was hat das Germanische Volk und Germanische Neuheidentum mit dem heutigen Nationalsozialismus zu tun?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Ehemaliger Anhänger des Neuheidentums hier (z.B. Ásatrú, Keltoi, Rodnoverie, Wicca, u.a.).

Neuheiden per se haben nichts mit politischen Einstellungen zu tun! Weder rechts, links noch mitte. Es ist eine Religion wie jede andere auch, nur dass sie eben im Laufe des letzten Jahrhunderts aus verschiedenen Richtungen entstanden ist und demnach recht jung ist.

Du kannst dich auf diversen Seiten gut über Ásatrú informieren, z.B: auf der Seite des VfgH (Verein für german. Heidentum), Asatruring Frankfurt, asentr.eu, oder auch im asatru-forum.de. Diese Seiten sind definitiv politisch neutral.

Was das Neuheidentum immer wieder in Verruf (falls es denn überhaupt jemals öffentliches Aufsehen erregt) und Naziassoziationen bringt, sind diverse Aktivitäten von obskuren rechtsradikalen Gruppen. Einige der letzteren feiern z.B. auch die Sonnenwenden, wie es alle neuheidnischen Gruppen tun, diverse Rechtsradikale tragen öffentlichen Runenanhänger/-tattoos (Sowilo, Othala, um die beiden häufigsten zu nennen), und andere ähnliche Dinge.

Vor allem Runen wurden im dritten Reich massiv missbraucht und mit neuen Assoziationen ('Blut und Boden', etc.pp. für die Othalarune, welche in der neuheidnischen Religion eigentlich sowohl positiv und negativ für Heimat steht) versehen.

Es gab auch im dritten Reich eine anscheinend religiöse Bewegung, die die 'germanische Religion' wiederbeleben wollten. Allerdings, hat wohl Hitler selbst sie als Spinner bezeichnet.

Sehr schädlich ist deshalb vor allem Halbwissen. Die meisten Leute haben keine Ahnung vom Neuheidentum und kennen viele der Dinge, mit denen sich Neuheiden beschäftigen, nur oberflächlich und verbinden sie wegen der deutschen Vergangenheit meist nur mit rechten Ideologien.

Fazit: Neuheidentum ist grundlegend politisch neutral und wird oft wegen der deutschen Vergangenheit und rechtsextremen Negativbeispielen falsch dargestellt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das hat gemeinsam, dass es noch aus vorchristlicher Zeit stammt, also Götzendienst und Heidentum ist. Der Mensch braucht sich seine Religion, nachdem Christus der Erlöser auf der Welt war, nicht mehr selbst ausdenken (auch wenn das kulturell und künstlerisch durchaus zu imponierenden Ergebnissen geführt hat) - Christus hat uns gesagt, woher er kommt und dies mit seinem Leben bewiesen und bezahlt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?