Was ist Naturrecht und Rechtspositivismus und deren Unterschiede?

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Also, kurz gesagt:

Rechtspositivismus ist die Ansicht, dass nur das vom Gesetzgeber gesetzte Recht als verbindlich anzusehen ist. Der Gesetzgeber kann das Recht beliebig ändern.

Unter dem Naturrecht versteht man ein Recht, das dem Menschen von Natur aus zukommt. Es geht um die Ansicht, dass es Rechte gibt, die der Mensch schon immer hat und die dem Menschen auch durch eine Gesetzesänderung nicht genommen werden können, nämlich die Menschenrechte.

Als problematisch hat sich der Rechtspositivismus zum Beispiel im Nationalsozialismus herausgestellt. Die Nazis wollten von unantastbaren Rechten aller Menschen nichts wissen. Sie haben Gesetze gemacht, die das (von ihnen nicht anerkannte) Naturrecht mit Füßen getreten haben. Für viele Menschen war es damals undenkbar, einfach so unter Berufung auf höhere Grundsätze (die im Recht ja damals nicht anerkannt waren) gegen Gesetze zu verstoßen. Ganz nebenbei waren solche Verstöße ja auch hochgefährlich.

So weit meine kurze Antwort. Für eine Abiturklausur reicht das natürlich nicht. Aber es ist vielleicht ein Ansatzpunkt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung