Frage von yellowred, 60

Was hat unser Lebensstil mit dem Hunger in der Welt zu tun und was hat unser Lebensstil mit der Abholzung des tropischen Regenwaldes zu tun?

Mich würde eure Meinungen und Aussagen gerne interressieren. Danke im Vorraus

Antwort
von Anulp, 21

Welthunger - das futter für unser Fleisch aus der Massentierhaltung wird importiert aus den armen Ländern (Brasilien z.B.),  d.h wir nehmen ihnen ihr getreide weg. dazu kommt dass fleisch sehr viele ressourcen erfordert für ein Kilo Rindfleisch bsp. braucht es rund 16kg futtermittel (getreide), welches Menschen in Hungersnöten besser gebrauchen könnten.

Antwort
von DebbyBlythe, 26

Ich sage nur Palmöl, Palmfett etc., dass sich in unglaublich vielen Lebensmitteln und Kosmetikprodukten befindet, weil es billig ist und viele Konsumenten nicht auf die Inhaltsstoffe und die Auswirkungen dahinter, sondern nur auf den niedrigen Preis schauen. Google einfach mal Palm, Regenwald und Orang Utans. 

Kommentar von vitus64 ,

Ich frage mich, wieso man plötzlich das Palmöl "an den Pranger stellt".

Überall im Dschungel sieht man Gummiplantagen. Eine Palmölplantage habe ich noch nie gesehen.

Aber zum Verzicht auf Gummi ruft niemand auf.

Kommentar von DebbyBlythe ,

Es ist trotzdem wichtig, irgendwo anzufangen und die Menschen zu sensibilisieren, was genau in den Produkten steckt, die sie kaufen. Vor allem weil es gleichwertige Alternativen gibt. Natürlich gibt es noch ganz andere Dinge, die dem Urwald und den Entwicklungsländern Schaden, aber alles kann man nicht auf einmal umstellen. Genauso wie Gummi bei vielen Alltagsgegenständen (zB Autoreifen, oder liege ich da falsch?) unersetzbar sind. 

Kommentar von vitus64 ,

Das ist natürlich richtig. Ich habe nur bei vielen Umweltthemen den Eindruck, dass da ständig eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.

Wer weiß, was es in einem Jahr ist. Und von Palmöl spricht dann vielleicht niemand mehr.

Kommentar von DebbyBlythe ,

Das ist leider wahr, denn eins konnte die Menschheit schon immer - vor etwas die Augen verschließen und vergessen. Aber zum Glück gibt es Ausnahmen. 

Kommentar von randomhuman ,

Palmölplantagen sind mit eine der neuen und größten Gefahren für die Regenwälder. Davon gibt es Millionen und ganze Regenwälder wurden dafür abgeholzt. Palmöl befindet sich nämlich auch in Diesel, weil die EU eine Quote von 7% Biodiesel vorschreibt. Es gibt allerdings so viele Dieselfahrzeuge, dass man eine riesige Menge von diesen Pflanzen braucht, um damit die Fahrzeuge fahren zu lassen. Diese EU-Vorschrift war gut gemeint, um den Diesel umweltfreundlicher zu machen aber das komplette Genteil ist passiert. 

Man sollte sich mal über Indonesien und Plamölpflanzen informieren. Das Land ist eine der größten Produzenten der Welt. Auf 13 Millionen Hektar sind dort diese Plantagen (3 x Größe der Schweiz). Vorher gab es dort nur Regenwald. Es ist traurig, was die Industriestaaten in diesen Ländern anrichten.

Antwort
von nixawissa, 27

Sehr viel! Im Urwald wird wertvolles Holz gefällt nur für ein schöneres Aussehen verschiedener Elektronikgeräte gewünscht wird! Unsere Gier wird damit befriedigt,das in der dritten Welt mit Kinderarbeit alles billig hergestellt wird um es in reichen Ländern wieder teuer zu verkaufen! Also-die Gier bringt immer Verderben,das kannst Du überall sehen!

Kommentar von vitus64 ,

Welche Elektrogeräte kennst du denn, in denen Tropenholz verarbeitet wurde?

Es ist so, dass weltweit kaum noch Tropenholz abgesetzt wird, oder jedenfalls wesentlich weniger als in den 90er Jahren. Der Markt für Tropenholz ist fast schon zusammengebrochen.

Das hat dazu geführt, dass in südostasiatischen Städten arbeitslose Waldarbeiter mit ihren überflüssig gewordenen Elefanten durch die Städte ziehen und betteln. Und das betrifft nicht nur Orte, wo sich Touristen aufhalten.

Antwort
von rolfmartin, 26

Von Berthold Brecht stammt folgendes Zitat: " Armer zum Reichen: Wäre ich nicht arm, so wärst du nicht reich." Was will es uns àpriori sagen? Alles ist auf Kommerz aufgebaut, Betrachte es bitte im übertragenen Sinn des Wortes.

Antwort
von hutten52, 12

Der Hunger hat nicht allzu viel mit uns zu tun. Ausnahme ist z. B. das Ölgeschäft zugunsten westlicher Konzerne in Nigeria. Aber in den meisten Fällen ist Afrika nicht das Opfer böser Europäer. Afrika würde es schlechter gehen, wenn Europa arm wäre, denn dann würde keine Entwicklungshilfe mehr fließen und wir könnten Afrika weniger Rohstoffe abkaufen, was ja das einzige ist, was Afrika wirtschaftlich bietet.

Die Ostasiaten zeigen, dass man sich aus der Armut ganz gut selbst herausarbeiten kann. Betonung auf arbeiten. Selbst afrikanische Entwicklungsexperten sagen, dass Afrika nicht ewig auf die Europäer zeigen kann, sondern selbst Verantwortung übernehmen sollte, hart arbeiten sollte und ihren Klau-Eliten auf die Finger klopfen muss. Dass das geht, zeigen Länder wie Südkorea, Singapur etc., die vor 60 Jahren genauso arm waren wie Afrika. 

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