Frage von needhelp1212, 209

Was hatte Hitler gegen die Juden und warum hat er die so qualvoll ermordet?

Hallo zusammen. Mich würde das mal interessieren und auch, was ihr darüber denkt. In meinen Augen war es eine Schweinerei und er hat die falschen dran glauben lassen. Habt ihr eine Idee warum er so herzlos war? -,-

Antwort
von soissesPDF, 89

Anisemitismus war keine Erfindung Hitlers, sondern der Zeitgeist der überall in Europa vorhanden war.
Niemand in Europa wollte jüdische Flüchtlinge aufnehmen, auch die Schweiz nicht.
Palästina war damals britisches Mandatsgebiet, die haben auch nur keine Juden einreisen lassen.

Vor diesem Hintergrund kam es zur Wannensee-Konferenz "Endlösung der Judenfrage".
Typisch deutsch, wenn man nicht mehr weiter weiß gründet man einen Arbeitskreis.
Der Deutsche Amtsschimmel, einmal losgelassen, arbeitete gründlich, mit typisch deutscher Perfektion.
- zuerst die Ghettos und die Arbeitslager

Die zeitigten den Nachteil, dass diese versorgt werden mussten, was schon damals Geld gekostet hatte.
Woraufhin die Deutsche Bürokratie auf die Massenvernichtung kam, mit fleißiger Hilfe der deutschen Industrie (IG Farben).
Mit bekanntem Ergebnis.

Weniger bekannt ist, dass die SPD mit ihrem Hartz IV plante, für die Hartz IV Empfänger Arbeitslager einzurichten.
Jüngste Volte der Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), die Verschärfung der Sanktionen gegen Hartz IV Empfänger.
Wg. "sozial verwerflichen Verhaltens".

Ein Begriff den die Nazis erfanden und "asoziales Verhalten" nannten.
Der Schoß aus dem das kroch ist noch warm.
Irgendeine Empörung der Deutschen Bürger zu vernehmen?
Fehlanzeige, damals wie heute!

Schauen wir doch einmal, wo diese NSDAP-Mitglieder nach dem zweiten Weltkrieg verblieben sind:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_19...

Kommentar von Haldor ,

Also, entschuldige, aber das ist alles sehr salopp und oberflächlich bzw. sehr, sehr unpräzise erklärt. Da waren die jüdischen Flüchtlinge - schreibst du - und vor diesem Hintergrund kam es zur Wannseekonferenz. Ich bin fassungslos, wenn ich so 'was lese!

Antwort
von Haldor, 77

Du rennst offene Türen ein, wenn du schreibst: das war eine Schweinerei! In meinen Augen war die "Schweinerei" derart monströs, dass ein normal denkender Deutscher so etwas nicht erwarten konnte. Gewiss gab es Hitlers Ankündigung am 30. Januar 1939: "Wenn es dem internationalen Judentum noch einmal gelingt........, so endet dieser  (Welt-) Krieg mit der Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa!"  Diese ungeheuerliche Ankündigung konnte m.E. keiner Ernst nehmen, sie wurde denn auch als leere Drohung aufgefasst, um die Juden davon abzuhalten, noch einmal (aus der Sicht Hitlers), die Völker in einen Weltkrieg zu stürzen. Im Nachhinein betrachtet, ist diese Ankündigung allerdings in grauenvoller Weise verwirklicht worden. Sie hat sich als die Ankündigung eines Wahnsinnigen erwiesen. Die Behauptung, die Deutschen hätten es gewusst oder zumindest wissen können (ehem. Bundespräsident Weizsäcker) ist nach meiner Überzeugung falsch. Wie kann ein normal tickender Mensch das Vorhaben eines Verrückten erkennen? -

Jetzt zu deiner zweiten Frage: warum Hitler so etwas gemacht hat? 
Die Antwortet lautet: Er war ein fanatischer Antisemit. Den Antisemitismus hat es schon seit Jahrhunderten gegeben. Und er hat immer auch zu blutigen Verfolgungen geführt (Beispiele: die Pogrome in Russland und Polen u.a.m; s. Wikipedia). Im Mittelalter und in der (frühen) Neuzeit wurden die Juden aus religiösen Gründen verfolgt; da sie an ihrem Glauben festhielten, wurden sie als Fremdkörper wahrgenommen; der Tod Christi am Kreuz wurde ihnen angelastet; außerdem waren sie wegen ihrer erfolgreichen Geldgeschäfte gehasst. Dann wurde ihnen oft vorgeworfen, sie paktierten mit dem Gegner eines Landes ( z. B. Chmelnyzkyj-Aufstand in der Ukraine, 17. Jh., dem hunderttausend Juden zum Opfer fielen). 

Im 19. Jahrhundert kam der rassische Antisemitismus auf. Infolge der französischen Revolution sind die Juden „emanzipiert“ worden. Sie tauchten jetzt überall in angesehenen Positionen der Gesellschaft auf (was ihnen früher nicht möglich war). Hier wurden sie zunehmend als Konkurrenz wahrgenommen. Gerade in der Weimarer Zeit traten Juden überproportional zu ihrer Gesamtzahl in angesehenen Positionen hervor, sei es in der Wirtschaft, in Kunst, Wissenschaft, Literatur, im Zeitungswesen
und im Film und Schauspiel. Der rassische Antisemitismus besagte nun, die Juden seien minderwertig; trotzdem überschwemmten sie durch ihr zahlreiches Hervortreten die Gesellschaft mit ihren Werken, die alles andere als gut seien (Hitler hat das in seinem Buch „Mein Kampf“ beschrieben). Das ginge nicht mit rechten Dingen zu.

Zweitens wurden die Juden wegen der großen Anzahl ihrer hervorragenden Repräsentanten in Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zunehmend als Bedrohung wahrgenommen. Drittens  behaupteten die (rassischen) Antisemiten, die Juden würden durch ihre Zeitungspropaganda Kriege
anzetteln, um ihren „Reibach“ zu machen; u.a. hätten sie den 1. Weltkrieg angezettelt. Hitler erwartete nun (1939) das Gleiche von den Juden.

Das Verheerende an diesem Antisemitismus ist immer, dass nicht differenziert wird. Es heißt immer „die Juden“. Als ob hier eine Einheit aller Juden Schlimmes aushecke. Da schließlich tatsächlich der zweite Weltkrieg entbrannte, sah Hitler seine Auffassung vom „Wirken“ der Juden bestätigt. Der Massenmord an den Juden war deshalb nichts als Rache. Hitler hatte es oft betont, dass die Juden nun dafür büßen müssten, dass sie, um durch ihre Aktiengeschäfte (Waffenhandel) horrende Profite einzuheimsen, den Massentod im Kriegsgemetzel in Kauf nähmen.

Diese schreckliche Argumentation resultiert einerseits aus einem abgrundtief bösartigen Charakter (Hitlers), andererseits ist sie die Auswirkung einer offenkundigen Geisteserkrankung. Wenn man jemanden bestrafen oder sich an ihm rächen will, so muss eine Untat, eine Niedertracht oder ein Verbrechen vorausgegangen sein. Es gibt aber unter den Juden massenhaft Menschen, die völlig unschuldig waren. Sie trotzdem alle in die Hölle von Auschwitz zu schicken, kann nur ein krankes Hirn beschlossen haben.


Antwort
von leucolone, 60

Er brauchte eine Minderheit, die er als Sündenbock nutzen konnte.
Es gab keinen Nachweis, das er etwas gegen sie hatte beziehungsweise einen "Grund".

Antwort
von Dahika, 62

und er hat die falschen dran glauben lassen

Ach ja, und wer wären die ´Richtige gewesen? Niemand darf daran glauben. Juden nicht, Muslime nicht, Schweden nicht und Aborigines auch nicht.

Ich denke, dass du das natürlich so nicht gemeint hast, aber ich konnte nicht  widerstehen. Die Erklärung für Hitlers und seiner Spießgesellen Motive sind so kompliziert, dass man dafür 1000 Buchseite brauchen würde.

Kommentar von Saturnknight ,

DH. Genau das gleiche hab ich auch gedacht.

Antwort
von dodoG0097, 93

er brauchte einen sündenbock...einen gemeinsamen feind

für das was bisher im Deutschen reich schieflief

Antwort
von Ontario, 38

Nun, so man die Geschichte liest, wurden die Juden schon zu Zeiten Christi verfolgt. Wer Hitlers Buch "Mein Kampf" damals gelesen hat, der konnte sich mit etwas Phantasie vorstellen, was Hitler mit den Juden plant. Freilich nicht , dass KZ`s gebaut werden und Gaskammern, aber irgendeine Art der Verfolgung. Zudem waren die meisten Juden keine armen Menschen. Sie verstanden es Geschäfte zu machen und kamen so zu Reichtum. Je mehr Geld man hat,.umso mehr Einfluss kann man nehmen. Das passte Hitler nicht. So wurden alle möglichen Gründe vorgeschoben, die dann das auslösten, was uns und noch weiteren Generationen heute angelastet wird.Was ich niemals verstehen kann ist die Tatsache, dass ein Mensch überhaupt in der Lage ist, mit anderen Menschen in dieser Art und Weise umzugehen. Was müssen das für Bestien gewesen sein, die die Kinder auf dem Weg ins KZ von ihren Müttern trennten. Wer nicht folgte, bei dem wurde mit dem Schlagstock nachgeholfen. Bilder im TV zeigen dieses grauenhafte Szenen.. Leider wurden nicht alle dieser Verbrecher für ihre Taten bestraft.Viele kamen ungeschoren davon und hatten in der Nachkriegszeit gut dotierte Posten in Ämtern. Filbinger der ehem. Ministerpräsident (CDU) von Baden Württemberg, unterschrieb eine Deportationsurkunde.Er verleugnte das zwar, hatte angeblich davon keine Kenntnis, bis ihm Journalisten den Beweis vorlegten. Was passierte ?Filbinger trat von seinem Amt ab und das war es auch schon.

Antwort
von Karl37, 47

Auch ein Hitler ist nicht als Antisemit geboren worden. Wie er als Kleinkind geprägt wurde, ist unbekannt.

Allerdings seine Jahre in Wien und Wien war damals eine Hochburg des Antisemitismus, prägten ihn. Hitler versuchte einen Platz in der Kunstakademie zu erhalten, wurde aber immer abgelehnt. Hier machte er jüdische Kreise verantwortlich. Auf die Meinung, es könne am Talent fehlen, ist der GroFaz nie gekommen.

Sein Leben auf der Straße und der triste Lebensunterhalt mit dem Verkauf von selbst gemalter Postkarten zu bestreiten, brachten ihn in Kontakt zu rechtsradikalen Kreisen.

Antwort
von Dovahkiin11, 94

Damit haben sich schon viele befasst. http://www.annefrank.org/de/Anne-Frank/Leben-in-Deutschland/Hitlers-Judenhass/

Der, der sich den nächsten fetten BMW gönnt und von anderen angehimmelt wird, während anderswo täglich Menschen auf abartige Weise durch Hunger und Seuchen umkommen, ist m.E. nicht im Ansatz besser. Und mit vielen Flüchtlingen und unserer Abschottungspolitik gibt es dafür wieder ein Beispiel mehr in der Welt.

Antwort
von Matermace, 85

Die falschen? Wer wären denn "die richtigen" für einen industriellen Massenmord?

Antwort
von nfkennylp, 60

Er brauchte halt einen Sündenbock. 

Man kann nicht einfach einen neuen Sündenbock erschaffen deshalb hat er jemanden genommen den die Menschen schon seit hunderten von Jahren nicht so wirklich mochten.. 

Und auch wenn das schlimm war er hat die meisten nun wirklich nicht auf Qualvolle weise getötet.. Klar ein schöner tot war das nicht in den Gaskammern aber da sind viele Soldaten von ihm deutlich schmerzhaftere Tode gestorben.. 

Kommentar von needhelp1212 ,

Mütter mit Babys auf dem Arm wurden auch vergast. Kindermord ist schlimm. Und seine Soldaten haben sich ihm ja angeschlossen. Karma

Kommentar von Saturnknight ,

Und auch wenn das schlimm war er hat die meisten nun wirklich nicht auf Qualvolle weise getötet.. Klar ein schöner tot war das nicht in den Gaskammern aber da sind viele Soldaten von ihm deutlich schmerzhaftere Tode gestorben.. 

Ein Unrecht wiegt ein anderes Unrecht aber nicht auf.

Und zum Thema qualvoller Tod in der Gaskammer:

Hitler wurde im 1. Weltkrieg durch Giftgas schwer verletzt. Das war der Grund, warum er im 2. Weltkrieg kein Giftgas einsetzte, er hatte panische Angst davor.

Aber bei den Juden war ihm das egal.

Und dazu kommt noch: die ersten Morde wurden mit Kohlenmonoxid und Autoabgasen durchgeführt. Es gab extra Möbelwagen, bei denen die Abgase ins Innere geleitet wurden.

Je nach Größe der wie Möbelwagen aussehenden LKWs wurden 25 bis 50 Opfer zum Einsteigen genötigt. Der Motor wurde für wenigstens zehn Minuten betrieben. Während dieser Zeit waren oft Schreie und Klopfen der eingeschlossenen Menschen zu hören, die in Todesangst zur fest verriegelten Tür drängten.

Das war mit Sicherheit sehr qualvoll. Und auch später - ich bin mir sicher, daß es den Nazis nicht darum ging, die Juden ohne Qualen zu töten. Es ging ihnen darum, so effektiv wie möglich zu töten, ob die Juden sich dabei quälten oder nicht war ihnen egal.

Kommentar von nfkennylp ,

Klar das war schlimm und die Nazis wollten denen sicherlich keinen angenehmen tot bereiten aber trotzdem gibt es viele viele Menschen darunter auch viele die Hitler die Treue geschworen haben also Soldaten etc. die deutlich schlimmere Tode gestorben sind.

Antwort
von Durge, 75

Er war ein Psychopath und bitte was wer sind den bitte die richtigen für so etwas?

Antwort
von inventur, 50

Hitler ging es um das Geld der Juden diese wurden ja nicht nur umgebracht sondern enteignet und mit dem Geld der Krieg Finanzirt zweitens brauchte er ein Sündenbock und dafür mussten die Juden leider schon oft herhalten

Antwort
von meow05, 62

Für hittler waren nur große, blonde und blauäugige deutsche. Er hat auch andere Ausländer verabscheut, dass mit den Juden war halt schwerwiegender. Unsere geschichtslehrerin hat uns auch erzählt, das man vermutet Hitler hatte selbst jüdische Vorfahren.

Kommentar von Dahika ,

Für hittler waren nur große, blonde und blauäugige deutsche

Genau, so wie Hitler selbst einer war. Der Vorzeigegermane. 1,90 groß, helles Blondhaar, stahlblaue Augen. Eine Zehnkämpferfigur.

Prust....

Kommentar von Haldor ,

Das mit den jüdischen Vorfahren Hitlers gilt heute als widerlegt. Jemand hatte bei seinen Recherchen eine Großmutter Hitlers entdeckt, mit Namen Anna Maria Schicklgruber. Die bekam ein uneheliches Kind, Alois. Da Fräulein Schicklgruber angeblich bei einem reichen Grazer Juden namens Frankenberger als Magd
gearbeitet hat, hat man spekuliert, der Jude sei der Vater des kleinen Alois (Hitlers Vater). Es gilt aber als widerlegt, dass Schicklgruber bei Frankenberger gearbeitet hat.

Schließlich heiratete Fräulein Schicklgruber den Müllergesellen Hiedler, der die Vaterschaft für den kleinen Alois laut Zeugenaussagen anerkannt habe.

Alois (Hitlers Vater also) hat später beantragt, dass sein Name Schicklgruber in Hiedler umbenannt werde. Der Name Hitler ist wahrscheinlich durch ein akkustisch-phonetisches Missverständnis eines Amtsschreibers entstanden, jedenfalls hat Alois den Namen Hitler beibehalten.So blieb es Adolf Hitler erspart, dass er als Adolf Schicklgruber geboren wurde.



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