Frage von Lenawolkecappu, 59

was interresiert die katholischen an den evangelischen?

Wir müssen in der schule ein 20 Seiten langes Heft machen indem wir den katholischen die ev. Kirche und so erklären. und sie eben auch uns. ich habe schon ein paar punkte. ich habe Martin Luther erklärt, seine Eltern, das Vaterunser, die 10 Gebote,die Entstehung der ev. Kirche und das die ev. keinen Papst haben, die 95 Thesen,und die Konfirmation. Jetzt die frage an alle katholischen,was interressiert euch noch an der ev. kirche?

Danke schon mal für alle antworten

Antwort
von kgsbus, 13

Die Laien haben wohl mehr Mitsprache -> Presbyterium

Die Gliederung der Kirchenkreise ist anders, sogar oft sehr
alt im Zuschnitt (die katholische Kirche passt die Dekanate an politische
Grenzen an).

Die Vielfalt der Gemeinden ist riesig von Freikirchen, Reformierte,
Lutheraner, Pietisten etc.

Die Pfarrer sind keine geweihten Priester. Wie werden sie
ausgebildet, wie steht es um den „Gehorsam“? Welchen Aufstieg gibt es für
Pfarrer bei den Evangelischen?

Warum gibt es so wenige evangelische Schulen in eigener
Trägerschaft?

Warum sind Kerzen und Kreuze mit Korpus so selten?

Lieder und Predigt stehen viel mehr im Mittelpunkt, oder?

Viele Gemeinden haben Posaunenchöre – warum?

Bilder sind auch selten.

Die Kanzel steht im Mittelpunkt.

Der Kirchraum ist oft anders (es sei denn die Kirche war
vorher einmal „katholisch“).

Und die Liste könnte noch länger sein.

Ich finde es gut, dass im Fach Religion auch die anderen Richtungen Thema sind. Nicht nur evangelisch, katholisch sondern auch Islam, Judentum; denn sie gehören zum Monotheismus.

Antwort
von Aleqasina, 25

Eure Gefühle beim Gottesdienst.

Bei uns ist es ja sehr sinnlich, es gibt viele Formen und liturgische Handlungen, es gibt viel zu sehen, zu hören (nicht nur Predigt und Lieder), manchmal gibt es auch was zu riechen (Weihrauch).

Geht bei euch alles über den Kopf?

Sind alle Gottesdienste gleich?

Welche Formen von Meditation und Kontemplation gibt es bei euch?

Welche Rolle spielen bei euch Beichte und Versöhnung? Für Luther war die Beichte ja sehr wichtig.

Wie gestaltet ihr euer Glaubensleben im Alltag (also nicht am Sonntag mit dem Gottesdienst)?

Die 10 Gebote und das Vaterunser gibt es bei uns ja auch. Das dürfte sich nicht unterscheiden, denke ich. Oder doch?

Denkst du, dass es ein anderes Verständnis der Bibel gibt?

Schön fände ich, wenn ihr persönlich aus eurer Lebenserfahrung schreiben würdet, also nicht nur, was man auch bei Wikipedia nachgucken kann.

Antwort
von Myrine, 20

Die 10 Gebote und das Vaterunser sind doch bei beiden gleich, das Glaubensbekenntnis ist im letzten Teil leicht abgewandelt.

Die Unterschiede in den Gottesdiensten wären vielleicht noch interessant. Da gibt es doch einige.

Antwort
von JustNature, 35

Echtes Interesse für solche Themen liegt bei Schülern nicht vor. Solche Aufgaben werden halt gemacht, weil der Lehrer sie anschafft und man die Schüler mit irgendwas beschäftigen muß. Wer sich ernsthaft interessiert, findet bei Wikipedia und tausend anderen Stellen Info ohne Ende.

Im Übrigen sind 20 Seiten ganz schön überdimensioniert. Es sollte mehr Schüler-Energie in Lohnenderes fließen. Fraglich ist auch, welchen Sinn es macht, Anhänger des anderen Glaubens mit 20 Seiten fremden Glauben zu belasten. Die meisten schaffen es kaum, den eigenen Glauben im Kopf zu behalten.

Kommentar von Aleqasina ,

Also, ich fände den Dialog spannend.
Wenn es Atheisten nicht interessiert, - bitte!
Aber hier geht es ja um das einander Verstehen unter Christen.

Kommentar von JustNature ,

Es geht hier um 13jährige Schüler! (Und nicht um mich, wie Du unterstellst).

Was Du schreibst, sind doch Rentnerbeschäftigungen. Siebtklässler interessieren sich fast null für sowas. Wir haben damals in 7. Klasse Reli immer Hausaufgaben gemacht.

Kommentar von Aleqasina ,

Wenn in Reli nichts läuft, dann muss es ja langweilig sein.
Aber das ist ja nicht überall so. Es giebt ja auch Lehrer, die was auf der Pfanne haben.

Kommentar von JustNature ,

Ich habe in meinen 13 Jahren Schule ausschließlich die letzten Pfeifen als Religionslehrer gehabt. Aber darum geht es mir hier gar nicht.

Es geht darum: Die ganze Aufgabenstellung ist mir sehr unbehaglich. 20 Seiten Glaubensvorstellung an Andersgläubige - das kommt einem wie ein Propagandafeldzug vor: Wer kann Anhänger vom anderen Lager gewinnen (wir sind die richtigen - wir sind die besten). Dabei ist letztlich jeder in seinem Lager gefangen, daher ist die Aktion sinnlos. Vor allem um die viele da reingesteckte Energie ist´s schade. Denn es wäre megawichtig, sich statt mit Glaubenspropaganda mal mit wirklich glaubenskritischen Texten zu befassen.

Ich habe die ganze Schulzeit kein Wort darüber erfahren, wie zweifelhaft und chaotisch zusammengestümpert dieser Glaube ist. Der Bildungsauftrag wird da sträflich vernachlässigt. Auf die hier gestellte Frage bezogen heißt das: Die Schüler sollten nicht immer noch fleißiger irgendwelche Kriterien zusammentragen sondern sagen: Langt jetzt, diese Beschäftigungstherapie. Könnten wir mal zusammen ein Buch lesen wie "Der gefälschte Glaube" - das bringt uns mehr!

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