Frage von DollarBill, 126

Was ist Allmacht?

Gibt es sowas wie Allmacht? Man sagt ja z.B.: Gott ist allmächtig. Aber ist Gott so mächtig dass er einen Steinen erschaffen kann den nicht einmal er hoch gehoben bekommt? Wäre er denn noch allmächtig?

Antwort
von ClaudiHundemom, 60

Sehr philosophisch! Das Allmachtsparadoxon!

Bei uns Wikipedia habe ich dazu einen Ansatz gefunden: 

"Nach Auffassung des Realismus liegt eine Auflösung des Paradoxons darin, dass das in sich Widersprüchliche auch und gerade von Gott nicht gefordert werden darf. Gott ist demnach nicht nur logisch, sondern die Quelle aller Logik, ja der Logos selbst. Einen Mangel vom Vollkommenen zu fordern oder eine Beschränkung für eine Fähigkeit auszugeben, ist in sich (und gerade wegen Gott) unschlüssig. Deshalb bleibt die Vollkommenheit Gottes, zu der auch seine Allwissenheit, Allmacht und Allgüte gehören, diesen Lehren zufolge unangetastet; vergleiche auch die Natürliche Theologie.

Diese Auflösungsversuche gehen allerdings mit Einschränkungen des Allmachtsbegriffs einher oder können durch Umformulierungen des Paradoxons entkräftet werden."

Unabhängig davon, steht da noch:

"Verschiedene Auffassungen vom Begriff der Allmacht

Allmacht als Attribut eines Gottes kennzeichnet die monotheistischen Religionen.

Der Begriff der Allmacht ist in unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht worden. Es lassen sich drei prinzipielle Bedeutungen unterscheiden:

    1.) Gott kann absolut alles, es gibt für ihn nicht nur keine denkbare, sondern gar keine Handlungsbeschränkung, d. h. er kann auch die Naturgesetze und die Gesetze der Logik (z. B. durch widersprüchliches Handeln) überschreiten.
    2.) Gott kann alles, d. h. auch in den Lauf der Welt eingreifen und dabei gegen die Naturgesetze verstoßen (d. h. Gott kann Wunder tun), nicht jedoch widersprüchlich handeln.
    3.) Gott vermag außer widersprüchlichem Handeln alles zu tun, ist jedoch durch verschiedene weitere Eigenschaften oder Umstände in seinem Handeln beschränkt (beispielsweise Allgüte, Liebe, Ermöglichung der Willensfreiheit,[1] Verständlichkeit, Unveränderlichkeit der Vergangenheit,[2] Respektierung der Naturgesetze,[3] Einhaltung dessen, was er selbst versprochen oder angekündigt hat (Gottes Wort))."

Möglicherweise ist Punkt 3 der Hinweis zu Deiner Frage. Man könnte es als widersprüchlich betrachten, wenn er einen Stein erschafft, der sich seiner Macht entzieht - also wäre hier dann die Grenze. Nach Punkt 1 wären weitere Möglichkeiten denkbar: A.) er entwirft trotz seiner Allmacht einen Stein, den er nicht heben kann oder B.) er entwirft einen Stein, den er zwar nicht heben kann - kann ihn aber auf andere Art und Weise seinen Willen aufzwingen, z.B. ihn durch Erdbeben, Vulkanausbruch, Wasser zerstören lassen oder C.) er entwirft diesen Stein und kann ihn heben oder auch nicht so wie es ihm gefällt ;-)

Was meinst Du dazu?

Antwort
von RevatiKKS, 50

Warum sollte Gott damit ein Problem haben? Er kann alles tun, was immer Ihm beliebt.

Und mal ganz ehrlich: irgendwie wäre es auf Dauer auch langweilig, allmächtig zu sein, alles zu können, alles zu wissen. Er bedient sich eines "Tricks", indem er Seine illusionierende Energie "Maya" einsetzt.

Das würde so  funktionieren, dass Er zunächst  den Stein erschafft und sich dann unter den Einfluss Mayas begibt, der Ihn vergessen, dass Er Gott ist.

Nachdem er diese neue Erfahrung ausreichend genossen hat "besinnt" Er sich auf Seine Identität und befördert den Stein mit dem kleinen Finger Seiner linken Hand in die äußerste Ecke des Universums.

Im Sriimad Bhagavatam gibt es viele Berichte darüber, dass Krishna (Gott) zum Zwecke der liebevollen Austausches oder um gewisse Erfahrungen zu genießen, Seine Identität vorübergehend "vergisst". Er nimmt z.B. die Position eines Sohnes, eines Freundes an, da wäre es unpassend, wenn Seine Eltern/Freunde Ihn als Gott ansehen oder Er selbst sich so fühlen würde. 

Mir gefällt das, denn es macht Gott im positiven Sinne "menschlich", bringt Ihn uns nahe. Das ist ein Gott, den man nicht fürchten muss, sondern lieben kann.

Antwort
von Giustolisi, 49

Das Allmachtsparadoxon hat noch keiner geknackt. Allmacht ist einfach nicht plausibel, deswegen ist es die Vorstellung eines allmächtigen Gottes auch nicht und gehört ins Reich der Märchengeschichten.

Kommentar von scatha ,

Doch doch, es ist geknackt, sogar in "Real Life", siehe RevatiKKS's Antwort, das ist genau die Lösung

Kommentar von Giustolisi ,

Nein, er hat nur zusätzlich die Exeistenz eines Maya behauptet, die ihm die Macht nimmt, ihn also nicht allmächtig macht, wenn er diesen Einfluss braucht. Sobald er den Stein nicht heben kann, ist er nicht allmächtig, sobald er ihn heben kann, auch nicht. Ein klassisches Paradoxon.

Man dreht sich immer nur  im Kreis.

das Krishna Beispiel ist nicht  passend, da es im Polytheismus keine Allmacht gibt. Polytheisten müssen sich zumindest mit diesem Paradoxon nicht rum schlagen.

Einfach zusätzlich was wie Maya behaupten, ist einfach, führt aber nicht ans Ziel.

Es gibt viele Paradoxa, geknackt werden können sie nicht.

Zeitparadoxa, (wie in die Vergangenheit zu reisen, um den eigenen Vater zu töten) gehören genau so dazu wie das Pinoccio Paradoxon, wenn er sagt "meine Nase wird jetzt wachsen".

Je mehr man sich um eine Lösung bemüht, desto mehr verstrickt man sich in immer neuen Axiomen, die alle nicht zur Lösung beitragen, sondern nur wieder eine weitere Annahme brauchen.

Kommentar von RevatiKKS ,

Da bist du nicht richtig informiert. Krsna ist der EINE, allmächtige Höchste Herrn. 

"Hinduismus" ist schon etwas verwirrend, denn die Inder beten viele "Gottheiten" an, die aber entweder Erweiterungen Krsnas oder Seine "Verwaltungsbeamten" sind. Mit Polytheismus hat das nichts zu tun.

Auch wenn uns das paradox erscheint - wenn Gott allmächtig ist, dann hat Er auch die Macht, die Möglichkeit, Seine Allmacht zu vergessen. önnte Er das nicht, dann wäre Er nicht allmächtig.

Das wir uns so etwas nicht vorstellen können, das liegt nicht daran, dass dies nicht möglich ist, sondern vielmehr an unserem eingeschränkten Bewusstsein. Wir können uns nur vorstellen, was unseren Erfahrungen entspricht. Dabei sollten unsere Erfahrungen, unsere Beobachtungen uns doch eigentlich zeigen, dass menschliche Erfahrungen niemals allumfassend sein können. Ich denke da an unsere Sinne, viele Tiere haben wesentlich bessere Augen, Ohren, Nasen als wir, nehmen Schwingungen wahr, die sich unserer Wahrnehmung entziehen. Erst unsere Technik macht es uns möglich, diese mit Instrumenten messen und wahrnehmen zu können. Ein Mensch im Mittelalter hätte so etwas nicht verstehen können.

Warum also soll es nicht Dinge geben, die uns unvorstellbar erscheinen, die aber dennoch real sind? Was uns von deren Wahrnehmung oder dem Verständnis dafür fehlt, mag nur die Zeit sein. Der Mensch hat verlernt, gewisse Dinge zu verstehen/wahrzunehmen, weil er seine Aufmerksamkeit mehr und mehr auf materielle/grobstoffliche Phänomene richtet, sie als die einzige Realität ansieht.

So wie ein unter der Erde lebender Maulwurf oder eine tagsüber schlafende Eule im hellen Tageslicht "blind" ist, so halten wir unsere eingeschränkte Sichtweise für "normal" und sind nicht einmal mehr daran interessiert, unseren spirituellen Horizont zu erweitern. Weil "nicht sein kann, was nicht sein darf" geben wir uns mit dem wenigen zufrieden, das wir verstehen und direkt wahrnehmen können.

Kommentar von Giustolisi ,

Da bist du nicht richtig informiert. Krsna ist der EINE, allmächtige Höchste Herrn. 

"Hinduismus" ist schon etwas verwirrend, denn die Inder beten viele "Gottheiten" an, die aber entweder Erweiterungen Krsnas oder Seine "Verwaltungsbeamten" sind. Mit Polytheismus hat das nichts zu tun.

ist das mit den Engeln und heiligen des Christentums vergleichbar?  Da scheint es parallelen zu geben, so beten Christen auch oft zu Götzenbildern von heiligen, statt zu ihrem Gott.

Auch wenn uns das paradox erscheint - wenn Gott allmächtig ist, dann hat Er auch die Macht, die Möglichkeit, Seine Allmacht zu vergessen. önnte Er das nicht, dann wäre Er nicht allmächtig.

Es erscheint nicht nur paradox, es ist paradox. Das hier ist nur eine andere Formulierung des Paradoxons. Könnte er es nicht, wäre er nicht allmächtig. Könnte er es, wäre er auch nicht allmächtig. Wie mehrfach geschrieben, man dreht sich im Kreis.

Das wir uns so etwas nicht vorstellen können, das liegt nicht daran, dass dies nicht möglich ist, sondern vielmehr an unserem eingeschränkten Bewusstsein.

Oder es eist einfach eine erfundene Geschichte und alle Widersprüche verschwinden.

Warum also soll es nicht Dinge geben, die uns unvorstellbar erscheinen, die aber dennoch real sind?

Diese Dinge kann es geben, muss aber nicht. Würden wir glauben dass es alles gibt was wir uns vorstellen können und dazu noch alles was wir uns nicht vorstellen können, würden wir jeden beliebigen Mist glauben. Deswegen haben wir ein Hirn, können darüber nachdenken und sobald Widersprüche auftauchen ist das eben die Warnung, dass da was nicht stimmt. Die Warnung kann man auch ignorieren und einfach weiter machen.

Der Mensch hat verlernt, gewisse Dinge zu verstehen/wahrzunehmen, weil er seine Aufmerksamkeit mehr und mehr auf materielle/grobstoffliche Phänomene richtet, sie als die einzige Realität ansieht.

Das ist quatsch. Moderne Messgeräte helfen uns auch über nicht Materielles Kenntnis zu erlangen wie diverse Strahlungsarten oder auch Magnetfelder bis hin zur atomaren Zusammensetzung von Materialien. 

Das Gelaber von Feinstofflichem ist nur Eso-Aberglaube. Nix belegt, alles nur behauptet. Deswegen finden Wünschelrutengänger auch nicht zuverlässiger Wasser als jemand der einfach rät, Wahrsager geben so allgemeine Vorhersagen von sich dass sie irgendwie immer zutreffen können und Homöopathen, Akkupunkteure und andere Quacksalber können nicht nachweisen dass ihre Behandlungen besser als ein Placebo wirken.

Da ging es nie um verstehen und wahrnehmen, sondern um glauben.

Verstandenes kann man schlüssig erklären, Wahrnehmbares nachweisen. Das nennt man dann Wissen.

Antwort
von ichweisnix, 30

Aber ist Gott so mächtig dass er einen Steinen erschaffen kann den nicht einmal er hoch gehoben bekommt?

Zunächstmal ist der Begriff hochheben nur für Steine sinnvoll die klein im Vergleich zur Erde sind. Hinreichend Große Steine würde eine Singularität erzeugen und die Erde in sich aufnehmen. Es wäre dann nicht mehr klar, was denn der Stein und was die Erde war und was mit "hochheben" denn überhaupt gemeint sein soll.

Zum Anderen setzen sie voraus, das Gott in der Zeit existiert, also zunächst den Stein erschaft und Ihn dann nicht mehr heben kann.

Antwort
von Wilfri, 18

Es gibt etwas, was Gott tatsächlich nicht kann, so allmächtig er auch ist:

Er kann keinen Gottlosen zum Glauben an ihn bewegen, der daran nicht interessiert ist.

Um Missverständnisse auszuschließen: Gott könnte jeden Menschen zwingen, an ihn zu glauben und seine Wege zu gehen. Aber genau das war es, was nicht seinem Wesen und seiner Liebe entspricht. Wie unglücklich wären denn die Wesen einschließlich der Menschen, die keine freie Entscheidungsmöglichkeit hätten? Sie wären total unglücklich.

Allerdings nahm er es bewusst in kauf, dass sich Wesen gegen seine Ordnung und ihn selbst entscheiden. Leider hatte diese Tatsache Folgen. Der ranghöchste Engel entschied sich dafür, Gott gleich sein zu wollen und verführte ein Drittel der Engel ebenfalls dazu. Danach verführte er viele Menschen.

Nun konnte Gott auf Grund seiner Liebe aber nicht gleich alle vernichten. Er musste jedem die Möglichkeit geben. sich zu der einzigen und unabänderlichen Ordnung der Liebe zu bekehren. Das ging nicht durch unbegründete Vergebung. Denn die Sünde hat den Tod als unabänderliche Folge. Das konnte Gott ebenfalls nicht ändern. Es ist nämlich ein Gesetz des Himmels, weil sonst der gesamte Himmel, den wir nicht kennen, in sich zusammenfallen müsste.

Gott hat zwar einen Weg gefunden, wie Gottlose und Sünder errettet werden können. Aber es bleibt dabei: Gott kann niemanden retten, der das nicht will.

Natürlich geht das in eine ganz andere Richtung, wie Du das gedacht hast. Aber das dargelegte ist der wichtigste Aspekt der Göttlichkeit und seiner Allmacht.

Kommentar von Giustolisi ,

Er kann keinen Gottlosen zum Glauben an ihn bewegen, der daran nicht interessiert ist.Wenn es ihn gäbe und ihm was daran läge, dass die Menschen an ihn glauben, dann müsste er sich nur zeigen und einen Beleg seiner Existenz vorbringen.

Er müsste sich nicht wundern, dass viele Leute denken, dass er ein fiktives Weesen ist, wenn ja nichts für seine Existenz spricht.

Sollte es ihn also geben, ist er nicht einmal dazu in der Lage, Gewissheit zu schaffen, oder die Menschen sind ihm einfach scheißegal, worauf ja sogar die Bibel hinweist.

Kommentar von Wilfri ,

Es gibt da ein Problem, von dem Du offensichtlich nichts weißt. Würdest Du Gott, den Vater, auch nur ein einziges Mal sehen, dann wäre das Deine letzte Stunde. Du müsstest vor ihm vergehen. Den einzigen, den man sehen kann und konnte ist Jesus, der auch Gott ist, aber sich dazu herablies, Mensch zu werden. Er hat sich offenbart und jeder, der will, kann ihn auch heute noch wahrnehmen und wissen, dass er existiert. Heute ist er wieder als Gott Sohn im Himmel.

Wie sollte Gott der Vater sich Dir offenbaren, wenn es auf Deine bevorzugte Weise nur mit Deinem Exitus geht? Du würdest vielleicht sagen, dann muss er sich so offenbaren, dass Du ihn sehen kannst. Abgesehen davon, dass man dem Schöpfer aller Wesen keine Vorschriften machen kann, ist es naiv, dass Gott nach unserer Pfeife tanzen soll. Dann wäre er ja nicht Gott, sondern ein Hampelmann. Außerdem ist seine Offenbarung durch Jesus vollkommen ausreichend für umfangreiche Erkenntnis über ihn. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Du Gott überhaupt wahrnehmen willst. Ist Dir ein Leben ohne Gott vielleicht angenehmer? Nur das können wir uns nicht aussuchen, denn wir sind nun einmal vom ihm geschaffen worden.

Warum er nicht persönlich wahrnehmbar ist, ist in der Bibel nicht näher beschrieben, aber das Licht in seiner Nähe würde den menschlichen Betrachter umbringen. Wir als Menschen wissen, dass intensive atomare Strahlung alles Leben auslöscht. Welcher Art das Licht Gottes ist, kann man daraus aber nicht schließen. Dennoch ist allein dieser Gedanke durchaus richtungsweisend, denn es steht fest, dass es solches Licht gibt.

Hast Du noch eine Idee, wie Du ggf. Gott begegnen willst?

Oder warum willst Du ihm lieber nicht begegnen?

Antwort
von wildcarts2, 34

Allmacht ist ein Paradoxon, also etwas was sich selbst widerspricht. Derartiges kann es nicht geben.

Du führst bereits dieses Paradoxon selbst an. Götter sind Erfindunden von Menschen. Als sie erfunden wurden, sagte man einfach, sie würden alles können. Das reichte auch aus, denn der Zweck von Göttern lag lediglich darin, dem Volk eine Moral und ein Gesetz zu geben sowie den Herrscher zu legitimieren. Die Inhalte dieser Geschichten waren eher uninteressant. Kaum jemand hatte die Zeit und Möglichkeit genauer darüber nachzudenken. Wenn damals mehr Menschen diese Möglichkeite gehabt hätten, wören wir heute wahrscheinlich schon längst frei von solchen Fantasien.

Kommentar von Giustolisi ,

Darüber nachdenken und das Ergebnis kundtun konnte einen das Leben kosten, in einigen Ländern der Welt sogar heute noch. Was die Menschen sich auch dazu überlegt hatte, die meisten behielten es aus Angst lieber für sich.

Wir können froh sein, religiöse Märchengeschichten heute offen diskutieren zu dürfen.

Antwort
von pikachulovesbvb, 47

Das ist eine typische Religionsunterrichtsfrage.

Allmächtig bedeutet für mich dass man eben alles kann. God Mode ;)

Das mann nichts erschaffen kann dass sich selbst ausschließt (Einen Stein den niemand hochheben kann), zählt für mich beim Allmächtig sein irgendwie nicht dazu ;)

Antwort
von Fantho, 24

Das Allmachtsparadoxon erhält nur seine Berechtigung, wenn man Gott als ein Etwas vorstellt, das einem Mensch gleichkommt, sprich wenn man Gott als ein anatomisches, organisches, materialistisches Wesen begreift....

Jedoch habe ich hier dieses Paradoxon widerlegt mit der Argumentation, dass Gott ein energetisches Geistwesen ist und alles per Bewusstsein, per Geist, per 'Gedankenkraft' erschafft und schöpft und

aufgrund dessen für Gott keine Begrenzung in irgendeiner Form innerhalb seiner Schaffens- und Schöpfungskraft besteht...

Diese 'Fähigkeit' lässt zu, dass man Gott das Attribut 'Allmacht' zuweist...

Gruß Fantho

Kommentar von nowka20 ,

gott ist weder allmächtig noch allwissend.

-die macht hat er mit der gegenkraft ahriman geteilt

-die weisheit hat er mit der gegenkraft luzifer geteilt

-aber die liebe hat er behalten

Kommentar von Fantho ,

Allmacht besitzt Gott, Allwissen dagegen nicht...

Die Weisheit hat er nicht geteilt mit Satan, sondern Satan besitzt dieselbe Weisheit, denn Satan ist ja die Dualseele Gottes bzw. die erste Seele, welche sich von Gott löste...

Nachdem ich ja immer betone, dass Gott nichts mit den Religionen zu schaffen hat, betrifft dies auch den Zoroastrismus...

Auch hier wird ein duales Prinzip (Part - Gegenpart) gelehrt, welches bei Gott jedoch nicht gegeben ist...

Gruß Fantho

Antwort
von Manuel129, 52

Allmacht wäre, bei diesem Beispiel, wenn er einen Stein erschaffen könnte den er nicht hoch heben könnte; aber sobald er den Vorsatz hat ihn zu heben, schafft er es. das klingt erst mal unlogisch, aber Allmacht ist nur die Fähigkeit alles zu leisten was man will, wenn man es sich vornimmt; jedenfalls wäre das meine Definition.

Kommentar von DollarBill ,

Klingt nicht schlecht, danke.

Kommentar von Giustolisi ,

Sobald er den Stein heben kann, steht fest, dass ihm die Erschaffung eines nicht zu hebenden Steins misslungen ist. Um Zu beweisen dass er einen Stein erschaffen kann den er nicht hoch heben kann, müsste er den Stein erschaffen und dann so gut er kann versuchen ihn hoch zu heben, was den Vorsatz einschließt.

Will man so ein Paradoxon auflösen, dreht man sich nur im Kreis, deswegen ist es ja auch ein Paradoxon.

Kommentar von nowka20 ,

oh mann!ihr versucht mit menschengedanken gott zu vermenschlichen, aber:

Jes 55,8-9

---8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,

---9 sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Röm 11,33

33---O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!

-------------------------------------------------------------------------------

tja, man muß sich eben mit der bibel intensiver beschäftigen, als es die meisten user tun

Antwort
von NichtZwei, 7

Wenn du alles machen kannst, dann bist ein Gott, denn du kannst alles erschaffen und entschaffen, je nach Belieben. Da Goetter die Materie beherrschen und diese Goetter Bewusstsein sind, das ewig waehrende Bewusstsein, also nicht die Materie selbst, stellt sich die Frage gar nicht. Die Frage geht von der Praemisse aus, das Gott materiell ist, was nicht sein kann, denn Gott erschafft die Materie und durchtraenkt sie mit Bewusstsein, selbst existiert Gott jenseits dessen, was existiert. Da alle Existenz nur vorruebergehend ist, ist auch der liebe Gott noch da, wenn es keine Materie mehr gibt, sondern nur das Nichts, als Meer der Moeglichkeiten. Materie ist nur verdichtetes Nichts, mehr nicht. Alles Gute!

Antwort
von FragaAntworta, 46

Warum sollte ein allmächtiges Wesen etwas erschaffen, was sich seiner Macht entzieht?

Kommentar von MysticArms ,

Es geht nicht darum, dass er es tut.
Es geht darum, dass er es tun können sollte, weil er ja als allmächtig gilt.

Kommentar von FragaAntworta ,

Deine Frage habe ich verstanden, sie macht nur keinen Sinn darum habe ich Dir eine Frage gestellt, die gleichzeitig die Antwort auf Deine Frage ist.

Kommentar von DollarBill ,

"was sich seiner Macht entzieht" - Also ist er nicht Allmächtig wenn er so etwas nicht schaffen kann.

Kommentar von ClaudiHundemom ,

Die Frage ist ob er seine Allmacht beweisen muss? Und wenn er es nicht tut (diesen Stein erschaffen), dann ist die Frage tatsächlich unsinnig/unnötig. Vielleicht ein bissel wie Schrödingers Katze: Man könnte gleichzeitig davon ausgehen, dass er es kann und nicht kann - das würde dem Paradoxum gerecht werden. :-P

Kommentar von ClaudiHundemom ,

ach so, und: Die Frage ist auch, ob man Allmächtigkeit darauf reduziert, dass jemand (in dem Fall Gott) alles könnte - im banalen Sinne von "alles anheben können"....wenn denn die Allmacht darin besteht, so etwas zu erschaffen, dass quasi größer ist als er?

Er könnte auch einfach sagen: "bups, kann ich icht hochheben" - und nur er kennt die Wahrheit (und Chuck Norris)

Kommentar von Giustolisi ,

Es geht um die prinzipielle Unmöglichkeit von Allmacht. Der Beweis, allmächtig zu sein, kann einfach nicht erbracht werden.

Das Allmachtsparadoxon wird gern mit dem Stein formuliert, aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Zum Beispiel :"Kann Gott so heißen Kaffee kochen, dass er ihn nicht einmal selbst trinken kann?"

Man könnte sich noch viele andere Formulierungen aus dem hintern ziehen. Am Ende geht es um den Widerspruch, den die Allmacht mit sich bringen würde, wenn es sie denn gäbe.

Antwort
von Raubkatze45, 22

Allmacht und Allwissenheit Gottes gehören zu seiner Vollkommenheit.

Allmacht kann nicht bedeuten, dass man schlicht und einfach ALLES kann - also auch in sich widersprüchliche Dinge, zum Beispiel ein
grünes Rot. Ein Allmächtiger kann auch nicht sich selbst aufheben -
indem er zum Beispiel ab morgen 11.00 Uhr nicht mehr existiert. Mit
anderen Worten: Allmacht heißt nicht, dass jemand alles kann, auch
Sinnloses; Allmacht heißt, dass jemand alles kann, was sinnvoll ist.

Gott kann nicht böse sein, er kann nicht ungerecht sein, er kann nicht sich selbst vernichten, er kann nicht hässlich sein, er kann keinen Gott erschaffen, der mächtiger ist als er und er kann auch keinen Stein erschaffen, den er nicht heben kann usw.

 Gott ist allmächtig, weil er alles kann, was gut und sinnvoll ist - was seinem Wesen entspricht.
Kommentar von Giustolisi ,



 Allmacht heißt, dass jemand alles kann, was sinnvoll ist.

Was ist denn sinnvoll? Wer bestimmt das? Was mir sinnvoll erscheint, muss es für dich nicht sein und umgekehrt. Einen nicht hebbaren Stein zu erschaffen halte ich zum Beispiel sinnvoll zur Prüfung der Möglichkeit von Allmacht.

Wer alles könnte, was sinnvoll ist und darüber hinaus noch dazu in der Lage ist etwas nicht sinnvolles zu tun, wie zum Beispiel "ich bin ein Hühnchen" zu rufen, wäre mächtiger als allmächtig. Über Allmacht kommt aber nix mehr, deswegen muss Allmacht alles umfassen (steckt ja schon im Wort) und das endet in dem bekannten Paradoxon, so dass Allmacht einfach unmöglich ist. 

Das ist wie wenn man die höchste Zahl sucht. Die gibt es nicht un kann es nicht geben denn die höchste zahl plus eins wäre eine noch höhere Zahl.

So ist es auch mit der Allmacht. Ist für ein allmächtiges Weesen nur eine Sache unmöglich, ist es nicht allmächtig. Es wäre sehr mächtig, aber es reicht vielen Religionsanhängern nicht, einen sehr mächtigen Gott zu haben, er muss ja allmächtig sein. Da deutet man an einer Definition lieber so lange herum, bis sie so aufgeweicht ist, dass neben der Widersprüchlichkeit auch ihr Sinn verloren geht.

Im Polytheismus ist es einfacher, da gibt es keine Allmacht.

Ohne Allmacht fällt auch die Theodizee flach, es wären einfach viele Probleme gelöst, aber es wird darauf bestanden.

Gott ist allmächtig, weil er alles kann, was gut und sinnvoll ist - was seinem Wesen entspricht.

Wenn man nach der Bibel geht, entspricht das Böse mindestens so sehr seiner Natur.


Kommentar von KaeteK ,

Gott ist allmächtig, weil er alles kann, was gut und sinnvoll ist - was seinem Wesen entspricht.

:-)

Kommentar von Xpomul ,

Du hast eine gute Antwort gegeben!

Antwort
von nowka20, 11

gott ist weder allmächtig noch allwissend.

-die macht hat er mit der gegenkraft ahriman geteilt

-die weisheit hat er mit der gegenkraft luzifer geteilt

-aber die liebe hat er behalten

Antwort
von 666Phoenix, 11

Da es einen Gott nicht gibt, ist allein diese Frage große "Spinne"!

Im Übrigen würde "er" Dich nicht fragen, ob, wann, wie und wo "er" einen solchen Stein erschaffen würde, ohne seinen Nimbus als "Allmächtiger" zu riskieren!

Kommentar von nowka20 ,

ein paar graue zellen mehr könnten nicht schaden bei solchem "halbwissen"

Kommentar von 666Phoenix ,

Danke, dass Du "Halbwissen" in Anführungszeichen gesetzt hast!

Ein gesundes Halbwissen ist allemal besser als komplettes Unwissen bzw. Lüge und demagogische Spinnereien!

Antwort
von Xpomul, 2

Wir können Gottes Allmacht nicht sehen. Die Menschen begehen daraufhin zwei Fehlschlüsse: Es gibt keinen Gott / Gott ist nicht allmächtig.

Gott sagt von sich selbst, es gibt nichts, was er nicht tun könnte. Deine Frage enthält einen logischen Selbstwiderspruch: In sich widersprüchliche Dinge gehören gar nicht zum Kreis des Möglichen, können daher auch nicht "getan" werden. Das hat Raubkatze45 ganz gut beantwortet.

Ja, es gibt Gott, und Gott ist allmächtig. Er hat Macht, Dich zu erretten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten