Frage von verityfabi, 135

Was ist an der winterpause so toll?

Also... Ich habe von vielen Reitern gehört das deren pferde im Winter eine winterpause haben also halt über Winter nicht geritten werden. Ja klar ist es irgendwie Auch gut für einen und fürs pferd aber was ist der Sinn der Sache? Solange kein Glatteis auf dem platz ist oder es nicht von heute auf morgen in den minus grad Bereich geht kann man doch weiter reiten oder ? 😂 Also in meiner Reitschule sind wir trozdem geritten und wenn das pferd im Winter fit ist seh ich da jetzt nichts logisches dran oder gibt es da was besonderes warum man das macht?

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 23

Es gibt eine ganze Reihe von Schönwetterreitern, die sich im Winter einfach nicht aufraffen können und wollen. Zu kalt, zu nass, zu ungemütlich, zu dunkel, zu matschig....

Bei manchen ist es auch tatsächlich schlichtweg nicht möglich, zu reiten, weil es in der dunklen Jahreszeit bei ihnen weder beleuchtete Plätze, noch beleuchtete Waldwege, geschweige denn Reithallen gibt. Und je nach Felldichte und Länge kann man unter Umständen länger trockenreiten als reiten. 

Das alles sorgt dann dafür, dass Reiter Winterpausen einlegen.

Aber es gibt das auch in Bezug aufs Training bei vielen Turnierreitern, die ihre Pferde zwar gymnastizieren und weiterreiten, aber eben für 2,3 Monate keine Turniere gehen, nicht springen, keine Aufgaben reiten und auch bei den Pferden mal ein wenig die Seele baumeln lassen. Das ist auch eine Art Winterpause - allerdings fürs Pferd und nicht für den Reiter, der muss trotzdem bei jedem Wetter seinen Po zum Stall bewegen und sich kümmern.

Von der totalen Winterpause fürs Pferd halte ich nichts. Das ist in meinen Augen Faulheit des Reiters. Wenn ich ein Pferd so komplett raus aus dem Training nehme, ist das schlecht für Kondition, Muskulatur und Entwicklung. Mein Wallach wird im Winter nicht geschoren und trotzdem komplett gearbeitet - ja, da muss ich manches Mal lange trockenreiten und zusätzlich auch noch das Solarium nutzen, damit er nicht feucht in seine Box geht, aber das ist für mich und ihn Ok. 

Der Winter ist sicherlich nicht meine liebste Jahreszeit, aber dann muss ich mir halt selber in den Allerwertesten treten und mich aufraffen. Das Pferd sich selbst überlassen, weil ich nicht gerne friere und Matschfüße bekomme, wäre keine Option für mich.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 18

Unregelmäßiges reiten tut dm pferd nicht do gut. Wenn man im Winter nicht regelmäßig reiten kann oder will, ist es oft besser, es eine Weile ganz sein zu lassen.

Eventuell hat es aber auch oft mehr Nutzen, sich die winterlichen Mühen zu sparen,   für den Pferdebesitzer als für das Pferd - und letzterem schadet es ja meist ja zumindest nicht, sofern es anderweitig genügend Bewegung hat.

Wobei auch Sportpferde, die in der Turniersaison Höchstleistungen vollbringen, sicher eine Pause sehr gut brauchen können.

Antwort
von Saskia191, 38

Hallo,

meiner ganz persönlichen Erfahrung nach und rein subjektiven Wahrnehmung machen hauptsächlich "Schön-Wetter-Reiter" eine richtige Winterpause.

Ich spreche hier nicht, von kurzen Phasen, in denen es regional an einzelnen Ställen wetterbedingt kaum möglich ist zu reiten, weil z.B.  alles vereist ist. So etwas kommt vor. Oder dass der Reitplatz an einem Stall eine schlechte Qualität hat und nur unzureichend gepflegt wird, so dass er phasenweise nicht bereitbar ist und man dann auf das umliegende Gelände angewiesen ist, welches auch nicht immer gut bereitbar ist.

Und ich kennen auch Ställe in denen es nur unzureichende Beleuchtung gibt, irgendwo im Nirgendwo, und da es im Winter früh dunkel wird, haben machen Berufstätige im Winter unter der Woche nur schlechte Möglichkeiten, weil sie einfach, wenn sie an den Stall kommen kein Licht mehr haben, außer im Stall selbst.

Also es gibt Ställe und Situationen, wo man auch mal auf das Reiten verzichten muss, aber das ist nie einen ganzen Winter lang. Solche Winter haben wir hier nicht

Es gibt aber tatsächlich Reiter, die- völlig unabhängig von den Bodenverhältnissen oder den Gegebenheiten am Stall- Winterpause machen.

Fakt ist- im Winter ist es in der Regel am Stall nicht so schön, wie im Sommer. Es ist oft kalt und ungemütlich. Wenn es viel regnet zieht die Feuchtigkeit überall rein, oft hat man viele Pfützen, verschlammte Wege etc. Da ist es für den einen oder andern Menschen einfach nicht angenehm genug.

Hinzu kommt, dass im Winter viele Pferde auch pflegeintensiver sind, als im Sommer, weil sie sich z.B. regelmäßg schön im Matsch wälzen, so dass der Dreck schön im dichten Winterfell hängt, da muss man schon mal ein wenig mehr putzen, um die Sattellage und den Kopf soweit sauber zu bekommen, dass nichts scheuert. Da muss man also Zeit für investieren und macht sich selbst dabei auch noch schmutzig. Das mag auch nicht jeder Reiter (einer der Gründe weswegen viele ihre Pferde eindecken, dann sind sie ja deutlich sauberer, aber das ist wieder ein anderes Thema).

Also ist es für manche Menschen einfach bequemer das Pferd im Winter stehen zu lassen, dann muss man nur kurz oder an einzelnen Tagen gar nicht zum Stall. Das sind die sogenannten "Schön-Wetter-Reiter".

Was es dem gerittenen Pferd nutzt? Nicht viel, es baut Kondition und Muskulatur ab (vor allem, an den vielen Ställen, wo sich die Pferde im Winter nur unzureichend frei bewegen können).

Viele Grüße

Saskia



Kommentar von verityfabi ,

Ja deshalb frag ich ja ich denke auch das man dann nach dem Winter wieder total bei null anfangen muss mit Muskel Aufbau usw. Abgesehen davon haben wir einen beleuchteten reitplatz und eine Halle ... Ich kann verstehen das es im Winter oft schwer ist und so aber mir würde es (außer es ist krank oder verletzt) im leben nicht einfallen mein Pferd so lange stehen zulassen da sie sehr sehr schnell Muskeln und fett abbaut ...

Kommentar von Saskia191 ,

Es ist denen einfach zu unbequem.  Aber nicht jeder baut das Pferd danach wieder ordentlich auf, das wäre ja auch mit Aufwand verbunden. Ich kenne tatsächlich auch Pferdebesitzer, die sich dann einfach wieder drauf setzen, wenn es wieder warm genug ist.

Antwort
von Viowow, 27

bei uns gehts mit den Isis im winter erst richtig los. 😅 es gibt fast nichts schöneres als durch schnee zu galoppieren. oder einen schlitten hinters pferd zu hängen. ein bisschen glatteis macht barhufern auch nichts aus.
wir passen unser arbeiten im winter lediglich an, das klappt prima

Kommentar von verityfabi ,

war bei mir bisher auch immer so 😂 ich liebe den Winter am stall 😂 ich hoffe das meine rb ist dahin alleine vom hof geht damit wir schöne Fotos machen können...also wir haben auch ein isi am stall ich bin der Meinung das diese pferderasse nicht in eine Box gehört das die ja viel Bewegung brauchen und der steht bei uns nunmal leider in einer Box zumindest im Winter....naja hat jeder seine Meinung aber gut find ichs nicht

Kommentar von Viowow ,

meine stand bevor ich sie gekauft hab auch hin und wieder in der box. da hatte sie immer schlechte laune🙈 oh ja. schneefotos. genauso gut wie stoppelfeldfotos😍

Antwort
von TirolerEinhorn, 30

also in meinem alten stall war das auch.. aber da war der grund, dass die pferde wirklich sehr viel und sehr oft am tag geritten worden.
jetzt bin ich in einem privaten stall und hab eine rb, und bin ihn auch den ganzen winter durch geritten. :-)

Kommentar von verityfabi ,

Ja ich habe auch eine rb die hatte letztes Jahr Auch winterpause... Dieses Jahr reite ich sie wohl weiter aber ich habe immer noch den Sinn nicht verstanden 😂😂

Kommentar von TirolerEinhorn ,

achso haha wird sie von anderen leuten noch geritten?
weil wenn nicht ist das echt komisch 😂
und wenn ja, könntest ja du sie wenigstens im winter reiten oder? das verstehe ich jetzt auch nicht 😂

Kommentar von verityfabi ,

Ja von der besitzerin aber die kümmern sich kaum ...😮 letztes Jahr war ich noch nicht da ich bin erst im März gekommen und da meinte sie das sie grade aus der winterpause kommt...

Antwort
von Michel2015, 22

Das machen viele Turnierreiter nach einer anstrengenden Saison. Das nennt man "Urlaub vorm Reiter".

Kommentar von verityfabi ,

Bei tunier pferden versteh ich das ja noch aber bei Freizeit pferden die sowieso nur im Gelände sind find ich das komisch

Kommentar von Michel2015 ,

Das ist wohl eher eine Wetterfrage, ich hatte auch schon Rbs, die mussten im Winter immer besonders viel lernen und sich auf Klausuren vorbereiten. Besonders vor Weihnachten bis nach Silvester. Da wird wohl extrem viel gelernt.... Hm

Ja, das ist komisch

Kommentar von Viowow ,

das finde ich aber ehrlich gesagt etwas traurig, wenn ein pferd urlaub von seinem reiter braucht. wäre nicht gerade bei vielen turnierreitern der winter sinnvoll zu nutzen, z.b. um etwas über das wesen des pferdes zu lernen? über seine bedürfnisse, sein sozialleben? nein, ich schere nicht alle über einen kamm, keine angst. gerade deine antworten zeigen, das es auch vernünftige turnierreiter gibt;)

Kommentar von Michel2015 ,

Keine Panik, meine Pferde und ich, wir sind eins, sie kennen mich, und ich ihr Sozialleben. Da gibt es keinen Sanierungsstau.

Ansonsten bin ich Feind der Klassentrennung, ich stehe auf alle Hosenfarben, die Plätze der Pferdeschinder sind nämlich paritätisch verteilt.

Urlaub ist nie traurig.

Kommentar von Viowow ,

naja, aber "urlaub vom reiter"? ich stell mir das grad wie bei mir "urlaub vom chef" vor. da bin ich froh, wenn ich den nicht seh😅😂

Kommentar von Viowow ,

ne, dich meinte ich auch nicht, du gibst ja auch immer sehr kompetente antworten. aber bei vielen reitern( du hast recht, in jeder "sparte") wurde es sicher sinn machen, den winter über etwas über das wesen zu lernen...

Kommentar von Michel2015 ,

Danke

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