Frage von Pruiser, 112

Was heißt "Vertrauen" für euch?

Ich finde es unheimlich schwer mich anderen anzuvertrauen. Gehe da ganz nach dem Motto: früher hab ich alle Probleme allein gelöst und dann schaff ich das jetzt auch. Daher rede ich selten über meine Probleme. Nicht einmal mit meinen Eltern, weil ich dann mit Lösungen bereits vor ihnen stehen will.

Was bedeutet für euch Vertrauen und ab wann ist da eine Art Schwelle zum Vertrauen erreicht?

Antwort
von Agronom, 99

Mir geht es da ähnlich wie dir, also ich vertraue meinen engsten Freunden und Familienmitglieder schon, nur habe ich da auch leichte Hemmungen mich ihnen wirklich anzuvertrauen mit konkreten Problemen. Ich denke aber auch, dass ich bisher eigentlich keine wirklichen Probleme hatte, welche ich mit Hilfe von ihnen besser hätte bewältigen können.

Vertrauen kann ich auch gar nicht näher beschreiben oder definieren, es ist mehr ein Gefühl, dass sich ergibt, wenn ich eine Person über die Zeit näher kennenlerne.

Antwort
von GrumpyLilo, 53

Hey Pruiser,

also meiner Erfahrung nach ist Vertrauen etwas sehr wichtiges und schönes. Allerdings sollte man sich die Menschen, denen man vertraut, genau aussuchen. Nicht jeder hat dein umfassendes Vertrauen verdient und weiß es auch zu schätzen. 

Ich selbst vertraue meinen Eltern und meinen Geschwistern beispielsweise blind. Ebenso meinen drei besten Freundinnen. Bei vielen anderen Freunden und Bekannten bin ich da schon vorsichtiger.

Mit Problemen gehe ich tatsächlich direkt zu meiner Familie oder zu meinen Freundinnen, weil es mir sehr hilft, mit ihnen darüber zu sprechen. Außerdem haben sie auf die Situation eine objektive Sicht von außen, was bei der Suche nach einer Lösung oft hilfreich ist. 

Bei Problemen so offen zu sein ist mir aber auch nicht immer leicht gefallen. Anfangs hatte ich Angst, als Versager dazustehen oder ihre Erwartungen nicht zu erfüllen. Erst als ich mir bewusst gemacht habe, dass kein Mensch perfekt ist und jeder mal Probleme hat, hab ich mich das dann getraut. 

Über Gefühle und Ängste zu sprechen ist wirklich besser als alles mit sich selbst auszumachen. Das nimmt einem unheimlich viel Stress und tut der Seele gut.

Antwort
von Francesco1996, 65

Hallo,
Vertrauen ist für mich:
Ich gebe jedem Menschen 100% Vertrauen. Wirklich jedem. Ich sage ihm direkt was mich stört & womit man es zerstören kann. Ob er es schätzt oder nicht, obliegt ihm selber. Ich vertraue persönlich garnicht. Kann sein das ich eventuell naiv bin, da ich schnell Sachen weitererzähle, jedoch weiß ich was ich sagen kann & was nicht. Wenn man bei mir einmal das vertrauen bricht, sei es ein falsches Wort eingelegt etc, hinter meinem Rücken über mich geredet, ist es aus. Das mache ich mit jeder Person. Da wird keiner bevorzugt. Niemand. Wenn man(n) es einmal macht, macht man es ein 2,3 mal. Daher sage ich mir direkt, das die Person nicht gut für mich ist. Natürlich habe ich auch so Phasen, da erwartet man viel mehr von einer Person, und man möchte sie nicht bestrafen, da man sie noch im Leben haben möchte. Aber ich habe gelernt, das es immer was besseres gibt. Immer.
ich hoffe ich konnte helfen.

Antwort
von mxxnlxght, 55

Mir geht das genauso. Irgendwann stürzt man sich nur noch in Beziehungen ohne Erwartungen, weil man angst hat vor Enttäuschung...

Vertrauen heißt für mich Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit.

Wenn ich jemand Frage, ob er für mich da sein wird, ob in guten oder schlechten Zeiten und er dies bejaht, wenn es einem scheizze geht und er lieber mit Freunden weg ist als für mich da zu sein... -> Vertrauen zerstört, unzuverlässig und unehrlich.

Fremdgehen. -> Vertrauen zerstört, unzuverlässig und unehrlich.

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