Frage von tmohb,

Was hebt ein Stopschild auf?

Ich habe gestern bei Schneeglatter Straße einem parkenden Fahrzeug den Spiegel abgefahren. Die Fahrbahn war so rutschig, das ich aus der eingefahrenden Spur nicht rauslenken konnte. Wir wollen das ohne Versicherung regeln. Habe nur heute gesehen, das ca. 30 Meter vor dem parkenden Fahrzeug ein Parkverbotsschild ist, wo der Pfeil auf die Seite zeigt, auf der das Fahrzeug stand. 50 Meter vor diesem Parkschild befinden sich allerdings nochmal 2 Parkverbotsschilder.

2 Fragen: Was hebt ein Parkverbotsschild auf? (Stand das Fahrzeug noch im Parkverbot) und eine "glaubensfrage": Was glaubt Ihr: Mindert das meine Schuld? Was kann ich machen?

Hilfreichste Antwort von Gingryu,

Nein. Du musst auf stehende Hindernisse achten, auch wenn diese dort nicht stehen dürfen (vorausgesetzt es ist Dir überhaupt straßentechnisch möglich darauf zu reagieren) Dein Unfallgegener hat durch Deine Kullanz lediglich seinen eigenen Hintern gerettet. Du hättest Die Polizei rufen sollen.

Wenn Du bremsen kannst um einen Unfall zu verhindern bist Du verpflichtet das zu tun (Und bei Glatteis musst Du langsamer fahren) Das ist Dein Vergehen und für dieses musst Du aufkommen. Sein vergehen bzgt. Parken im Haltevebot ist seine Sache, die getrennt davon zu behandeln ist.

Kommentar von jobo22,

Teilschuld bedeutet, dass die Schuld geteilt wird. Das bedeutet, dass deine Schuld gemindert wird, weil der Vorfall vermeidbar gewesen wäre, wenn das Auto dort nicht gestanden hätte..

Klären muss das der Anwalt

Diese Möglichkeit besteht wahrscheinlich nur, wenn die Verkehrsituation den Unfall quasi provoziert hat..

Kommentar von Drachentoeter,

DH!

Kommentar von Gingryu,

Schön wäre es, so ist es aber nicht. Wenn ein Hinderniss klar sichtbar ist und somit ein Ausweichen oder ein Bremsen vor dem Hinderniss möglich ist, ist derjenige Schuld, der auf das Hinderniss aufgefahren ist. Anders ist die Sache, wenn man nicht mit einem Hinderniss rechnen kann, wenn der falschparker beispielsweise in einem nicht einsehbarem Bereich steht oder ein Bremsen bzw. Ausweichen vor dem Hinderniss nicht möglich ist. (Witterungsbedingt zählt hier nicht, da der Fahrer seine Geschwindigkeit den verhältnissen anpassen muss) Eine Teilschuld gibt es in diesem Fall NICHT! Denn der Vorfall wäre auch so vermeidbar gewesen.

Kommentar von Drachentoeter,

Auch hier der Hinweis, es gibt eine Gefährdungshaftung und über die kann sehr wohl eine Mitschuld konstruiert werden. Das soll jetzt nicht heißen das ich hier jetzt unbedingt eine Teilschuld sehe, ich möchte damit nur zum Ausdruck bringen, das wenn das ganze vor Gericht verhandelt wird, es durchaus es dazu kommen kann das der Falschparker eine eine wenn auch geringe Teilschuld bekommen kann.

Antwort von ingridshaus,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Fahrzeuge sollten zwar nicht im Halteverbot stehen, dass ist die eine Verkehrswidrigkeit. Aber selbst wenn dort geparkt wird, mindert es nicht Deine Schuld, dass Du den Spiegel abgefahren hast.

Kommentar von Wuppertom,

Außerdem ist es doch eh schon geklärt??!!

Antwort von Chianti,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

fakt ist doch, dass du den spiegel abgefahren hast. ob der nun im halteverbot stand, spielt dabei absolut keine rolle! schließlich hätte er dort ja auch aufgrund einer panne stehen können! das einzige, was sich aus dem falschparken ergeben könnte, ist ein knöllchen wg. einer OWi (ordnungswidrigkeit)

Antwort von firstguardian,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sachbeschädigung bleibt das mit oder ohne Beschilderung!

Antwort von Morti,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die (scheinbare) Ordnungswidrigkeit des anderen mindert deine Schuld am Unfall nicht. Wegen eines Spiegels würden sich auch kaum die Anwaltskosten rechnen.

Antwort von drivinstructor,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

wenn ein fahrendes fahrzeug ein stehendes beschädigt, muss ganz klar immer der halter/fahrer des fahrenden fahrzeug für den schaden aufkommen. haltverbotschilder werden durch keine anderen verkehrszeichen aufgehoben, sondern der bereich durch die pfeile vorgegeben. sollte sich innerhalb des haltverbots eine kreuzung/einmündung befinden, so muss das haltverbot erneuert ausgeschildert werden. aus fahrtrichtung gesehen bedeutet:

pfeil nach links = hinter dem schild (beginn des haltverbots)

doppelpfeil = vor und hinter dem schild

pfeil nach rechts = vor dem schild (ende des haltverbots)

Antwort von linguini,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

dass der andere wagen im park- oder halteverbot steht mindert deine schuld nicht.

du hättest anhalten müssen und dann weitersehen.

Kommentar von flirtheaven,

da habe ich andere erfahrungen

Kommentar von Drachentoeter,

Es gibt wenn das Gerichtlich geklärt wird eine oft eine Teilschuld für den Falschparker, aber das bringt in diesem Fall nichts, den dadurch eine Prozess würden die Kosten steigen. Es geht hier nur um eine Spiegel.

Kommentar von Chianti,

Eine Teilschuld bekäme man vielleicht, wenn das Fahrzeug an einer unübersichtlichen Einmündung verkehrswidrig geparkt wäre und es dadurch zu einem Unfall kommt. Keinesfalls aber, wenn das Fz -wie in diesem Fall- lediglich da stand und der Unfallgegner, aufgrund seiner an die Straßenverhältnisse unangepassten Geschwindigkeit nicht in der Lage war rechtzeitig anzuhalten bzw. auszuweichen!

Kommentar von Drachentoeter,

Schon mal etwas von Gefährdungshaftung gehört, da haben Gerichte schon sehr sonderbarst entscheidungen getroffen. Ich wäre mir hier überhaupt nicht sicher ob ein Richter nicht doch eine gewisse Teilschuld beim Falschparker sehen würde.

Kommentar von linguini,

dann kläre uns doch auf und beantworte die frage mit deinem beispiel.

Kommentar von ingridshaus,

Erzähle, bin gespannt wie ein Flitzebogen.

Kommentar von tmohb,

welche denn?

Kommentar von jobo22,

In einer bestimmten Situation wäre es schon denkbar, dass der Falschparker eine Teilschuld tragen muss, wenn es dem Unfallverursacher nicht möglich war auf die Situation rechtzeitig zu reagieren, weil der Falschparker dies verhinderte.. Genau muss das der Anwalt klären.. In diesen Fall würde ich sagen .. nein.

Kommentar von tmohb,

ich habe angehalten, wir haben ja adressen etc ausgetauscht.

Antwort von HubertusKW,

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

"Herr Wachtmeister, der andere ist auch bei Rot drübergefahren"

Diese Argumentation ist kaum schlüssig. Richtig ist: Wer gegen einen stehenden Gegenstand fährt, hat Schuld. Eine Mitschuld des Unfallgegners ist schwierig zu erwirken.

Sicher ist das Parken im Halteverbot eine Ordnungswidrigkeit. Dennoch besteht keine Tateinheit. Du hast das Fahrzeug ja gesehen.

Jeder Richter wird sagen: 'Dann hätten sie eben noch vorsichtig und langsamer fahren müssen'

mit freundlichen Grüßen

Hubertus Kleinauf-Wegener

Antwort von jimmini,

Parkverbot ist eins, Halteverbot das andere. Stand er nur im Parkverbot durfte er ja dort stehen.Zudem ist es nur eine Ordnungwierigkeit, die mit dem spiegel nichts zu tun hat, aber wie die Mehrheit schon sagt, Anwalt, Streit, und dann noch nur ein halbes Recht bekommen, ersetzt Dir niemand. Ersetz den Spiegel, geht n Bierchen miteinander trinken und schimpf ihn aus :-)

Kommentar von Drachentoeter,

Du hast absolut Recht, nur wenn der Wagen in absoluten Halteverbot stand kann man dem Unfallgegner eine gewisse Teilschuld unterstellen.

Antwort von Podencotina,

Also, dass der andere sich da eventuell im Parkverbotsbereich aufgehalten hat mindert Deine Schuld nicht. Läuft einem ein Kind vors Auto könnte man ja auch nicht sagen, das hätte aber ja eigentlich auf den Bürgersteig gehört und man hat keine Schuld.

Ansonsten, ein Parkverbotsschild ist zum Beispiel nach einer Kreuzung aufgehoben.

Antwort von Drachentoeter,

Regel das wenn möglich ohne Versicherung und Zahl ihm den Spiegel, es kann für dich nur teurer werden. Klar kann er wenn es zu einem Prozess kommt eine Mitschuld bekommen, aber mehr als 20-30% werden das nicht, dafür eine Prozess zu führen bringt nichts.

Antwort von tiesto73,

Parkverbotsschilder habe bei einem bestimmeten parkverbotsbereich Pfeile die in die jeweilige Richtung zeigen wo das Parkverbot ist. vergleiche das mal mit diesen: http://images.google.de/images?hl=de&q=halteverbotsschild&um=1&ie=UT...

Antwort von Koechlein1948,

Ich habe den Eindruck,du willst dich vor dem Bezahlen Drücken.Was man kaputt macht bezahlt man auch.Alles ander ist Unanständig

Kommentar von tmohb,

Nein nein, die Schuld habe ich, das ist ganz klar. ärgerlich ist nur das es nicht passiert wäre wenn die person nicht dort stand (auf grund der vereisten fahrbahn konnte ich auch nicht bremsen).

Kommentar von Drachentoeter,

Klar ist das ärgerlich, aber wie ich das sehe hättest du auch vorher einfach besser Aufpassen können, dann wäre das auch nicht passiert. Wie gesagt bei einem Prozess kommt wahrscheinlich sogar eine geringe Teilschuld des Falschparkers raus, aber ein Prozess verteuert unnötig die Schadensregulierung und wird für dich letztendlich teurer als jetz den Spiegel zu zahlen.

Kommentar von jimmini,

..und hättest Du noch n Kaffee getrunken, wär er vielleicht längst weg gewesen, also, wer ist schuld ? ;-)

Antwort von reinersaam,

wenn das fahrzeug gestanden hat,dann bist du schuld.sollte er om halteverbot gestanden haben und du die pilizei holst,dann würde der nur eine verwarnung bekommen.

Antwort von Fluchzeuch,

In welche Richtung zeigte der Pfeil?

Deine Schuld wird das wohl kaum mildern.

Kommentar von tmohb,

In die Richtung (auf die Seite) wo das Fahrzeug stand)

Antwort von Kakarott,

Frag nen Anwalt!

Antwort von Michel12,

hast du Zeugen , der das bestätigen kann?

Kommentar von tmohb,

Ja, hatte 2 Beifahrer und die Mitarbeiterin im Geschäft (wo ich rein bin um den Halter zu ermitteln) ebenfalls.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community