Frage von rambo1433, 167

Was ist Abtreibung :)?

Tut das weh? Was passiert dabei? Wie lange kann man das machen bis welchen Monat?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von isebise50, Community-Experte für Schwangerschaft, 42

In einer Schwangerschaftkonfliktsituation ist in jedem Alter keine Option leicht und jede Entscheidung schwer zu treffen.

Wenn dein Frauenarzt die Schwangerschaft bestätigt hat, vereinbarst du am besten einen Termin z.B. bei der

http://www.profamilia.de/fachpersonal/beraterinnen/schwangerschaftsberatung.html

für eine Schwangerschaftskonfliktberatung. Dieses Gespräch kannst und solltest du selbstverständlich auch ohne den erklärten Wunsch um eine Abtreibung nutzen. Zudem benötigst du den Beratungsschein für eine Abtreibung. Dort erhälst du nützlichen, individuellen und unparteiischen Rat und Hilfe bei deiner Entscheidung, wie es denn nun weiter gehen soll.

Eine Schwangerschaftskonfliktberatung umfasst die Konfliktklärung hinsichtlich der emotionalen, seelischen, partnerschaftlichen und lebensplanerischen Aspekten von Elternschaft bzw. eines Schwangerschaftsabbruchs. Sie gibt Informationen über staatliche und andere Sozialleistungen und Unterstützungen – Elterngeld, Kindergeld, Unterhalt, Wohngeld, existenzielle Leistungen. Du erhälst dort eine
medizinische Aufklärung hinsichtlich eines operativen oder medikamentösen Eingriffs, eine Erläuterung der Rechtsgrundlage und bekommst die Kosten und Finanzierung eines Schwangerschaftsabbruchs erklärt.

In der Beratung kann auch der Vater des erwarteten Kindes und deine Eltern anwesend sein, wenn du das möchtest. Wenn du dich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidest, hast du das Recht auf umfassende Beratung, angemessene ärztliche Versorgung und respektvolle Behandlung. Nach der Fristenregelung ist in Deutschland der Schwangerschaftsabbruch in den ersten drei Monaten (bis zur 14. Schwangerschaftswoche gerechnet nach dem ersten Tag der letzten Regel) straffrei.

Wenn du das Kind zur Adoption freigibst, erlöschen alle Rechte und Pflichten unwiderruflich. Bevor du eine solch wichtige Entscheidung triffst, solltest du dies sehr sorgfältig überdenken und dich ausführlich über Perspektiven für ein Leben mit Kind und über verschiedene unterstützende Angebote beraten lassen (z.B. bei Arzt, Sozialarbeiter, Jugendamt oder Beratungsstellen in freier und kommunaler Trägerschaft).

Hat sich aus solchen Gesprächen die Adoption als für dich richtige Alternative herausgestellt, solltest du dich anschließend an eine Adoptionsvermittlungsstelle wenden. Du kannst das Verfahren aktiv mitgestalten und zwischen einer offenen, halb offenen oder Inkognitoadoption wählen.

Das Kind kann direkt nach der Geburt zu den Adoptiveltern in Adoptionspflegschaft, frühestens aber erst acht Wochen nach der Geburt, wenn du dich endgültig zur Freigabe entscheidest, unterschreibst du eine entsprechende Einwilligungserklärung bei einem Notar.

Ich wünsche dir die Kraft, deine Entscheidung zu treffen, die für deine jetzige Lebenslage und Lebensplanung richtig ist und von Herzen alles Gute!


Antwort
von annemarie37, 28

Ich weiss zwar nicht, warum du das fragst (Junge, 13-jährig)?

Trotzdem: Abtreibung = künstliche Beendigung einer Schwangerschaft.

In Deutschland ist das bis Ende der 14. Schwangerschaftswoche (SSW) auf Antrag der Frau - ohne dass bestimmte gesetzliche Gründe vorliegen müssen - zulässig. Sie muss sich vorher bei einer anerkannten Beratungsstelle beraten lassen, 3 Tage später kann der Eingriff vorgenommen werden. Nach der 14. Woche ist der Abbruch nur noch aus medizinischen Gründen (körperliche oder psychische Gesundheit der Schwangeren) zulässig.

Die Frist in Deutschland geht bis Ende 14. SSW, oder anders ausgedrückt bis 12 Wochen ab Empfängnis. Dieser Unterschied von 2 Wochen besteht, weil die Ärzte die Schwangerschaft ab dem 1. Tag der letzten Mens berechnen. Die Befruchtung findet aber irgend wann in der Mitte des Zyklus statt, d.h. rund 2 Wochen später.

Je nach Stadium der Schwangerschaft wird das medikamentös (bis Ende 9. SSW) gemacht oder mit der Absaugmethode. Der Eingriff kann schmerzhaft sein, muss aber nicht. Einige Frauen haben gar keine Schmerzen, andere manchmal ziemlich heftige. Menschen sind unterschiedlich Schmerz empfindlich und reagieren sehr verschieden. Mit Sicherheit ist jedoch ein frühzeitiger Schwangerschaftsabbruch weniger schmerzhaft als eine Geburt.

Wenn du dich detaillierter informieren willst, schau mal bei de.wikipedia.org oder bei svss-uspda.ch

Antwort
von gartenkrot, 50

Du musst erst zur Beratung und zum Arzt. Je eher desto besser. Du kommst für die Abtreibung morgens in die Klinik, bekommst eine kurznarkose und nachmittag kannst du wieder selber nach hause. Das geht schnell. Schmerzen hast du nur wie bei deiner Periode und so blutest du auch. Hinterher ist es für niemanden mehr sichtbar. Ich wünsche dir alles gute für dich, ganz egal wie du dich entscheidest!

Kommentar von annemarie37 ,

Es gibt auch die medikamentöse Methode (bis Ende 9. SSW).

Antwort
von armeskaenguru, 10

Hallo

Bist du denn schwanger? Ist die Schwangerschaft durch einen Frauenarzt bestätigt? Wenn ja, mach mal einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia ab. Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich.

Eine Abtreibung ist ein Schwangerschaftsabbruch. Dabei wird also die Schwangerschaft beendet durch einen Eingriff, sei es durch eine Absaugung des Fötus oder durch einen medikamentösen Abbruch. Eine Abtreibung ist bis zur 14. Schwangerschaftswoche möglich (12. Woche nach Befruchtung). Die Schmerzen können ausgehalten werden resp. man erhält Schmerzmittel.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von Bambi201264, 54

Bevor man eine Abtreibung vornehmen lässt, sollte man ernsthaft überlegen, das Kind auszutragen und dann zur Adoption freizugeben (zum Beispiel, wenn man noch viel zu jung ist).

Viele Paare sind ungewollt kinderlos und würden sich über ein gesundes Baby freuen.

Eine Abtreibung (medizinische Indikation) wird automatisch durchgeführt, wenn festgestellt wird, dass das Kind behindert oder schwer krank geboren werden würde.

Ansonsten gibt es noch die soziale Indikation, aber man muss sich auf jeden Fall vorher beraten lassen, z. B. durch Pro Familia oder kirchliche Beratungsstellen.

In Deutschland ist eine Abtreibung (Abortus) bis maximal zur 12. Schwangerschaftswoche zulässig, in den Niederlanden wohl noch länger.

Kommentar von isebise50 ,

Schon seit 1993 gibt es in Deutschland keine Soziale Indikation mehr, sondern eine faktische Fristenregelung.

Kommentar von annemarie37 ,

Viele Paare sind ungewollt kinderlos und würden sich über ein gesundes Baby freuen.

Das ist keine Grund, eine ungewollte Schwangerschaft auszutragen. Die meisten Frauen wollen nicht 9 Monate schwanger sein, gebären und dann das Kind weggeben. Zu Recht. Wenn sie sich gegen einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, sollten sie auch die Möglichkeit haben (und haben sie auch, auch wenn's nicht immer einfach ist), das Kind zu behalten.

Eine Abtreibung (medizinische Indikation) wird automatisch durchgeführt, wenn festgestellt wird, dass das Kind behindert oder schwer krank geboren werden würde.

Nein, natürlich nicht "automatisch". Es wird der Frau - je nach Schweregrad der Missbildung - bloss vorgeschlagen. Sie braucht von dieser Möglichkeit selbstverständlich nicht Gebrauch zu machen.

Kommentar von Bambi201264 ,

Schön, Annemarie. Und was hat Deine hier dokumentierte Meinung jetzt mit meiner Antwort zu tun?

Man wird wohl noch Denkanstösse geben dürfen. Und so Frauen, die nicht schwanger werden wollen, weil das ihnen die Figur ruiniert...was ich von denen halte, behalte ich mal lieber für mich.

Ich ging hier aufgrund der Fragestellung von einer Teeniemutter aus. Und die kann ohne Probleme das Kind austragen und dann weggeben, wenn sie will.

Abtreibung ist immer noch Mord in meinen Augen.

Kommentar von annemarie37 ,

Gegenfrage: was hat Deine hier dokumentierte Meinung jetzt mit der Frage des Fragestellers zu tun? Du gibt's keine Antwort auf seine Frage.

Du hast deine Meinung kundgetan, ich die meine.

Antwort
von putzfee1, 34

Hier findest du dazu viele Informationen: http://bfy.tw/5ACT

Warum willst du als 13jähriger Junge sowas eigentlich wissen?

Kommentar von rambo1433 ,

Weil man das immer wieder im Fernsehen hört und ich das auch mal wissen wollte. Danke für die Antwort :)

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Schwangerschaft, 4

Vielen Dank für deine Auszeichnung rambo1433!

Antwort
von MrsTateLangdon, 68

Ich denke, dass man eine Narkose hat, also wehtun wird es nicht.
Dabei wird, je nach Methode, die Gebärmutter entweder ausgeschabt oder ausgesaugt oder mit Medikamenten behandelt. Und das geht bis zur 12 Schwangerschaftswoche.

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