Was hat es mit dem Rent-a-Sozi auf sich?

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2 Antworten

Ganz einfach, da können sich betuchte Lobbyisten ihre Politiker kaufen, was bislang über eine Agentur erfolgte, nun aber wohl abgeschafft wird, seitdem es ruchbar wurde.

Politiker führen dann gegen gute Bezahlung Gespräche mit den Lobbyisten. Naturgemäß bezahlen solche aber nur dafür, daß sie auch das hören, was sie hören wollen. Der Effekt "mehr Geld in der Tasche" erzeugt ein Glücksgefühl bei Politikern, welches dann mit dem Gegenpol "Lobbyisten nach dem Mund reden" verknüpft wird.

Es ist also im Prinzip auch nur eine emotionale Konditionierung der Politiker, die so diversen Lobbyisten immer stärker gefällig werden. Unter dem Strich betrachtet ist es nichts anderes als ein Hintertürchen, durch das dann mittels Bezahlung die Ansichten von Politikern gesteuert werden können.

Andere Parteien (kommt aber ebenso auch in der SPD vor) gehen da weniger verschämt und weniger indirekt vor, was daran erkennbar ist, daß diverse Politiker direkt aus dem Wirtschaftsadel kommen und späterhin auch wieder dorthin zurückgehen.

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Was hat es mit dem Rent-a-Sozi auf sich?

Es hat bei der SPD eine lange Tradition, dass man sich einen Spezialdemokraten "kaufen" kann. 

Clement wurde von der ultra-neoliberalen "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)" gekauft und ist aktuell deren Kuratoriumsvorsitzender. Schröder ließ sich von Putin kaufen (Gaspipeline) und sitzt heute im Vorstand des Konzerns, der diese (auch mit deutschen Steuergeldern bezahlte) Gaspipeline betreibt. Steinbrück ist nach seinem Amt als Finanzminister nun Chef-Lobbyist der Ing-Diba-Bank. ... Haufenweise Sozis haben sich auf dem Rücken ihrer Wähler nach oben abgestoßen und sich verkauft...

Allerdings ist es eine sehr verbreitete Tradition: Im Jahr 2010 gab es die CDU-geführte Aktion "Rent-a-Rüttgers". Damals konnte man für "ab 10.000 Euro" den damaligen Ministerpräsidenten von NRW und Ex-Bundes-Bildungsminister Jürgen Rüttgers kaufen.

Bei der SPD ist wollte man offensichtlich "arbeitnehmer-freundlichere" Preise durchsetzen: Dort konnte man schon "ab 7.000 Euro" einen Minister, Ministerpräsidenten oder sonstwie mächtigen SPD-Mann (oder -Frau) kaufen.

Es ist allerdings einzusehen, dass man für das winzige Taschengeld nicht den ganzen Menschen, und schon gar nicht die gesamte Legislatur-Periode, bekommt. Dafür gab's nur "Gespräche". 

... Und? Was besprechen Leute, die es sich leisten können, wohl so? Wann brauchen sie mal ein "offenes Ohr" eines Ministers; etwa eines Wirtschaftsministers, eines Justizministers oder eines Ministerpräsidenten? Was denkst du?

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