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Was hilft bei Cyberchondrie? Internetabstinenz?

gefragt von waterfall am 15.07.2008 um 20:41 Uhr

Eine gute Freundin leidet offensichtlich an Cyberchondrie, ihr Arzt hat ihr das heute lachend bestätigt. Für sie ist es aber gar nicht witzig. Sobald eine kleine Unregelmäßigkeit bei ihr auftaucht, ein kleines Zwicken oder Zwacken, sucht sie im Internet nach der Diagnose. Ihr Arzt hat das gemerkt, weil sie die Diagnose für ihre Beschwerden gleich mitlieferte und sah das wohl eher nicht so ernst, aber ich finde das langsam schon bedenklich, denn sie macht sich richtig verrückt damit. Er hält sie auch nicht für körperlich krank. Was hilft am besten, diesen Mechanismus abzustellen, dass sie laufend im Internet nach Diagnosen sucht? Abstinenz? Sie ist übrigens selbst genervt davon.


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RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 15. Juli 2008 20:45
3x
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"Das Austauschen von Krankheits-Symptomen im Wartezimmer durch die patienten ist zu unterlassen!" <Satiretasteausgeschaltet>

Abstinenz von diesen Seiten im Internet, sowie Leseverbot von Gesundheitsbüchern und einschlägigen Hausfrauenzeitungen ist da wirklich anzuraten.

Das unterstützt meine These, das zuviel Information, egal worüber, für sehr viele Menschen sehr schädlich sein kann :-(

Kommentar von Simple_avatar10smallvalvetvipe am 15. Juli 2008 20:52

DH


anonym
beantwortet von NadineDo am 15. Juli 2008 20:42
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Leuten die in Gesundheitsbüchern lesen, rät man ja auch diese wegzuwerfen, wenn es überhand nimmt. Also halte ich Abstinenz für sinnvoll.


Marieke2712
beantwortet von Marieke2712 am 15. Juli 2008 20:46
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Einige Ärzte können es aber auch nicht gut haben, wenn man ihnen die Verdachtsdiagnosen schon in den Mund legt. Damit haben die Mediziner ein Problem. ;) Ich persönlich informiere mich auch im Netz über Krankheiten und finde das auch völlig normal. Wenn sie wirklich eine Hypochondrische Störung hat, kann man diese psychotherapeutisch behandeln.


fraggle16
beantwortet von fraggle16 am 17. Juli 2008 13:14
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Cyberchondrie ist eigentlich nichts weiter als Hypochondrie mit modernen Nachschlagemitteln.

gegen Hypochondrie gibt es mittlerweile formen der Psychotherapie, die auch gut anschlagen können.

Wenn deine Freundinn nicht allein dagegen ankommt, würde ich ihr raten, darüber vielleicht mal mit einem Psychiater zu sprechen.

die meisten Allgemeinmediziner haben nicht den Wissensstand, dass es therapiemöglichkeiten gibt und viele interessieren sich ja einfach auch nicht für psychische Störungen, Leiden und/oder Krankheiten. Beispiel für Therapien: http://www2.uni-jena.de/svw/klindiag/teach/vorlesunghyp_folien.htm

Die Begriffsneuschöpfung finde ich übrigens interessant - da Chondron der Knorpel im Altgriechischen ist (man ging bei Hypochondrie früher davon aus, dass sie unter einem Rippenknorpel in Höhe Zwerchfell entsteht), wie übersetze ich nunmehr Cyberchondrie? fg


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