Frage von sianem, 50

Was hat das Bafög meiner Tochter für ihre eigene Unterkunft mit meiner Wohngeldberechnung zu tun?

Ich habe bis Juni 95 Euro Wohngeld bezogen. Im Juli hat meine Tochter (18) ausbildungsbedingt eine kleine Wohnung bezogen, welche sie beim Einwohnermeldeamt als Zweitwohnsitz angemeldet hat. Meine Tochter bekommt nun ca. 600 Euro Bafög im Monat. Aufgrund ihres nun vorhandenen "Einkommens" erhalte ich ab sofort kein Wohngeld mehr, weil das Bafög zur Hälfte, also 300 Euro als Familieneinkommen angerechnet wird. Begründung, es ist egal, ob meine Tochter zu Hause oder woanders lebt??? Der Witz ist nur, dass meine Tochter allein für Unterkunft mit Nebenkosten und Schulgebühren 350 Euro im Monat benötigt. Und von irgendwas muss sie ja auch noch leben ..... Ihr Lebensmittelpunkt ist eindeutig ihre eigene kleine Wohnung, selbst am Wochenende hält sie sich meist dort auf. Ist die Berechnung von der Wohngeldbehörde also rechtens?

Antwort
von schleudermaxe, 3

Da kann aber etwas nicht stimmen, denn der Lebensmittelpunkt des Kindes ist eben nicht ihre Wohnung, so jedenfalls ihre Entscheidung.

Beim Wohngeld wird richtigerweise die hälftige Leistung angerechnet. Es gibt auch Wohngeld für das Kind, denn es zählt als im Haushalt wohnend, so jedenfalls bei mir das Gericht und durch die Zählung wirkte es sich auch aus. Prüfe also den WG-Bescheid (Freibeträge des Kindes, u.a.a.).

Antwort
von Elfi96, 27

Ja, da die Tochter die kleine Wohnung  als Zweitwohnsitz angemeldet hat. Sie sollte das schleunigst  ändern (für 2.-Wohnsitz  fallen ja auch noch die Steuern an, die deine Tochter dann auch noch bezahlen muss!) und du solltest gegen den Bescheid  vom Amt Widerspruch einlegen. LG

Kommentar von sianem ,

Widerspruch mit welcher Begründung?  

Kommentar von kaesdreher ,

Frag ich mich auch!

Kommentar von Elfi96 ,

Widerspruch wg eigenen falschen Angaben zur Situation. 

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Wieso, sie hat doch keine falschen Angaben gemacht. Rückwirkend kann sie sich nicht aussuchen, wie es günstiger für sie kommen würde.

Kommentar von Elfi96 ,

Wenn die Tochter es sich überlegt hat und die eigene Wohnung  als 1. Meldeadresse nimmt, ist die Berechnung fürs Wohngeld doch hinfällig. Sie kann es sich doch wg der 2.-Wohnsteuer anders überlegen.

Antwort
von kaesdreher, 14

Da kannst du dich bei deiner Tochter "bedanken", denn offiziell wohnt sie ja bei DIR. Das ist ihr ERSTwohnsitz und deshalb wird ihr Einkommen als Bedarfsgemeinschaft hinzugerechnet.

Kommentar von sianem ,

Wie man's macht,  ist's verkehrt... 

Fakt ist,  meine Tochter braucht ihre Wohnung,  sonst wäre die Ausbildung nicht mehr möglich.  Und Fakt ist, auch wenn es "nur" ihr Zweitwohnsitz ist,  muss sie Miete zahlen. 

Also komplette Ummeldung meiner Tochter? 

Kommentar von kaesdreher ,

Natürlich: komplette Ummeldung. Im Übrigen ist das auch nicht statthaft, dass deine Tochter ihren Hauptwohnsitz als "Zweitwohnung" deklariert. Denn defacto ist es doch ihr Hauptwohnsitz. Da kann ein Bußgeld auf sie zukommen. Das kommt davon, wenn man nur rumtricksen will, statt bei der Wahrheit zu bleiben.

Antwort
von Realisti, 26

... Antwort habe ich gelöscht.

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