
Wir haben 4 Kinder. Zwei davon sind nach dem "Stichtag" geboren (nach dem 30.Juni). Beide sind vorzeitig, d.h. auf Antrag in die Schule gekommen. Mußten einen Schuleingangstest absolvieren, den sie super bestanden haben und daraufhin sind sie eingeschult worden. Haben es nie bereut.

Gar nichts. Das Kind fühlt sich den älteren Kindern gegenüber womöglich unterlegen. Lass' ihm doch diese unbeschwerte Zeit ohne alle Verpflichtungen. Der Ernst des Lebens kann immer noch kommen.

Sehr viel. Wenn es den Anforderungen genügt ist das eine gute Sache. Sicherlich stützt Du Dich auf die Schuleingangsuntersuchung?
ok
Das kommt drauf an - und hinterher bist du auf jeden Fall klüger!
Was sagen denn die Erzieher(innen) im Kindergarten dazu?
Wie dicht am Stichtag ist der Geburtstag des Kindes?
Wie kommt das Kind mit älteren Kindern zurecht?
Wie "schlau" ist das Kind schon? Wie wißbegierig? Wie konzentrationsfähig?
Meine Kinder sind nicht vorzeitig eingeschult worden, und ich habe das später bedauert. Insbesondere mein Sohn war in der Schule ständig unterfordert. Leider verliert ein Kind dann leicht die Lust am Lernen, kaspert nur rum und verliert dann ganz schnell den Anschluß - sowohl an den Lernstoff als auch an die Klasse.
Dummerweise habe ich mich damals auf den Rat des Schulleiters verlassen.
Wir haben dann das Bundesland gewechselt (durch Umzug), als der Kleine in die 5. kam. Da hieß es dann auf einmal am Gymnasium: eigentlich möchten wir Ihr Kind ja nicht aufnehmen - es ist ja schon später eingeschult worden! - Offenbar ist die Praxis der vorzeitigen Einschulung auch noch abhängig vom Bundesland!
Meine Kinder hatten jedenfalls nur Nachteile dadurch, daß sie später eingeschult wurden.
Aber natürlich gibt es auch immer das Gegenbeispiel:
Meine Nichte - in Bayern - sollte auch auf Empfehlung der Erzieherin im Kindergarten, noch ein Jahr zurückgestellt werden. Sie ist drei Wochen vor dem Stichtag geboren. Das hat einen ziemlichen Zirkus gegeben, weil die Eltern sie das Jahr noch in den Kindergarten schicken wollten. Sie war in ihrer "sozialen Entwicklung" noch nicht so weit. Im Nachhinein steht fest: dieses eine Jahr hat ihr gut getan. Lernen fiel ihr zwar auch danach nie leicht, aber ihre "Persönlichkeit" war einfach ein Jahr reifer, so daß sie mit Fleiß am Ende doch ganz gut durch die Schule gekommen ist.
Fazit: Es kommt auf's Kind an. Eine generelle Empfehlung kann man einfach nicht geben!
DH! DH!! DH!!!
ladiana am 29. November 2007 14:05 Bei meine Tochter war es so das das die Kindergärtnerinnen und die Schulärztin fanden das sie in eine Regel Grundschule(Niedersachsen) eingeschult werden soll.Sie war auch Wißbegierig und so.Aber ich wollte das sie noch ein Jahr Schulkindergarten besucht weil sie in einen Heilpädagogische Kindergarten war,3Erzieherinnen,1Praktikantin nur 8 Kinder also immer jemanden für sie da,weil ich meinte sie kommt in eine Klasse mit ein Lehrerin und bis zu 25 Kinder nicht zurecht.Es gab ein ziemliches Theater aber ich habe dan leider die Rat befolgt und sie musste ein Jahr wiederholen.Die ubergang von die kleine beschützte Gruppe in die große Klasse war für sie zuviel.Naja die Kindergarten kann sagen die mehrzahl unsere Kinder kommt in eine Regelschule.
Sehr gute Antwort von annjanni!

Ich rate davon ab. Auch wenn das Kind von seiner geistigen Entwicklung her schon so weit ist, kann ihm noch die soziale Reife fehlen.
sender am 29. November 2007 13:23 Was macht Dich so sicher, dass die soziale Reife ein Jahr später vorhanden ist?
Shira am 29. November 2007 13:29 Immerhin hat das Kind dann noch ein Jahr Zeit eventuelle Defizite auszugleichen.
Elster79 am 29. November 2007 13:34 Manches Kind ist auch mit sieben noch nicht so weit... Das ist eh von Kind zu Kind verschieden, lässt sich also nich so pauschal beatworten.
Und was, daß die soziale Reife vorher fehlt? Kinder entwickeln sich nun mal unterschiedlich!
klar unterschiedlich deshalb hat der staat erkannt dass bei 98 % die Altersgemäße Entwicklung mit 6 Jahren da ist - und das schon seit 70 Jahren
Lasst den Kindern doch noch ein bischen mehr Kindheit, viele Erwachsene versuchen sowas im Alter nachzuholen & wenn sie es sich hätten aussuchen können ... würden sie als kind gerne auch noch ein Jahr länger 'frei' von allem gewesen sein !

Nicht viel. Warum soll das Kind noch weniger von seiner Kindheit und Entwicklung haben?
Wieso: sind Kindheit und Entwicklung mit Schulbeginn vorbei??
aber ja - Schule und Hausaufgaben nehmen dem Kind 6 Stunden täglich

Ich persönlich ehalte gar nichts davon, weil ein vorzeitig eingeschultes Kind iimmer das jüngste in der Klasse ist und weiterhin..es soll noch das eine Jahr spielen nach Lust und Laune können und sich nicht dem Druck anderer aussetzen müssen..
Ich fand das cool immer eine der Jüngsten zu sein! Außerdem war ich dann mit allem (Schule, Uni) eher als die anderen fertig. Ich persönlich habe es nie bereut, vorzeitig eingeschult worden zu sein und bin deshalb auch strikt gegen kategorische Aussagen. ZUmals die Grundschule ja nun auch nicht gerade Arbeit im Steinbruch ist...
ich bin auch die jüngste in unserer klasse..-macht nichts. stattdessen könnt ich ein freiwilliges soziales jahr machen und ich "liege immer noch gut in der zeit"

Perönlich bin ich nicht dafür.Das Kind ist vielleicht intelligent genug,aber Soziale und Motorische fähigkeiten müssen auch vorhanden sein.
Jo - und deshalb kann man nur was sagen, wenn man das Kind kennt.
Die Antwort von Shira finde ich sehr gut geeignet, noch mal darüber nachzudenken! Auch haben Kinder, die mit 6 Jahren etwas weiter entwickelt sind als der Durchschnitt manchmal später einen "Hänger" und verlieren den Anschluss.

Viel. Sehr viel. In Deutschland kommen die Kinder ohnehin viel zu spät in die Schule. Schön wäre es natürlich, wenn die Schulen besser würden und den Lehrern nicht konsequent die Motivation genommen würde. Da kann man sich einiges von den Waldorfschulen abgucken.
ohhhh...nein! meine freundin war auf der waldorfschule und hing im vergleich zu meinem stand immer hinterher. ich war da mal mit: beten, reden, beten, malen, pause, bild zu einer geschichte malen, singen, textilunterricht, papa schreiben(hatte sogar eine richtig-am ende der zweiten klasse°!!) ... ich finde, die waldorfschulen haben einfach völlig den praxisbezug zum modernen berufsleben verloren.
CrazyDaisy am 3. Dezember 2007 10:37 Der Waldorfschulenhinweis bezog sich (zugegeben nicht ganz deutlich) auf die Motivation der Lehrer! Der Unterricht in Waldorfschulen ist leider von Schule zu Schule völlig unterschiedlich (manche bringen auch später promovierte Physiker hervor!) und nicht vorbehaltlos zu empfehlen. Was sich die Regelschulen abgucken könnten, ist mehr (nicht totale!) Freiheit der Unterrichtsgestaltung. Ein Lehrer, der Jahr für Jahr dieselbe Leier unterrichten soll und muss, verliert fast zwangsläufig das Interesse - und ähnlich geht es dann den Schülern...

Da spalten sich die Meinungen ja immer ganz gewaltig. Sicher perfekt wäre es, wenn Soziale, Motorische und Kognitive im Gleichgewicht sind/übereinstimmen. Aber dem ist manchmal nicht so... Ich denke, da sollte man als Eltern ein Stück Innenschau halten - denn niemand kennt sein Kind besser. Habe diese Erfahrung selbst erlebt und bin froh, dass ich mich nicht von äußeren Impulsen hab bremsen lassen!

Das hängt immer vom einzelnen Kind ab. Meine Tochter wäre damit überfordert gewesen, für andere ist es genau richtig.
Die Frage der vorzeitigen Einschulung und ihrem Nutzen hängt ausschließlich vom geistigen und sozialen Reifegrad des Kindes ab. Merkmale von Kindern, welche in diese Gruppe gehören: 1. lernte schon sehr früh sprechen und gehört bezüglich seiner Spachentwicklung zu den schon "schulreifen" Kindern. (denn: schulisches Lernen ist vor allem sprachliches Lernen, von den Sprech- und Sprachfähigkeiten hängt fast alles ab)
kann sich einer Sache konzentriert für ca. 20 Minuten und mehr widmen, d.h. das Kind lässt sich dabei auch schwer ablenken.
die Seh- und Hörfähigkeiten (= vor allem Lautdiskriminierung) sind gut ausgebildet.
ein wichtiges Merkmal ist, dass die ErzieherInnen beklagen, dass sich das Kind im Kindergarten langweilt, an besonders vielen Dingen Interesse zeigt, gute handwerkliche Fähigkeiten besitzt (=>Bastelarbeiten - Feinmotorik = wichtig für das Schreiben lernen)und das Kind also im KIGA unterfordert ist.
Soziale Fähigkeiten: das Kind ist in der Lage, die Gedanken und Gefühle seiner Mitmenschen nachzuvollziehen, pflegt gute Kontakte zu den anderen Kindergartenkindern (Achtung!: Hochbegabte Kinder z.B. haben soziale Probleme, weil "normalbegabte" und "hochbegabte" Kinder sehr unterschiedliche Entwicklungsstände und Interessen haben. Dabei kann das weiter entwickelte Kind durchaus gute soziale Fähigkeiten habn- wird z.B. sichtbar im Umgang mit Erwachsenen)
Das Kind sollte selbst natürlich auch den Wunsch haben vorzeitig eingeschult zu werden.
Keinesfalls sollte eine frühzeitige Einschulung unter dem Aspekt vornehmen, weil das heute politisch so vorgesehen ist! Wichtige Hinweise zur frühen Einschulung finden sich in den wissenschaftlichen Studien von Prof. Dollase. Links hierzu auf folgender Seite: http://www.ratgeber-kinderbuch.de/html/grundschulalter.html
Schlußbemerkung: In den PISA-Gewinnerländern wird durch die Bank erst mit 7 Jahren eingeschult. Allerdings haben Kinder z.B. in Finnland auch einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft wie bei uns. Die Bildungsausgaben sind weit höher und KIGA's sind kostenlos.

Ich denke, dass man das nicht pauschal beantworten kann. Es kommt sehr auf das Kind an. Ich selber bin auch vorzeitig eingeschult worden und hatte eigentlich nie Probleme, die die Älteren nicht auch hatten. Wenn das Kind diesen Test ganz gut besteht und auch die Vorschulleiterin ihr O.K. gibt spricht sicher nichts dagegen. Wenn ein Kind jedoch noch sehr verspielt ist würde ich aus falschem Ehrgeiz allerdings nicht darauf bestehen.
Nicht all zuviel, denn ich finde die Kids müßen nach dem Kiga jahrelang die Schulbank drücken , meine Große hätte ich schon mit 5 Jahren einschulen lassen können ,habe ihr aber lieber das letzte Kindergartenjahr gelassen.
ich habe gerade übersprungen, war einfach unterfordert. mittlerweile komm ich schon wieder ganz gut zurecht, aber es wäre auf jeden fall besser gewesen, mich 1 jahr früher einzuschulen. dann muss man nichts nachholen, und das sozialverhalten passt sich -besonders bei kleineren kindern- schnell an. du darfst das kind aber nicht überfordern. ich würde sagen, dass, wenn das kind erst im märz der 1.klasse 6 wird, es einen IQ von min. 117 haben sollte. das bringt aber alles nichts, wenn dein kind besondere (negative) verhaltensauffälligkeiten zeigt. dies kann aber auch ein zeichen von hochintelligenz sein. ich kannte einen hochbegaten jungen (IQ ca.136) der manchmal sehr heftige wutausbrüche hatte, vor denen die mitschüler richtig angst hatten, muss aber nicht so schlimm sein^^. insgesamt ist früher einschulen besser als sich später langweilen.
ich denke das sollte man sich wirklich ganz gründlich überlegen denn die Kindergartenzeit ist die die Sorgenfreiste zeit für das Kind und die sollte es doch so lang wie möglich geniesen können. Sicher gibt es aber auch Kinder denen es im Kiga ganz einfach zu langweilig wird weil sie wirklich schon reif für die Schule sind. Unsere Tochter hat so Geburtstag das sie in der Schwebe war - wir konnten uns praktisch aussuchen ob sie schon in die Schule soll oder ob sie nich ein Jahr wartet. Wir haben uns dazu entschlossen sie noch ein Jahr warten zu lassen und es nicht bereuht obwohl sie damals schon sehr wissbegierig war - sie konnte sogar schon etwas lesen und kleine Aufgaben rechnen - das hat sie sich durch Fragen selbst angeeignet. Aber bei allem Wissensdurst ist meiner Meinung nach das Wichtigste das sich das Kind schon über einen längern Zeitraum konzentrieren kann - und das fehlte bei unserer Tochter - ein jahr später sah das schon ganz anders aus und sie ist eine sehr gute Schülerin. Auch sollte das Kind schon einigermaßen mit Kritik umgehen können denn nicht immer ist alles richtig was es in der schule macht und ich habe schon oft gehört das die Motivation schlagartig gefallen ist weil das Kind nicht damit umgehen konnte das es auch mal was falsch macht und nicht ständig gelobt sondern auch mal Kritisiert wird.
Leider sind viele Schulen nicht auf jüngere Kinder eingestellt. Sie brauchen für viele Dinge noch mehr Zeit z.B. um Arbeitsmaterialien zu holen, benötigen öfter eine Pause und die Schulen sind da oft nicht darauf eingetellt. Dann ist es schnell aus mit der Freude am lernen. Im Stern war da erst ein Artikel über Schule in D. Bei unserer Grundschule bin ich, abhängig vom Kind, eher dagegen.
Leider sind viele Schulen nicht auf jüngere Kinder eingestellt. Sie brauchen für viele Dinge noch mehr Zeit z.B. um Arbeitsmaterialien zu holen, benötigen öfter eine Pause und die Schulen sind da oft nicht darauf eingetellt. Dann ist es schnell aus mit der Freude am lernen. Im Stern war da erst ein Artikel über Schule in D. Bei unserer Grundschule bin ich, abhängig vom Kind, eher dagegen.
Leider sind viele Schulen nicht auf jüngere Kinder eingestellt. Sie brauchen für viele Dinge noch mehr Zeit z.B. um Arbeitsmaterialien zu holen, benötigen öfter eine Pause und die Schulen sind da oft nicht darauf eingetellt. Dann ist es schnell aus mit der Freude am lernen. Im Stern war da erst ein Artikel über Schule in D. Bei unserer Grundschule bin ich, abhängig vom Kind, eher dagegen.
Siehstewohl. DH.
Jo. Es hängt eben sehr viel von dem jeweiligen Kind ab. Man kann einfach nicht alle Kinder über einen Kamm scheren - nicht mal in einer Familie! - - - DH!