7R II hat da einiges zu bieten, was mich über einen Wechsel nachdenken läßt.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Korrekt. Es gibt gute Systemkameras mit und ohne Spiegel. Wobei die Systeme ohne Spiegel das neuere und technisch prinzipiell bessere Systemkonzept ist.

Antwort
von Psychoitakka, 80

Mit ist besser

Kommentar von dominik222 ,

Danke für die Antwort aber würde mich über eine Begründung freuen :)

Kommentar von BurkeUndCo ,

Und für was braucht ein Fotograf heute noch einen Spiegel.

Im Gegensatz zum analogen Film, der nur einmal belichtet werden konnte, und den Fotograf dazu zwang über den Spiegel anzuschauen, was der Film beim Belichten sehen wird, kann der digitale Detektorchip mehrfach ausgelesen werden und direkt zeigen, wie das Bild aussehen wird, wenn es abgespeichert wird.

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