Man hört es ja ständig, aber eine konkrete Vorstellung hab ich nicht. Könnte es mal jemand erklären?

Bevor das gewonnene natürliche Uran durch Kernspaltung zur Energieerzeugung eingesetzt werden kann, muss der Anteil des spaltbaren und daher energieliefernden Uranisotops U-235 von ca. 0,7 Gewichtsprozent auf Werte zwischen 3 und 5 Prozent angehoben werden. Dieser Vorgang wird Urananreicherung genannt. Von den entwickelten Anreicherungsverfahren sind großtechnisch das Diffusionsverfahren und das Zentrifugenverfahren im Einsatz. Das in Deutschland entwickelte Zentrifugenverfahren zeichnet sich durch eine sehr hohe Flexibilität bei der Einstellung des gewünschten Anreicherungsgrades und durch einen sehr niedrigen Energieverbrauch aus.
Bei diesem Verfahren wird das gasförmige Uranhexafluorid in einem nahezu reibungsfrei, äußerst schnell rotierenden Zylinder auf hohe Geschwindigkeit gebracht. Die dabei auftretenden sehr hohen Zentrifugalkräfte bewirken eine deutliche Entmischung (Trennung) der Uranisotope, indem das schwerere Uran-238 stärker an der Rotorwand konzentriert wird, als das leichtere Uran-235. In weniger als zehn hintereinander geschalteten Zentrifugen wird die Anreicherung auf drei bis fünf Prozent Uran-235 erreicht.
Der Arbeitsaufwand für die Anreicherung wird als Uran-Trennarbeit (UTA) in Kilogramm oder Tonnen UTA ausgedrückt. Die jährliche Nachladung eines großen Kernkraftwerkes von ca. 25 Tonnen auf 3,5 Prozent Uran-235 angereichertes Uran wird aus rd. 170 Tonnen Natururan unter Aufwendung von rd. 120 Tonnen UTA hergestellt.
Weitere Sachinformationen unter www.urananreicherung.de
Zitat Wikipedia:
Um das Uran zur Energiegewinnung einsetzen zu können, muss bei den gängigsten Reaktortypen, den Druckwasserreaktoren und Siedewasserreaktoren, der Anteil des 235U erhöht werden. In einer Urananreicherungsanlage wird das eingespeiste (Natur-)Uran in zwei Fraktionen getrennt, von denen die eine einen gegenüber dem Ausgangsstoff höheren, die andere einen niedrigeren Anteil an 235U besitzt.