Frage von MrFrageAntwort, 137

Was hat Donald Trump schon wieder gesagt?

Er hat ja gesagt welches sein Lieblingbibelvers ist aber das Problem war der Vers existiert nicht mal😂.Was hat er denn für ein "Vers" gesagt?

Antwort
von kelloknippla, 88

Trump, der ja meinte, dass er von der Steuerbehörde nur so drangsaliert würde, weil so ein überzeugter Christ sei, meinte in einem Radiointerview "Auge um Auge" wäre sein liebstes "Gesetz" der Bibel.

Dumm nur, dass Jesus genau diese Regel bei seiner Bergpredigt zurückgewiesen und zur Gewaltlosigkeit aufgerufen hat.

Ich empfehle die Google-Suchen "Trump false statements" und "Trump flip-flops" (nein, keine mentalen Bilder von ihm in Badelatschen bekommen - das sind Aussagen, wo er einen Tag die eine Position vertrat, den anderen das Gegenteil). Entlarvt sein leeres Gerede sehr gut.

Kommentar von DieterSchade ,

Dumm nur, dass Jesus genau diese Regel bei seiner Bergpredigt zurückgewiesen und zur Gewaltlosigkeit aufgerufen hat.

Du hast zwar Recht, dass Jesus von Nazareth diese Regel in seiner Bergpredigt zurückgewiesen hat, aber die christlichen Theologen würden dir widersprechen. Sieh mal hier den Wikipedia-Artikel

https://de.wikipedia.org/wiki/Auge_für_Auge

Demgemäß löst Jesus den Rechtsgrundsatz „Auge für Auge“ von der Schadensregelung und bezieht ihn auf Israels Gesamtschaden, die Herrschaft des Bösen: [...] Wie andere Torapredigten Jesu stellt auch diese nicht die Geltung des Gebots in Frage, sondern versucht, seinen ursprünglichen Richtungssinn in konkreter Situation zu bewahren: Unbegrenzte Gegengewalt, die die Talionsformel abwehren will, kann jetzt nur durch Verzicht auf Schadensersatz vermieden werden. 

Kommentar von kelloknippla ,

Oh, hm, wieder was gelernt. Der Wikipedia-Artikel ist echt erhellend, danke!

Ich hab das "Wange hinhalten" auch vorher schon für etwas verzerrt wiedergegeben gehalten. Da ist die Stelle im Wikipedia auch so, wie ich's eigentlich verstanden hatte (Trump wohl eher nicht):

Das naheliegende, aber tödliche Reaktionsmuster, das Wiedergutmachung
nach den eigenen Maßstäben fordert und eigenmächtig durchsetzt, soll
durch ein auf Konfliktlösung und Rechtsfrieden mit dem Streitgegner
ausgerichtetes Verhalten abgelöst werden.

Antwort
von DieterSchade, 35

Zunächst muss man sagen, dass dieses "Auge um Auge, ein Zahn für einen Zahn" tatsächlich im Alten Testament steht. 

http://www.bibleserver.com/text/EU/2.Mose21

Jesus von Nazareth hat dieses Gebot, wie die meisten mosaischen Gesetze aufgehoben, aber die Christen machen ja bekanntlich immer gerne den Spagat, dass Jesus diese zwar aufgehoben hätte, diese aber immer noch für die Christen bedeutsam seien :-) So sind sie halt die Theologen. 

Diesen interpretationstheoretischen Spagat sieht man auch im Wikipedia-Artikel besonders schön.

https://de.wikipedia.org/wiki/Auge_für_Auge

Demgemäß löst Jesus den Rechtsgrundsatz „Auge für Auge“ von der Schadensregulierung und bezieht ihn auf Israels Gesamtschaden, die Herrschaft des Bösen: Da das Reich Gottes nahe sei, sollen Juden auf Ersatzforderungen verzichten und feindlichen Gewalttätern mit Wohltaten begegnen, um sie zu „entfeinden“und mit ihnen „Gottes Kinder“ zu werden. Darin sollen sie Gottes Vollkommenheit abbilden. Wie andere Torapredigten Jesu stellt auch diese nicht die Geltung des Gebots in Frage, sondern versucht, seinen ursprünglichen Richtungssinn in konkreter Situation zu bewahren: Unbegrenzte Gegengewalt, die die Talionsformel abwehren will, kann jetzt nur durch Verzicht auf Schadensersatz vermieden werden.

Antwort
von aicas771, 26

Viele "überzeugte Christen" in den USA neigen dazu, sich (völlig unchristlich) am alten Testament zu orientieren, statt am neuen Testament.

Da geht es dann oft ums aufrechnen von "Schuld", um Rache und Vergeltung, eben um "Auge um Auge - Zahn um Zahn" (ein Symptom davon ist die Todesstrafe).

Dabei wird dann übersehen, dass Jesus genau dieses Vorgehen für Christen abgeschafft hat (in der Bergpredigt).

Der Vers "Auge um Auge - Zahn um Zahn" steht in 2.Mose 21,24 und wendet sich gegen unverhältnismäßige Strafen.

Jesus wendet sich in der Bergpredigt (Mt. 5,38) auch dagegen und fordert dazu auf, Unrecht hinzunehmen, statt es bestrafen und vergelten zu wollen.

http://www.bibleserver.com/text/SLT/2.Mose21

Antwort
von gummigruen, 2

Oh -------, ich hoffe, das geht halbwegs gut.

Aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass das mit dem Christentum wieder eine seiner 'Meinungsschwankungen' ist.

Es steht fest, laut dem was er in den Medien gesagt hat, kapiert er nicht, wie verdammt krank er sich verhält, er denkt, er würde eh immer alles richtig machen. Also isser kein Christ.

Die Menschheit interessiert es offenbar kaum, was jemand sagt, sondern wie er es sagt. Hitler, Trump, und früher gabs ja auch 'ne ganze Menge solcher Leute.

Antwort
von SahneSchnitte22, 70

 Trump's favorite Bible verse: 'Eye for an eye' 

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