Frage von luggels, 338

Was hat Islam mit Diabetes zu tun?

Spiegel Online berichtete gestern:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/diabetes-bericht-der-who-die-welt-ist-...

Im Text steht zum Islam kein Wort, allerdings sind nach der Karte so offensichtlich hauptsächlich islamische Länder betroffen, dass es förmlich schreit.

Wie kann das sein? Wird hier nicht dauernd erzählt, dass Allah nur gutes gebietet, wie gesund das Fasten ist und die islamische Ernährung?

Ich würde nach der Karte eher sagen: Esst mehr Schwein, trinkt mehr Alkohol, dann verringert ihr euer Diabetes-Risiko.

Antwort
von DottorePsycho, 176

Dieser Bericht arbeitet mit absoluten Zahlen, was schonmal Unsinn ist. Wenn es in China 100 Mio Betroffene gibt und in Italien 2 Mio., dann sagt das erstmal nichts darüber aus, wo gesünder gelebt wird. Was in dem Bericht fehlt, ist das Verhältnis von Einwohnerzahl zur Anzahl der Betroffenen.

In den Grafiken des Berichts sieht es allerdings so aus, als wäre hier der Anteil der Bevölkerung abgebildet, der betroffen wäre. D.h. die Grafiken könnten stimmen.

Schaut man sich an, was in vielen "islamischen" Ländern gegessen wird, wundert mich das auch nicht. Entweder wird sehr viel Süsses gegessen oder sehr viel Reis. Beides fördert Diabetes 2 in erheblichem Maße. Von Schwein hat noch niemand Diabetes bekommen.

Kommentar von Treueste ,

Nur wegen dieser guten Antworten, sollte die Frage stehen bleiben...

Antwort
von halbsowichtig, 50

Erhellend ist die Grafik "Todesfälle durch hohe Blutzuckerspiegel 2014" etwas weiter unten im Artikel. Dort sieht man, dass vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer betroffen sind.

Dort treffen drei Faktoren aufeinander: Ungesunder Fraß zählt als Statussymbol, Bildung ist ein Privileg und die medizinische Versorgung ist unterentwickelt.

In Ländern mit Bio-Trend, hoher Allgemeinbildung und guter Medizin ist das Risiko, an Diabetes zu sterben, am geringsten.

Antwort
von HansH41, 39

Ich vermute, dass der übermäßige Zuckergenuss die Ursache ist.

So süß isst man sonst selten, und so dicke Frauen findet man auch nur selten, höchstens in der Südsee. (Ja earnest, ich war auch auf Samoa)

Antwort
von suziesext06, 90

Ernährungsgewohnheiten in den islamischen Regionen sind natürlich stark beeinflusst von den rein religiös-ideologischen Speisevorschriften des Sunnitentums.

Speisevorschriften, die nicht nach ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten, sondern rein ideologisch abgeleitet sind, beeinflussen vor allem die Sichtweise, was der Einzelne für gesund, rein, halal oder haram ansieht. Also nicht der Nährwert, Vitamine, Mineralstoffe, ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe; oder schädlich: Schwermetallrückstände, Insektizide, Pestizide, Antibiotica, Wachstumsbeschleuniger, genmanipulierte veränderte Eiweise etc etc sondern ausschliesslich das ideologische Kriterium "halal-haram".

Eine Korrelation zwischen Islam und Diabetes ist allerdings nicht erkennbar, jedenfalls nicht aus diesem Spiegelartikel. Hier sind unter den Top Ten die Spitzenreiter: China, Indien, USA.

Der Artikel behauptet auch: "In Ländern mit einem hohen Einkommen erkranken vor allem arme Menschen, in armen Ländern sind es vor allem reiche."

Dennoch halte ich deine Frage für durchaus gut zum Nachdenken

Kommentar von PrinzDeVienne ,

Ja, doch, wirklich; man kann bei der Frage über alles Mögliche nachdenken: Waldelfen, Feen, ... oder einfach gleich Gruselgeschichten.

Kommentar von suziesext06 ,

@luggels man könnte, da die Top Ten China und Indien sind, auch andere abenteuerliche statistische Korrelationen entdecken:

Die Inder sind so oft zuckerkrank, weil sie KEINE heiligen Kühe essen. Die Chinesen sind auch so zuckerkrank, weil sie KEINE heiligen Rinder, sondern bloss Hund, Schwein und Huhn essen. Und die Amis? Also die Texaner, die ich kenne, die essen ALLE HEILIGEN Kühe derer sie habhaft werden können, und sind nicht zuckerkrank.

Aber die Amis in der Bronx, in N.Y., zb, die ich nicht kenne, die essen keine Heiligen Kühe, weil sie nicht so viel Sozialhilfe kriegen von Uncle Obama, die essen nur Uncle Macdonalds Bigwhopper und andere Schnellsättiger und trinken darzu Kola mit 500g Zucker pro Tasse. Dafür wiegen sie dann 500kg, müssen am Stock gehn und sind auch nicht bloss zuckerkrank.

Lesetipp:

Walter Krämer "So lügt man mit Statistik", München 2001

Antwort
von mohammedamin, Business, 140

Das ist generell ein Problem der Entwicklungsländer, wo stark verarbeitete Lebensmittel als Statussymbole gelten.

Beispielsweise hat auf Tuvalu Dosenfisch ein höheres Ansehen und Preis als der frisch gefangene einheimische Thunfisch.

Deshalb Schauffeln sich die Leute einfach mit raffinierten Zucken und Chemikalien zu. Während bei uns Bio boomt.

Kommentar von earnest ,

So ist es. 

Ich habe selten so viele fettleibige Menschen gesehen wie auf American Samoa. 

Und gleich "nebenan", auf Western Samoa, sah das Bild ganz anders aus.

Antwort
von Ringoscarlett, 128

Du hast den Artikel aber schon gelesen, oder? Erschienen dir die Erklärungen nicht logisch? Ein bisschen Eigenrecherche und du hättest noch weitere finden können.

Aber esse und trinke ruhig Schwein und Alkohol. Zwei fettige Schnitzel am Tag, dazu ein Sixpack Bier. Ein Hoch auf die Gesundheit. 

Kommentar von Dummie42 ,

Also wenn ich dich richtig verstehe, sind Schweinefleisch und Alkohol gut gegen Diabetes? Muss ja nach deiner Theorie so sein, denn in den am stärksten betroffenen Ländern im Nahen und Mittleren Osten steht beides ja nicht sehr hoch im Kurs, während Deutschland, was die Zahl der Diabetesfälle betrifft, im Vergleich recht gut da steht und beides hier gern genossen wird.

Kommentar von Ringoscarlett ,

Ja, du hast Recht. Beides wird hier sehr gerne genossen. Weißt du auch, wer bis vor wenigen Jahren noch recht hoch oben auf der Liste der Länder mit den meisten D. Patienten stand? Deutschland. Bis bei uns immer mehr Menschen auf gesunde Ernährung geachtet haben. Bis Krankenkassen sehr viel Geld in Sport und Ernährungsprogramme investiert haben. Wir haben nach wie vor sehr viele Menschen, die an D. leiden. Viele Menschen wissen es oft sogar nicht. 

D. gilt in bestimmten Gesellschaftsschichten - vor allem in Industrienationen wie Deutschland und den USA - als hohes Risiko, da aufgrund von Geldmangel u. Zeitmangel gesunde Ernährung gegen Fastfood, Fertiggerichte u. Snacks keine Chance hat. 

In Deutschland ist heute schätzungsweise jeder 13. an Diabetes erkrankt. (Quelle: DZD)

Vieler Annahmen zum Trotz sind es auch nicht nur Übergewichtige, die unter D. leiden. Das trifft auch magere Menschen. Manche sind auch einfach anfälliger als andere. Menschen in hohem Alter sind besonders häufig betroffen. 

Es gab eine Studie, die das Fasten sogar als Mittel gegen D. empfohlen hat. Allerdings nicht das religiöse Fasten des Islam, da dort sowohl auf Wasser und Früchtetee tagsüber verzichtet wird, als auch das Essen am späten Abend, bzw. in der Nacht gefördert wird. Fasten ist aber nicht D.-fördernd. 

Antwort
von Nunuhueper, 45

Papua-Neuguinea ist christlich geprägt, während die Westhälfte der Insel zu Indonesien seit 1961 gehört und infolge der Transmigrasi-Aktion muslimisch besiedelt wurde. Die Ureinwohner sind dort in der Minderzahl.

Man beachte:

Der Diabetes mellitus auf dieser zweigeteilten Insel ist bei den Christen, nicht bei den Muslimen weit verbreitet.

Oder stimmt  die Statistik nicht?

Kommentar von earnest ,

Das ist offenbar eine ähnlich interessante "Zweiteilung" wie die zwischen American Samoa (U.S.-amerikanisch geprägte "Kultur") und Western Samoa (eher traditionell geprägte Kultur).

Liegt also doch wohl nicht am Glauben ...

Antwort
von Undsonstso, 53

Willst du ein Problem konstruieren, welches nicht gibt...? Im Artikel wurde weder von Islam geredet, noch wurde vom Christentum gesprochen.

I-wie finde ich die Frage in Kombination mit deinem Schlußsatz echt geschmacklos.

Antwort
von Elvirus, 119

Aber es kommt doch auf die Lebensmittel an , oder wie sich die Menschen ernähren.bzw medikamentöse Versorgung....Und nicht auf die Religion?!?!?! Was für eine komische, nicht durchdachte frage....

Und hast du dir selbst den Artikel durchgelesen?!?! Dann müsstest du nicht solch eine Frage stellen... 

Kommentar von luggels ,

Ja, ich habe den Artikel gelesen. Und ja, natürlich gibt es vordergründig erst mal keinen kausalen Zusammenhang zur Religion. Aber es ist doch wirklich auffällig, dass islamische Länder deutlich Überproportional betroffen sind. Warum? Reis und Süßes wird auch in anderen Ländern geegessen.Gibt es möglicherweise aus der Religion bedingte Verhaltensmuster, die sich ungünstig auf das Diabetesrisiko niederschlagen? Die Frage finde ich nicht komisch, sondern interessant!

Kommentar von earnest ,

Es gibt auch "hintergründig" keinen Zusammenhang mit der Religion.

Antwort
von Fairy21, 17

1."Esst mehr Schweinefleisch und trinkt mehr Alkohol, dann verringert ihr euer Diabetesrisiko."

Gehts noch?  Was zum Teufel soll der Blödsinn?

2. Du hättest mal einen Blick in die Top 10 Liste werfen sollen. Die eine Erklärung zu dieser Grafik ist. 

3.Seit wann sind China , Indien, und besonders die USA islamische Länder? 

Die im übrigen auf Platz 1-3 sind, sowie aufgezählt. 

In Indien herrscht überwiegend der Hinduismus. 

In den Top 10 kommt vielleicht gerade mal 1 (richtiges) Islamisches Land vor, , und das ist Ägypten.  

Also was hat mit den Islam zu z tun?

So eine Krankheit , überhaupt Krankheiten , geht/gehen nicht nach Religionen/Religion.

Antwort
von Dummie42, 39

Hier steht es noch mal genauer:

http://www.welt.de/gesundheit/article13066748/In-Arabien-ist-Diabetes-ein-Wohlst...

Und nein, das ist nicht schon wieder Schuld des Westens und wenn du mal nachlesen möchtest, wie man in Saudi Arabien so mit der Krankheit umgeht, dann empfehle ich dir folgendes Buch:

http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_c_0_15/277-8452025-8264018?__mk_de_DE=%C3%85...

Antwort
von VanesLavin, 116

Ich frage mich ob ich über diese Frage lachen oder weinen sollte?! 😕

Kommentar von luggels ,

Versuch doch einfach mal die Frage ehrlich zu beantworten.

Kommentar von PrinzDeVienne ,

Ein ehrlicher Troll ... :)

Kommentar von VanesLavin ,

Na gut gerne. Die Antwort ist: es hat nichts mit dem Islam zu tun! In den orientalischen Ländern wird sehr gerne Weißmehl Produkte verzehrt. Auch Süßes ist dort deutlich zuckerhaltiger wie hier. Und zum anderen sind Vollkornprodukte sehr teuer kann ich über Türkei sagen. Ist deine Frage damit beantwortet? Übrigens fasten tun wir nur ein Monat im Jahr und das nicht für unsere Gesundheit sondern um die Armen zu verstehen und danach gut zu spenden..

Antwort
von earnest, 103

Nichts. 

Aber vielleicht solltest du auf solche Aufmischfragen verzichten.

Es geht dir hier offensichtlich nur darum, den Islam zu verhohnepiepeln. Geh bitte woanders trollen.

Kommentar von luggels ,

Ja sicher ist das provozierend gefragt.

Hast du dir die Karte überhaupt angesehen? Sieht du da keinen Zusammanhang?

Kommentar von Treueste ,

Das hat aber nichts mit dem Islam zu tun und auch nichts mit Schweinefleisch.

In vielen dieser Länder wird gerne  viel sehr Süßes gegessen.  Mal darüber nachgedacht? .......

Kommentar von luggels ,

Ehrlich gesagt, habe ich schon darüber nachgedacht. Aber Süßes ist nun mal nicht der größte Risikofaktor für Diabetes. Schon mal darüber nachgedacht?

Kommentar von Treueste ,

Und wie steht es mit Reis???? Und Nudeln?  Hä?

Kommentar von earnest ,

Ständig, luggels, ständig. 

Aber jetzt möchte ich den Dialog mit dir beenden.

Kommentar von earnest ,

Ja, habe ich. Nein, den sehe ich nicht. Das hat nichts mit dem Islam zu tun, wohl aber mit Ernährung. 

Aber hast DU den Artikel gelesen - und verstanden?

Gut jetzt?


Antwort
von PrinzDeVienne, 95

Was hat dieser Fragetroll hier zu tun?

Kommentar von luggels ,

Die Frage steht nur da, um von dir sinnvoll beantwortet zu werden.

Kommentar von PrinzDeVienne ,

Nu' mach aber mal halblang ... :)

Kommentar von Treueste ,

Es ist genau die Antwort, die Du eigentlich verdienst.

Lediglich die Tatsache, dass Du eventuell über Deine Fragestellung nachdenkst, hat sicher viele hier dazu bewegt, Dir ernste Antworten zu geben :-(

Kommentar von PrinzDeVienne ,

Hm, joa, aber das lässt mit der Zeit auch nach. Wenn man erstmal versteht, dass es bei solchen Fragen doch vor allem darum geht, als Frage verkleidet irgendwas Diffamierendes fettgedruckt verbreiten zu können ...

Kommentar von luggels ,

Wie bitte?

Ich hab schon hier schon einige gute Antworten gelesen. Von dir war keine dabei.

Kommentar von PrinzDeVienne ,

Und womit? Mit Recht. :)

Antwort
von Treueste, 127

Und, wo steht da was vom Islam? Und was hat Schweinfleisch mit Diabetis zu tun?

Kommentar von matze566 ,

Der Autor der Frage beschreibt schon in seinem Fragentext selbst, dass diese Information nicht im Artikel zu finden ist, er interpretiert nur die Abbildung und erkennt, dass in den Ländern, die am meisten von Diabetes betroffen sind Islamische Länder sind. Mit dieser Beobachtung ist erstmal nichts verkehrt, denn man kann die Korrelation weder beweisen noch als falsch erklären. Seine Moral zum Schluss ist zwar nicht passend, wodurch deine Frage mit dem Schweinefleisch hingegen berechtigt ist.

Kommentar von PrinzDeVienne ,

Es ist ... bewegend, wenn jemand eine Trollfrage näher erläutert.

Kommentar von earnest ,

:-))

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