Frage von GangstaDog100, 134

Was hat das Bild für Rückschlüsse auf das Zusammenleben von Muslimen und Christen erlaubt?

(Frage s.o) Ich versteh nicht ganz was die Aufgabe von mir verlangt. Beschreiben kann ich es ja aber sonst...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von stonedog, 62

Das Bild spielt vielleicht auf die Herrschaftszeit Friedrichs II. an. Der hat mit seinem Regierungsmittelpunkt in Palermo auf Sizilien eine religiös recht tolerante (Hof)Gesellschaft geschaffen, mit kulturellem Austausch (> gemeinsames Musizieren). Auch das Instrument (eine Laute, Frühform der Gitarre) ist aus dem arabischen Raum übernommen. Dein Lehrer will also vielleicht "Toleranz" und "kultureller Austausch" hören.

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Sehr gut beschrieben und nachvollziehbar gedeutet! Allerdings könnte das Bild auch aus der Zeit Rogers II. von Sizilien stammen, der eine enge Beziehung zur arabischen Kultur hatte, sogar Arabisch beherrschte.

Übrigens noch ein Hinweis: auf dem Tischchen/Schemel stehen ein (Wasser-/Wein-?)Krug und nur 1 (!) Becher, der offenbar von beiden Musizierenden gemeinsam genutzt wurde und ihre freundschaftliche Beziehung andeutet.

Antwort
von voayager, 35

Na-ja, beide kommen ganz gut miteinander zurecht, schließlich musizieren sie gemeinsam. Auiffallend ist allerdings, dass der Christ mit einem Schwert umgürtet ist, der Orientale hingegen nicht.

Antwort
von Viktor1, 57

Die Reli-Pauker kann man halt nicht immer für voll nehmen. Denen fällt oft nichts ein dann bringen sie solchen Quatsch.
Ein Bild soll Rückschlüsse (also Erkenntnisse) liefern - grausig.

Antwort
von Eselspur, 53

Schaut für mich so aus, dass sie sich ganz gut verstanden haben.

Antwort
von Holynoiz, 53

Dazu fällt mir nur ein "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen haben keine Lieder".

Expertenantwort
von PeVau, Community-Experte für Geschichte, 48

Das Bild stammt aus den Cantigas de Santa Maria, die wahrscheinlich im Auftrag von König Alfons X. (1221–1284), König von Kastilien und Leon, im heutigen Spanien gesammelt wurden. (http://www.ulrich-menzel.de/odw/1229_u2.html).

Wie wir wissen, herrschten auf der Iberischen Halbinsel zu dieser Zeit nicht nur christliche Herrscher, sondern auch Muslime, die dem Land eine kulturelle Blüte bescherten.

Vor diesem Hintergrund beschreibt das Bild den Einfluss der damals noch überlegenen muslimisch-maurischen Kultur auf die europäisch-christliche Kultur.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cantigas\_de\_Santa\_Maria

(Siehe auch al-Andalus)

Kommentar von LiloB ,

genau auf Andalusien /Granada etc. wollte ich auch hinweisen,- Allerdings wurde in den deutschen Schulen früher immer vom "Sieg des Christentums" sprich der Katholischen Könige Isabella und Ferdinand gesprochen. Meines Erachtens sollte mehr auf das vorher friedliche Zusammenleben zwischen Muslimen, Juden und Christen hingewiesen werden. Das ist heute aber allgemein bekannt und wird auch so vermittelt. 

Antwort
von DerBuddha, 51

dem bild zufolge sind beide miteinander befreundet und frönen der musik.......es gab sowieso mal eine zeit wo juden, christen und muslime miteinander und nebeneinander lebten, handel betrieben und freundschaften pflegten...........der ganze schwachsinn, von wegen dass nur die muslime die wahren gläubigen seien und die anderen glaubensrichtungen bekämpft werden müssen, ist nur eine spätere erfindung von fanatikern...........selbst mohammed hat kurz vor seinem tod davor gewarnt, andere glaubensrichtungen als feinde anzusehen und zu bekämpfen..............:)

Kommentar von stonedog ,

Da steht aber was anderes im Koran.

Kommentar von LiloB ,

Man kann sowohl die Bibel als auch den Koran jeweils als Beweis für friedliche oder kriegerische Haltung heranziehen. Und auch nur das erwähnen, was einem als die "wichtigste" Aussage erscheint. Für Krieg und Frieden gibt es jeweils die entsprechenden Passagen,- man muß nur richtig zitieren. Und alle Religionen leben vom Gegensatz - reine Schwerpunkt- oder Interpretationsfrage. Und das nennt man meistens Glauben - im Guten oder Bösen,- 

Kommentar von DerBuddha ,

im koran stehen viele dinge, die was anderes zeigen.........fakt bleibt trotzdem, dass mohammed beides war, ein friedlicher mann manchmal und ein tyrann sehr oft...................und alle drei glaubensgruppen hatten auch friedliche zeiten zusammen...........:)

Kommentar von LiloB ,

sag ich ja,- und da Du als Name den Buddha gewählt hast, zeigt es eben erfreulicherweise auch Deine friedliche Haltung. Die genau der meinen entspricht, leider nicht aller anderen Menschen.

Kommentar von stonedog ,

@LiloB Mag sein, dass man das Alte Testament als Rechtfertigung für eine "kriegerische Haltung" heranziehen könnte - auch wenn man sich da schwer tut - aber ganz sicher nicht das für Christen maßgebliche Neue Testament.

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