Frage von Googler, 258

Was haltet ihr von unserer Momentanen Drogenpolitik / (Marlene Mortler)? Welche Substanzen würdet ihr Legalisieren und wieso ?

Da ich mich in letzter Zeit häufiger mit unserer Drogenpolitik beschäftige, würde es mich Interessieren wie ihr zu unserer völlig inkompetenten Drogen-beauftragten (Marlene Mortler) und generell zum Thema Legalisation von Substanzen steht.

Welche "Drogen" würdet ihr legalisieren?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von whabifan, 138

Ich würde alles legalisieren. Kriminalisierung bringt nichts. Jeder ist selber verantwortlich für das was er konsummiert. Das Problem an der aktuellen Rechtslage ist, dass die Konsumenten von Drogen qualitativ schlechte Ware konsummíeren. Der Schwarzmarkt bringt mit sich dass Drogen gestreckt sind, ihre Herstellung unreguliert ist und man als Konsumment oftmals keine Ahnung hat was man konsummiert. Dies trifft besonders auf Drogen unter Pillenform zu. Theoretisch könnte es alles sein. Auch ist bei gestreckten Drogen die Gefahr an einer Überdosis zu sterben höher, da man nicht weiss wie rein die Droge ist und man sich dementsprechend bei der Dosierung leicht verschätzen kann. Wenn wir Alkohol als Beispiel nehmen, die Droge weist zwar nach Tabak die meisten Tote auf, aber sogut wie niemand stirbt an verunreinigtem Alkohol. Wieso? Ganz einfach, weil es für Alkohol sogut wie keinen Schwarzmarkt gibt, da die Droge legal erworben werden kann. Ganz davon abgesehen ist die Strafverfolgung unglaublich teuer und bringt sogut wie nichts. Dieses ganze Geld wäre meiner Meinung nach besser in die Drogenprävention investiert. 

Kommentar von Googler ,

Sehe ich genau so, ich selbst konsumiere zwar nicht, sehe es jedoch nicht ein andere in ihrer "Freiheit" zu beschränken. Eine Drogenpolitik wie unsere klärt nicht auf und versucht ihr handeln mit nicht begründeten Aussagen zu stützen. 

Kommentar von whabifan ,

Genau. Im Gegensatz zu Waffen beispielsweise schadet man sich Drogen in der Regel nur selber. Ich nehme auch keine illegalen Drogen. Mein Drogenkonsum limitiert sich auf Alkohol und Koffein. Trotzdem sehe ich den Sinn der Freiheitseinschränkung nicht. Besonders da einige Drogen die aktuell verboten sind zu medizinischen Zwecken verwendet werden können. Das Problem neben dem Verbot ist auch die Verteufelung der Substanzen. Substanzen werden verteufelt und besonders in der Schule wird so getan als würde es solche Drogen überhaupt nicht geben. Was Alkohol und Tabak angeht wird man aufgeklärt und das ist auch gut so. Ein Drogendealer der Oxycodon am Bahnhof verscherbelt fragt aber weder nach einem Ausweis, noch klärt er den Käufer über gesundheitliche Folgen auf. Und dies kann nicht zum Vorteil der Bevölkerung sein. 

Kommentar von Googler ,

Sieht bei mir genauso aus, ich habe drei Jahre lang geraucht und bin Froh davon weg zu sein. Jedoch war es meine Entscheidung zu Rauchen oder nicht zu rauchen... Jetzt trinke ich nur noch Alkohol und konsumiere Koffein. Sehe es genauso wie du!!! :)

Kommentar von whabifan ,

Ich bin auch Ex-Raucher :)))

Kommentar von lifeisblah ,

Meine Worte!

Antwort
von medmonk, 141
Cannabis

Marlene Mortler ist die Inkompetenz in Person. Labert mit den größten Stuss, ignoriert per se wiederlegende Fakten und auch sonst von der Thematik wenig Ahnung hat. Statt so verbissen gegen Cannabis auf die Barrikaden zu gehen, sollte sie sich wichtigeren Themen widmen. Sicher kann man durch regelmäßigen Konsum diverse Schäden davon tragen. Trotzdem sollte es jedem selbst überlassen bleiben. Alkohol und Tabak gehört mit zu den gefährlichsten Drogen überhaupt. Fordert jedes Jahr die meisten Toten. Trotzdem legal.

Wenn Cannabis, Kokain und Co. legalisiert wären, würde der Konsum auch nicht rasant nach oben schnellen. Den deren Konsumenten ist es überwiegend egal, ob sie nun legal oder illegal sind. Die Legalisierung und der Verkauf unter staatlicher Kontrolle würde jedoch viel Müll von der "Straße" holen. Durch die Versteuerung nebenbei auch noch ordentlich Kohle in die Staatskasse fließen würde. Von diesen Einnahmen könnte man im gleichen Zug auch wieder einen Teil in die Suchtprävention stecken. 

Kommentar von scatha ,

Sie ist sicher kompetent, und zwar in der Ausführung der Instruktionen und der Agenda ihrer Befehlshaber.

Antwort
von seife23, 93
Opioide

Ich wäre dafür, alles zu legalisieren. Es liegt nicht in der Verantwortung meiner Landesregierung, mir meinen Konsum zu verbieten und zu entscheiden, welche Drogen richtig oder falsch seien. Ich habe ein Recht darauf, mich zu entfalten und mich selbst zu "schädigen", wie diese Menschen es wohl formulieren würden. Letztlich müsste einfach mehr aufgeklärt werden und dann soll jede(r) selbst entscheiden, ob und was er/sie konsumieren mag. Es muss halt jede(r) selbst mit den Konsequenzen leben können. Dazu gehört jedoch auch, dass man die Konsequenzen kennt und diese nicht totgeschwiegen werden. 

Dieses Argument, dass nur noch lebensunfähige Zombies durch die Gesellschaft torkeln würden, halte ich ja auch für absolut verkehrt. Schlechte Ernährung und Stress (eines der Hauptprobleme in diesem Land) schicken einen auch zum Arzt und Psychiater. Wenn man es mit etwas übertreibt und/oder bewusst die Vorschriften missachtet, passiert so etwas mit ein wenig Pech eben.  

Ich hab hier jetzt einfach mal Opioide angekreuzt, weil diese den wohl schlechtesten ruf der aufgeführten Substanzen genießen.

Antwort
von Digarl, 131
Cannabis

Als erstes Cannabis. Aber ich denke man sollte JEDE Droge legalisieren! 

Ich schade damit niemanden außer mir selbst und die Freiheit des einzelnen sollte da aufhören, wo die Freiheit des anderen anfängt. Doch sie fängt nicht an wenn ich etwas bewusstseinserweiterndes Konsumiere!

Portugal z.B. hat den Schritt gewagt! Dort ist alles entkriminalisiert. Das ist eig. schlecht, denn sie hätten es richtig legalisieren sollen aufgrund der Qualitätskontrolle, aber es ist ein Schritt!

Beim Heroin sterben die meisten an den unterschiedlichen Wirkstoff anteilen! Der eine nimmt z.B. so und so viel ml doch auf einmal ist in dem einen viel mehr Konzentration drin als sonst. Und ruck zuck ist er tot. So etwas würde es nicht geben, würde es eine Norm dafür geben, welche natürlich nur sein kann wenn es legal ist. 

Man könnte ja eine Art Drogenschein einführen, welcher mir erlaubt legal alles zu konsumieren. Um diesen Schein zu bekommen muss ich zu einem Psychologen und nachweise können, dass ich Psychisch gesund bin. 

Kommentar von Stkuber ,

Und was ist mit den Krankenkassen? Denen schadet man.
Außerdem bist du als abhängiger nur noch ein Problem für die Gesellschaft.
Davon abgesehen dass solche Drogen, dir NUR Schaden.

Cannabis lässt sich Vllt noch diskutieren, da es nicht schädlich ist und Steuergelder einbringt.
Macht auch nicht so extrem abhängig

Kommentar von Googler ,

Die Krankenkasse würde durch die Einnahmen Unmengen an Geld erhalten. Ein verantwortungsvoller Konsum ist selbstverständlich pflicht... Selbst wenn dies nicht der Fall seien sollte, können die Menschen offener mit ihrem Problem umgehen und werden nicht von der Gesellschaft verstoßen wie es momentan der Fall ist. 

Kommentar von Digarl ,

Cannabis macht körperlich gar nicht abhängig, Cannabis Abhängigkeiten sind rein Psychisch. 

Krankenkassen sollten durch Entzug nicht belastet werden, es sollte Staatliche Entzugskliniken geben (also mehr als momentan) 

Die Gesellschaft hat kein Problem durch einen Abhängigen, wenn die Substanz nach der er abhängig ist legal wäre. Es muss sichergestellt werden, dass Junkies keinen "Stoff" mehr bekommen und sofort in eine Klinik gebracht werden. So etwas ist momentan nicht möglich, abgesehen davon das es ein Tabuthema wäre einen Arzt aufgrund eines abhängigen (auf der Straße bei jemand fremden) zu rufen gibt es nicht genügend Hilfe. 

Das Heroin selbst schadet nicht einmal so wie viel es annehmen, dennoch ist es extrem schädlich. Ist erst einmal ein Widerspruch.

Doch das Heroin schadet momentan "nur" aufgrund der Streckmittel. Reines Opiat wie es in Krankenhäusern vorzufinden ist (als Morphium) ist definitiv nicht so schädlich wie Straßen Heroin (welches bis zu 6 mal stärker als Morphium ist). So etwas kann man nur mit einer Legalisierung in den Griff bekommen. 

Abhängig macht nichts beim ersten mal, auch kein Meth! Man denkt zwar :"Ich will dieses Gefühl wieder" doch das ist wie wenn ein Kind unbedingt Kuchen haben will. So und hier der nächste Punkt : Die Menschen sind nicht aufgeklärt weshalb sie sagen "egal wenn ich es in so einem kurzen Abstand nehme werde ich schon nicht abhängig ist ja nur einmal" naja und dann sind sie abhängig. 

Außerdem ist es der Gruppenzwang in den kriminellen kreisen, wäre es legal könnte man so etwas konsumieren ohne sich in solchen kreisen zu bewegen. 

Und oft sind die Menschen für eine Abhängigkeit öfter anfällig weil sie ein schlechtes Leben haben, jeder Heroin Junkie (die meisten) haben etwas gemeinsam, ihr Leben vor der Abhängigkeit, Menschen die nie geliebt werden oder als Versager im leben stehen. Menschen die jeden Cent 5 mal umdrehen müssen. 

Doch wie hilft Heroin bei Geldproblemen? Das macht es doch noch schlimmer oder? Stimmt! Doch Heroin befriedigt alle Bedürfnisse im Rauschzustand, da begehen die Junkies mal den einen oder anderen Diebstahl um wieder ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu schreiten. 

Abgesehen davon ist Heroin mit Alkohol zu vergleichen, hier mal ein Diagramm mit dem Schadens potential (die Rede ist von Chemisch reinem Heroin, also nichts was es beim Dealer gibt) 

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6f/Drogen-schadenspotenzi...

Kommentar von Digarl ,

PS : Ich hoffe du ließt meinen langen Kommentar jetzt auch, denn du hast gefragt

Kommentar von Digarl ,

Achja, erwähnenswert wäre noch, dass es neben den Klischee Junkies viele gibt die Substanzen wie Heroin konsumieren ohne gleich abhängig sind. Doch von so etwas hört man im Fernsehen nicht, weil diese Leute nicht durch die Straßen rennen und sagen "ich hab Konsumiert! Ich hab Konsumiert"... 

Cannabis lässt sich Vllt noch diskutieren, da es nicht schädlich ist und Steuergelder einbringt.

Falsch, es ist wie alles andere auch schädlich. Es kommt auf die Mengen an. Rauchen z.B. schadet der Lunge, egal ob Cannabis oder Tabak (Tabak aber mehr). 

Kommentar von whabifan ,

Das Argument der Krankenkassen kann ich so nicht stehen lassen. Dies ist genau so unplausibel als wenn ich im Gegenzug sagen würde dass die Rentenkassen entlastet werden. Wenn dies das Argument ist müsste man viele alltägliche Aktivitäten verbieten. Was kostet es die Krankenkassen per annum dass Leute in der Freizeit Fussball spielen und sich schwere Knieverletzungen holen? Sport ist zwar am Beispiel des Fussballs vielleicht sogar gesund, was aber ist mit Fallschirmspringen, Banjee, Klippenspringen oder Motorsport. Versteh mich nicht falsch, diese Sportarten erfordern viel Aufwand und sind eine grosse Leistung, der Sport/die Beschäftigung an sich produziert aber nur Verletzungen? Sollte man dies alles hinnehmen. Ausserdem, eine Legalisierung oder zumindest eine Entkriminalisierung erhöht den Konsum nicht. Sprich theoretisch könnte sogar das genaue Gegenteil eintreten, die Krankenkassen werden entlastet und die Rentenkasten belastet, da Menschen weniger krank werden da die Drogen nicht mehr verunreinigt o.ä. sind. Was die Abhängigkeit angeht, wieviele Medikamente sind auf dem Markt die schwer abhängig machen. In Pflege- und Altenheimen werden Patienten/Bewohner prinzipiel unter Drogen gestellt. Benzodiazepine und das ganze Zeug. Oder wie erklärt es sich sonst dass in Pflegeheimen Abends ab 18 Uhr Ruhe ist, sogar auf dem Alkoholikerstockwerk?

Antwort
von davolo, 78
Cannabis

Alkohol und Nikotin sind auch legal und nachweislich wesentlich schädlicher. Wenn man diese drogen in eigener Verantwortung konsumieren darf dann gilt das auch für cannabis!

Antwort
von xo0ox, 29
Cannabis

Hauptsächlich Cannabis, aber Legalisieren würde ich alle Substanzen, dann kann man wenigstens einen Jugendschutz einführen, eine kontrollierbare Abgabe einführen, den Schwarzmarkt unterbinden, Wirtschaft ankurbeln, etc., etc.

Antwort
von voayager, 67
Cannabis

Da die Niederländer keine zerrütteten Menschen sind, sprcht nichts gegen eine Freigabe von Cannabis für Erwachsene. Die ursprüngliche Coca Cola sollte gleichfalls wieder auf dem Markt sein. Wenn Papst Johannes der XXIII sowie die Königin Viktoria Marianiwein (=Cocawein) tranken, dann können das sogenannte einfache Menschen gleichfalls.

Antwort
von lifeisblah, 151
Cannabis

Also rein theoretisch würde ich alles legalisieren
Jeder ist selbst für sich verantwortlich und bestimmt selbst, was er seinem Körper, wie zuführt also natürliche Selektion und so 
Aber gegen Cannabis ist absolut nichts einzuwenden

Kommentar von waldfrosch64 ,

Cannabis ist genau so ein Gehirngift und keines Wegs harmlos ,wenn du das chronisch konsumierst .

Es sei denn zu medizinischen Zwecken  ,das wäre dann wohl etwas anderes.

Vom legalisierten Cannabis wird nur Monsanto profitieren ..

Kommentar von lifeisblah ,

Das ist doch Blödsinn

Es wird doch nicht plötzlich gesund, nur weil es für medizinische Zwecke verwendet wird...

Antwort
von manne13579, 42

Alles, dafür gibt es so viele Pro Gründe, hab aber keinen Bock jetzt so viel zu schreiben

Antwort
von Maro95, 42
Keine Legalisation jeglicher Substanzen

Ich muss mal noch hinzufügen, dass ich von Marlene Mortler bis dahin noch nie was gehört habe.

Aber wenn ich mir die Beschreibungen hier so ansehe, scheint sich die Bildungslücke gelohnt zu haben.

Kommentar von Googler ,

Mit dem Video bekommst du einen recht guten einblick :)

https://www.youtube.com/watch?v=il3frqtxHro

Viel Spaß :), 

Antwort
von tony5689, 91

Legalisieren? Alles. Und marlene mortler? Hat eindeutig den falschen job, und ist einer der inkompetentesten menschen die ich kenne...

Antwort
von waldfrosch64, 50

Ich bin dafür, dass wir der Liste noch die  Psychopharmaka zufügen,auf die jeder 3. Mensch sich befindet den ich so draussen  treffe  und diese verbieten.

Stattdessen würde ich mal allen Leuten besser mal endlich genug Mineralstoffe und Vitamine  zuführen .

Dann braucht auch keiner mehr Drogen.

Egal ob  Legal oder Illegale  die ihn zerstören  .

Und die Meschen könnten wieder anfangen klar zu denken und würden erkennen was vor sich geht in dieser Welt .

Antwort
von Maro95, 88
Keine Legalisation jeglicher Substanzen

Nichts davon würde ich legalisieren. Das hat mehrere Gründe.

Mal davon abgesehen, dass Menschen heutzutage generell zu blöd für einen gesunden Lebensstil zu sein scheinen, erscheint es mir logisch, dass legale Drogen bei weitem häufiger konsumiert werden als illegale. Niemand wird Alkohol und Tabak den ersten Platz unter den Volksdrogen absprechen. Daher wäre zu erwarten, dass mit der Legalisierung der Konsum steigt. Somit steigt auch der volkswirtschaftliche Schaden, der durch die gesundheitlichen und psychischen Schäden ausgelöst wird. Die Erfahrung mit Alkohol lehrt deutlich, dass die Einnahmen durch Besteuerung nie auch nur annähernd den entstehenden Schaden wettmachen. Allein was die Krankenkassen für die Folgen von Alkoholkonsum blechen müssen beträgt meines Wissens nach fast das Zehnfache der Steuereinnahmen. Drogen rechnen sich schlichtweg nicht.

Jetzt schreien wieder alle ABER! ALKOHOL! TABAK!

Dass die viel schlimmer als illegale Substanzen sein sollen, kann man genauso als Argument nehmen, diese auch noch zu verbieten. Also kein sonderlich gutes Argument.

Was ich für klug halte, wäre eine staatliche "Drogenausgabe", die Menschen Drogen kostenfrei zur Verfügung stellt, die nachgewiesenermaßen schwer abhängig sind. Dies hat drei Vorteile: Man entzieht den Dealern ihre Stammkunden und somit der organisierten Kriminalität eine Einnahmequelle. Die Suchtkranken müssten keine Straftaten mehr begehen, um an Geld für Drogen zu kommen, was zu einer Verringerung von typischen Straftaten der Beschaffungskriminalität führt (Einbruch, Diebstahl...) und wiederum Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz entlastet. Und zu guter Letzt findet der Staat einen besseren Zugang zu den Suchtkranken und es ist gut möglich, dass man diese so leichter in Entzugstherapien bekommt und besser in die Gesellschaft eingliedern kann.

Der einzige Grund, der meist für die Legalisierung vorgebracht wird, ist die Annahme, man habe irgendwie ein Recht auf sämtliche Substanzen und könne damit schon selbst umgehen. Als egoistisches Motiv ist das sehr gut nachvollziehbar, jedoch hat Gesetzgebung die Aufgabe, den Nutzen für die Gesellschaft zu maximieren und unter diesem Gesichtspunkt kann kaum ein Argument für die Legalisierung bestehen. 

Kommentar von Googler ,

Ich denke Alkohol sowie Tabak Konsum sollte nicht von Politikern, Eltern etc. gefeiert werden. Tabak beispielsweise rechnet sich sehr wohl für den Staat. Menschen Sterben im Schnitt 10 Jahre früher, das heißt der Staat muss diesen Personen keine 10 Jahre Rente etc. zahlen. Bei Alkohol bin ich mir nicht sicher.

Die Staatliche "Drogenausgabe" gibt es schon und ist meiner Meinung nach nur ein weiteres Problem. Diejenigen die an Drogen kommen wollen gehen dann extra dahin um sich die Qualitativ Hochwertige und sichere Ware geben zu lassen. Was du beschreibst, ist eine Legalisierung :) jedoch nur für diejenigen die Drogen konsumieren ergo kann jeder beim Dealer um die Ecke Cannabis kaufen um sich Attestieren zu lassen um später "legal" zu konsumieren.

Wie gut eine Legalisierung gehen kann sehen wir in Amerika / Holland und Portugal. Der Staat nimmt Unmengen an Geld ein welche in Bildung etc. gesteckt werden können. Die Steuern decken in jedem Fall die Kosten in Psychiatrien oder Krankenhäusern.

Die Gesetzgebung hat den Nutzen die Gesellschaft zu kontrollieren und jedes Individuum zu Höchstleistungen anzutreiben. Eine Droge wie Koffein ist auch schädlich für den Körper und kann abhängig machen, dass selbe gilt für Zucker. Hier jedoch fördert es angeblich die Arbeitsmoral... Es gibt noch andere Gründe für eine Legalisation, viele "Substanzen" die Verboten sind, könnten Therapeutisch eingesetzt werden und vielen Menschen helfen.  

Kommentar von Maro95 ,

"Ich denke Alkohol sowie Tabak Konsum sollte nicht von Politikern, Eltern etc. gefeiert werden."

Richtig. Vorbilder sollten sich auch wie solche Verhalten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass einige der Legalisierungsfreunde hier ebenfalls Vorbilder sind - bzw. es eigentlich sein sollten.

Die Tabakrechnung erscheint mir etwas einseitig. Raucher sterben zwar früher, gehen aber auch früher in Rente, verdienen weniger (zahlen daher weniger Sozialabgaben), arbeiten weniger, verursachen eine gewisse Müllproblematik und den ein oder anderen teuren Brand (was selten mit eingerechnet wird). Es gibt schon ernst zu nehmende Studien, die nahelegen, dass sich Raucher keineswegs lohnen.

Bei Alkohol solltest du dir sicher sein, denn hier ist der Unterschied immens. Die Steuereinnahmen belaufen sich jährlich auf unter 3,5 Milliarden Euro. Allein die Krankenkassenkosten für alkoholbedingte Krankheiten sind knapp 9 mal so hoch. Berücksichtigen müsste man außerdem noch alkoholbedingte Unfälle und Straftaten, die indirekt enorme Kosten verursachen, vom immateriellen Schaden ganz zu schweigen. Die These mit dem frühen Rente sparenden Tod dürfte hier nicht funktionieren. Leute, die so alkoholkrank sind, dass sie nennenswert früher sterben, haben vorher in der Regel durch ihre langfristige Erwerbslosigkeit bereits massiven volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet.

Ich habe sicher keine Legalisierung beschrieben, denn ich sprach nicht davon, dass man sich zwei mal Cannabis kauft, und dann so viel kriegt wie man will. Ich spreche von schwerstabhängigen, die überhaupt nichts mehr machen, außer Drogen nehmen und die diesbezüglich keinerlei Steuerungsfähigkeit mehr haben. Ich möchte behaupten, dass so etwas medizinisch feststellbar ist. "Legal" ist es also nur für abgestürzte Menschen - und nicht für Leute, die noch darauf achten, welche Qualität ihr Stoff hat. Wie die Praxis da aktuell aussieht, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht.

"Wie gut eine Legalisierung gehen kann sehen wir in Amerika / Holland und Portugal. Der Staat nimmt Unmengen an Geld ein"

Am Anfang tut er das, ja. Nun frage ich mich, gibt es die Legalisierung dort schon seit hundert Jahren, um den volkswirtschaftlichen Schaden zu ermitteln? Dass man kurz nach einer Legalisierung erst mal nur einnimmt, heißt ja nicht, dass es später nicht verdammt teuer werden kann. Das ist sogar ziemlich wahrscheinlich, es sei denn du argumentierst nun, dass die legalisierten Drogen völlig anders funktionieren, als Alkohol und Tabak.

Ich maße mir nicht an, einzuschätzen, ob es sich bei Koffein und Zucker um Drogen im medizinischen Sinn handelt - aber sei es drum, verbieten wir die auch noch! :)

"Es gibt noch andere Gründe für eine Legalisation, viele "Substanzen" die
Verboten sind, könnten Therapeutisch eingesetzt werden und vielen
Menschen helfen."

Das ist ein Grund, sie für genau solche Zwecke zu verschreiben - was bereits gemacht wird -, aber nicht für eine unkontrollierte Legalisierung.

Kommentar von Googler ,

Hallo Maro95, ich habe deinen Beitrag leider übersehen, ich werde dir morgen oder spätestens Dienstag Abend antworten. 
Vorerst danke für die Antwort :)

Kommentar von Googler ,

Hier zur Tabakrechnung:
http://www.handelsblatt.com/technik/das-technologie-update/weisheit-der-woche/ta...

Zum Alkohol: 
Hier stimme ich dir 100% zu, Alkohol ist meiner Meinung nach die untragbarste Droge für die Gesellschaft.

Staatliche Ausgabe:
Hier haben wir wieder das Problem, dass diese Menschen sich tiefer in den Konsum stürzen um dieses "Attest" zu erhalten... Auch werden bei solchen fällen starke Medikamente verschrieben um die Sucht in den griff zu bekommen... (Diazepam etc.) das Problem wiederum ist, dass diese Leute von den Medikamenten abhängig werden.

Legalisation in anderen Ländern:

Nehmen wir Cannabis als beispiel. In Holland `
https://de.wikipedia.org/wiki/Niederl%C3%A4ndische_Drogenpolitik
Die Probleme der Legalisierung sind nicht die Einheimischen, sondern die Drogentouristen die wegen unserer Gesetze nach Holland ausweichen. Durch die Legalisierung (1976) sind die Drogentoten in Holland im vergleich zu Deutschland oder Belgien eindeutig gesunken.

Ich denke 22 Jahre Legalität sind ausreichend um einen Schluss zu ziehen.

Auch Portugal hat erfolge mit ihrer Cannabis Legalität erzielt, jedoch stören hier ebenfalls die Touristen die in dem Eigenen Heimatland nichts konsumieren dürfen. 

Koffein und Zucker:

Das ist ein beispiel, es gibt viele Koffein-abhängige, nun wird hier überhaupt nicht dramatisiert oder in irgend einer weise aufgeklärt...
Mich stört hier die Verteufelung einiger Substanzen und die unendliche Verharmlosung anderer.

Kaffee:
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/coffeinismus.html

http://www.gesundheit.de/ernaehrung/richtig-trinken/tee-und-kaffee/koffein

Zucker:

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/zuckersucht-ausstieg-ia.html

Verschreibungspflichtige Substanzen:

Es gibt ca. 150 Menschen die wegen Chronischen Schmerzen, Krebs etc legal Cannabis konsumieren dürfen. Das ist ein Witz bei der Zahl der Menschen die an schweren Krankheiten leiden. 

Ein beispiel für eine Therapie mit verbotenen Substanzen:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/psychotherapie-ecstasy-...

Leider wird hier viel zu wenig getan um menschen mit Problemen zu helfen. Ich hatte über das Thema eine sehr gute Doku gesehen, leider finde ich diese momentan nicht (wenn ich sie finde werde ich hier nochmal kommentieren).

Für eine Unkontrollierte Legalisierung, ist keiner der Verfechter. Eine Unkontrollierte Nutzung ist genau das was keiner möchte!. Wenn legalisiert werden sollte, dann unter strikten Regeln.

Bsp. Nur gewisse Shops dürfen für registrierte Mitglieder kleine Mengen der Substanz herausgeben. Auch muss die Person einen Schein machen welcher bezeugt, dass man bestens über die Substanz informiert ist. 
Auch sollte viel mehr Aufklärung betrieben werden um menschen die Augen zu öffnen und ihnen die Gefahren unrechtmäßigen Konsums näher zu bringen.

Antwort
von Wissensdurst84, 28
Keine Legalisation jeglicher Substanzen

keine legalisierung

Antwort
von Lokiturner, 98

Marlene Mortler ist die unfähigste Politikerin die es gibt. Die setzt sich mit dem Thema überhaupt nicht richtig auseinander. 

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