Frage von Giovanna327, 77

Was hat die Weihnachtsgeschichte mit der Flüchtlingssituation gemeinsam?

Antwort
von tveni, 33

Maria und Joseph sollten zu einer Volkszählung aufbrechen und sollten somit zu "ihrer" Heimatstadt kehren.
Bei der Flüchtlingskrise wäre eine Zählung evtl. sinnvoll, aber beinahe unmöglich. Der Staat war bei Beginn überfordert – liegt auch daran, dass viele Flüchtlinge einfach illegal (durch Löcher in Grenzzäunen etc.) gekommen sind. Eine geordnete Zählung war damit schlicht unmöglich^^

Also wäre das "heute" fast das Gegenteil von "damals".

Kommentar von hertajess ,

Der Staat war zu Beginn nicht deshalb überfordert weil viele illegal gekommen sind sondern weil er dieses Thema nachweislich seit Jahrzehnten vernachlässigt, Warnungen und angemessene Forderungen von vor einem Jahr einfach abtat. Dieser Hirnlose der unser Innenminister sein soll behauptete vor einem Jahr es kämen maximal 400.000 Flüchtlinge und deshalb brauche es keine Personalaufstockung. Die schon damals eingeforderten mindestens 3.000 Neueinstellungen wurden bis heute nicht genehmigt. 

Die Verbrecher sitzen in Berlin und machen sich ein faules Leben von unseren Steuergeldern. Wer um sein nacktes Überleben rennt hat weder Energie noch Möglichkeit nach legal oder illegal zu fragen. Vor allen Dingen dann nicht wenn diese Frage in anderen Zeichen veröffentlicht wird als gelernt wurden. 

Davon abgesehen: 

Eine geordnete Zählung war schon so gut wie unmöglich als Kohl die Russen mit Kopfgeld welches durch unsere Steuergelder geleistet wurde zu uns einlud. 

Anstatt hier Menschen die um ihr nacktes Leben rennen zu kriminalisieren, irgendwelchen Lebensfeinden auf den Leim zu gehen kannst Du Deine Zeit ebenso in die Kenntnisnahme von Fakten investieren. DAS wäre dann tatsächlich christlich. 

Kommentar von tveni ,

Okay, und Sie werden mal ein bisschen Zeit in ihre Grammatik (Kommasetzung) investieren? Vielen Dank.

Guten Start ins Jahr wünsche ich Ihnen trotzdem.

Antwort
von hertajess, 28

Maria und Joseph waren unterwegs weil eine Besatzungsmacht es so wollte. 

Die Flüchtlinge die zu uns kommen sind auf der Flucht weil eine Besatzungsmacht es so will. Ihre Alternative ist nicht Gefängnis wie bei Maria und Josef sondern der Tot. 

In einem Stall zu übernachten mit Wärme abstrahlendem Vieh bei Außentemperaturen von Nachts vielleicht mindestens 5° - macht im Stall mindestens 15° - ist sicherlich nicht damit zu vergleichen zu riskieren ohne jedes Dach über dem Kopf bei Minustemperaturen die Nacht zu überstehen. Wobei wir davon ausgehen dürfen dass Jesus, g.s.S.N., zu einer anderen Jahreszeit geboren wurde wo es wärmer war. 

Wesentlich scheint mir 

Weder Joseph noch Maria hatten ihre Situation zu verantworten. So wie die zu uns Flüchtenden sie nicht zu verantworten haben. 

In beiden Fällen hat sich eine ausländische Macht eingemischt, in diese Situation gezwungen. 

In beiden Fällen haben die Menschen nicht mehr als ihr nacktes Leben. Und gerade noch ihre Kleidung. 

Da kommt jetzt dann gerne der Verweis auf die Handys welche sie mitbringen. Dass aber der deutsche Markt nicht den weltweiten Preis bestimmt wird sehr gerne ausgeblendet. Dass manches Handy geschenkt wurde ebenfalls. - Ja, kommt durchaus häufiger vor dass solche Dinger geschenkt werden, sogar von Großkonzernen an Flüchtende. - Auch bei den Nutzungstarifen bestimmt nicht der deutsche Preis. Und wenn manche Menschen lieber hungern um sich regelmäßig erkundigen zu können ob zurück gelassene Angehörige noch leben anstatt sich von ihrem hier gewährten Taschengeld nötige Nahrung zu besorgen - dann dürfen wir diese Entscheidung durchaus akzeptieren. 

Vielleicht hätte ein wenig mehr Egozentrik es ermöglicht dass auch Maria und Josef ein richtiges Dach über dem Kopf gefunden hätten. Auch darüber dürfen wir nachdenken. 

Kommentar von Giovanna327 ,

Viele Flüchtlinge bringen ihre Handys aber von ihren Herkunftsländern mit also die waren ja mal nicht alle arm sonst könnten sie sich die Flucht ja gar nicht leisten und vor Armut fliehen sie ja auch gar nicht.

Kommentar von hertajess ,

Sie fliehen um ihr nacktes Leben weil ihre Heimat zerbombt wurde. Da hast Du schon mal recht. 

Sicherlich bringen viele ihre Handy mit. Ein Großteil deshalb weil sie es sich von ihrem Einkommen oder dem ihrer Eltern haben leisten können bevor sie ausgebombt wurden. Das ist richtig. Ebenfalls richtig ist dass viele eine Schleuserbande vom vorhandenen Vermögen zahlen können dass trotz Ausbomgung noch vorhanden ist. 

Es gibt aber durchaus auch Menschen die in sogenannten Flüchtlingslagern leben. Da verschenken entsprechende Großfirmen auch mal Handys. Diese werden zunächst genutzt um sich einen Verdienst zu erarbeiten mit dem dann eben eine Schleuserbande finanziert werden kann. 

In solchen Flüchtlingslagern gibt es darüber hinaus Organisationen die es Flüchtlingen ermöglichen zunächst das Internet der Organisation zu nutzen um sich einen Verdienst online zu erarbeiten mit dem ein eigenes Handy finanziert werden kann. Von einer solchen Person bekomme ich regelmäßig Nachricht. Sie wird gewiss nicht nach Europa kommen aber von ihr kennen ich eben diese Fakten. 

Und ganz gewiss sind ab Sommer letzten Jahres auch manche Hochqualifizierten gekommen die Merkel eingeladen hat. Von ihr kursiert mindestens eine Einladung auf arabisch online dass die Deutsche Wirtschaft unbedingt qualifizierte Mitarbeiter braucht und deshalb eben alle zu uns kommen sollen die entsprechend ausgebildet sind, studiert haben. Wenn ich recht erinnere machte Occupy Vienna darauf im letzten Monat aufmerksam. Da Schule und Studium in solchen Staaten oft selbst finanziert werden müssen sind diese Menschen selbstverständlich mit einem Handy ausgestattet wenn sie zu uns kommen. 

Antwort
von Schuhu, 30

Das Kinderkriegen unter so schweren Bedingungen (Stall, Flüchtlingslager), die Bedrohung des Kindes (bethlehemitischer Kindermord, Krieg). Das Leben in einem besetzten Land.

Antwort
von Federfell, 25

Hey :)

Die Stadt war damals von Menschen überfüllt und Maria und Josef wurden trotzdem aufgenommen. Sie kamen an einem Ort unter, das klein und "dreckig" war. Sie mussten sich mit dem zufrieden geben, was sie bekommen haben, da sie in die Stadt für die Volkszählung mussten. Obwohl alles voll war und eigentlich keine Plätze mehr vorhanden, hat der Wirt sie aufgenommen und für sie "gesorgt".

Den Leuten in Betlehem, die Maria und Josef aufegnommen haben, wurde in der Nacht der Sohn Gottes geboren. Unser "Jesus" ist sozusagen die neue Einstellung und die Weltoffenheit, die uns die Flüchtlinge mit ihren verschiedenen Herkunftsländern geben, wenn wir nur offen genug hinschauen.

Gruß

Federfell

Antwort
von pinacolada42, 32

Maria und Joseph waren auch Flüchtlinge

Kommentar von Jewiberg ,

Äh, waren die nicht freiwillig gekommen um an der Volkszählung teilzunehmen?

Kommentar von Federfell ,

Flüchtlinge kommen teilweise auch "freiwillig". Sie zahlen oft einen hohen Preis dafür! 

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