Hallo, meine Katze (16) ist chronisch leberkrank. In der letzten Woche war sie beim TA, weil sie nicht mehr gefressen hat bei 2.2 kg. Drei Tage nach dem zweiten -sehr stressigen Besuch zeigte sie extreme Unruhe, erweiterte Pupillen und extrem hektisches Putzen. Nachdem sie mir vorgestern Nacht ins Bett gepinkelt hat -erstmalig- ist sie anschließend in der Waschküche hinter den Maschinen verschwunden. Mit Futter läßt sie sich zwischenzeitlich locken und frisst dann auch gierig, reagiert aber sofern aus dem Keller herausgetragen sehr hektisch bis hin zur Flucht. Angst vor mir hat sie nicht und steht auch im Dialog mit mir. Wer BITTE weiss Rat ? Zähne/Maul ok, kein Fieber, Bauchraum ok.

Welche Farbe haben die Schleimhäute (Zahnfleisch, Augenweiß)?
Lieber Paule, das tut mir sehr leid für dich und deine Katze. Sie ist alt und leberkrank- das kann man auch mit Medikamenten auf Dauer kaum aufhalten. Die Leber ist zur Entgiftung da und wen n das nicht mehr richtig funktioniert, leidet irgendwann auch das Gehirn darunter und es kommt zu Ausfallserscheinungen (wie bei deiner das ins-Bett-pinkeln). Ich empfehle dir den Besuch bei einem Tierheilpraktiker parallel zu der schulmedizinischen Behandlung. Das ist eine subjektive Empfehlung, habe damit aber in meiner früheren Zeit im Tierschutz beste Erfahrungen gemacht gerade in solchen Fällen. Alles Gute Euch!
Ammoniak-Vergiftung ? Ja, das könnte es sein
So traurig wie es scheint, zieht sich die Katze zu sterben zurück. 16 Jahre, Leberkrank und nur noch 2,2 Kg sind keine guten Anzeichen.
Qetan am 19. Juli 2008 22:11 Das wäre auch meine Antwort gewesen. DH
Also ich denke eine Möglichkeit gibt es noch,aber die Ausgangsituation ist natürlich nicht die beste,da sie ja schon ziemlich alt ist und dazu auch noch leberkrank.
Gibt es bei dir in der Umgebung vielleicht einen Tierarzt der Hausbesuche macht? Ich denke das wäre vielleicht eine Alternative,da Katzen dann nicht soviel Stress empfinden. Was hatte denn der Tierarzt zum weiteren Verlauf gesagt?

Schluck! Es ist immer wieder zum Heulen, wenn ich so etwas lese. Ich habe selbst Katzen und mußte auch schon 2 einschläfern lassen. Mein Rat: Vertrau auf Dein Gespür und warte nicht zu lange mit dem Einschläfern, damit sie nicht noch leidet. Der Tierarzt ist meist vorsichtig mit seinen Äußerungen, wird Dir aber sicher seine ehrliche Meinung über den richtigen Zeitpunkt sagen, wenn Du in ihn dringst. Manchmal getrauen sich die Ärzte nicht, eine klare Meinung zu äußern, wenn sie merken, wie sehr man an dem Tier hängt und wie schwer der Abschied fällt. Du solltest aber in erster Linie an Deine Katze denken und es positiv sehen, daß Du die nicht leichte, aber wichtige Entscheidung treffen kannst, ihr Leid zu ersparen.

Was du beschreibst, kenn ich sehr genau. Es gibt so etwas wie "Demenz-Erscheinungen" auch bei alten Tieren/Katzen. Bei meiner (sie wurde 18 Jahre alt, hatte eine chronische Niereninsuffizienz über lange Zeit)) war das ebenso: Sie erschien verwirrt, desorientiert... Man kann das medikamentös behandeln (wenn auch nur sehr eingeschränkt, leider...), aber du musst unbedingt zum Arzt mit ihr!
Was die Pupilen angeht: Ihre Sehkraft kann zudem stark eingeschränkt sein... Lass das schnellstmöglich mal nachsehen!
Ich wünsch´dir und der Kleinen alles Gute.

Die weiten Pupillen sprechen für Angst und Panik. Kann es sein, dass sie Schmerzen hat und vor diesen Schmerzen flüchten will-bzw. sich versteckt? Das Pinkeln würde ich auch einer Demenz aufgrund der langsamen Vergiftung zuschreiben. Meine Tierärztin hat mir gesagt, dass ein Tier aufgrund einer Leberinsuffiziens eigentlich keine Schmerzen hat sondern nur Müde ist aber das scheint hier wohl nicht der Fall. Ich würde unbedingt klären ob das Tier Schmerzen hat. Wenn die Schmerzen behandelbar sind kannst Du ihr Mariendistel geben und sie mit Quark zwischendurch füttern. Das Problem ist, dass leberkranke Katzen eigentlich bis zum Schluß ordentlich essen. Erst kurz vor ihrem Tod verweigern sie die Nahrung komplett und schlafen dann ein. Du kannst bei Lebererkrankungen daheim immer gut an dem Kot erkennen, wie es gerade um das Tier steht. Es gibt ein Vitamin- ich glaube es war B 12, dass den Tieren kurzzeitig wieder Verbesserung beschert. Nach der Injektion fühlen die Tiere sich einige Tage wieder ganz wohl. Sprich Deinen Tierarzt mal darauf an und bitte ihn der Katze so gut wie möglich zu helfen, sodass Du Dich verabschieden kannst.Ich denke es wird jetzt nicht mehr lange dauern...Das tut mir wirklich sehr leid...
sie scheint angst zu haben dass du sie wieder mit zum TA nimmst
Zahnfleisch geht auffällig ins lilafarbene, für die Augenbeobachtung fehlt mir Naturlicht. Aber TA erzählte irgend etwas von "Augenfett aufgebraucht", ich habe das aber bei der Informationsfülle einfach nicht verstanden-
Lilanes Zahnfleisch spricht dafür das die Leber ihre Entgiftungs-Arbeit eingestellt hat.
im Moment verfahren wir genau nach Möglichkeit II, weil ich nicht sehe, dass sie sich quält. Magst Du mir sagen, was Du aus der Färbung der Schleimhaut geschlossen hast ?
Die Leber hat ihre Arbeit eingestellt und entgiftet den Körper nicht mehr. Leberversagen. Ich finde es sehr schön das du deine Katze über die Regenbogenbrücke begleitest. ganz liebe grüße
sie lebt noch, möchte noch fressen, aber ihr Lebensraum ist jetzt nur noch die (offene) Waschküche. Sie benutzt auch ihr Klo wieder -auch in der Waschküche