Frage von hugoblaschke, 77

Was hatten sie noch nicht begriffen?

Markus 6:52

Was haben diese zwei Ereignisse gemein? Also, warum die Brote und nicht irgendein anderes Ereignis ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kdd1945, 22

Hallo hugoblaschke,

wenn Dir der Sinn eines Bibelverses zunächst verschlossen bleibt, kannst Du weitere Übersetzungen zu Rate ziehen. In diesem Fall trifft die HFA, Hoffnung für alle den "Nagel auf den Kopf". Lies mal:


"In den frühen Morgenstunden kam er auf dem Wasser zu ihnen. Er war schon beinahe an ihnen vorüber, 49 als die Jünger ihn auf dem Wasser gehen sahen. Sie schrien vor Entsetzen, denn sie hielten ihn für ein Gespenst. 50 Alle sahen ihn und waren zu Tode erschrocken. Aber Jesus sprach sie sofort an: "Habt keine Angst! Ich bin es doch! Fürchtet euch nicht!" 51 Er stieg zu ihnen ins Boot, und gleich legte sich der Sturm. Die Jünger aber waren fassungslos und wussten nicht, was sie sagen sollten."


"52 Selbst nach dem Wunder mit den Broten hatten sie noch immer nicht begriffen, wer Jesus eigentlich war."


"Im Grunde ihres Herzens waren sie für seine Botschaft verschlossen."



Dass Jesus auf dem Wasser gehen konnte, und dass er augenscheinlich die Naturgewalt des Sturms ebenso beherrschte, war ein Wunder, also etwas, das gewöhnliche Menschen nicht leisten können. Die Reaktion der Jünger:



  • sie schrien vor Entsetzen,
  • waren zu Tode erschrocken.
  • waren fassungslos


    Und wie war das kurz vorher bei dem "Wunder mit den Broten"?


    "38 "Wie viel Brot habt ihr denn bei euch?", erkundigte sich Jesus. "Seht einmal nach!" Kurz darauf kamen sie zurück und berichteten: "Fünf Brote und zwei Fische haben wir." 39 Da ordnete Jesus an, dass sich die Leute in Gruppen ins Gras setzen sollten. 40 So bildeten sie Gruppen von jeweils fünfzig oder hundert Personen. 41 Jetzt nahm Jesus die fünf Brote und die beiden Fische, sah zum Himmel auf und dankte Gott. Er teilte das Brot, reichte es seinen Jüngern, und die Jünger gaben es an die Menge weiter. Ebenso ließ er auch die Fische verteilen. 42 Alle aßen sich satt. 43 Als man anschließend die Reste einsammelte, waren es noch zwölf volle Körbe mit Brot. Auch von den Fischen war noch etwas übrig. 44 An der Mahlzeit hatten fünftausend Männer teilgenommen."

    Was war denn da gerade geschehen? Fünf Brote und zwei Fische auf 5 000 Männer und vielleicht noch einmal so viele Frauen und Kinder? Das wäre pro Person etwa ein (1) Gramm Speise. Aber alle wurden satt und es blieb mehr übrig, als es vorher überhaupt gab. - Ja, war das nicht eine Art "Erschaffung"?! Auch eine Machttat, ein deutliches "Zeichen", das sie begreifen sollten, als Nachweis dafür, dass Jesus Gottes Sohn war.

    Aber sie hatten überhaupt nichts begriffen! Markus schildert nicht das kleinste "Hosianna", nicht ein "Hallelujah"!

    Lies doch noch in Johannes, Kapitel 6 die Fortsetzung dieser Begebenheit. Einen Abschnitt zitiere ich schon vorab:


"25 Als sie Jesus auf der anderen Seite des Sees gefunden hatten, fragten sie ihn: "Meister, wann bist du denn hierher gekommen?" 26 Jesus antwortete ihnen: "Ich weiß, weshalb ihr zu mir kommt: doch nur, weil ihr von mir Brot bekommen habt und satt geworden seid; nicht weil ihr verstanden hättet, was dieses Wunder bedeutet! 27 Bemüht euch doch nicht nur um das vergängliche Brot, das ihr zum täglichen Leben braucht! Setzt alles dafür ein, die Nahrung zu bekommen, die bis ins ewige Leben reicht. Diese wird der Menschensohn euch geben. Denn Gott, der Vater, hat ihn dazu bestimmt und ihm die Macht gegeben."

Alle Bibelzitate aus HFA.



Grüße, kdd

Kommentar von hugoblaschke ,

Vielen Dank, du bist ein echter Expert. !!

Antwort
von chrisbyrd, 5

In der MacArthur-Studienbibel steht zu Markus 6,52: 

"sie waren nicht verständig geworden durch die Brote. Das erklärt, weshalb die Jünger über das gerade Geschehene so übermäßig erstaunt waren. Da sie die wirkliche Bedeutung des Wunders vom Nachmittag nicht verstanden hatten, konnten sie auch Jesu übernatürliches Wesen nicht erfassen, das er ihnen durch das Wandeln auf dem See offenbarte.

ihr Herz war verhärtet. Vgl. 8,17. Die Jünger konnten die Worte des Herrn nicht begreifen, weil ihr Verstand nicht aufnahmebereit war (vgl. 4,11.12). Diese Aussage drückt Rebellion aus, nicht nur Unwissenheit (s. Anm. zu 3,5)."

Antwort
von Netie, 18

Dass der Herr immer derselbe ist, egal in welcher Situation die Jünger sich befanden. Das Er half trotz mangelnden Glaubens.

Gemeinsamkeiten: Das die Jünger nicht mehr weiter wussten und der Herr ihnen geholfen hat.

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