Frage von Jules394, 61

Was ist bei Borderline-Patienten wichtig?

Worauf muss man da achten?

Eher viele Freiheiten lassen oder viele Regeln und strenge Struktur? Eher viel Aufmerksamkeit geben oder wenig? Bei falschem Verhalten bestrafen oder bei richtigem belohnen (oder beides oder keins davon)? Eher viel unter die Arme greifen, wenn er/sie etwas nicht schafft oder allein so lange probieren lassen, bis er/sie um Hilfe fragt? Bei Wutausbrüchen eher beruhigen und gut zusprechen oder Patient allein lassen/ignorieren?

Antwort
von Seanna, 35

Was ist denn deine Aufgabe? Pflege, Therapie, Gruppe, Ergo ..?

Und warum hast du scheinbar keinerlei Ausbildung für den Job? Gibt es keinen Mentor?!

Generalisieren lässt sich das nicht. Wie du wissen solltest, ist eine Persönlichkeitsstörung keine Störung der Persönlichkeit und so hat auch jeder Borderliner noch ne eigene Persönlichkeit mit eigenen Vorstellungen, Werten, Macken, Bedürfnissen... Und jeder Borderliner hat auch mit anderen Dingen zu kämpfen.

Manche mit Grenzen, manche mit Beziehungen, manche mit Schuld, Scham, Verantwortung usw.

Dementsprechend muss man auch auf jeden individuell reagieren und eingehen.

Sorry - Patentrezept is nich.

Sonst müsste man ja auch alles die Therapeuten und Ärzte nicht so gut bezahlen wenn es so einfach wäre. Dann könnte das ja jeder Idiot lernen.

Antwort
von Busverpasser, 37

Also Borderline hab ich zwar hoffentlich nicht, aber mit Wutausbrüchen kenn ich mich aus. Wenn ich mal einen hab (nicht körperlich, fluche dann nur so vor mich hin oder hau mal vor die Wand) dann darf sich da keiner Einmischen, sonst lenkt er die Wut auf sich... :-D Den Fehler machte meine Mutter früher immer, zum Glück hat sie es mir nicht übel genommen.

Was die Bestrafung angeht, man sollte sicher nicht alles durchgehen lassen, aber auch nicht zu hart sein. Borderliner sind oft recht depressiv und innerlich angespannt. Die Selbstmordrate bei dieser Patientengruppe liegt wohl bei 16 Prozent, als fast jeder 7.! Ansonsten Verständnis und professionelle Hilfe... ;-)

Ach ja und oft wird z.B .ADHS mit Borderline verwechselt und diese Patienten bekommen dann die falsche Behandlung. Bei Zweifel kann eine Zweitmeinung nichts schaden... ;-)

P.S. ...Struktur in gewissem Maße kann nie schaden ...

Antwort
von schokocrossie91, 26

Das lässt sich unmöglich pauschal beantworten. Auch mit einer Diagnose ist man immer noch ein individueller Mensch.

Antwort
von Ostsee1982, 15

Mal bist du asexuell und hast eine Angststörung, dann hast du einen Windelfetisch, mal hast du Borderline dann vermutest du Asperger Autismus, selbstverletzendes Verhalten etc.pp.

Ich denke nicht, dass du einen Rat dazu brauchst was bei einem Borderline Patienten wichtig ist sondern eine intensive Psychotherapie.

Antwort
von LittleMistery, 40

Das ist bei jedem anders. Es gibt keine Regeln die man bei jedem anwenden kann. Man muss sich erstmal die Person angucken, wie sie sich verhält, reagiert usw. Bei falschem Verhalten bestrafen könnte nach hinten losgehen, das würde ich also nicht raten. Wutausbrüche inwiefern? Körperlich, wörtlich oder beides?

Kommentar von Jules394 ,

Beides, aber eher Schreien und fluchen

Kommentar von LittleMistery ,

Hilfreich ist es die Vorwürfe auf keinen Fall (zu) ernst zu nehmen und auch der Person selbst keine Vorwürfe zu machen.

Antwort
von Caila, 23

Sorry aber was erwartest du jetzt?  Ein Patenrezept wie man mit Borderlinern umgeht? 

SOwas gibt es nicht, gibt es für kein lebendes Wesen. 

Jeder Borderliner ist vor allem auch ein ganz individueller Mensch. 

Und auf all deine Fragen gibt es kein entweder oder.  sondern ein "Bei der person so und bei der so, aber manchmal auch so. "

etc

Du sprichst von Patienten?  Wie hast du mit Borderline-patienten zu tun? 

Den wenn du beruflich damit zu tun hättest, würdest du hier sowas nicht fragen. 

Übrigends selbst herumdoktorn ist nicht.  Bringt rein gar nichts.

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