ich weiß nicht ob ich später studieren sollte oder lieber eine ausbildung machen . studieren dauert länger aber hat es auch vorteile ? lG
Das kommt ganz darauf an was Du später beruflich tun möchtest, als Arzt wirst Du um ein Studium nicht drumrum kommen. Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass alles was man gelernt hat von Vorteil ist für Dich, das kann Dir keiner mehr nehmen. Wenn Du also das Interesse, die Begabung, Fleiß und genügend Geld (eventuell Deine Eltern) hast würde ich studieren.

Mach erst eine gute Ausbildung und dann kannst Du immer noch studieren. Wenn du dann das Studium nicht schaffst, hasst du wenigstens eine Ausbildung und kannst durch das Arbeitsamt vermittel werden.
isedinger am 4. Juni 2008 15:02 DH!

kommt immer drauf an was für einen Beruf du mal machen willst. Für Friseur z.b brauchste nicht studieren

Der Vorteil, wenn man zuerst eine Ausbildung macht ist, dass man dann im Studium die Theorie schonmal in der Praxis erlebt hat! Sich da normal leichter hineinversetzen kann.

Ich habe zuerst eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich gemacht und anschließend auf Lehramt studiert. In der Rückschau denke ich dass das für mich die ideale Kombination war.
Ein Studium ist oft zu theorielastig, in der Ausbildung erfährt man häufig nicht genug über Hintergründe und Zusammenhänge.
Sollte es also zu deinem Berufswunsch passen, empfehle ich dir, beides zu machen.
das muss man wohl ein bisschen auseinanderklamüsern. studieren kostet erstmal enorm viel geld und bringt (wenn man nicht nebenher kellnert) erstmal auch nicht so viel. dafür sind später die chance, einen "besserverdienerjob" zu kriegen, je nachdem, was man studiert, ein bisschen besser. nicht immer, klar, wer ein schlechtes studium hinter sich gebracht hat, der hätte mal lieber eine gute ausbildung gemacht. aber pauschal gesagt ist es wohl auch heute noch so, dass man mit einem guten uni-abschluss die qualifikationen für "führungspositionen" etc. hat.
das wäre die karriere seite. die persönliche/interessenseite wäre folgende: erstmal ist studium ja nicht gleich studium. zwischen magister kunstgeschichte und bachelor informatik liegen welten. das ist, denke ich ganz persönlich, eine interessenfrage. wenn man so etwas wie sinologie und frühgeschichte studiert muss man sich klar machen, dass man neben dem studium durch praktika etc. den einstieg ins berufsleben suchen muss - das ist mit praktischeren oder fh-studiengängen einfacher. aber nur weil man denkt, beispielsweise als lehrer könne man noch einen sicheren job bekommen (auch wenn das schon nimmer stimmt) sollte man sich gut überlegen, ob man sich eventuell mit ätzenden leuten durch ein für einen anstrengendes studium quält.
das gleiche gilt wohl für die ausbildung. ist man ein etwas versponnener intellektueller, der gerne den faust durchstöbert auf der suche nach philosophischen allegorien (...), dann ist man in einer praktischen ausbildung in einer werkstatt oder einem büro völlig falsch.
fh-studiengänge bieten sicher eine gute alternative, sie sind oft eine mischung aus theoretischen und praktischen anteilen, gut für alle, die von allem ein bisschen wollen. da ists wieder eine frage der persönlichen wünsche.
da hilft nichts außer mal zu schnuppertagen zu gehen, schon vor dem schulabschluss ein praktikum in einer werkstatt etc. zu machen, um verschiedene möglichkeiten zu sehen, um sich dann nicht ganz unvorbereitet zu entscheiden.

DIR rat' ich zu 'ner Ausbildung...
warum gerade mir :D

Hi. Mein Tip: Ich habe nicht studiert, aber eine Ausbildung gemacht! Ich kenne aber viele die sich für ein Studium entschieden haben. Wenn man sich mal vorstellt, man geht studieren bis 25 und findet nach dem Studium keine Arbeit. Dann sieht es düster aus. Doch wenn du eine Ausbildung machst, bleiben dir Optionen offen. Ausserdem bringt dir eine Ausbildung was, dass dir kein Studium dieser Welt geben kann!

deine frage kannst nur du beantworten, du musst wissen wo du hinwillst. am besten ich erzähl dir eine kleine geschichte. ich hatte mal baumaschinist gelernt (kann alles mögliche aufem bau fahren) vor jahren saß ich in meinem frontlader und belud lkw´s, um diese zu beladen musste ich die tür offen lassen wegen der besseren sicht und da ich eine frostbeule bin war mir schweine kalt. als die fahrzeuge unterwegs zur kippstelle waren hatte ich zeit und die wohlige wärme der heizung umschloss mich und ich begann zu träumen und weißt du woran ich denken musste? hätteste mal früher in der schule besser aufgepasst, dann wäre ich bauleiter geworden und würde schon lange im warmen bauwagen sitzen. und die moral von der geschichte ist, willst du mal bei offner tür frieren oder möchtest du im warmen sitzen? wichtig ist das du mal zu dir sagen kannst, ich habe alles getan um im warmen zu sitzen. ich bin überzeugt du triffst die richtige entscheidung. viel glück.
Die sichere Variante "Erst eine Ausbildung, dann studieren", senkt die Rendite des Studiums. Ich habe mal einen Artikel gelesen, dass im Durchschnitt ein studierter Arbeitnehmer den Einkommensvorsprung eines nicht studierten Arbeitnehmers mit Mitte 30 aufgeholt hat und am Ende des Lebens über 1 Millionen DM (Artikel war von 2001) mehr verdient hat, als der nicht studierte. Wenn man erst eine Ausbildung macht, und dann studiert, sinkt das Lebenseinkommen unter das Optimum (das erreicht wird, wenn man auf die Ausbildung verzichtet). Dazu kommt, dass die Arbeitlosenrate unter Akademikern relativ konstant bei um die 3% glaube ich liegt. Sie finden einfach besser Arbeit. Die Studienzeit ist eine wirklich schöne, und jeder, der es sich leisten kann und dafür geeignet ist, sollte sich das gönnen ;-) So viel Freiheit hast Du nie wieder...

Mein Junior hat eine etwas verkürzte Mechatroniker-Ausbildung gemacht (hatte nach dem Abi die Nase von Theorie voll) und dann an der FH Elektrotechnik: 4 Bewerbungen geschrieben 3 Zusagen.
Tochter mach jetzt nach Abi 2-jährig Bürokauffrau mit Fremdsprkorrespondentin und danach vermutlich Studium Grundschullehrerin oder BWL.
Ich würde zuerst eine Ausbildung machen und dann in diesen Fachbereich studieren. Nach dem Studium ist es dann leichter, Arbeit zu finden, da man durch die Ausbildung Erfahrung mitbringt.