Frage von zuFrieden24, 92

Was ist bei meiner Israelreise nach Tel Aviv und Jerusalem alles zu beachten?

Flieg zum Ersten mal nach Israel, hat schon jemand Erfahrung und kann mir weiterhelfen ?

Antwort
von Hardware02, 66

Zu beachten ist, dass du wirklich die empfohlenen drei Stunden vorher am Flughafen sein solltest. Ich habe die Zeit beim Hinflug und auch beim Rückflug gebraucht und musste nicht mehr lange auf meinen Flieger warten!

Falls du weiblich bist: Nimm etwas langärmliges mit, z.B. eine dünne Bluse oder eine Weste. Sonst darfst du nicht zur Klagemauer und auf den Tempelberg. 

Fallls du männlich bist: Nimm entweder eine Kopfbedeckung mit oder besorg dir vor Ort eine (Papier-)Kippa. Die musst du z.B. in der Synagoge aufsetzen, oder auch an der Klagemauer. An jüdischen religiösen Stellen eben. 

Generell solltest du dich so kleiden, dass du auch jederzeit eine Kirche betreten kannst, d.h. kein kurzer Rock/Hose und so. Denn du wirst vermutlich einige der berühmten Kirchen besichtigen wollen.

In Jerusalem gibt es eine Straßenbahn. In Tel Aviv leider nur Busse. Ich musste fragen, wo mein Bus zurück zum Hotel abfährt, da die Bushaltestelle für die Rückfahrt leider nicht genau von derjenigen war, an der ich ausgestiegen bin. 

Na ja, ansonsten viel Spaß!

Antwort
von terrial, 43

Es ist alles so wie hier, bis auf die Schrift. Zwar sprechen die meisten Leute Englisch, aber die meisten Beschriftungen sind nur in Hebräisch, vor allem ist das blöd bei den Bussen. Man sollte daher zumindest die 22 Buchstaben kennen, damit man weiß, wohin der Bus fährt oder an welcher Haltestelle man aussteigen muss. Auch in Restaurants und Imbissen ist oft alles nur auf Hebräisch.

Der Umgangston ist in Israel extrem unfreundlich. Witziger Weise meinen die Leute es aber nicht böse, es eben Teil der jüdischen Kultur, Fremde nicht zu grüßen, egal ob auf einem einsamen Wanderweg oder wenn man als Kunde ein Geschäft betritt. Das ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

In Tel-Aviv gibt es städtische Mietfahrräder. Die sind wirklich sehr praktisch, weil es alle paar Meter Vermietstationen gibt und man außer der Grundgebühr von ca. 5 Euro pro Tag jeweils die ersten 30 Minuten gratis bekommt. Dann 10 Minuten warten und die nächsten 30 Minuten sind wieder gratis usw.  Man braucht nur eine Kreditkarte. Helm nicht vergessen!

Wegen der Sicherheit braucht man sich keine Gedanken zu machen. Es gibt zwar vereinzelt die Attacken, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man überhaupt und erst recht als Tourist davon betroffen wird, ist ziemlich gering.

Ein Besuch des Westjordanlands ist ebenfalls sicher, aber es kann passieren, dass die Übergänge plötzlich geschlossen werden und man dann dort erstmal festsitzt.

Antwort
von Handaufleger, 38

Shalom,

ist ein alltäglicher Gruß in Israel oder einfachnur "Hey".

Tel Aviv ist die westlichste Stadt Israels, d.h. man achtet nicht besonders oder gar nicht auf den Shabat = Freitag nach Sonnenuntergang bis Sonntagabend. Viel Party, viele junge Ledute am Strand und in den Cafés und Bisktros. Viele Hotel-Hochhäuser mit direkter Strandlage.

 

Jerusalem, wie Rom, auf 7 Hügeln erbaut, Stadt nahezu aller Religionen. Araber und Christen streiten sich seit langem um den Tempelberg als Allerheiligstes. Die Moschee dort kann jeder besuchen, man zeigt den Hufabruck des Pferdes von Mohammed, als er zum Himmel ritt.

Die Klagemauer ist für die Juden außerst wichtig, da es sich um die Reste des alten Tempels handelt. Frauen mit Schal auf dem Kopf, Männer mit Kipa (muss man vor Ort leihen) Frauen nach rechts, Männer nach links. Geh zur Klagemauer, beobachte alles um dich herum! Alle Mauerspalten sind gefüllt mit kleinen Zettelchen, auf denen Wünsche und Gebete an Gott gerichtet sind, auch Fürbitten.Auch Du kannst Bitten dort hinterlassen. Sie werden nachts eingesammelt und beerdigt. 

Ganz links kannst Mann in die alte Bibliothek gehen. Dort sind die Gelehrten und lesen laut ihre Bibel, haben kleine Gebetshütchen auf dem Kopf und schwarze Lederrimen zum Kasteien an den Unterarmen.

Du tauchst für eine kurze Weile tief in die Vergangenheit ein, lass Dich einfach treiben und glaube ja nicht, es wäre dort still. Da geht richtig die Post ab. Un über allem wacht die Polizei und die Scharfschützen. Bitte keine große Tasche, Rucksack etc. mitbringen - alles wird untersucht und durchleuchtet - wie am Flugplatz, denn Sicherheit ist alles.

Dann gibt es noch den Stadtteil der Ultraorthodoxen, also derjenigen Juden, die nicht an den heutigen Staat Israel glauben, nicht zum Wehrdienst gehen, nicht arbeiten, aber vom Staat versorgt werden. Du erkennst sie an den seitlichen Löckchen, den langen schwarzen Mänteln, den Hüten. Alles ist schwarz und sie beten dauernd laut vor sich hin. Durch diesen Stadtteil verläuft eine Ringstraße Jerusalems. Rechts und links versperren grüne Tücher den Einblick in das dortige Leben.

Jerusalem wird auch die "weiße Stadt" genannt, da viele Gebäude aus dem Jerusalem-Sandstein erbaut sind.

Besuche - ganz wichtig - JAD VASHEM - das nationale Denkmal an die im Holocaust ermordeten Juden.

Dann musst Du natürlich den Garten Getsemaneh, die Grabeskirche, die Via Dolorosa besuchen . Falls es möglich ist, fahr rüber nach Bethlehem (jetzt in der arabischen Zone - Pass - Grenze - viel Militär und besuche die stelle, an der Jesus geboren wurde. heute eine Wehrkirche.

Was sonst noch? Kauf Dir einen Reiseführer und lies alles nach.

P.S.: ich war während der 1. und 2. Intifada in Jerusalem und dem restlichen Israel. Sei unbesorgt, man kümmert sich um dich.

 

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