Was hat Friedrich II. erreicht?

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7 Antworten

Ich entnehme den Beiträgen und einigen Kommentaren, dass es um König Friedrich II. von Preußen geht, was der Fragesteller zu präzisieren versäumt hatte. Was hat der König wirklich "erreicht"?

FRIEDRICH II. eroberte in den beiden ersten schlesischen Kriegen das bis dahin Österreich unterstehende Schlesien. Im Siebenjährigen Kriegbehauptete er Schlesien gegen eine erdrückende Übermacht, und wurde dadurch zum größten Feldherrn seiner Zeit. Preußen stieg unter FRIEDRICH II. zur Großmacht auf.




Es ist wahr, Friedrich war soeben an die Herrschaft gekommen, als er den von seinem Vater aufgebauten Staat Preußen in den Krieg stürzte. Im Siebenjährigen Krieg wäre Preußen beinahe vernichtet worden, wenn Friedrich nicht das Glück gehabt hätte, dass die Koalition seiner Feinde zerbrach und er von Russland Hilfe erhalten hätte. Friedrich war nie der "größte Feldherr seiner Zeit", wohl aber der glücklichste. Denn in der Tat: nach dem Siebenjährigen Krieg galt Preußen als "Großmacht"  -  dank des rechtzeitigen Todes seiner Feindin Zarin Elisabeth und der Preußenfreundlichkeit ihres Nachfolgers Zar Peter III. Was Preußens "Großmachstellung" in der Realität bedeutete, hat nicht einmal zwei Jahrzehnte nach Friedrichs Tod Napoleon I. eindrucksvoll demonstriert.



Als klassischer Vertreter des aufgeklärten Absolutismus baute er das Schloss Sanssouci, wo er einen Kreis von Gleichgesinnten geistvollen Männern um sich versammelte.


Friedrich war ohne Frage ein geistig interessierter Mensch, und ja, er stand der "Aufklärung" und ihrem Gedankengut nahe. Er baute das erwähnte Schloss, an dem wir uns heute noch erfreuen können. Schlösser haben viele Monarchen aus Repräsentationsgründen gebaut. Sein Vater, Friedrich Wilhelm I., hat sich mit solchem Schnickschnack nicht befasst, stattdessen hat er seinem Sohn einen mächtigen, wohlhabenden Staat hinterlassen.

Friedrich aber zum Vertreter einer monarchischen Herrschaftsform zu machen, die Historiker des 19. Jahrhunderts mit dem Begriff "Absolutismus" bezeichnet bzw. verherrlicht haben, ist aufgrund der Erkenntnisse der modernen Geschichtswissenschaft über die realen historischen Gegebenheiten wenig sinnvoll. Der "Absolutismus" ist eine im 16. Jahrhundert entwickelte Theorie monarchischer Regierungsform, die in keiner Monarchie jemals verwirklicht werden konnte, noch nicht einmal in den rücksichtslosen Diktaturen des 20. Jahrhunderts.


Von den humanitären Forderungen der Aufklärung geleitet, baute er das Bildungswesen aus, schaffte die Folter ab und schuf bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Preußen.



Die angeblich so "aufgeklärte" Herrschaft Friedrichs sollte man nicht zu sehr idealisieren. Wo blieb denn die angeblich aufgeklärte Humanität des Königs, als er sein Land in unnötige Kriege stürzte, seinen Untertanen materielle und persönliche Nachteile und Leiden ohne jede Rücksicht auferlegte? Als er sein Land an den Rande des Abgrundes und der Auflösung führte? Als er sich an der ebenso unrechtmäßigen wie unmoralischen Zerschlagung und Aufteilung Polens beteiligte? Auch seine späteren Wiederaufbaumaßnahmen, wirtschaftlichen Vorhaben, seine anderen Reformen, die übrigens auch kluge Ratgeber des Königs als Urheber hatten, dienten nicht in erster Linie dem Wohlstand seines Volkes  -  das persönliche Schicksal seiner Soldaten und Untertanen war ihm egal!  -, sondern dem Staate und seiner Macht  -  und nicht zuletzt seinem persönlichen monarchischen Prestige im europäischen Mächtegefüge.


Friedrich war ohne Zweifel ein bedeutender König. Er legte  -  mit mehr Glück als Können!  -  den ideologischen Grundstein für die preußische Machtstellung in Europa, nicht zuletzt für den Gegensatz zwischen Preußen und Österreich, der dann 1866 endgültig militärisch gelöst wurde. Sein Mythos als angeblich erfolgreicher Feldherr und sein Großmachtstreben wurden zum Vorbild für die spätere preußische, auch noch für die nationalsozialistische aggressive Machtpolitik.

MfG

Arnold





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Der deutsche Kaiser Friedrich II. hat unter anderem im Jahr 1242 ein Edikt erlassen, mit dem das Apothekenwesen geordnet wurde. Im Wesentlichen ist diese Apothekenordnung heute noch gültig. Die Internet-Versandapotheken konnte er natürlich noch nicht voraussehen.

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FRIEDRICH II. eroberte in den beiden ersten schlesischen Kriegen das bis dahin Österreich unterstehende Schlesien. Im Siebenjährigen Krieg behauptete er Schlesien gegen eine erdrückende Übermacht, und wurde dadurch zum größten Feldherrn seiner Zeit. Preußen stieg unter FRIEDRICH II. zur Großmacht auf. Als klassischer Vertreter des aufgeklärten Absolutismus baute er das Schloss Sanssouci, wo er einen Kreis von Gleichgesinnten geistvollen Männern um sich versammelte. Von den humanitären Forderungen der Aufklärung geleitet, baute er das Bildungswesen aus, schaffte die Folter ab und schuf bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Preußen.

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Kommentar von Everklever
09.04.2016, 13:11

Brav. Setzen!

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Kommentar von jakobask
09.04.2016, 13:12

vielen Dank

1

Welcher Friedrich ?

der von Preußen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._%28Preu%C3%9Fen%29

der deutsche Kaiser

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._%28HRR%29

Hausaufgaben selber machen...da ist soviel zu zu finden, man muss nur lesen

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Kommentar von Everklever
09.04.2016, 13:10

Würdest du die Links freundlicherweise noch für ihn öffnen? Wir wollen doch den armen Fragesteller nicht so überfordern.

2

FRIEDRICH II. erobert Schlesien ?

was es alles so gibt

ich dachte dieser Stauferkaiser war mehr im warmen Süden unterwegs Sizilien und so

Friedrich ist eben ein populärer Name

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Ein großes Preußen, ein abgerundetes Staatsgebiet, Vormachtstellung in Europa. Hunderttausende Tote.


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