Ich hab gehört, dass man Altfranzösischkenntnisse besitzen sollte, wenn man nach Quebec geht, weil ja die Pioneers nicht die Sprachentwicklung Europas mitgemacht haben! Stimmt das? Wie nah sind sich das kanadische und das europäische Französisch? Wer war schon mal da und kann mir da was zu sagen?
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Meine Großtante wohnt in Québec und sie spricht fast genau das selbe Französisch wie man hier bei uns in der Schule lernt... Ein paar Wörter sprechen sie anders aus, aber ich habe mit meinen paar Jahren Schulfranz alles verstanden - und sie mich... Außerdem kommt man da überall auch mit Englisch weiter...
Manche Leute in Quebec sprechen schon so, dass Schul-Französisch ausreicht. Wenn man sich die Nachrichten anhört, ist das auch ungefähr wahr. Probiere mal die französische Version der Canadian Broadcasting Corporation CBC. http://www.radio-canada.ca/
Allerdings, wenn man Französisch ein wenig genauer kennt, dann merkt man doch einen ziemlichen Unterschied. Obwohl Nachrichtensprecher eine Art von "Einheits-französisch" reden, hat es einen anderen Tonfall als in Frankreich.
Der Unterschied ist 300 Jahre Entwicklung, wo eine neue Sprachgruppe entsteht, genauso wie der Unterschied zwischen britischem und amerikanischen Englisch.
In Deutschland kann man es sich so vorstellen wie der Unterschied zwischen Hochdeutsch und Bayrisch oder Plattdeutsch.
Quebec Französisch hört sich so an wie jemand der die vier Akzente ("an-in-on-un") ganz falsch gelernt hat. Ausserdem gibt es viele Unterschiede wie sich die Quebecer ausdrücken, andere Worte und Ausdrücke. Ausserhalb Quebec findet man leider sehr wenig Französisch.
blackbear, Vancouver, BC
Teil 2, hier ... Ah! Beim Nachlesen festgestellt, dass der mein HauptPunkt irgendwo beim Tippen verloren ging ....
Was ich sagen wollte --- Siedler von Europa haben sich seit etwa dem Jahr 1600 deutlich in Quebec niedergelassen. Natürlich haben diese Pioniere die Sprachentwicklung Europas nicht mitgemacht - das stimmt.
Aber die Welt hat sich weitergedreht. Die Sprache hat sich den neuen Notwendigkeiten angepasst, eine neue Mundart die vor 400 Jahren nicht existierte.
Im Vergleich, wäre es so wie --- man soll Shakespeare studieren um amerikanisches Englisch besser zu verstehen. Geht nicht!
Das ist hoffentlich eine brauchbare Erklärung (?) Als kleiner Nebenpunkt ... deshalb ist es auch ein klein wenig Unfug wenn sich die Einwohner von Paris einbilden sie wären die einzigen in der ganzen weiten Welt die "richtiges" Französisch sprechen.
Wenn man mit Shakespear lernt, und anfangs nichts kann, versteht man es zwar schon deutlich besser... aber wenn man schon Grundsprachkenntmnisse hat wohl eher nicht.... das hast du wohl gemeint