Frage von Mugla48, 57

Was haltet ihr von Unternehmensberater?

Wir sind ein mittelständisches Unternehmen .mit ungefähr 40-45 Mitarbeitern
Unsere Geschäftsführung hat für Nächte Woche einen Unternehmensberater angeheuert. Was will er bei einem so "kleinem" unternehmen denn so großartig einschätzen? Da sind wir Mitarbeiter besser dran die Lage  einzuschätzen als der UB... jmnd anzuheuern der wahrscheinlich noch nie Im Leben gearbeitet hat, welche Stellen gestrichen werden können oder nicht usw find ich echt witzig. So BWL Schmarotzer die meinen die sind Gott und die welt. Wie seht ihr die sache? Sinnvoll oder eher nicht.?

Die Firma läuft einigermaßen gut , aber unser Chef ( Schwiegersohn ) hat halt keinen Dunst wie Mann eine. Firma führen muss. Stellt dauernd die falschen Leute ein und zahlt den erfahrenen und qualifizierten MA keine Lohnerhöhung , folglich kündigen die halt dann weil die etwas besseres finden. So vermasselt er doch alles eig selbst , da braucht der UB doch ihn eig als unwürdig abzustempeln 😁 er ist vom Beruf Zahntechniker ( unser Chef) und Schwiegersohn halt.

Antwort
von Traveller24, 18

Das kann durchaus sinnvoll sein. Es geht bei Unternehmensberatern nicht unbedingt darum, dass jemand kommt und euch erzählt, wie man alles besser macht. Ein Berater macht immer dann Sinn, wenn es um Expertise oder um Manpower geht.

Jedes Unternehmen ( zumindest die denen es gut geht ) hat genug Leute, die sehr gut wissen wie man das Unternehmen tagtäglich betreibt. Oftmals ist allerdings zu gewissen Gelegenheiten die eben nicht tagtäglich vorkommen, Spezialwissen notwendig, dass man nicht unbedingt im Unternehmen hat, weil es sehr selten benötigt wird. Gerade bei  Nachfolgeregelungen, seltenen rechtlichen Problemstellungen oder neuen Strategischen Ausrichtungen kann es nützlich sein, sich externes Spezialistenwissen dazuzuholen.

Die reine Manpower ist ein anderer Grund für UBs. Die Leute die bei euch arbeiten sind ja im grossen und ganzen mit der täglichen Arbeit ausgelastet. Da kann es für Sonderprojekte nützlich sein, externe dazuzuholen.

Antwort
von 2dave, 2

Ihr kennt zwar das Unternehmen und die Abläufe, aber was Ihr eben nicht könnt, ist von AUSSEN auf die Sache zu schauen. Mitarbeiter können die Situation nicht immer objektiv bewerten.

Und gerade das Thema Entlassungen ist immer sehr schwierig. Kein Mitarbeiter würde seine eigene Stelle wegrationalisieren.

Ist auch oft eine psychologische Sache. Unliebsahme Veränderungen (eben auch Entlassungen) lässt man gerne die Unternehmensberater implementieren. Dann hat der Chef vor den Mitarbeitern den Rücken frei.

Ich bin Unternehmensberater und ich kenne die Situation, dass Mitarbeiter oft meinen sie wissen es besser und da dann komplett verweigern und uns die Arbeit schwer machen (von wegen: "Die haben eh keine Ahnung") und die Situation dann letztlich nur noch schlimmer machen.

Mag sein, dass Euer Chef nicht der beste ist, aber mit dieser "Alles-Scheiß"-Einstellung vermasselt Ihr Euch selber auch eine Menge.

Mitarbeiter sind sauer => Mitarbeiter verweigern => UB braucht länger => es kostet mehr Geld => Chef sauer => Mitarbeiter leiden drunter

Unter'm Strich verlieren alle...

Und dabei geht es auch anders: Es ist so geil, wenn man mit den Mitarbeitern zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen kann. Wir haben die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen, aber wenn die Mitarbeiter bei den Prozessen mitmachen, kommen manchmal richtig geile Lösungen raus, von denen ALLE profitieren.


Wenn die Berater gut sind, wird Euer Chef da auch sein fett abkriegen,
keine Angst. Aber ein guter Berater wird auch dafür sorgen, dass die
Mitarbeiter das nicht mitbekommen, damit er sein Gesicht waren kann.

Es liegt also an Dir/an Euch: Die Veränderungen kommen so oder so. Euer Chef bleibt Euer Chef. Ihr könnt Euch nun weiter beschweren und die Sache noch schlimmer machen, oder da zusammenarbeiten und Dinge für Euch(!) verbessern. Dann kriegt der Berater nämlich EURE Probleme mit und nicht die Probleme von dem der Chef denkt, dass Ihr sie habt. Jeder Berater schätzt es, wenn man sich gut mit ihm stellt (z.B. einfach mal das "Du" anbieten... Dann kann man bei 'nem Kaffe oder beim Mittag auch mal ein paar Dinge zwischen den Zeilen rüberbringen)


Ach ja von wegen noch nie gearbeitet:

Ich kenne viele Kollegen die (wie ich) in der Industrie oder sogar im Handwerk gearbeitet haben und die SEHR WOHL wissen was (körperliche) Arbeit ist.
Und eine 70-Stunden-Woche ist bei uns keine Seltenheit... (und nein, wir haben kein Zeitkonto zum abstempeln)..

Wie viel arbeitest Du so in der Woche?

Antwort
von SEBHH, 21

Ein guter Unternehmensberater kann gut für Euch sein. Er analysiert, was bei euch schlecht läuft, was besser laufen kann und wie die Firma mehr Geld verdient. Das kann auch zur Folge haben, dass Jobs gestrichen werden, muss aber nicht.

Sie es mal positiv: Der Chef scheint erkannt zu haben, dass er Hilfe braucht und holt sie sich jetzt.

Warum er Euch nicht fragt sondern einen Berater? Weil der schon viele Unternehmen gesehen hat, und das was er macht gelernt hat. Wenn er ein guter Berater ist, wird er mit den Mitarbeitern reden und Eure Aussagen mit in sein Ergebnis einbeziehen. Er sieht aber auch das große Bild, d.h. wo geht der Markt hin, wie stehen die Konkurrenten usw.

Du scheinst nicht viel von Beratern zu halten. Wahrscheinlich weil Du keine kennst. Faul sind die in jedem Fall nicht -  jungen Beratern z.B. bei McKinsey oder Roland Berger arbeiten locker 60 Stunden die Woche und sind die ganze Woche von zu Hause weg - so weit zum Thema "nie gearbeitet" und "Schmarotzer".

Einen guten Rat für Dich: "Wenn ich eine Entwicklung nicht stoppen kann, dann stelle ich mich an seine Spitze." Soll bedeuten, kämpfe nicht gegen den Berater, sondern sorge dafür, dass er die Infos bekommt, die er braucht, um die tatsächlichen Probleme Deiner Firma zu erkennen - Du scheinst ja genau zu wissen, wo die Problem liegen.  

Kommentar von Mugla48 ,

Ich kenne sie genauestens angefangen von unserem Außendienstmitarbeiter der ist fast 70 Jahre alt. Dem interessiert das nicht wieviel Aufträge er holt er macht es so nebenbei quasi.er holt halt kleine Fische als Kunden heran damit haben wir erhebliche Probleme sie auch anzuliefern zB . Auftrsgserfassung im Büro arbeiten 10 Damen. Die allerdings total entspannt ihre Zeit absitzen dank neuer Software Steuerung müssen sie nicht mehr viel selber machen. D.h da könnte Mann locker 4 streichen. Draußen in der Produktion fehlen Leute die erstens deutsch verstehen zweitens die auch wirklich was lernen wollen.

Antwort
von tommy40629, 17

Was einem diese Berater erzählen, das lernt mal alles an der Uni im Fach "Produktion und Logistik".

Das ist alles kein Hexenwerk, wird aber sauteuer verkauft.

Antwort
von Nightlover70, 6

Wenn ich mir Deinen Beitrag so durchlese komm ich zu der Erkenntnis, dass gerade solche Mitarbeiter wie Du die es nötig machen einen Unternehmensberater ins Boot zu holen.

Du stehst nicht zum Unternehmen- somit bist Du dort falsch!

Kommentar von Mugla48 ,

Das interessiert dich überhaupt nicht wozu ich steh.! Wir haben unseren Beitrag mehr als genug geleistet. Auf Zahlungen freiwillig verzichtet und und und..was also liest du aus dem Beitrag?.nein steh zu dieser Firma ! Wir sind zu dieser Firma gestanden wo es finanziell nicht so lief. Wir sind zur Firma gestanden wo es nur so Geld gesprudelt hat. Du hast also keinen Plan was du schreibst aber einfach schreiben. Aus solche Kommentare kann ich verzichten .!

Kommentar von Nightlover70 ,

.... tja leider kannst Du Dir nicht aussuchen welche Antworten Du bekommst.

Ich denke Du bist einfach nur zu dumm um die kaufmännischen Hintergründe zu erkennen.

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