Frage von JuraBWL, 113

Was heißt Freiberuflich?

Antwort
von Dampfschiff, 81

Der Begriff des Freiberuflers ist in Deutschland rechtlich genau definiert. Es handelt sich um einen Menschen (Einzelperson!) mit einer akademischen Ausbildung (also ein abgeschlossenes Studium - egal was!), der wie ein Selbständiger arbeitet, aber nur seine eigene Arbeitsleistung verkauft. Er darf sich dabei bei untergeordneten Aufgaben von anderen Personen unterstützen lassen (er darf z. B. eine Sekretärin für die Büroorganisation haben), aber die eigentlich verkaufte Arbeitsleistung muss komplett von ihm selbst kommen.

Jemand, der auch andere Leute beschäftigt, deren Arbeitsleistung er direkt verkauft (z. B. ein Anwalt, der andere Anwälte als Angestellte hat), oder der außerdem mit Waren handelt (z. B. ein Arzt, der außer seiner eigenen Leistung auch irgendwelche medizinischen Produkte verkauft) ist kein Freiberufler mehr, sondern zählt in Deutschland als Unternehmer.

Die Konsequenzen sind vor allem steuerlicher Art. Ein Freiberufler muss keine Umsatzsteuer auf seine Einnahmen bezahlen. Er bezahlt lediglich für seinen Gewinn seine persönliche Einkommenssteuer. Ein Unternehmer dagegen muss den Gewinn seines Unternehmens versteuern über die Umsatzsteuer, und denjenigen Teil des Unternehmensgewinns den er für sich selbst behält nochmal zusätzlich mit seiner persönlichen Einkommenssteuer. Viele Kleinunternehmer umgehen diese doppelte Besteuerung (legal), indem sie sich selbst ein Geschäftsführergehalt auszahlen, das fast so hoch ist wie die erwarteten Erträge des Unternehmens - dadurch ist der Gewinn des Unternehmens "auf dem Papier" klein und es brauchen nur wenige Steuern für das Unternehmen gezahlt zu werden. Der Geschäftsführer bezahlt dann für das Geld, was er selbst bekommt, nur einmal Steuern (Einkommenssteuer).

Antwort
von rotreginak02, 65

Freiberuflich sind diejenigen, die auf Honorarbasis für andere arbeiten.

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