gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ

32 

Was heißt eigentlich „Demenz“ und „Alzheimer“?

gefragt von DarkoDarko am 27.07.2007 um 11:28 Uhr

Wie häufig ist die Krankheit? Gibt es eine Vorbeugung?


Infobutton_rz  

Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Krankheit (3335)
Deutsche (201)
Alzheimer (83)
ähnliche Fragen
Frage beantworten


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 27. Juli 2007 11:31
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Zur Demenz schreibt Wikipedia:

Eine Demenz (lat. dementia „Verrücktheit“) ist eine fast immer, aber nicht ausschließlich im Alter auftretende Erkrankung des Gehirns,... bei der es zu einer fortschreitenden Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit kommt. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, nur bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen.

Alzheimer ist eine von verschiedenen Krankheiten, die zur Demenz führen.

Kommentar von 95c4a024bd262f242db42665ed8842dcsmallbommel65 am 27. Juli 2007 13:02

Richtig, Demenz kann auf Grund von Alter oder Krankheit, aber auch durch Alkohol- oder Drogenmissbrauch entstehen...


Mimi081
beantwortet von Mimi081 am 27. Juli 2007 14:51
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Die Symptome der Alzheimer Krankheit werden durch einen ständigen und fortlaufenden Verlust von Nervenzellen hervorgerufen. Dadurch kommt es zur Schrumpfung des Gehirns. In mittleren und späten Krankheitsstadien kann diese Schrumpfung durch Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) sichtbar gemacht werden. Diese Untersuchungen können dabei helfen, andere Krankheiten abzugrenzen, die ähnliche Symptome aufweisen. Dazu zählen unter anderem zerebrovaskuläre Krankheiten (Durchblutungsstörungen des Gehirns), Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und die Parkinson- Krankheit.

Der Verlust von Nervenzellen tritt nicht nur in der Hirnrinde auf, sondern auch in tiefer liegenden Hirnstrukturen. Durch den Untergang der Nervenzellen werden auch die der Informationsweiterleitung und -verarbeitung dienenden Übertragungsstellen zwischen den Nervenzellen zerstört.

Erkennen des typischen Symptommusters

  • Gedächtnisstörungen
  • Beeinträchtigungen des Denk- und Urteilsvermögens
  • Störungen der Sprache (z.B. Wortfindung)
  • Störungen von räumlichen Leistungen (z.B. Kleidungsstücke richtig anziehen)
  • Einschränkung der Orientierung (zur Zeit oder zur Situation)
  • Veränderungen des Verhaltens (z.B. Stimmungsschwankungen, Rückzugstendenz)

die ersten Symptome der Demenz:

Eine Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses als erstes Symptom ist meist schon im Alter von 60 bis 70 Jahren zu beobachten. Konzentrationsfähigkeit und Denkleistung lassen nach, Sprachstörungen treten auf, die Müdigkeit nimmt zu. Oftmals ist das Orientierungsvermögen stark eingeschränkt, dem Betroffenen fällt es schwer, Dinge und Personen wieder zu erkennen. Zu gröberen Einschränkungen kommt es, wenn Körperpflege und Nahrungsaufnahme Probleme bereiten. Die psychische Beeinträchtigung kann sich schließlich in einer Persönlichkeitsveränderung mit Angst, Aggression und Depression äußern.

  • Häufigste Ursache: Alzheimer Krankheit

  • Zweithäufigste Ursache: Folge eines Schlaganfalls (Multiinfarktgeschehen)

Andere Ursachen:

  • Hirnverletzung
  • Hirntumor
  • Hirnentzündung
  • Alkoholbedingt
  • andere, seltenere Ursachen

Demenz ist der Überbegriff für nachlassende geistige Fähigkeiten als Folge einer Hirnschädigung. Die Patienten leiden häufig an Gedächtnisstörungen, Abnahme des Denkvermögens, Orientierungsstörungen oder Wahrnehmungsstörungen.

Risiko für Multi-Infarkt-Demenz?

Dieselben Faktoren, die zu Schlaganfällen führen, können auch das Risiko für Multi-Infarkt-Demenz steigern:

  • Rauchen
  • Erhöhte Blutdruckwerte
  • Zu hohe Cholesterinwerte im Blut
  • Diabetes Typ 1 und Typ 2, besonders bei schlechter Einstellung
  • Erkrankungen der Herzkranzgefäße
  • Unregelmäßiger Herzrhythmus
  • Einengungen von hirnversorgenden Gefäßen

Um der Multi-Infarkt-Demenz vorzubeugen, kann man:

  • Fettarme Diät halten
  • Aufhören zu Rauchen
  • Den Blutdruck regelmäßig beim Arzt messen lassen.
  • Einen Arzt aufsuchen, wenn das Herz unregelmäßig schlägt.
  • Bei Diabetes (Typ 1 und Typ 2) ist eine bestmögliche Blutzuckereinstellung, von größter Bedeutung.
  • Ein bis zwei Gläser Wein am Tag können vermutlich das Risiko für Blutgerinnsel verringern, wahrscheinlich auf Grund des Phenolgehaltes.

Die Behandlung kann eine bereits vorhandene Schädigung nicht mehr rückgängig machen. Dennoch ist es heute möglich, wesentliche Bereiche der organisch bedingten Symptome zu lindern. Die Forschung der letzten Jahre deutet darauf hin, dass in nächster Zeit noch bessere Behandlungsmöglichkeiten entwickelt werden.

Noch weitere Antworten findest du unter: http://www.modernealtenpflege.de/Erkrankungen/AlzheimerDemenz/alzheimerdemenz.html


anonym
beantwortet von Hans1943 am 27. Juli 2007 23:07
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Demenz, durch Hirnschädigung erworbene, meist irreparable und oft chronisch fortschreitende Minderung von Intelligenz, Gedächtnis und Auffassungsgabe, auch mit Persönlichkeitsveränderungen. Kennzeichen sind anfangs v.a. das Nachlassen des logischen Denkens, von Kritik- und Urteilsvermögen, Merkfähigkeit und Kurzzeitgedächtnis sowie der zeitlichen Orientierung. Im fortgeschrittenen Stadium sind auch das Langzeitgedächtnis und das räumliche Orientierungsvermögen sowie die Erkennung von Personen vermindert oder aufgehoben, teils kommt es zu Verwirrtheitszuständen; hinzutreten können allgemeine Antriebsverminderung, Störungen des Sozialverhaltens und Abstumpfung der Persönlichkeit. Ursachen der Demenz sind v.a. chronische Vergiftungen (Alkoholdemenz), Stoffwechselstörungen, Ernährungsmängel, Infektionen (z.B. auch Aids; Aidsdemenz), Hirnarteriosklerose, Hirngefäßerkrankungen und -gewebsveränderungen im Alter (senile Demenz). Die jeweilige Ausprägung der Symptome hängt von der Art und dem Grad der Hirnschädigung ab. Die Erforschung der Demenz sowie ihre Behandlung ist Gegenstand der Medizin allgemein sowie der Neurologie, Psychiatrie und Psychologie und hat mit dem Anwachsen des älteren Bevölkerungsanteils in den Industrieländern in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei ist die Ursache der zur senilen Demenz führenden Hirnschädigung noch nicht geklärt. Einteilung der Demenz nach dem Lebensalter: Dementia infantilis und Dementia praecocissima: frühkindliche Demenz, setzt um das 4.Lebensjahr ein, äußert sich in Sprachstörungen, auch Verlust des Sprachverständnisses, Bewegungsstereotypien, Charakterveränderungen; Ursache: Stoffwechselstörungen, Hirnerkrankungen; präsenile Demenz: vor dem Senium einsetzende Demenz, umfasst mehrere Krankheiten unterschiedlicher Ursache (Alzheimer-Krankheit, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Pick-Krankheit); Dementia senilis (senile Demenz): ab dem 7.Lebensjahrzehnt eine besonders häufige Form der Demenz unterschiedlicher Ursache, oft verbunden mit schlechtem gesundheitlichem Allgemeinzustand. Der von E.Kraepelin geprägte Begriff Dementia praecox bezeichnete ursprünglich eine Gruppe von Psychosen, die vorwiegend im Jugendalter auftreten und rasch zur Demenz führen. Er wurde auch auf andere Psychosen (Hebephrenie, Katatonie, Paranoia) ausgedehnt und von E.Bleuler durch den Begriff Schizophrenie ersetzt. Einteilung der Demenz nach den Ursachen: Dementia alcoholica (Alkoholdemenz): bleibende Hirnschädigung, bedingt durch chronische Alkoholabhängigkeit (Korsakow-Syndrom); Dementia arteriosclerotica: Persönlichkeitsabbau bei Hirnarteriosklerose; Dementia epileptica: Demenz infolge von Epilepsie; Dementia paralytica: Persönlichkeits- und intellektueller Abbau bei Paralyse; Dementia polysclerotica: Demenz bei multipler Sklerose; Dementia pugilistica (Boxerdemenz): Intelligenzdefekt durch Gehirnschädigung.

© 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG Alzheimer-Krankheit [nach dem Neurologen A.Alzheimer, *1864, 1915], seltene, meist zwischen dem 50. und 60.Lebensjahr auftretende degenerative Erkrankung der Großhirnrinde mit charakteristischen neuropathologischen und neurochemischen Veränderungen und unaufhaltsam fortschreitender Demenz. Erste Anzeichen sind hochgradige Vergesslichkeit und Aphasie. Als Ursache kommen v.a. genetische und andere Faktoren, z.B. Stoffwechselstörungen, in Betracht.

© 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG


anonym
beantwortet von pmielke am 29. Juli 2007 17:45
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Die Krankheit "Morbus Alzheimer", eine spezielle Form der Demenz, die mit der Ablagerung sog. Plaques (Proteinen) im Gehirn einhergeht, wurde nach ihrem Entdecker benannt. Demenz ist ein Fremdwort aus dem Lateinischen und bedeutet Schwachsinn (de= von, mens, -tis =Geist).


Frage beantworten

Verwandte Fragen

Verwandte Fragen

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Weitere Informationen

Wie lässt sich Demenz von Depression unterscheiden?
Auf der Suche nach einer guten filmischen Einführung zum Thema Depression bin ich heute auf dem Portal Health.com auf einen sehenswerten Beitrag zu den Parallelen zwischen Demenz und Depression gestoßen.

Kenneth Robbins, Psychiater an der University of Wisconsin zeigt auf, dass sich Demenz und Depression bei älteren Menschen in ihrer Symptomatik häufig ähneln. Wie man inzwischen weiß, hat dies unter Umständen schwerwiegende Konsequenzen bzw. führt zu schwerwiegenden Behandlungsfehlern. So werden (heilbar) depressive ältere Menschen häufig für (unheilbar) dement gehalten und damit von einer Behandlung ausgeschlossen, die binnen kurzer Zeit zu einer erheblichen Besserung ihres Gesundheitszustandes führen könnte.




Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.