Frage von GreenPlanet, 41

Was hat Bilingualismus und Sprachwandel miteinander zutun?

Antwort
von OlliBjoern, 6

Wenn jemand "bilingual" ist, kann er (mind.) 2 verschiedene Sprachen. "Sprachwandel" ist ja allgemein ein Begriff für Veränderungen von Sprachen.

Viele Menschen können hierzulande heute neben Deutsch auch Englisch. (Bilingualismus) Dies führt auch dazu, dass sich die deutsche Sprache verändert, z.B. haben zahlreiche englische Lehnwörter Einlass gefunden.

Dieser Prozess fand schon oft (rund um den Globus) statt. Auch Englisch hatte einen Sprachwandel mitgemacht, es entstammt ja der (germanischen) Sprache Angelsächsisch. Es hat jedoch einen recht hohen Anteil französischer Lehnwörter (ich nenne nur mal ein paar frz. Wörter survivre, défendre, différence... die englischen dazu sind klar, denke ich).

Gerade die Adligen waren früher bilingual in Französisch und Englisch.

Ebenso wie "to survive" heute korrektes Englisch ist, sind "Baby" und "Handy" korrektes Deutsch (ja, ich weiß, dass es "mobile phone" heißt, das tut der Sache aber keinen Abbruch).

In Skandinavien war auch Sprachwandel zu beobachten: Finnisch nahm zahlreiche schwedische Wörter auf, und die agglutinierende Bildung mancher Wörter in den nordgermanischen Sprachen hat mit dem Einfluss samischer Sprachen zu tun.

Bilingualität Schwedisch/Finnisch ist in Teilen Finnlands recht bedeutend (nicht in allen).

Ungarisch ist keine indogermanische Sprache, und sozusagen ein "Exot" in Osteuropa. Das moderne Ungarisch hat jedoch viele rumänische und slawische Wörter aufgenommen (es gibt z.B. Leute, die Serbokroatisch und Ungarisch sprechen).

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