Frage von SaraaH1993, 73

Was hilft bei chronischen Rückenschmerzen ?

Hallo ich verzweifele wirklich mein mann hat seit mindestens 2 Jahren unfassbare Rückenschmerzen. Wir waren bei vielen ärzten beim Orthopäden da wurde ein mrt gemacht da hieß es er hätte Entzündungen der kreuz-darm-bein gelenke dann wurde stoßwellentherapie und Akupunktur gemacht hat alles nichts gebracht von Hausärzten wurden unzählige Tabletten verschrieben die auch nichts gebracht haben es wird immer schlimmer waren auch bei einem sport Mediziner der allerdings meinte es wäre ne Entzündung. Physiotherapie wurde auch gemacht :( hatte alles keine Wirkung... am schlimmsten ist es beim aufstehen er kann nicht lange liegen oder stehen nur sitzen auf seinem stuhl mit rücken und kopf lehne geht es etwas aber das ist ja kein zustand :( im Februar geht er in eine klinik zu einem ostheopath aber das is noch so lange hin hat jemand vlt noch eine idee ? Oder das selbe problem ? Danke schonmal im vorraus

Lg Sarah

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Antwort
von Birgitmarion, 16

Das erinnert mich an meinen verstorbenen Mann! Jetzt bloß keinen Schock bekommen!!! Er wurde sehr, sehr lange bei diversen Orthopäden usw. mit den üblichen Dingen/Methoden behandelt. Krankengymnastik, Massagen, das volle Programm. Leider alles nutzlos. Eines Tages fiel er im Bad hin und war nicht mehr imstande aufzustehen. Zum Glück kam unsere benachbarte Hausärztin vorbei, um einen Hausbesuch zu machen. Mein Mann robbte bis zur Haustür, um ihr zu öffnen! Die Ärztin tippte erst daraufhin darauf, dass er ein gebrochenes Rückgrat hatte!! Und das kam von einem lange nicht erkannten "Plasmozytom"! Krebs. Das hat die Knochen zerfressen, sage ich mal laienhaft! In Heidelberg bekam ich auf meine Frage die Antwort, dass es nur durch einen bestimmten Test festgestellt werden kann!

Ich will Dir damit bestimmt keine Angst machen, aber man sollte auch mal in eine andere Richtung untersuchen lassen, da auch ernsthafte Krankheiten dahinterstecken könnten!

Kommentar von Tanzistleben ,

Nicht böse sein bitte, aber so, wie Sarah die bisherige Diagnostik beschreibt und auch aufgrund des Verlaufes, wäre es sehr ungewöhnlich und unwahrscheinlich, wäre nicht sowohl ein Plasmozytom, als auch Morbus Bechterew von den Ärzten längst ausgeschlossen worden. Ihr Mann scheint ja die ganze Zeit bei Orthopäden in Behandlung zu sein und da wäre es schon mehr als eigenartig, hätten die Ärzte nicht auch längst diese alles, nur nicht seltenen Erkrankungen, wohl schneller in Betracht gezogen, als alle Laien hier schreiben können. Es ist ja rührend, wie sehr sich alle hier bemühen, aber ich denke, ein wenig mehr Vertrauen in die Fähigkeiten der Fachärzte dürften wir schon alle haben. Ich bin sicher, dass diese Standarderkrankungen längst diagnostisch ausgeschlossen wurden, ohne großes Gedöns darum zu machen, um die Patienten nicht unnötig zu beunruhigen. 

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 36

Ich würde Dir dazu raten, dass Du Dich mal richtig in schmerztherapeutische Behandlung begibst.

Wenn die Orthopäden Dir nicht helfen können, dass die Ursache der Schmerzen behoben werden kann, dann solltest Du umschwenken und die Schmerzen an sich bekämpfen. Da bist Du bei einem Schmerztherapeuten an der richtigen Adresse.

Ideal wäre, wenn Du einen Termin in der Schmerzambulanz einer Klinik mit stationärer Schmerztherapie bekommen könntest. So würde man sich die Möglichkeit offen halten, dass Du auch stationär mit den richtigen Schmerzmedikamenten eingestellt werden kannst.

Manchmal ist es leider so, dass die eigentliche Ursache für die Schmerzen gar nicht mehr vorhanden ist, der Körper aber trotzdem immer noch starke Schmerzen signalisiert. Da kann man dann wirklich nur Schmerztherapie betreiben und hoffen, dass der Körper die Schmerzen wieder aus dem Schmerzgedächtnis löscht.

Ich weiß, wie schlimm Schmerzen sein können. Ich bin seit 17 Jahren in Schmerztherapie. Ist wirklich nicht schön ...

Ich wünsche Dir alles Gute und gute Besserung

Kommentar von SaraaH1993 ,

Am Februar ist er ja in einer Klinik

Kommentar von Sternenmami ,

Ja, aber nicht in eine Schmerzklinik, sondern zu einem Osteopathen. Das ist ein ganz anderer Fachbereich.

Fakt ist, dass schnellstens auch die Schmerzen gelindert werden müssen, denn ansonsten manifestieren sich diese Schmerzen im Gehirn und sind irgendwann auch noch dann vorhanden, wenn die eigentliche Ursache der Schmerzen längst beseitigt wurde. Es gibt so etwas, was sich "Schmerzgedächtnis" nennt. D.h. der Körper merkt sich diese Schmerzen und zeigt auch dann Schmerzen an, wenn es eigentlich gar keinen Grund mehr für diese Schmerzen gibt.

Dieser Teufelskreis muss frühstmöglich unterbrochen werden, bevor man ihn nicht mehr durchbrechen kann.

Ich hatte übrigens falsch gelesen ... ich dachte, Du hättest die Rückenschmerzen und nicht Dein Mann. Daher ist die Formulierung meiner Antwort nicht korrekt, aber ich denke mal, Du hast sie trotzdem verstanden. ;-)

Kommentar von Tanzistleben ,

Ich halte diese Klinik dzt auch für nicht zielführend. Darf ich fragen, wer euch dazu geraten hat?

Kommentar von Sternenmami ,

Bei mir war es der Orthopäde. Allerdings bin ich nicht wegen Rückenschmerzen in Behandlung, sondern wegen einer Erkrankung, welche sich Morbus Sudeck nennt.

Ich hatte den Vorteil, dass die Frau meines Orthopäden Schmerztherapeutin in der gleichen Praxis ist. Diese hat mich dann an eine Schmerzambulanz in der Nähe geschickt, aber von dort aus wurde ich dann direkt in eine 600 km entfernte Schmerzklinik zur stationären Therapie geschickt. Dort war ich dann ca. 10 Monate während eines Zeitraums von 2 Jahren (also mit Pausen ... nicht 10 Monate am Stück).

Ich musste so weit weg von der Heimat sein, weil meine Erkrankung sehr speziell ist und es nur wenig Schmerzkliniken in Deutschland gibt, welche sich vor 17 Jahren auf diese Erkrankung spezialisiert hatten. Inzwischen sind es etwas mehr, weil die Erkrankung bekannter geworden ist.

Im Falle von Rückenschmerzen hat man da eine wesentlich größere Auswahl an Kliniken und kann auch auf eine Klinik in der Nähe zurück greifen, was dann auch dazu führt, dass man nicht so lange stationär liegen muss, sondern das meiste ambulant machen kann.

Ich denke, Dein Mann sollte sich da wirklich mal an einen Schmerztherapeuten wenden, damit nicht nur die Ursache gesucht wird, sondern vor allem die Symptome, d.h. die Schmerzen behandelt werden. Wie gesagt ... wenn Schmerzen erst mal chronisch im Gehirn manifestiert sind, bekommt man sie kaum noch weg.

Antwort
von Tanzistleben, 23

Hallo Sarah,

hier hilft wirklich nur eine fundierte Schmerztherapie, wie "Sternenmami" es vorgeschlagen hat.

Ich bin selbst seit 20 Jahren Schmerzpatientin, nach zwar 5 erfolgreichen Wirbelsäulen-Operationen, da alle Lähmungen weg sind, die Schmerzen aber sind geblieben.

Bewegung ist natürlich immer gut, aber bevor daran zu denken ist, müssen die Schmerzen behandelt werden. Ich weiß, wie es deinem Mann geht, da gibt es keine andere Chance. Und "Hintern zusammenkneifen" ist nicht immer die beste Lösung. Damit habe ich mir die OP in der BWS und eine Versteifung über 3 Segmente eingehandelt.

Rufe bei der örtlichen Ärztekammer an und lass dich beraten, welche Spezialklinik für deinen Mann die geeignetste wäre. 

Ich wünsche ihm - und dir! - alles Gute und möglichst baldige Besserung.

Liebe Grüße

Lilly "Tanzistleben"

Antwort
von GuenterLeipzig, 28

Das klingt wie Morbus Bechterew, eine entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule.

Dabei passiert folgendes: An den Wirbelkörpern, haben sich Entzündungen gebildet, die wenn diese abklingen, zusätzliche Knochensubsatanz zwischen den Wirbelkörpern bildet, die die Wirbelsäule weiter natürlich versteift.

Am Morgen vor dem Aufstehen ist die Steifigkeit und auch das Schmerzempfinden oft am stärksten ausgeprägt.

Mit der Wiederkehr von Bewegungen im Alltag, nehmen die Schmerzintensitäten weiter ab.

Zunächst ist erst einmal alles gut, was entzündungshemmend auf den Organismus wirkt.

Auch ist Bewegung der Schlüssel zur Schmerzminderung.

Das Problem dabei ist, dass Bewgungen oft mit Schmerzpiotenzialen verbunden sind.

Es gibt spezielle Sportprogramme in Rehasporteinrichtungen bzw. Physiotherapien.

Anfangs wird die Teilnahme an solchen zu verordnenden Kursen nur nach zeitbegrenzter Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten mit Entzündungshemmern 2 Stunden zuvor möglich sein.

Dabei sollte mit der Zeit jedoch versucht werden, diese schrittweise in ihrer Dosis auszuschleichen, bis diese überhaupt nicht mehr genommen werden müssen.

Günter


Kommentar von SaraaH1993 ,

Ja das klingt wirklich danach vielen Dank :)

Antwort
von berndcleve, 15

Die chinesische Medizin sieht Störungen des Energieflusses als Ursache für Erkrankungen an. Dementsprechend diagnostiziert der Chin. Arzt an den Akupunkturpunkten, an welchen Stellen des Körpers der Energiefluss gestört ist; wichtig ist dabei, dass man die ursächliche Blockade findet. Je genauer die Diagnose, desto spezifischer die Behandlung.

Behandlungsformen der Chines. Medizin sind Akupunktur, Akupressur, Heilmagnetismus und Chi Gong. Homöopathie ist auch eine Behandlungsform auf der energetischen Ebene.

Wichtig ist jetzt herauszufinden, wo die ursächliche Blockade sitzt; da nur so eine spezifische Therapie möglich ist. Ansonsten muss man versuchen, das Problem einzugrenzen bzw. anzunähern. NIcht jede Störung bekommt man mit ein paar Akupunktursitzungen behandelt. Manchmal reagiert der Körper besser auf die Behandlungsformen wie Heilmagnetismus oder Chi Gong. Oft ist auch lange harte Arbeit notwendig, um die Störung wegzubekommen.

Beim Osteopathen kommt es drauf an, ob er sein handwerk versteht, ob er sich ostepath nennt, ist dabei völlig egal. Der Osteopath kümmert sich in erster Linie um den Rücken und den Halsbereich; die grundlegenden Probleme können aber ganz irgend woanders sitzen.

Antwort
von Xaero, 25

Klingt echt schlimm, tut mir leid :/ Hatte auch lange schmerzen, wenn auch nicht in dem Ausmaß. Weg gingen sie erst nachdem ich angefangen habe meine Rückenmuskulatur zu trainieren. 

War ein langer weg und hat 2 Jahre gedauert aber seid meine Rückenmuskulatur durchtrainiert ist bin ich schmerzfrei.   Kann leider nicht sagen ob es in dem Fall auch etwas bringt ... 

Kommentar von SaraaH1993 ,

Das sage ich ihm auch aber er solche Schmerzen das ich da leider gegen eine wand rede :/ der ganze rücken ist hart da hätte ich glaub ich auch keine lust :( die idee hatte ich nämlich auch schon

Kommentar von ThadMiller ,

Keine Lust? Dann soll er weiter leiden....

Kommentar von Xaero ,

Der Anfang war echt schlimm.. Das Training war schmerzhaft und ein wenig teuer da ich einen Berater hatte der mir gezeigt hat wie ich anfangen muss damit ich nichts falsch mache (Für die Analyse die ich immer bekommen habe war es das Geld echt wert).

Auch wenn er dir leid tut, man muss den Hintern zusammenkneifen und selbst entscheiden das man Schmerzfrei leben will. Ohne den Willen etwas zu ändern wird man es nicht schaffen. Man kann nicht zum Arzt gehen und sich denken, der soll das richten! Mann will etwas vom Arzt, nicht er von einem selbst. 

Nach dem Training waren die Schmerzen weg und es blieben nur welche im Fuß. Der Ortophäde hat mit den Informationen die ich hatte, weil ich mich damit beschäftigt habe nachvollziehen können woran das liegt und hat mir Einlagen gemacht. Seid dem bin ich zu 100% Schmerzfrei. 

Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Arzt & Medizin, 10

Und Verspannungen als Ursache wurde ausgeschlossen ?

Kommentar von SaraaH1993 ,

Ja

Antwort
von ThadMiller, 19

Rückenschmerzen können unzählige Ursachen haben. Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle. Ich bekomme meine Schmerzen durch gezieltes Krafttraining in den Griff.

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